Kirche, wo bist Du?
Fragt man mächtige Kirchenmänner nach der Kirchenkrise, bekommt man oft zur Antwort, in Wirklichkeit sei die Misere ja eine Glaubens- und gar keine Kirchenkrise. Die schlechte Nachricht ist: Beides ist wahr. Es wäre müßig zu fragen, was Ursache und was Wirkung ist. Die Lage der Kirche ist dramatisch, so oder so.
Am Karfreitag vor einem Jahr fügten manche Bischöfe der Liturgie Fürbitten an, die die Missbrauchsskandale aufgriffen, die gerade den Katholizismus erschütterten. Das war gut gemeint und doch zugleich so hilflos. Ein bisschen Buße, ein bisschen Entschädigung, ein paar neue Regeln im Umgang mit Missbrauchsfällen, mehr war nicht drin. Man kann der Kirche nicht vorwerfen, nicht reagiert zu haben. Doch in der eigentlichen Frage bleibt sie auch ein Jahr nach den Missbrauchsfällen jede Antwort schuldig: Wie will sie das verlorene Vertrauen zurückgewinnen?
Die Rhetorik vom “Wir haben verstanden“ ließ aufmerken und viele hoffen, dass die Kirche nun echte Erneuerung einläutet. Doch mit jedem Tag wird klarer, dass sie dazu weder bereit noch in der Lage ist. Die Deutsche Bischofskonferenz hat einen Dialog versprochen, der über seine Ankündigung bis heute nicht hinaus kam. Als im Februar über 300 Theologen ein wuchtiges Memorandum mit Reformforderungen auf den Tisch knallten, verfielen die Kirchenmänner in ihre alten Reflexe. Die Forderungen seien alt, unoriginell und sowieso nur global zu lösen. Ende der Durchsage. Der Dialog endet, sobald es konkret wird. Dabei kam der Aufschrei nicht von notorischen Kirchennörglern, sondern aus der Mitte des Katholizismus. Die Amtskirche verprellt ihre treuesten Anhänger. Das Verhältnis zwischen Laien ist zum Zerreißen gespannt.
Die Bischöfe müssen sich endlich bekennen, welche Kirche sie wollen. Die Bereitschaft zum Dialog verträgt sich nicht mit den autoritären Reflexen einer zentralistischen Priester-Kirche. Es gibt eine wachsende Zahl von Bischöfen, die lieber eine Schrumpf-Kirche wollen als eine, die sich dem Zeitgeist anbiedert – als wären das die Alternativen. Eine Kirche, die in ihrer dumpfen Opposition zur Moderne aufgeht, beraubt sich selbst ihrer Relevanz in der Gesellschaft. Das Christentum hätte einiges zu bieten zu den großen Fragen nach dem Sinn des Lebens, nach einer gerechten Wirtschaftsordnung oder nach verantwortbarer Energiegewinnung. Doch eine Kirche, die die Moderne stets als Bedrohung und nie als Chance sieht, eignet sich nicht zur Gesellschaftsdiagnose. Eine Kirche, die sich der eigenen Erneuerung versagt, hat auch zur Erneuerung des Glaubens nichts beizutragen. Sie verschärft die Glaubenskrise, die sie so bitter beklagt.
Ob innerkirchliche Mitbestimmung, das Verhältnis zwischen Priestern und Laien, die Rolle der Frauen, die Öffnung des Priesteramtes, die Sexualethik – die Positionen der Amtskirche sind seit Jahrzehnten zementiert, an keiner Stelle deutet sich Bewegung an. Dass derlei Themen nicht mehr originell klingen, liegt nicht an den Themen, sondern an der Verweigerung, sie zu diskutieren. Der Dialog, den die Bischöfe versprechen, verkommt zur Worthülse. Sollten die Bischöfe ihn nicht wollen, sollten sie das deutlich sagen. Karfreitag wäre eine gute Gelegenheit dazu.
188 Kommentare | 22. April 2011 | 08:00 Uhr |
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Karfreitag zur Loveparade,
Krüzifixe zu Zapfhähnen,
Hostien zu Maische,-
wir destillieren den klerikalen Kult,
und bauen aus den Trümmern der alten Kirche
eine neue Brauerei.
@Delitant
Selig sind, die da geistlich arm sind; denn das Himmelreich ist ihr. (Matthäus 5)(Psalm 51.19) (Jesaja 57.15)
Sie tun mir leid, sie müssen ein vebitterter Mensch, ohne Hoffnung und Zufriedenheit sein. Glaube bringt innere Zufriedenheit, gibt Zuversicht, gibt Hoffnung – das werden Sie natürlich nicht verstehen – noch nicht!
Ich wünsche Ihnen eine frohes und friedliches Osterfest!
Lieber @Ein Christ!
Da haben sie mich aber gründlich missverstanden, denn ich beabsichtigte mit obigem Beitrag
lediglich “die Forderung nach Innovation” unserer kath. Kirche zu hinterfragen, und auf die ironische Schippe zu nehmen.
Um mein Seelenheil ist es übrigens seit Jahren so gut bestellt, dass es sich manchmal so ausnimmt, als lebte ich bereits im Paradies.
Auch Ihnen ein gesegnetes Osterfest im Kreise ihrer Nächsten.
freundliche Grüße aus dem fernen Phetchabun,
Henk
@Ein Christ Ich habe hier übrigens gestern Abend noch, in einem buddhistischen Tempel(Wat), Fürbitte für die Erweiterung ihres Horizonts gehalten.
So werden sie es vielleicht künftig nicht mehr ganz so nötig haben, gleich zwingend auf eine Seelen- oder Geistesnot schließen zu müssen, wenn ihnen jemand begegnet, den sie missverstehen, oder dessen Zweifel und Weltanschauung ihnen nicht in den kleinkarierten Kram passt.
Stefan Leifert,
auch das wieder ein zusätzlicher Angriff auf die (kath) Kirche. Kaum verhüllt wird mit vergifteten Pfeilen geschossen. Aber auch wenn tausend Hunde bellen – die Karawane zieht weiter.
Bemerkenswert allerdings der Betroffenheitsjargon. Als ob man es gut meinte mit der Kirche, wie mit einem renitenten Kind.
Die wahre Gesinnung des Autors zeigt sich aber in den lügnerischen Unterstellungen. Als ob die Verfassung der Kirche irgendetwas mit Mißbräuchen von Kindern zu tun hätte. Als ob nicht gerade diese (strenge) Sexualmoral dem Mißbrauch entgegensteht wie nichts anderes. Als ob nicht die libertärten Elemente der Moderne schuld wären an Aufweichung sexueller Normen bis hin zu Mißbräuchen aller Art. Als ob den paar hundert kirchlichen Fällen (in 60 Jahren!) nicht hunderttausend neue nichtkirchliche Fälle (pro Jahr!) gegenüberstehen würden.
Stefan Leifert, Sie haben Maß und Ziel verloren. Sie tun mir leid. Wohl sind sie selber mehr Opfer als Täter. Opfer einer Gehirwäsche größten Ausmaßes, welche alle großen Medien (und dem folgend dann die Massen) selbstsuggerierend sich vorerzählt haben.
Aber Lügen und Verleumdungen werden durch Wiederholung und breite Streuung auch nicht besser.
Werter Herbert!
Angesichts der Jahrhunderte währenden Gehirnwäsche mit der uns die kath. Kirche so segensreich zu geißeln pflegte,
jetzt auf billige und ewig gestrige Weise den Spieß gegen die Skeptiker deren Strukturen zu drehen, grenzt schon an hochgradigen Realitätsverlust.Wollte man sich ihre Interpretationsfähigkeiten zu eigen machen, mit der sie belegte Tatsachen als Lügen brandmarken, müsste man sich eigentlich wirklich fragen, ob der Papst überhaupt noch katholisch ist?
Wir haben heute auch für dich Fürbitten gesprochen.
@Fjsch
Ja, danke! Dann kann ja eigentlich nix mehr schief gehen.
Nachtrag:
Gilt es ihnen wirklich als redlich, hier verbal auf unseren @Stefan Leifert einzuschlagen,
ganz so, als wäre der auch noch für jene Entwicklung persönlich verantwortlich, die er sich zu beschreiben erdreistet?
selbstverständlich hat eine Kirchenverfassung, die die Heiligkeit des Amtes über alles stellt etwas mit dem fehlenden Schutz von Opfern eben dieser heiligen Amtsträger zu tun. Nicht umsonst hat die katholische Kirche über Jahrzehnte die Aufklärung verhindert. Hauptsache der Amtsträger, der als Priester schlicht einen ganz anderen status als ein normaler Gläubiger besitzt, wird nicht in den Schmutz gezogen. Um das zu wahren, kann auch schonmal über Leichen bzw. Missbrauchsopfer gegangen werden.
Und dass ein offener und freier Umgang mit Sexualität zu mehr Missbrauch führt, lässt sich wohl kaum belegen. Eine Sexualmoral, die widernatürliches Verhalten fordert kann nicht christlich sein: Christentum ist Liebe zum Leben, ist Bejahung der Schöpfung. Nicht umsonst heißt es “seid fruchtbar und mehret euch”. Wieso dürfen das dann gerade die Heiligsten, die Amtsträger nicht?
Aber bitte, liebe Kritiker, schmeißt nicht immer gleich alle Christen in einen Topf: die evangelische Kirche ist weit entfernt von dem, was die katholische fordert, lebt und repräsentiert. Soviel Zeit zur Differenzierung muss sein.
@Herbert Klupp
Das Thema Kindesmißbrauch verbietet es , dieses auszuschlachten , um die eigene christliche Sichtweise voranzubringen.
Die strenge Sexualmoral ist , wenn überhaupt , eher ein begünstigender Faktor bei der Entstehung solcher Taten.
Auch wenn Sie zu Recht darauf hinweisen , daß die meisten Taten nicht im kirchlichen Umfeld stattfinden , so ist es widerwärtig und im Übrigen höchst unchristlich , dieses für die Opfer so schlimme Thema für Ihre Ideologie zu benutzen.
Solche Ansichten zeigen gut auf , warum die katholische Kirche kaum in der Lage ist , zufriedenstellend auf das Thema zu reagieren.
@Stefan Leifert
Guter Beitrag, genau analysiert.
„DAS DIKTAT DES PAPSTES GREGOR VII.
Registrum Gregorii – März 1075 (Auszug)
22. Die römische Kirche hat nie geirrt und wird nach dem Zeugnisse der Schrift auch niemals irren.“
Unser lieber „Bruder Hildebrand“ hat sich hier aus Überheblichkeit und Selbstüberschätzung zu dieser maßlosen Erklärung verstiegen. Der römischen Kirche hat er damit keinen Gefallen getan. Es ging ihm wohl um Macht und nicht um Demut vor dem Herrn und den Menschen.
„Fragt man mächtige Kirchenmänner nach der Kirchenkrise, bekommt man oft zur Antwort, in Wirklichkeit sei die Misere ja eine Glaubens- und gar keine Kirchenkrise.“
(auszugsweise Stefan Leifert)
Ja, das mit dem Glauben ist so eine Sache.
Glauben heißt „nicht wissen“. Eine Glaubenskrise kann es nicht geben.
Das Wissen füllt die Lücken aus, die vormals mit Glauben ausgefüllt waren.
Alles im Auftrag Gottes: „Wachset und mehret euch“.
Die sogenannte Kirchenkrise ist mehr eine vereinsinterne Angelegenheit. Der Glaube an Gott sollte durch die Vereinsführung nicht Schaden leiden.
„Die Bischöfe müssen sich endlich bekennen, welche Kirche sie wollen. Die Bereitschaft zum Dialog verträgt sich nicht mit den autoritären Reflexen einer zentralistischen Priester-Kirche.“
(auszugsweise Stefan Leifert)
Die Bischöfe wissen sehr wohl, welche Kirche sie wollen.
In den Zeiten, in denen die Herrschaft gottgegeben war(!?), hatte die Kirche ein leichtes Spiel mit den Ängsten der Menschen um ihr Seelenheil.
Aber mal davon abgesehen:
Die römische Kirche kann sich nicht jedem Tagesereignis anpassen. Sie kann nicht jede Zeitströmung aufnehmen. Dann würde sie zu einem Fanklub verkommen.
Die katholischen Christen (und um die geht es hier) werden das verstehen und ertragen müssen. Ansonsten wäre die Kirche nicht mehr die Kirche.
Ich wünsche Ihnen allen ein friedliches Osterfest.
Gruß aus Eisenach
Hallo, Heinz!
Auch ich bin der Ansicht, dass die Kirchen als moralische Instanz(die “gottseidank” heutzutage auch hinterfragt werden darf)nicht in die Fußstapfen unserer Parteien treten dürfen, um sich damit an die jeweilige soziokulturelle Großwetterlage anzupassen.Verfolgt man jedoch die Kirchengeschichte, lässt sich durchaus feststellen, dass sie genau dieses eigentlich stets praktizierte, indem sie sich gezielt auf die Seite der Mächtigen stellte, um damit auch ihre eigene Macht und Einflußmöglichkeiten auszuweiten.Was das alles jedoch noch mit Jesus Christus und jenen Dingen zu tun hat(te), die dieser uns einst vorlebte, bleibt vielen von uns heute verschlossen, und ist leider nicht mehr greifbar.Die ursprünglichen “Menschenfischer” des J.C.’s bevorzugten mal das Netz ihrer Nächstenliebe, und der damit verbundenen Überzeugungskraft, anstatt vergoldetes Lametta, Heiligenscheine,eitlen Tand und totalitären, dogmatischen Anspruch auf Macht und Wahrheit. Insofern gibt es durchaus Etliche, die hier und heute die Meinung vertreten, dass sie keinen Platz in dieser Kirche mehr finden, eben gerade deshalb, weil sie sich als Christen betrachten, und ihren Glauben auch leben wollen, ohne, wie Marionetten an den Strippen eines Stellvertreters Gottes auf Erden zu hängen, der ihnen in dieser höchst fragwürdigen Position als ebenso provozierend, wie blasphemisch erscheinen muss.
Die Frage, die sich für mich persönlich daraus ergibt, ist von daher: Will der Klerus nun eigentlich wirklich eine aufrichtige Glaubensarbeit auf Seiten seiner Schäfchen, oder verlangt er diesen vielmehr nur stur, und wie eh’ und je, die Bewahrung und Pflege von ausgebluteten Traditionen in Form einer Hirnstanze ab?
Frohe Ostern auch für Sie und ihre Lieben,
Henk
Sehr richtig, Herbert Klupp,
das sind mal wieder die von den Medien gewohnten vergiftete Ratschläge an die Adresse der Kirche, die Stefan Leifert hier abgibt!
Die geforderte Zeitgeist-Anbiederung hat die Evangelische Kirche in Deutschland schon hinter sich. Dort sind die Austrittszahlen jedes Jahr (erstmalige Ausnahme: 2010 wegen des Missbrauch-Hypes) deutlich höher, als in der katholischen Kirche, die Gottesdienstbesucherzahlen noch viel katastrophaler.
Die modernistischen Kirchen werden einfach hinweggerafft! Beten wir für unsere Bischöfe, dass sie standhaft bleiben und sich auf diese blödsinnigen Ratschläge nicht einlassen!
Nach neuesten Umfragen verlieren übrigens die Massenmedien auch massiv an Vertrauen. Derartige geheuchelte Beiträge, wie der von Stefan Leifert, tragen sicher – wenn auch nur in geringem Umfang – dazu bei.
Liebe Franziska,
um Ihre Fehlinformation zu korrigieren: Die Austrittszahlen der evangelischen Kirche waren zwar über Jahre höher als in der Katholischen Kirche, jedoch die Eintrittszahlen auch wesentlich höher. Per Saldo war deshalb die Entwicklung der Mitgliederzahlen nicht sehr verschieden in den letzten 20 Jahren.
Die Gottesdienstbesucherzahlen in der evangelischen Kirche sind von jeher niedriger, da es dort keine “Sonntagspflicht” gibt.
Werte Franziska!
Auch sie maßen sich an, sich zum Maß aller Dinge zu erklären, und den ungemein sachlichen Kommentar @Stefan Leiferts als “geheuchelt”, und als mit “blödsinnigen und vergifteten Ratschlägen” gespickt, zu verteufeln.
Offenbar glauben sie, dass es genügt, dies rein aus ihrem christlichen Bauch(mutmaßlicher Nabel der Welt) heraus tun zu können, ohne solche massiven Vorwürfe durch handfeste Argumente stützen zu müssen.Das nenne ich unchristlich, überheblich und ignorant.
Ich vergaß noch zu erwähnen, dass sich @Stefan Leifert u.a. ausdrücklich darauf bezieht, dass “300 Theologen, aus der Mitte dieser Kirche, ein Memorandum mit Reformforderungen” vorgelegt haben.Es war also keineswegs Herr Leifert selbst, der dies tat.Infolgedessen sollten sie auch ihren Zorn und ihre Schmähungen diesbezüglich ausrichten.
Die Kirchen snd wichtig. Wir brauchen Organisationen, die über dem Recht stehen.
Wir brauchen Organisationen, die Randgruppen ausgrenzen, Frauen diskrimieren und den Sex mit Kindern als akzeptieren.
Die Muslime machen es doch vor. Gewalt und Menschenverachtung als Basis. Dahin will die Kirche auch wieder kommen, nur so ist der Machterhalt sicher.
Warum solche rechtswidrige, menschenverachtende und brutale Organisationen unter dem Schutz des Staates stehen, ist nicht verständlich.
Und warum intelligente Menschen in der Kirche sind ist ebenso wenig nachvollziehber.
Aber in deutschland sind die Menschen ja schon immer genre totalitären Führern gefolgt, warum nicht auch den Kirchenherrschern.
Lieber @Jörg!
Auch Sie sollten die Kirche mal hübsch im Dorf lassen.
Offenbar reicht auch ihre Interpretationsgabe nicht nennenswert über die des @Herbert Klupp hinaus, der hier
oben so heftig seinen Mammut masturbiert.
Hallo Jörg!
Bravo! Bin total Ihrer Meinung! Die Kirche war schon immer für Menschenverdummung um ihre Geschäftsidee erfolgreich fortführen zu können!
Schönen Gruß
Gerda
Die Forderung nach einer verstärkten Politisierung der Kirche ist Unsinn. Die Kirche ist Zuhause der Gläubigen und nicht Ort der politischen Meinungsbildung. Sie bietet als Stätte der Anbetung sowohl Atomkraftbefürwortern als auch -gegnern Platz. Entweder verkennt oder trivialisiert Herr Leifert absichtlich den eigentlichen Auftrag der Kirche bzw. des christlichen Glaubens, wie er im Neuen Testament festgelegt wurde. Der Wunsch nach einer Kirche, die sich dem Meinungsbild der Gesellschaft anpasst, ist symptomatisch für den Zeitgeist und auch dafür, dass der Durchschnittsbürger mit Glauben nichts mehr am Hut hat, es sei denn, es geht um eine kirchliche Trauung oder eine Kindstaufe. Von berufswegen ist der Klerus aktiver im Glauben, aber glauben die heutigen Pfarrer, Priester, Bischöfe allesamt wirklich?
Heute ist Karfreitag. Christus starb nicht für erneuerbare Energien, alternative Lebensweisen oder den Pazifismus. Er starb für alle die glauben, um ihnen ewiges Leben zu schenken.
Ich glaube kaum, dass Jesus Christus uns auf das Ewige Leben verpflichten wollte, indem wir all die Probleme, die wir auf Erden haben, beiseite schieben.
Vielmehr bin ich der Überzeugung, dass er sich als Postbote verstanden wissen wollte, der darauf abzielte, dass man nicht ihn, sondern die Botschaft feiert, die er uns überbrachte.Für viele Gläubige mutet es von daher so an,
als hätte die Kirche unseren Heiland ganz gezielt in einen goldenen Käfig gesperrt, um von dessen eigentlichem, an uns gesandten Auftrag abzulenken.
Ach… du lieber Gott!!! Oliver Wohlfahrt, wo leben Sie denn???
Die Kirche hat Zukunft, wenn sie nach folgenden Vorgaben
handelt:
Die “10 Gebote”, die Bergpredigt und das “Vater unser”.
Weg mit den selbsherlichen, gegen die Menschenrechte
verstossenden Kirchengesetzen.
Das Mittelalter abschütteln und nach den Worten von
Albert Einstein eine Zukunft bauen:
Mehr als die Vergangenheit interessiert mich die Zukunft,
denn in ihr gedenke ich zu leben.
Auf in Gottes Namen Heinz.
_Wahnsysteme sind bekanntlich dadurch gekennzeichnet, dass sie zugrunde gehen_!
Bei den christlichen Kirchen handelt es sich überwiegend seit langer Zeit um solche Wahnsysteme; sie verkommen auch mehr und mehr zu einem billigen und profanen Sektentenwesen.
Sie werden ihrem eigentlichen Wesen und ihrer Aufgabe, nämlich der Frage nach dem Sinn des Daseins und jener, was nach dem Tode auf uns zukommen könnte, seit langer Zeit nicht mehr gerecht.
Diese Fragen, nach Sinn des Seins und nach dem Leben nach dem Tode sind zeitlos und können weder dekliniert noch determiniert werden, was seitens der oben erwähnten _Sekten_ ständig praktiziert wird.
Die ganze Problematik mit dem Glauben kann man gleichsetzen mit der _Katschen Definition der Moral_, welche ich nachstehend noch einmal zitieren werde:
::::::::::::::::::::::::::::::::::::::::
_“Die reine Moral ist einzig und universell. Sie erfährt im Laufe der Zeit keinerlei Veränderung und auch keinerlei Erweiterung. Sie hängt von keinem historischen, wirtschaftlichen, soziologischen oder kulturellen Faktor ab; sie hängt absolut von gar nichts ab. Sie ist nicht determiniert. Aber sie determiniert. Sie ist nicht bedingt, aber sie bedingt.
Mit anderen Worten, sie ist etwas Absolutes!“_
:::::::::::::::::::::::::::::::::::::::::
Gruß D. Ackermann
Das Christentum hätte einiges zu bieten zu den großen Fragen des Sinns des Lebens? Nicht wirklich. Diese merkwürdige Vorstellung von einem allmächtigen, allgütigen Schöpfer, ein absurder Schöpfungsmythos, daran glauben immer weniger Menschen, weil es sie nicht interessiert oder weil sie anfangen ihr Gehirn einzuschalten und die Absurdität dieses Weltbildes zu erkennen. Zusammen mit den unzähligen Toten, die Christen bis heute zu verantworten haben, nicht zuletzt durch das Kondomverbot, was gerade in Afrika zur ungehemmten Ausbreitung von HIV führt, gibt es genug gute Gründe, diesem Verein und seinem Weltbild den Rücken zu kehren.
Heute ist Earth Day (http://www.earthday.org/). Das wäre ein sinnvoller Grund für einen Feiertag.
Zitat: „Das Christentum hätte einiges zu bieten zu den großen Fragen nach dem Sinn des Lebens, nach einer gerechten Wirtschaftsordnung oder nach verantwortbarer Energiegewinnung.“ (ZDF Kirche, wo bist Du? Stefan Leifert)
Die römisch-katholische Kirche ist bei den „großen Fragen“ genauso irrelevant wie alle anderen Religionen. Über Jahrhunderte tradiertes Mutmaßen werden im Gegenteil zu gutem Wein mit der Zeit nicht besser und genügen modernen Ansprüchen schon längst nicht mehr. Wer lange genug seine Legenden „über Wasser“ halten kann darf sich irgendwann „etablierte Religion“ nennen (siehe Beispiel der Mormonen in den USA). Eine gerechtere Wirtschaftsordnung oder verantwortbare Energiegewinnung kann ein jeder von uns tagtäglich mitgestalten oder durch Apathie verhindern – dafür wird das starre Korsett der Religion nicht mehr gebraucht. Meinungs- und Religionsfreiheit sind nicht zu Unrecht hohe (Verfassungs-) Werte in unserer Gesellschaft. Solch ein irrationales und kollektives Anbeten einer unsichtbaren Entität macht mir aber schon Sorgen.
Eine alte orientalische Hirtenreligion verweigert sich der Moderne. Seit Luther gibt es für alle Christen eine bereits gut eingeführte Alternativkirche in Deutschland. Kein Grund also den menschen- und familienfremden Worten römischer Greise zu lauschen.
das ist doch wohl ein schlechter witz
heute.de die “neutrale” nachrichteninstitution berichtet oder lässt zumindest betroffen von einer krise der kirche berichten? hallo? und dann noch karfreitag als nationaler ruhetag?!?!ein religiöser brauch im nicht-gotteststaat?
die kirche war schon immer und wird auch immer eine institution zur beherrschung und gleichschaltung der dummen sein…sie hat so viel leid gebracht und die menschehit an so vielen stellen zurückgeworfen und dennoch wird ihr gefolgt…mir wird immer übel wenn ich alleine drüber nachdenke
gute arbeit heute.de
suche mir mal flux ne andere startseite
Werter Lennard Soontiens!
Vergleicht man die obige Schmähschrift, des lieben @Herbert Klupp, mit ihrem ebenso unangemessenen, erbosten Kommentar, möchte man das, wegen der völlig gegensätzlichen Motive, mit denen hierbei unser Stefan Liefert gegeißelt wird, fast schon als Bestandteil unserer Spaß- und Komikerkultur lesen.Am heutigen Karfreitag bleibt mir allerdings das frevelhafte Lachen dazu im Halse stecken.
Nachtrag:
Ich möchte hierzu stattdessen einmal an das Gleichnis
“Vom Vater, dem Sohn und dem Esel” erinnern, die es auch keinem recht machen konnten.
hab ich bei der indoktrinierung wohl nicht so gut aufgepasst, das gleichnis ist mir fremd.
ich gab nur meine meinung kund.
ich möchte solch parteiisches gedankengut nicht auf einer nachrichtenseite finden.
BRAVO Lennard ! Damit ist ALLES gesagt!!!
Zustimmende Grüße
Gerda
Auch wenn die Kirche sich einige Verfehlungen geleistet hat, sowohl mit sexuellem Missbrauch, als auch zeitgeschichtlich, so muss man trotzdem den sozialen Charakter der Kirche mit betrachten. Zum Beispiel Organisationen wie die Caritas. Das Geschehene kann damit zwar nicht wieder “gut” gemacht werden, jedoch kann ich an der Wichtigkeit des “Vereins” Kirche damit in unserer Gesellschaft nicht zweifeln.
Zum Thema Glaube / Anpassung: Ich denke die Kirche kann sich nur bis zu einem gewissen Punkt hin anpassen. Sie muss ein Bild wahren, dass nuneinmal einen relativ alten Charakter hat. Eine ständige Anpassung ist daher kaum möglich, da sie sich unglaubwürdig machen würde.
Glaube ist eine Frage der Überzeug. Ein Mensch der von Grund auf nicht gläubig Lebt, oder gläubig erzogen worden ist, wird kaum in der heutigen Zeit Kirchensteuern mehr zahlen wollen, wenn der Lebensunterhalt bei stetig steigenden Preisen so schon teuer genug ist.
Ich denke, dass in der letzten Zeit so viele Menschen aus der Kirche ausgetreten sind, da sich nach der Veröffentlichung der Missbrauchsfälle viele Menschen gefragt haben: Warum und wofür zahl ich eigentlich noch die Steuer?
Dies ist in der tat eine armselige Kirche, denn betrachtet
man allein die große Anzahl von Menschen, die dort “austreten”, könnte man diese nahezu für eine öffentliche Bedürfnisanstalt halten.(LOL)
Meine These ist: Wir brauchen eine “schöpferisch explodierende Kirche”. Da muss erst einmal von der Dogmatik bis zur Organisation einiges mit lautem Krachen auseinanderfliegen. Eine Kirche, die Gott als Schöpfer preist, aber dann veraltete Lehren und Zustände festnagelt und einbetoniert, ist ein Widerspruch in sich. Sie schlägt ihren eigenen Urheber unentwegt neu ans Kreuz, statt ihm bei ständig neuer Auferstehung zu helfen.
Mehr dazu von mir unter http://www.neobooks.com/werk/5090-der-schwarze-gott-und-der-rosenbluetenblaetterhimmel.html
Bester @Rolf Kretschmann!
Sie schreiben:”Wir brauchen eine “schöpferisch explodierende Kirche”.
Da sollte man doch glatt mal die Taliban fragen, ob die uns
in diesem Zuge nicht mal aushelfen können.(lOl)
Aufklärung tut not!
Seien Sie ohne Sorge, ich werde jetzt nicht bis Martin Luther zurückgehen. Luther hat sich selbst nicht als Aufklärer gesehen. Er wollte die römische Kirche reformieren – an Haupt und Gliedern. Als nicht theologisch gebildeter Mensch habe ich dies so verstanden.
Die Ergebnisse dieser Reformbemühungen sind uns allen bekannt.
Statt einer Kirche, die sich auf ihre ureigenen Aufgaben konzentrieren sollte, haben wir heute zwei große christliche Kirchen.
Wie auch immer! Die römische Kirche ist statisch. Dynamik zu erwarten, ist ein rührend naiver Wunsch. Eine immer dem Zeitgeist folgende Kirche? Die römische Kirche ist keine Partei im politischen Sinn.
Das, was viele Menschen an ihr bemängeln, ist im Grunde ihr Erfolgsgeheimnis. Sie hat die Zeiten überdauert – oftmals mit wenig rühmlichen Unternehmungen. Und trotzdem versteht sie sich immer noch als Bewahrer des Glaubens an den einen Gott.
Was Sie, meine Lieben, glauben, kann die römische Kirche nicht für Sie bewahren – das tun Sie selbst.
Sie kann die Traditionen bewahren. Statt dessen sollte sie das Wort Gottes verkünden – unvoreingenommen im Sinne von Jesus – und ohne Rücksicht auf eigene Interessen als Institution.
Abschließend die Antwort auf das, was sich viele Menschen fragen:
Nein, Jesus besaß keinen Geldbeutel.
Gruß aus Eisenach
Juhuhu, Heinz Sahl! Aber die Kath.-Kirche hat einen GROOSSEN GELDBEUTEL! VON IHREN DUMMEN SCHÄFCHEN DIE BEI DER TAUFE SCHON DAZU VERPFLICHTET WERDEN EIN TRAGENDES FINANZIELLES MITGLIED ZU WERDEN !!! LACH-LACH-LACH….
Es kommt darauf an zu erkennen, ob eine Aussage einer individuellen Überzeugung entspricht oder ob sie lediglich opportun hinsichtlich einer vorgegebenen Meinung ist. Die katholische Kirche nimmt für sich in Anspruch, im Besitz der allgemein gültigen Regeln menschlichen Verhaltens zu sein. Diesem Anspruch ist sie nie gerecht geworden.
Für Christen gilt: Moses (nicht die Kirche) hat dem Menschen die zehn Gebote gegeben. Jesus (nicht die Kirche) hat den Menschen zu moralischem Verhalten aufgerufen (Bergpredigt).
Für Atheisten gilt: Die Natur hat den Menschen im Laufe der Evolution mit einem Gehirn ausgestattet, das es dem Menschen ermöglicht, das Leben zu gestalten. Den Umständen entsprechend wird er sich egoistisch oder kooperativ verhalten.
Alle Gutwilligen (auch anderer Religionen) sind aufgerufen, die UN Deklaration der Menschenrechte als Richtlinie menschenwürdigenden Verhaltens zu akzeptieren. Religion ersetzt nicht den Kampf um Menschenrechte und um menschenwürdige, sozial ausgewogene ökonomische Verhältnisse.
Ich komme gerade aus der Karfreitagsliturgie, habe mein Knie gebeugt vor dem Kreuz. In Gedanken war ich bei den Opfern von Fukushima, den Kämpfern in Lybien, in Syrien,… Ich möchte in Achtsamkeit und bescheiden mit der Natur leben.
Und die Predigten in der Kirche geben mir durchaus Anregungen und Vertrauen. Gestern sprach der Priester von seiner Weihe. Er klang nicht überheblich, war voller Vertrauen, dass er sich bei seinem Auftrag, für die Menschen da zu sein, auf Christus verlassen kann. Er war im Jetzt angekommen, hat seinen Glauben ausgedrückt. Mehr will ich nicht. Ich suche ehrliche Menschen und die finde ich am ehesten in der Kirche. Ich will auch nicht meine Verantwortung auf die Amtsträger, den Papst abwälzen.
Ich glaube nicht an die körperliche Auferstehung Christi, Ostern ist für mich eine Zeit der Hoffnung.
So wünsche ich allen eine Zeit der neuen Hoffnung auf eine lebenswerte Zukunft.
gm
“Ich suche ehrliche Menschen und die finde ich am ehesten in der Kirche.”
Sie sind dabei aber nicht etwa zufällig dem Mixa über den Weg gelaufen?
BRAVO DELITANT! Geben Sie´s ihnen! Lach-lach-lach…
Eine Gesellschaft deren Werte nur noch aus Kommerz, Konsum, Spaß und Opposition besteht existiert nur noch.
Warum sich nicht an diesen wenigen, übrig gebliebenen, ruhigen Tagen erfreuen – und die Ruhe genießen?
Um diese Freiheit vom täglichen einerlei (wozu zweifelsohne auch Disco-Besuch und tanzen gehören) zu genießen muss man kein Katholik sein. Es genügt sich dazu als Mensch dieses letzte Stückchen Freiheit bewahren zu wollen.
Ich hörte gerade in in der Heute-Sendung, wie ein junger Mann sagte, dass jeder selbst entscheiden solle, ob und wann er feiern und tanzen will.
Ich denke, dass viele diese Einstellung teilen und die christlichen Zusammenhänge bezüglich der “Feier”-Tage nicht kennen bzw. ablehnen.
Dann wäre es aber allzu logisch und konsequent, alle christlichen Feiertage (Karfreitag, Ostermontag, Pfingstmontag, Christi Himmelfahrt, Weihnachten usw.) zu streichen.
Die Wirtschaft würde sich unendlich freuen, denn sie müsste diese zusätzlichen “Urlaubstage” nicht mehr in die Kostenkalkulation mit einrechnen.
Der evangelische Feiertag Buß- und Bettag wurde bereits vor vielen Jahren eliminiert.
Macht nur weiter so!!!
Liebe (r) P.Evertz,
Sie schreiben mir aus der Seele. Da ganz offensichtlich nur noch praktizierende Christen in religiös begründeten Feiertagen eine Bedeutung sehen, macht es keinen Sinn mehr, sie als gesetzliche Feiertage all denen zu Gute kommen zu lassen, die damit nichts besseres anzufangen wissen, als sich in der Disco oder bei ähnlichen Belustigungen aus zu toben. Es ist zwar sehr, sehr schade, aber durch das krampfhafte Festhalten an diesen Festtagen werden wir die zunehmende Verweltlichung und den Rückgang christlichen Glaubens nicht aufhalten können. Dafür ist auch die neue “Osterfeuer-Kultur” ein Beleg. Auch wenn die Tradition der Osterfeuer im Ursprung wohl eher nicht christlich ist, waren die Osterfeuer lange Zeit überwiegend christlich belegt. Das was heute auf so manchem noch nicht bestellten Acker und dem Begriff “Osterfeuer” firmiert, stellt viele Schützenfeste locker in den Schatten und hat weder mit christlichen noch mit heidnischen Wurzeln auch nur das Geringste zu tun.Ich weiß aber auch keinen Rat – vielleicht geht es uns einfach nur zu gut und viele Menschen glauben, “Gott und so’n Kram” nicht mehr zu brauchen.Vielleicht wissen aber auch die christlichen Kirchen nicht genug nachvollziehbare Antworten auf jene Fragen, die die Menschen heute umtreiben.
Jochen Schmidt
Hallo J.Schmidt!
Ich lebe in Niederbayern und habe einen “Himmivadder” (Himmelvater)und einen guten Geist!
Ich verehre Jesus und seine Lehren! Jesus hat nur Gutes gelehrt und stand dem hungernden Volk damals psychisch bei indem er ihm sagte:” Ihr seid nicht allein!” So quasi nach dem Tode geht ihr ins Himmelreich ein. Ihr werdet für all eure Not und Mühsahl belohnt!Damit hat er sie getröstet!
Ich glaube nicht an die Auferstehung Jesu´s ! Er war ein Mensch wie Du und Ich, aber… er war hochintellegent!!
Aus der Kirche bin ich ausgetreten, da ich die Verlogenheit der kath. Kirche nicht mehr ertragen konnte!
Über 4 Milliarden Euro steckt sie jedes Jahr von ihren Schäfchen ein! Für mein Teil ist das kath. System eine Geschäftsidee die sich schon seit 2 Jahrtausenden trägt. Welche Geschäftsidee trägt sich so lange wie diese?
Und.. Jesus hat nicht gesagt, dass seine Jünger allein bleiben sollen! Keine Familie haben sollen! Alles ist Kirchenquatsch!!
Das ist meine Meinung
Grüße aus Niederbayern
Gerda Altmann
Es könnte übrigens durchaus als nächstenliebender, und somit christlicher erscheinen, wenn man diese Feiertage mal dazu nutzen würde, um wirklich etwas für die Schwachen und Bedürftigen zu tun, anstatt still im Gebet zu verharren, und in die Kirche zu rennen, damit man Gott gefällt.
Heute ist Karfreitag. Und die meisten hier schreiben über die Kirche und vor allem schimpfen sie über selbige.
Karfreitag gedenken wir Christen daran, dass Jesus am Kreuz sein Leben für uns gab. Ach ja, da gibt es nun wieder Proteste. Aber warum? Niemand muss das glauben, niemand muss zum Gottesdienst gehen.
Aber, warum regen sich hier vor allem die Grünen auf, dass es tatsächlich einen Tag im Jahr gibt, in dem gewisse Verantstaltungen nicht stattfinden dürfen. Haben einige Leute Angst vor der Stille. Zumindest auf den Ohren (wie in Frankfurt) muss man immer laute Musik haben. Angst vor dem Nachdenken?
Und warum ist es so verwerflich, einfach Rücksicht zu nehmen auf die Menschen, für die Karfreitag eben dieses Gedenken an Jesu Tod ist? Darüber tut allen diese Besinnung (auf was auch immer) und Ruhe gut.
Als Christin fühle ich mich in die Ecke von Fundamentalisten gestellt, weil ich 100% dafür bin, das Karfreitag ein stiller Tag bleibt.
Und diese jungen Menschen, die da unbedingt hopsen müssen, sollten mal darüber nachdenken: wenn Karfreitag nicht mehr das sein soll, was er ist, dann dürfen sie doch auch zur Arbeit schreiten. Oder warum sollten die Arbeitgeber dann auf ihre Dienste verzichten. Vielleicht sollten dann nur noch die frei bekommen, die sich zur Bedeutung des Tages bekennen. Ja, ich weiß, das wird schwierig. Aber es wäre ehrlich.
Oder warum sollte es freie Tage geben, die nicht auf den Urlaub angerechnet werden, obwohl so viele keinen Sinn dahinter sehen?
Ehe jemand protestiert, sollte er sich wirklich die Ruhe gönnen und einmal darüber nachdenken.
Ich wünsche allen frohe und gesegnete Ostertage. Das ist übrigens das Fest, an dem wir die Auferstehung Jesu feiern. Ostereier, Osterhasen, Osterferien sind auch nur eine Zugabe, über die wir uns freuen dürfen.
Aber, möchten Sie Geburtstag haben und die Leute feiern und essen ohne daran zu denken, was sie feiern?
@Uschi Bär
Bin absolut Ihrer Meinung, als bekennender Christ wird man in Deutschland nur noch belächelt bzw. diskriminiert. Mein Vorschlag: die Christlichen Feiertage nur noch für Christen arbeitsfrei!
Es geht doch um den Glauben der ist zeitlos und um Hoffnung die ist auch zeitlos es geht um Werte an denen sich unsere Gesellschaft orientieren soll und um den Glauben an Gott der unsere Gesellschaft Kraft geben soll und Frieden.
Ich hab den Eindruck, ZDF ist ein Lobbysender der Studenten und Grünen.
Die (katholische, die evangelische biedert sich oft dem unmoralischen Zeitgeist an) Kirche kann Werte vermitteln,
in einer Studie kam raus, dass das Fernsehen Werte gut an Kinder vermitteln kann aber was macht das Fernsehen? Es wird nur Hass geschürt und Streit wird gelobt.
Ich finde es schön, dass die Mehrheit hier standhaft bleibt und sich nicht von den Medien beeinflussen lässt. Achten wir uns gegenseitig, bevor wir uns über alles, sogar Gott stellen und unsere Mitmenschen kritisieren ohne auf uns selbst zu schauen.
Danke, Fjsch!
Manchmal habe ich leider den Eindruck, dass viele Menschen alles durcheinander werfen. Karfreitag ist nicht irgend ein freier Tag. Dafür müssen wir uns Urlaub nehmen – den es nirgends so reichlich gibt wie in Deutschland.
Karfreitag als gesetzlicher Feiertag hat doch nur einen Sinn, wenn wenigstens im großen und ganzen klar ist, dass es hier um den Tod Jesu geht.
Ich würde doch auch nicht bei einer Beerdigung singen und tanzen, nur weil mich der Tote nicht interessiert. Allerdings habe ich schon oft erlebt, dass Menschen heute nicht mehr wissen, wie sie sich bei einem Trauerzug, der durch den Ort geht, zu benehmen haben. Das gibt es ja in den meisten Städten nicht mehr, aber an einigen Orten schon noch. Wir haben das gelernt: man bleibt ruhig stehen, bis die Trauernden vorbei sind. Dabei muss man niemanden kennen und schon gar nicht trauern.
An Karfreitag gedenkne die Christen des Todes Jesu. Da kann natürlich jeder zu Hause tun und lassen, was er will. Und sehr wahrscheinlich sind auch die Gaststätten geöffnet,jeder kann essen und trinken.
Es geht nur darum, vor dem Andersdenkenden Respekt zu haben. (Ist übrigens mit den Nichtraucher-Schutzgesetz genau so. Niemand verbietet das Rauchen. Allerdings aus Rücksicht vor den Nichtrauchern in den meisten öffentlichen Räumen.)
Eigentlich geht es doch um einen kirchlichen Feiertag, nicht um die Kirche und ihre Fehler.
An Ostern dürfen doch alle wieder feiern, singen, tanzen. Auch wenn es die meisten wohl nicht aus dem Grund tun, der eigentlich der Anlass ist: Jesus Christus ist auferstanden. Und das gibt uns die Hoffnung,auch aufzuerstehen.
@Fjsch
Ihre An-und Einsichten scheinen mir ein wenig durch dogmatische Scheuklappen begrenzt.So kann ich z.B. nicht erkennen, womit das ZDF dem “oft unmoralischen Zeitgeist” Vorschub leisten sollte(???), nur weil @Herr Stefan Leifert mit seinem einleitenden Kommentar den Finger auf eine Wunde legt, die dem Gläubigen, wie auch dem Klerus selbst, ganz offensichtlich große Schmerzen bereitet.
Bedeutet das Christsein für sie wirklich, alles bedingungslos und ohne Hinterfragung abnicken zu müssen, und sich von einer fragil anmutenden Kirche fremd- bzw. fernsteuern zu lassen? Oder nimmt sie nicht vielmehr J.C. “persönlich” in die Pflicht, wenn sie an dessen Botschaft glauben? Es ist nämlich keineswegs damit getan vergoldete Ikonen anzubeten.
In gegenseitiger Achtung miteinander zu streiten gilt mir übrigens durchaus als löblich. Aber wo, und womit (in Dreiteufelsnamen), wird hier eigentlich der Hass geschürt???
Zu fett gegessen?
Ich denke die Kirche ist eine Istitution die ihre Zeit schon lange überschritten hat. Im Grunde war sie nie mehr gewesen als ein verwaltungsorgan, das mit glaubenssetzen Weltliche Macht ausgeübt hat.
Doch die Gesellschaft hat sich seit dem Mittelalter weiter entwickelt. Gläubige sind längst keine unmündigen Analphabeten mehr. Und auch die Schreckensbilder von Hölle und Teufel, haben in einer aufgeklärten Zeit an macht verloren. Und da wir bedauerlicherweise in einem Rechtstaat leben, der das Foltern und verbrennen von Leuten verbietet die sich erdreisten das eine Eigene meinung zu haben, hat die Kirche somit alle trüphe verloren mit der vor einigen jahrhunderten noch die Kirchenbänken voll gehalten wurden.
Die Menschen sind nun selbst in der Lage sich zu informieren, und sich Gedanken über die natur der Welt zu machen. So manch ein Weiser mag dabei wohl irgendwann gemerkt haben, das man nicht zwangsläufig eine Kirche braucht um an Gott zu glauben. Und jene die vieleicht noch ein wenig weiter über den Tellerand schauten, kahmen vieleicht sogar zu dem schluss das man nicht mal einen Gott braucht um ein Guter Mensch zu sein sowie seinen Nächsten zu Lieben.
Was die Karfreitagsruhe angeht, so finde ich es sehr gut das dieses Gesetzt endlich mal Hinterfragt wird. Prinzipiell habe ich zwar nichts gegen einen ruhetag. Aber tut es wirklich not diesen gesetzlich zu erzwingen und bei verstoß mit Drakonischen Strafen zu anden? Deutschland mag ja eine Christlich geprägte Geschichte haben. Aber wir sind doch kein Gottestaat in dem Religiöse Dogmen zum gegenstand öffentlichen rechtes erhoben werden.
Wenn dann sollte es jedem Freigestellt sein ob er diese Ruhe für sich in anspruchnehmen möchte oder nicht. Und ich glaube nicht das es den Praktizierenden christen in seinem bedürfniss nach ruhe und einkehr tangieren würde wenn irgendwo in deutschland, andere Menschen weiter einer vergnüglichen aktivität nachgingen. Kirchen haben schließlich dicke Wände, und wer selbst ständig Tolleranz für seine religiösen gefühlen einfordert, sollte auch seinerseits mal so offen sein anderen die mit dem glauben nichts zu schaffen haben ihre Freiheit zu zugestehen.
Liebe/lieber Gugelhupf, da sollten Sie aber konsequenz sein und sagen, dass Sie nicht an so einem kirchlichen Feiertag frei haben wollen. Es gibt genug zu tun.
Ja, Toleranz ist gut. Und Freiheit hat auch jeder. Was allerdings dicke Kirchenmauern (überhaupt: wieso sind Kirchenmauern alle dick? Ich kenne da mehr, die nicht mehr so dick sind und jeder Lärm würde da eindringen)damit zu tun haben, verstehe ich nun wieder nicht.
Oder denken Sie, die Christen sitzen den ganzen Tag in der Kirche?
Sie sagen, dass es jedem freigestellt sei, ob er Ruhe für sich in Anspruch nehmen möchte. Nun, das geht ja objektiv nicht. Wenn die einen Ruhe haben möchten, die anderen aber Lärm machen, wer kann da wohl seine Freiheit ausleben. Ja, eben, diejenigen, die Lärm machen. Das gilt nicht nur für Karfreitag.
Gibt es ein Recht auf Lärm? Denke ich nicht. Wohl aber ein Recht auf Ruhe. Da niemand allein auf einer Insel lebt, müssen wir immer Kompromisse machen. Und darum muss Karfreitag ein Tag der Ruhe sein.
Und das tut allen gut. Vielleicht mal sogar, wenn er einen Spaziergang macht ohne die dröhnende Musik auf den Ohren zu haben. Da könnte der Mensch ein neues Gehör für die Natur bekommen.
Ich teile voll und ganz die Meinung von P. Evertz.
Wer nur noch der Spaßgesellschaft leben will muss auch
auf christliche Feiertage verzichten.
Mal sehen, wie viele Leute dann noch tanzen wollen!!
Annelies Petsch
Es ist ja bei weitem kein Geheimnis für alle die mal drüber nachgedacht haben: Die Kirche hat Feiertage der (feierfreudigen) Heiden, sowie deren Kultplätze übernommen, um so überhaupt hier in unseren Breiten Fuß fassen zu können. Nur mit Feuer und Schwert ging es dann ja doch nicht!
Denn was bitte haben bemalte Eier und Hasen mit einem Gekreuzigten zu tun?
Meine Erfahrung zeigt immer und immer wieder, dass die meißten, die vorgeben (bibeltreue) Christen zu sein, sich ihre “Heilge Schrift” nie oder nur in den seltensten Fällen selbst und mit freiem Bewusstsein durchgelesen haben. Wenn Christen trauern wollen sollen sie es tun – sie sollen aber die, welche in OSTERN z.B. ein Frühlings- oder Fruchtbarkeitsfest sehen gefälligst auch ihren Spass lassen. Tanzen und Feiern haben gehört eben dazu!
MfG, das Krümelmonster (das dann gleich mal tanzen geht)
Liebes Krümelmonster, na denn, wenn Sie ein Fruchtbarkeitsfest feiern wollen – dann mal tau. Niemand hält Sie davon ab. Aber, was bedeutet Ihnen das?
Was bemalte Eier und Hasen mit dem Gekreuzigten zu tun haben? Sie sollten es sagen.
Der Kreuzigung Jesu gedenken Christen an Karfreitag (um den es ja ging).
An Ostern feiern wir die Auferstehung Jesu. Um das zu feiern braucht man natürlich keine gefärbten Eier oder Hasen. Gewiss sind diese auch im Heidentum üblich gewesen. Das bedeutet aber nicht, dass ich als Christin da Fruchtbarkeitssymbole drin sehe. Und das in unserer aufgeklärten Zeit. Aber wir freuen uns halt alle über Farben. Leider verwechseln wohl viele die Osterbräuche mit dem eigentlichen Inhalt.
Niemand gönnt uns mehr die Freude und das Feiern als Gott. Und obwohl der christliche Glaube solche Äußerlichkeiten nicht braucht, leben wir Christen noch hier und darum lieben wir manche Bräuche – die ja ganz unterschiedlich sind.
Alles zu seiner Zeit. Darum geht es bei der ganzen Frage.
Und Ihre Behauptung, dass sich die Christen ihre Bibel selbst nicht durchgelesen haben – da haben Sie sich aber die falschen rausgesucht. Oder woher haben Sie diese Erfahrung? Gerne würde ich Ihnen das Gegenteil erweisen. Haben Sie die Bibel schon selbstständig gelesen – ohne Vorurteile. Lohnt sich immer.
Ein frohes Osterfest!
Anstatt sich zu Ostern mit Lammbraten vollzustopfen, und sich krank zu feiern, sollten auch sie vielleicht mal das Tanzbein schwingen.(lOl)
Ich bin selbst Christ, kann diejenigen aber gut verstehen die auf Tanzen am Karfreitag nicht verzichten wollen weil sie mit dem “christlichen” Osterfest nichts anfangen können und/ oder nicht verstehen worum es dabei geht. Mir würde es vermutlich andersherum auch nicht anders gehen.
Ich persönlich denke dass die Entwicklung die der Autor eine “Glaubenskrise” in der Kirche nennt von der Kirchenkrise selbst herrührt. Wenn die Kirche nicht fast ausschließlich durch Negativschlagzeilen auf sich aufmerksam machen, sondern vielmehr zeitgemäß auf die frohe (Oster)botschaft aufmerksam machen würde (die übrigens nicht aus bunten Ostereiern oder Schokoladenhasen besteht) würde möglicherweise auch die Akzeptanz für einen ruhigen Karfreitag ansteigen…
Was Stefan Leifert/ZDF von der Kirche verlangt (Wirtschaftsordnung, Energiegewinnung usw.), kann nur unter völliger Verkennung dessen geschrieben worden sein, was Kirche eigentlich soll und will. Er möchte sich gerne Kirche “modern” zurechtlegen, was im Grunde eben doch ein zeitgeistiges Hinterherlaufen wäre. Nun wurde aber gerade eben dieser Zeitgeist unabhängig von der Kirche geprägt — womit auch der Verlust des Glaubens einhergeht. Wenn Kirche der Waschlappen des grün-sozio-gutmenschlichen Zeitgeistes wird, wäre sie nur ein neuer Hornbläser für diese vermeintliche Richtigkeit, die letztlich sich schon längst anbahnt, eine ziemlich restriktive Veranstaltung zu werden.
Deswegen tut Kirche gut daran, wenn sie sich aus der Politik raushält und besser an ihrem Auftrag der Erlösung von ethischen Grundirrtümern arbeitet (das hat auch etwas mit Befreiung zu tun) aber nicht das Pferd von Schwanz aufzäumt und dabei zu einer Filiale des restiktiven und oft auch im eigenen Sinne irrenden, grün-sozio-gutmenschlichen Geistes wird.
Und noch etwas: wer von Technik zu wenig versteht, sollte sich raushalten, wenn es um Weiterentwicklung von (noch) zu Verbesserndem geht. Eine neuzeitliche “Hexenverbrennung”, wie es die Grünen mit der Atomkraft tun, wäre nur eine Renaissance des Mittelalters, das sich vielleicht noch die Grünen leisten können aber die Kirche gewiss nicht mehr.
Also immer schön offen bleiben, keine Stigmatisierungen begehen und das Kind nicht endgültig mit dem Bade ausschütten, wenn Verbesserungen eigentlich immer auch möglich sind. Die Sozilologen und Pädagogen könnten das technisch Verlorengegangen nämlich nicht ersetzen. Und was das Menschenleben kosten kann, sieht man in schwach entwickelten Ländern. Weil es um Verantwortung geht…!
Eine 100% Trennung von Staat und Kirche ist längst überfällig !
“Kirche, wo bist Du?”
Mir egal, wo oder wie die Kirche ist.
Daß aber fundamentalistische Minderheiten einem Tanz- und Lebensfreude verbieten wollen, ist nicht egal sondern völlig inakzeptabel.
ca 70% der Bevölkerung Deutschlands sind Christen. eine Minderheit?
tanz und Lebensfreude verbieten? in Bayern sind es 8 Tage in den meisten Bundesländern ca.2- 3 Tage an denen ganztägig nicht getanzt werden darf das ist nicht mal ein Prozent der Tage. Wer darauf nicht verzichten kann sollte sich mal hinterfragen. Ob ich selbst daran glaube, ist doch egal, es ist eine Frage der Toleranz darauf zu verzichten.
Nein, genau umgekehrt.
Es ist eine Frage der Toleranz, Tänzern das Tanzen zu erlauben.
Erst Denken, dann Schreiben.
Das mit den Kirchenmauern war auch ehr als Metapher gedacht. Denn Ruhe und Einkehr sind für mich bewusste entscheidungen. Es gibt viele Orte und Möglichkeiten in Deutschland wo man auch jenseits von Karfreitag wundervolle Stille genießen kann ohne von dem Treiben anderer Leute Tangiert zu werden. Und wenn man nicht gerade das Pech haben sollte im Einzugsbereich eines Sportplatzes, oder einer Großdisco zu Wohnen ist das sogar in den Eigenen 4 Wänden der Fall.
Wenn wir aber von einem Recht auf Ruhe Sprechen, so sollte man Konsequenter weise vieleicht auch mal hinterfragen ob es denn Not tut Sonntag morgen in aller Früh Kirchenglocken zu Leuten, und damit Leute aus dem Bett zu werfen die gerne vieleicht noch etwas Schlafruhe in anspruch genommen hätten.
Was wiederum mich betrifft, so wäre ich im zuge der Gerechtigkeit auch bereit, einen weiteren arbeitstag in kauf zu nehmen. Wenn das der Preis ist den ich für mein recht auf Religiöse Selbstbestimmung in diesem unserem Sekulären Staat zahlen muss, dann nehme ich ihn gerne und bereitwillig in kauf.
Im übrigen kann ich auch Krümelmonster nur aus vollstem Herzen zustimmen. Denn wer sich indes etwas mit unserer vorchristlichen geschichte auskennt weiß das sich am Tag wo die christen ihr “Heilands Wiedergeburts Fest” Deponiert haben, früher ursprünglich ein Kultfest zu ehren der Göttin Ostara befunden hat, wo unsere vorfahren das wiedererwachen der Natur Feierten. Und dies ist Traditionell eben ein Fröliche und ausgelassene angelegenheit, und kein Trauertag.
In diesem Sinne sollte man vieleicht auch mal Fragen wer denn dann z.b. die Religiösen gefühle Neuheidnischer Menschen Schützt. Oder sind Religiöse gefühle nur dann schützenswert, wenn man sich zu einem Monotheistischen Gottesbild bekennt?
Auch wenn es in den Medien oft nicht ersichtlich wird, so umfasst das theme glauben in Deutschland noch einiges mehr, als nur Christen, Moslems und Atheisten. In diesem Simme halte ich es auch für etwas verfehlt, unsere gesellschaft pauschal als glaubensfrei zu titulieren. Im gegenteil sehe ich monentan eigentlich ehr eine recht lebendigen auseinandersetzung mit diesem thema. Und im gleichen maße wie die hinwendung zu itutionalisiertem glauben abnimmt, nimmt auf der anderen seite der Persönliche individuelle glaube zu. Und darin sehe ich ehr eine changce als ein Manko.
Aber um die zu nutzen, braucht es einen Offenen Dialog, und die bereitschaft aufeinander zu und auch ein zu gehen. Wer hingegen weiter wie bisher auf seine vormachtsstellung pocht, seinen glauben als abselute und einmzige wahrheit verkauft und sich in richtung anderer ideen verschließt und mauert, der Grenzt sich aus diesem Prozess aus und schaufelt sich somit auf dauer sein eigenes Grab.
Hallo, @Gugelhupf!
Eigentlich bin ich geneigt, mich ihren Ansichten anzuschließen, obwohl ich bezüglich ihrer nachfolgenden Aussage eher etwas skeptisch bin.So schreiben sie:
“Und im gleichen Maße, wie die Hinwendung zu itutionalisiertem Glauben abnimmt, nimmt auf der anderen Seite der persönliche, individuelle Glaube zu. Und darin sehe ich eher eine Chance, als ein Manko.”
Irgendein “kluger” Mann(somit war ich das natürlich nicht)
soll dazu mal gesagt haben:
“Das Schlimme daran, wenn es keinen Gott mehr gibt, ist nicht etwa, dass die Leute an nichts mehr glauben, sondern sie glauben an alles!”
Liebe Grüße,und frohe Ostern
Henk
@Henk:
Ok aber was ist denn an diesem umstand so schlimm? Die alternative zum cosmopolitischen glauben, wäre dann ja nur die wiederherstellung des wahrheits Monopols, welches Institutionen wie die Kirche jahrhunderte lang inne hat. Und darin liegt zumindest meiner ansicht nach eine Weit größere gefahr. Denn immer dort wo bisher in der Geschichte versucht wurde, eine wahrheits anspruch zu monopoliesieren, wurden nur die Tore für Machtmissbrauch, Unterdrückung und Menschenverachtende Gräul bereitet.
Moralisches handeln ist meiner Ansicht nach nur dort wirklich möglich, wo es auch die möglichkeit zu Freier entscheidung und alternative gibt. Das ist eine der Säulen unserer Demokratischen gesellschaft, und dort sollte auch die Theologie vieleicht irgendwann mal ankommen.
Hi,@Gugelhupf!
Schlimm daran fände ich, wenn unsere Kinder plötzlich anfangen an Goldene Kälber wie Amway,Beratungsparasiten, wie Karsten Maschmeier,Rolex,korrupte Volksvertreter,Lacoste,Immobilen, falsche Doktoren und Mercedes Benz etc.pp.zu glauben.
Jedoch empfinde ich es als ebenso unerträglich, dass einige
Anhänger der Kirchen uns absprechen wollen, dass wir z.B.
auch in einem buddhistischen Kloster,wie in Disco, oder Kneipe, Gott nahe sein können, und sich der wahre Glauben lediglich mit Hilfe der Kirchen gestalten und umsetzen lässt.
So geben sich auch einige hier kräftig Mühe damit, jeden
zu verteufeln, und in die Nähe von Demenz und psychischer
Krankheitsbilder zu rücken, der sich dogmatischer Bevormundung versagt.Ganz so, als beinhalte ihr Glaube ein schon ein 100%ges Wissen (welches diesen paradoxerweise vollkommen überflüssig macht).
Hi Henk,
Zu Ihrem mittleren Absatz:
Dass uns diese _Scheinheiligen_ die von Ihnen hier aufgezählten _Genüsse_ absprechen wollen, das ist _Verrat an der Welt_!
_Und – wer die Erde verrät, wird den Himmel nicht finden_!
Immer, wenn ich leicht _angesoffen_ bin, komme ich in eine andere Ebene des Denkens und Fühlens, ja, in eine andere Welt – ich glaube sogar, dass es eine Art _Gottesnähe_ ist.
Und jene, die uns so etwas absprechen wollen, sind von Gott und vom Himmel weit entfernt.
Schöne Ostergrüße nach Thailand
D. Ackermann
Nun was den glauben an Marken und deren Apothose betrifft, so ist das ehr dem Neoliberalen zeitgeist geschuldet, mit unsere gesellschaft zusehens vergiftet wird. Anderseits Traue ich unsere Jungen Leute aber deffinitiv mehr zu als einfach blind solchen trugbildern hinterher zu jagen. Auch junge Menschen haben werte, auch wenn die sich oft etwas anders deffiniere als jene der älteren Generationen. Meist sind es sogar gerade die 16-25 jährigen bei denen gesellschaftliche trends noch stärker hinterfragt werden.
Hi, Gugelhupf!
Ihr Wort in Gottes Ohr! Hier im eigentlich buddhistisch geprägten TH, gewinne ich allerdings zusehends den Eindruck,dass sich die Hirnleistung von Kindern und Jugendlichen schon darin erschöpft,indem diese die wichtigsten Teile der Gebrauchsanweisung ihrer Handys dort abspeichern.
Im Gegensatz zur Vorgabe Buddhas, oder auch der eines J.C’s, gibt man sich auch hier mittlerweile leider höchst Neoliberal, fröhnt munter dem Mammon, und lebt nach der Devise: “Selbst essen macht fett!” Die eindeutigen Resultate dessen, lassen sich kaum noch übersehen, und zeugen davon, dass die hiesige Addidas- und Reebock-Generation ihr nobles Schuhwerk kaum noch zum Laufen, und die schlichten Restbestände von grauen Zellen, auch nicht mehr zum Denken benutzt.
Ich weiß, ich klinge damit verdammt arrogant, nur verhält es sich leider aber genauso.
Die einst hoch geschätzte, menschenfreundliche Philosophie des Buddhismus
weicht ähnlich, wie bei uns Christen, auch hier der Moderne.
Lieber Dieter Ackermann!
Es ist wohl nicht auszuschließen, dass das Spirituelle mitunter auch sehr wohl vom Genuss einiger Spirituosen geprägt sein kann.Wie ließe es sich sonst wohl erklären, dass allein die Messweinordnung der kath. Kirche schon mehrere Seiten umfasst. Da möchte man fast annehmen, dass es den Geistlichen allein ums Saufen geht. Aber weit gefehlt, denn hierbei findet sich unter anderem exakt aufgelistet, wieviel Öchsle ein sorgsam vergorener Traubensaft auf die Waage bringen muss, um in das Blut unseres Herrn gewandelt werden zu können.
Auch Ihnen und ihrer Familie ein frohes Osterfest, und
ein herzhaftes “Zum Wohle!”
Henk
@ Hugo: Entschuldigung, Sie scheinen einer der ganz starken Menschen zu sein, die zwar immer Toleranz fordern (Tänzern das Tanzen), aber Andersdenkenden gegenüber keinerlei Toleranz dulden. Das ist das Traurige auch an allen Atheisten. Jeder kann bei uns seinen Glauben oder Nichtglauben leben. Aber, da wir nun mal nicht jeder eine ganze Stadt für sich hat oder in jeder Stadt entweder nur Glaubende oder Nichtglaubende leben, da müssen wir gegenseitig Rücksicht nehmen. Wenn Christen den Karfreitag als Tag der Ruhe und Besinnung auf den Kreuzestod Jesu begehen, dann passt Tanz nun mal nicht dazu. Aber an rund 360 Tagen können alle tanzen (theoretisch), das müßte doch gehen. Leider habe ich den Verdacht, dass gewisse Leute gerade an Karfreitag tanzen und Krach machen wollen, was sie sonst nicht tun. Nach dem Motto: den Christen werde ich ihr Fest schon verderben.
Die Freiheit ist auch immer die Freiheit des andern.
Und ich empfinde die Bindung an Gott besonders als Freiheit, weil ich nicht jedem Trend, jeder Mode, jeder Meinung (was alle meinen) hinterher rennen muss. Und doch Rücksicht auf den andern nehmen kann.
Noch einmal: allen ein frohes Osterfest!!!
zur Toleranz:
Jeder soll seinen Glauben leben können, wann und wie er will, solang er/sie dabei niemandem Schaden zufügt.
zu Atheisten:
Auch Atheisten glauben, soweit ich weiß, nämlich daß es keinen Gott gibt. Ist auch ein Glaube in meinen Augen.
Ich habe nicht behauptet ein Atheist zu sein.
zur Toleranz 2:
“…den Christen werde ich ihr Fest schon verderben”
Genau dieser Gedanke, daß man selbst nur ein religiöses Fest begehen kann, wenn auch alle anderen sich einem irrationalen Ritus unterwerfen, macht Religionen so gefährlich, so intolerant.
Viele ethisch handelnde, hilfsbereite, friedliche, tolerante und glückliche Menschen konnten die letzten Tage nur eingeschränkt feiern und nicht wenige mußten/durften auch arbeiten, aber die wenigsten wollten Ihnen Ihr Osterfest verderben.
Aber Sie scheinen zu befürworten, daß man staalich verordnet teilweise unter Strafandrohung religiöse Riten auch bei Anders- oder Nichtgläubigen durchsetzt.
Wie können Sie dann von Intoleranz sprechen.
Ich will Ihnen nicht Ihr schönes Osterfest nehmen, aber Sie mir mein Tanzen.
Liebe Uschi!
Offenbar hat bei ihnen das Paradoxe in ähnlicher Weise Methode, wie bei all denen, die zur Innovation altehrwürdiger Traditionen aufrufen wollen, um diese in die Moderne hinüber zu retten. Wenn man Toleranz einfordert, um damit die Freiheit des anderen zu beschneiden, oder gar die Opfer zu Tätern machen will(siehe Kindesmissbrauch, wie die Ausgrenzung von Homosexuellen, Geschiedenen, Zölibatverletzern, Kommunisten und Kirchenkritikern), mutet das in etwa so an, als würde man gegen die Nuttenplage anhuren.
“Als ob nicht die libertären Elemente der Moderne schuld wären, an der Aufweichung sexueller Normen, bis hin zu Mißbräuchen aller Art”, schreibt z.B. weiter oben ein @Hugo Klupp, ganz so als hätte es zu früheren, elitäreren Zeiten sexuelle Übergriffe auf Schutzbefohlene nie gegeben.Das nenne ich keineswegs nur ignorant, sondern sogar in höchstem Maße verlogen.
Haben sie mal bedacht, welch ein Armutszeugnis man der Kirche damit ausstellt, wenn man vor allem humanistische Errungenschaften für deren Niedergang verantwortlich machen muss?
Wieso versuchen sie hier eigentlich so krampfhaft zu unterstellen, dass Diejenigen, die zur Osterzeit Tanzen und Musik hören wollen, den Christen damit ihr Fest verderben wollen??? Das erinnert mich an Jemanden, der seine sämtlichen Türen und Fenster aufreißt, um sich dadurch endlich mal wieder von den Partygeräuschen aus der Nachbarschaft in seiner Ruhe gestört fühlen zu dürfen.
Liegt es nicht vielmehr auf der Hand, dass sich unsere geschundene “Spaßgesellschaft” der Traurigkeit und dem anerzogenen Masochismus christlicher Traditionen verweigert, wenn ein fröhliches Lachen in einer Kirche, dort schon als Sünde und ultimative Tabuverletzung gilt.
@Uschi Bär:
Nun dann möchte ich sie gerne mal Fragen, in wiefehrn es sie denn in der ausübung ihres glaubens behindert, wenn ein paar Leute z.b. iregendwo ein paar kilometer entfehrnt, in einer Kneipe sitzen und Musik höhren?
Ich stimme ihnen ja aus vollstem Herzen zu das rücksicht und Tolleranz eine wesentliche Säule eines gemeinsamen zusammen Lebens sind. Aber dies muss dann auch auf gegenseitigkeit beruhen. Aber wo bitte schön ist es Tollerant, Leuten die weder etwas mit eurem Gott noch eurem glauben zu tun haben, per gesetz dazu zwingen ihre Tagesplanung nach eurem willen ein zu schränken?
Im grunde hat der Karfreitag, wie er heute gesetzlich geregelt ist, durchaus Paralelen zum Sabbat nach Pharisäeischer Auslegung. Und gerade Jesus hat sich zum Missfallen der Gesetzeswächter oft gegen diese Regelung aufgelehnt in dem er am Sabatt kranke Heilte und seinen Jünger Gestattete Korn äre zu raufen. Dies begründete er mit den Worten: “Der Sabbat ist um des Menschen willen gemacht und nicht der Mensch um des Sabbats willen.”
Übertragend könnte man also auch argumentieren, das der Karfreitag, dazu gemacht wurde Gläubigen christen die möglichkeit zu geben den Kreuztot ihres erlösers zu betrauern. Aber nicht dazu um unbeteiligte in ihren freiheitsrechen zu beschneiden.
In diesem Sinne wäre es zweckdienlicher diese Ruhe von einer Pflicht, in eine Freiwillige Basis um zu wandeln.
Denn dadurch würde, letztlich sogar Raum für echte Tolleranz geschaffen. Denn tolleranz ist eine aktive entscheidung, die nur dort möglich ist wo man sich aus eigenem Frein willen zu einer sache bekennt.
Das gilt ebenso für die Entscheidung ob man trends folgen will. In diesem Sinne Finde ich auch das argument etwas Skuril, das die Freiheit sich gegen trends zu entscheiden, erst durch Gott ermöglicht würde. Denn wer sich nur aus dem kontext eines gebotes für oder gegen etwas entscheiden kann, anstadt eigen verantwortlich zu handeln, der ist alles andere als Frei.
Davon mal ab hätten man ebenso die freie wahl sich gegen einen trend zu entscheiden wenn man nicht christlich ist. Denn freier wille ist nicht glaubensabhängig.
Auch wenn es mir gar nicht als so wichtig erscheint, ob Jesus Christus überhaupt je existiert hat (in der Form wie es die Bibel beschreibt), möchte ich mich dennoch als Christ verstanden wissen, da ich versuche seiner wunderbaren Botschaft Folge zu leisten.Infolgedessen stellt sich mir auch nicht nur zu Ostern die Frage:
Von was wollte Jesus Christus uns durch seinen Opfertod denn eigentlich erlösen, wenn man dessen Kreuz stets dazu benutzt, um es den Menschen in die Köpfe zu rammen?
Wieso reizt mich das Thema?
Es ist ja nicht erst seit heute so, dass die Katholiken eine Änderung der Kirche fordern und das nicht nur zum eigene Zweck sondern auch für die Pfarrer und wer da noch so arbeitet.
Jetzt gerade zur Osterzeit, wenn ich mir die ganzen Rituale vom Papst anschaue, kommt es mir mehr als Weltfremd vor was dort veranstaltet wird, weil sich die Kirche wieder einmal göttlicher präsentiert, als wie Gott, Gott ist.
Wieder einmal wird den Gläubigen vom Papst erzählt, dass der Mensch so von Gott geschaffen wurde und keine Evolution der Natur dahinter stand!
Genau das erinnert mich auch daran das die kath. Kirche einmal behauptet hat, die Welt sein der Mittelpunkt des Universums!
Von mir aus kann die katholische Kirche weiterhin so ein Mist verbreiten, woran man ohne weiteres glauben kann, aber dementsprechend Weltfremd sein muss um wissenschaftliche Tatsachen aus dem Weg zu gehen.
Und genau da spaltet sich der Glaube, wie aber auch die Tatsache, dass die katholische Kirche keinen Glauben vermitteln kann oder dürfte, wenn Sie wissenschaftliche Erkenntnisse widerspricht bzw. nicht wahrhaben will. Das dann so einige Bischöfen es lieber ist, aus der Kirche eine Schrumpf Kirche zu machen, versteht sich dann schon von allein.
Man sollte sich somit bewusst machen, dass der Glaube an Gott, selbst nichts mit der Kirche zutun hat, sondern die kath. Kirche den Glauben an die kath. Kirche vermitteln will, („ich glaube an die kath. Kirche, kommt in ein Gebet vor) man also den Mist den der Papst vom Stapel gelassen hat, glauben soll. Und genau das stellt einen Eingriff in den persönlichen Glauben dar, der von der Kirche versucht wird missbraucht zu werden, um gläubige Geisterfahrer zu schaffen.
Bei den Missbrauchsfällen wo auch das Wort Vergewaltigungen verwenden werden sollte, war die Kirche maßgeblich an der Verschleierung der Straftaten beteiligt und lässt klare Mafiastrukturen erkennen, wo Vergewaltigungen geduldet wurden und wer weiß vielleicht auch noch werden, außer es kommt ans Tageslicht, erst dann rollen zum Schutz der Kirche Köpfe!
Wer will mit solch einen Verein noch etwas zutun haben?
Wenn die Bischöfe der Meinung sind, dass von nun an eine Schrumpfkirche entstehen solle, dann kann ich das nur begrüßen, da mit jeder Kirche die abgerissen wird, auch die Gefahr von sexuellen Übergriffen auf Schutzbefohlene schwindet!!
LG Thomas Borchert
@Thomas Borchert
“Wenn die Bischöfe der Meinung sind, dass von nun an eine Schrumpfkirche entstehen solle, dann kann ich das nur begrüßen, da mit jeder Kirche die abgerissen wird, auch die Gefahr von sexuellen Übergriffen auf Schutzbefohlene schwindet!!”
Mit Verlaub, aber das ist doch wohl vollkommener Quatsch!!!
(„ich glaube an die kath. Kirche, kommt in ein Gebet vor) Thomas Borchert: Es heißt in diesem Gebet:” Ich glaube an Gott und an die HEILIGE kath.-Kirche!
Hält sich die Kirche deshalb für Heilig weil sie im Mittelalter tausende von Menschen auf dem Scheiterhaufen verbrannt hat??? Und das im Namen Gottes???
Lach-lach-lach
Kirche, wo bist du?
Die Frage von Stefan Leifert sollte wohl heißen: Kirche, wo stehst du?
Kirche ist die Gemeinschaft der Gläubigen. Es mag sein, dass die Gläubigen zahlenmäßig abnehmen. Es mag auch sein, dass das Wort Gottes nicht mehr so recht in unsere „moderne“ Zeit passt. Aber so ist das nicht. Wenn das Wort Gottes Wahrheit ist, dann wird es für alle Zeiten richtig und wahr sein!
Die katholischen Christen glauben nicht an den Papst, sie glauben nicht an die römische Kirche – sie glauben an Gott.
Priester bis hinauf bis zum Papst sind Menschen. Menschen können sich irren und fehlen.
Sie können dem Wort der Schrift uneingeschränkt folgen. Sie können sich aber auch der Völlerei und Hurerei hingeben. (Martin Luther hätte es nicht anders ausgedrückt).
Letztendlich zählt für die Christen das Wort. Unwichtig sind Amtsträger, die sich in ihrer Eitelkeit und „Ausgewähltheit“ gefallen. Sie tun dieser römischen Kirchen keinen Dienst – sie schaden ihr.
Diese römische Kirche ist angeblich auf Petrus gegründet. Petrus war kein gebildeter Mensch. Er war Fischer. Und nebenbei bemerkt: Er hat wegen Jesus seine Familie verlassen. Was ist wohl aus ihr geworden?
Aber gut! Paulus als Kirchengründer wäre mir lieber gewesen. Ich kann es mir nicht aussuchen.
Zum Abschluss ein Auszug aus dem Brief des Paulus an die Römer:
„Wir aber, die wir stark sind, sollen der Schwachen Unvermögen tragen und nicht uns selber zu Gefallen leben.“
(Paulus an die Römer 15.1 – Übersetzung Martin Luther)
Ich wünsche Ihnen allen (Gläubigen und Nichtgläubigen) ein friedvolles Osterfest.
Gruß aus Eisenach
Hallo Heinz Sahl,
Zu Ihrem letzten Satz:
_“Ich wünsche Ihnen allen (Gläubigen und Nichtgläubigen) ein friedvolles Osterfest“ _
Es gibt keine _Gläubige und Nichtgläubige_, es gibt nur anders denkende und anders gebildete Menschen!
Und Ihnen ist doch ganz sicher bewusst, dass es sich bei all diesen Begriffen um reine _menschliche Konstrukte_ handelt; auch die Worte und alle Sprachen sind menschliche Konstrukte.
Und – das nachstehend aufgeführte habe ich schon des Öfteren in einigen Blogs bei ähnlichen Themen von mir gegeben:
:::::::::::::::::::::::::::::::::::::::::
_Der Mensch lebt in seiner Welt und stirbt auch in seiner und seine Weilt_
:::::::::::::::::::::::::::::::::::::::::
Und dass jeder Mensch auch so zum Thema Glauben und _Gott und die Welt_ in seiner Welt lebt, das zeigt sich auch hier wieder, wenn man dieses Blog Revue passieren lässt!
Einen herzlichen Ostergruß
D. Ackermann
Kriese der kirchlichen Institutionen ???
Liebe Leser, ich denke, dass viele Menschen unserer Gesellschaft Gott den Rücken gekehrt haben und mit biblischen Maßstäben und Werten nichts mehr anfangen können. Wundert es da, wenn sich unsere Gesellschaft immer mehr in eine egozentrische, gewalttätige und wertelose Ansammlung von Menschen entwickelt?
Was wir brauche – und dahin sollten die Kirchen und christlichen Gemeinden führen – ist eine neue Ausrichtung an den Wertmaßstäben der Bibel. Gott hat uns Verhaltensregeln gegeben (lesen sie mal die 10 Gebote, die Bergpredigt und die Reden Jesu in Neuen Testament).
Und Ostern? Jesus Christus hat durch seinen Tod und Auferstehung die Versöhnung mit derm Vater ermöglicht. Was wäre das für eine Gesellschaft, die Versöhnung und Vergebung lebt!!!
@Michael Schmidt!
Sie schreiben:
“Wundert es da, wenn sich unsere Gesellschaft immer mehr in eine egozentrische, gewalttätige und wertelose Ansammlung von Menschen entwickelt?”
Sie wollen sich doch wohl angesichts der unrühmlichen Kirchengeschichte nicht wirklich darauf berufen, dass allein die Kirche dieser Garant von ethischen und moralischen Werten sein kann? Vielmehr haben sich die Menschen doch gerade von dieser Kirche abgewendet, “weil” sie ihr kein Vertrauen mehr schenken können, da diese ihrem eigenen Anspruch so selten gerecht wird. Gerade die latenten, katholischen Heucheleien haben doch zur schamlosen Degradierung der beschworenen Werte geführt, weil der Pomp mit dem Moral gepredigt wurde, jahrhunderte lang im krassen Widerspruch zum eigenen kirchlichen Handeln stand. Auf diese Weise wurde immer mehr Leuten klargemacht, dass moralischer Anspruch auf Seiten der Mächtigen, wie auch der Kirchen, stets nur von rein rhetorischer Bedeutung ist, und vor allem dem Ziel diente, die Menschen zu unterdrücken.So hat man z.B. auch stets die Kommunisten und Freiheitskämpfer verteufelt, egal wie menschenfreundlich und legitim deren Absichten auch immer gewesen sein mochten, und sich auf die Seite von Horrorregimen, oder von Mördern und Mafia-Verbrechern gestellt. Unvergessen hierzu, die sogenannte “Ratline”, mit deren Hilfe gesuchte Naziverbrecher vom Vatikan geschützt wurden, und sich nach Südamerika absetzen konnten.
@ Michael Schmidt/
Leben Sie doch in dieser Zeit! Aber lassen Sie uns mit Ihrem Unsinn zufrieden! Sie sind ja weltfremd!
In welcher Absicht und zu welchem Zweck der Kommentar verfasst wurde spielt keine Rolle. Fakt ist: Kirche spielt in Deutschland praktisch keine Rolle mehr. Im öffentlichen Leben ist sie kaum noch präsent, mischt sich kaum ins Tagesgeschehen ein, und wenn doch, dann mit einer Zurückhaltung die Herrn Knigge vor Neid erblassen liesse.
Werte müssen nicht nur verkündet, sie müssen auch gelebt werden.
Ich bin überzeugt: würde sich Kirche mehr einmischen, und das lautstark, wäre sie unbequem auch dadurch dass sie konsequent Gottes Wort vorlebte, es gäbe sehr viel mehr bekennende Christen.
Kirche sollte ein Gegengewicht darstellen zu all dem Mist der heute in Politik und Wirtschaft abläuft, die höchste moralische Instanz, das Gewissen des ganzen Volkes. Stattdessen ist sie eine öffentliche Einrichtung wie jede andere geworden, angepasst, zahm, gutbürgerlich- man will ja niemanden erschrecken.
@Minando:
Das wäre es ja noch, dass sich die Kirche in die Politik einmischen würde! Es war zu früheren Zeiten schon unerträglich für das Volk und heute säßen wir noch in der Steinzeit mit der Kirche weil sie jegliche Wissenschaft verbieten würde!
Gehen Sie nach Afrika “Minando” in den hintersten Urwald, da können Sie die dort Lebenden mit Ihren Märchen begeistern! Uns in Deutschland nicht mehr!
Bei allem Rutschen der Beteiligungsquoten an Kirche, wird m.E. übersehen, dass es dieses Rutschen auf allen Gebieten gibt. Auch ARD und ZDF haben nicht mehr die großen Quoten wie vor 40 Jahren, der Zulauf und die Identifikation mit Volksparteien ließ stark nach, selbst Popstars vereinigen kaum noch einmal so viele Fans auf sich wie ehedem und schon gleich gar nicht nachhaltig, dauerhaft. Splittung und Bindungslosigkeit wurde allgemeiner Zeitgeist. 33% der Ehen werden wieder geschieden — wer heute eine Ehe schließt, hat sogar eine Trennungsprognose von 50%.
Zieht man aber direkte Vergleiche, so ist der Papst wohl der größte Popstar der Gegenwart mit Zuläufen zu Veranstaltungen, die ihresgleichen sucht. Jeder Parteiführer könnte darauf neidisch werden ebenso wie die oberflächlich auf Quoten schielenden Medienredakteure. Wer bekommt schon Beifall wie der Papst, ohne dass dies ein schnell verfliegendes Duftwässerchen wäre?
Auf der Zeitgeistachse steht die Kirche als Institution vergleichsweise gar nicht so übel da. Wer Kirche mit Rückgrat nicht mag, und sie deshalb umgeformt sehen möchten, schielt wahrscheinlich auch nur auf ihren Segen, wie in einer Art Selbstbedienungsladen zwecks eigner Absolution. Ansonsten wäre sowieso nicht verständlich, warum ausgerechnet diejenigen, die zeitgeistliche Zerstreuung schier ohne Limit bekommen können und für die Kirche störend wirkt, ausgerechnet dieselben sind, welche meinen, ihr die “besten” Ratschläge für Veränderung geben zu müssen.
Wer meint, Kirche nicht zu brauchen, wird sich ihr sowieso nicht zuwenden. Wer aber meint, die Kirche sei sein Selbstbedienungsladen der Modernisierung (was auch immer das sein soll, wenn es im Kern der Dinge erst mal um ethische Grundsätze geht), braucht Kirche eigentlich auch nicht.
„urbi et orbi“
Auch ich habe mir heute die Fernsehübertragung vom Petersplatz in Rom angeschaut.
Eine riesige Menge Menschen lauscht den Worten des Papstes – das Wetter ist gut.
Nebenbei habe ich auch über die Finanzierung der Peterskirche nachgedacht.
Ich habe es nicht wegen des Segens getan. Und trotzdem bin ich jetzt von „jeglichen kirchlichen Zeitstrafen“ befreit. Da bin sehr froh und erleichtert.
Genau um diese Anmaßung der römischen Kirche geht es mir. Eine Kirche erlaubt sich, Strafen gegen Christen zu verhängen. Sie erlaubt sich, Lehrverbote gegen Leute wie zum Beispiel Hans Küng oder Josef Imbach zu verhängen. Beide haben nicht den christlichen Glauben in Frage gestellt. Kritische Stellungnahmen zu Glaubensfragen und die Infragestellung der Unfehlbarkeit des Papstes sind nicht erwünscht.
Jesus hat nicht von Strafen gesprochen. Der Tenor seiner Vorträge war Versöhnung, Verständnis und Nächstenliebe.
„Ein Christenmensch ist ein freier Herr über alle Dinge und niemand untertan.
Ein Christenmensch ist ein dienstbarer Knecht aller Dinge und jedermann untertan.“
(Martin Luther in der Auslegung Paulus, I. Korinther 9,19)
So, genug zitiert. Der Blog lebt von der eigenen Meinung – weniger von der Weisheit anderer. Ich gelobe Besserung.
Gruß aus Eisenach
Hallo, Heinz!
Ich freue mich wieder einmal über ihren bodenständigen, menschenlichen Beitrag. So möchte ich dazu noch anmerken, dass mich jedesmal, wenn ich in D eine Kirche besuche, dass Gefühl beschleicht, ich müsste dabei devot unter einer geschlossenen Tür durchkriechen, um mich als Christ fühlen zu dürfen.Der aufrichtige Versuch, nach der Botschaft Christus leben zu wollen, reicht dazu offenbar bei Weitem nicht aus.Von einem “Menschen”, wie dem Papst, als “Stellvertreter Gottes auf Erden” sprechen zu wollen, der uns im Auftrag Gottes unsere Sünden und Schweinereien vergibt, empfinde ich zudem als höchst “gotteslästerlich”.
Ich wünsche ihnen aufrichtig Zufriedenheit und Gesundheit, aufdass sie uns mit ihrer ehrlichen Freundlichkeit hier noch lange hier erhalten bleiben
Henk
Egal welchen Glauben wir uns anschauen, immer wenn den Gläubigen eine Obrigkeit des Glaubenszusammenlebens vorangestellt wird, verhält sich diese Obrigkeit wie sonstige Obrigkeiten: denkt nur an eigene Macht, an die Vermehrung der Macht, an die Sicherung von Seilschaften und versucht die Gläubigen immer in dem Glauben einer Schuld leben zu lassen, nach dem Motto: wenn du brav (zu der Obrigkeit) dann werden wir deine Schulden durch ein Wort erleichtern. Über 2000 Jahre haben die Christen keine Zeit gehabt, in Ruhe ihr Christentum zu verstehen. Sie wurden immer durch Machtspiele der Mächtigen gestört. Bis heute. Ob das kleine Junge auf dem Schoß eines geilen Priesters ist, oder ein Kreuzzug wegen was weiß man nicht, oder lieber nichts sagen, damit die Pfründe seitens des Staates gesichert bleiben. Das Christentum ist wohl eine gute Zusammenfassung von transzendentalen Möglichkeiten der Menschen und deren gedeihlichem Zusammenleben. Mehr denn je heute gebraucht befindet es sich in einer Glaubenskrise, die durch die entrückte Kirchenobrigkeit seit Jahrzehnten vorbereitet wurde. Den Christen wird deutlich, dass die Institution Kirche zwar irgendwelche Texte nachplappern kann, das Christliche aber nicht versteht. Wie soll diese Kirche es denn Menschen erklären. Also werde die Menschen genauso wie vor 2000 Jahren und wie in der Reformation auf die Suche gehen, um sich selbst und ihr Sosein in dieser Welt zu verstehen. Die Kirche wird ihnen dabei nicht helfen. Die Kirche wird auch nicht so wie sie ist nicht gebraucht. Eine Verwaltungsmaschine kann kein Glauben verstehen, eben nur verwalten. Und läßt sich der Glaube verwalten? Scheinst nicht. Die Kirchensteuern werden abgeschafft werden müssen, denn sie halten das Verwalten des Glaubens aufrecht. Die Kirche musste nicht Hunger leiden. Wir haben sie am Leben erhalten und die Kirche hat es nicht gewürdigt. Die Kirche hat vergessen, was Opfergaben sind und macht stattdessen Opfer. Deshalb kann sie nicht weiter über Steuern in einem Zustand der Bewegungslosigkeit gehalten werden, die Kirche kann nur dann zum Glauben zurückfinden, wenn sie ein teil der Gebenden und Nehmenden sein wird. Die Kirche denkt, es kann ihr nicht passieren, sie muss sich nicht bemühen. Und so sieht das gesamte geistige Leben aus. Man müsse sich nicht bemühen, irgendwo wird es immer jemand geben, der sich für einen bemüht. Das Schlimme ist, dass diese Haltung den Menschen von den Kirchenoberen beider Konfessionen beigebracht worden ist. Wir stehen vor erneuten Reformation – diesmal aber einer grundsätzlichen, die sich nicht in verschiedenen Arten von Kirchen materialisiert, sondern ein geistige neue Weg sein wird. Deshalb ist der Mitgliederschwund in den Kirchen keine Tragik, sondern logische Folge der Suche nach dem Glauben und Zusammenleben.
An Ihren Gedanken ist sicher einiges dran — aber bedenken Sie auch die andere Seite der Medaille.
Sie meinen: »Über 2000 Jahre haben die Christen keine Zeit gehabt, in Ruhe ihr Christentum zu verstehen.« Tatsache ist, dass das Christentum bislang 2000 existiert, über 2 Milliarden Angehörige hat, weiterhin wächst, was sowohl von der Lebensdauer als auch größenmäßig mit Abstand die weittragendste Gemeinschaft ist, die die Welt je erlebt hat.
Sie sehen die Kirche nur als Verwaltungsapparat, aber interessieren sich nicht für die Aussagen derjenigen Mitglieder, denen die Kirche (auch) etwas anderes gibt als Verwaltung.
Sie meinen: »Deshalb ist der Mitgliederschwund in den Kirchen keine Tragik, sondern logische Folge der Suche nach dem Glauben und Zusammenleben.« Ja, das kann sein. Das ist sicher eine Sehnsucht von Menschen. Nun klappt das Zusammenleben zwischen Kirchengemeindemitgliedern aber doch wohl eher besser als sonst im zivilen Leben, wo letztlich oberflächliche Reize zu ebenso oberflächlichen Gemeinschaftsbildungen führen … wenn überhaupt zu erträglichem Zusammenleben. Wenn die Kirchen heute (in Deutschland) schon nicht mehr den großen Einfluss haben, müssen die spürbaren Mängel des Zusammenlebens doch wohl einen anderen Grund haben…
ich empfinde keine Dringlichkeit, Ihnen zu widersprechen.
“Wenn die Kirchen heute (in Deutschland) schon nicht mehr den großen Einfluss haben, müssen die spürbaren Mängel des Zusammenlebens doch wohl einen anderen Grund haben…” natürlich haben sie einen spürbar anderen Grund, nur welchen und warum hat es die Kirche nicht geschafft, den Glauben in den Vordergrund zu stellen? Ich selbst gehöre keinem Glauben an, aber muss genauso wie Sie feststellen, dass die christliche Gemeinschaft den größt möglichen Nährboden für die Lösung von den vor uns zeitgleich und in der Zukunft stehenden Probleme. Genauso wie in der Ökologiefrage, bei den Fragen des Umgangs mit der Atomspaltung, Umgang mit der Katastrophe mit dem Mangel an Nahrungsmitteln und der Krig der Spekulanten, die die Ärmsten aushungern lassen, all das könnte die christliche Gemeinschaft heilen, wenn sie sich von der Dogmatik der macht der Kirchen verabschiedet und die Umkehr im Alltagsleben stattfinden kann. Hier können Kirchen nicht viel bewirken, hier muss der Glaube selbst die menschen erfüllen und ihnen in ihren täglichen Entscheidungen am jeweiligen Arbeitsplatz helfen. Nur keiner weiß, wie dieser Wandel sich ereignen kann. Von den machthungrigen Kirchen sicher nicht. Denen ist die Verschleierung von Mißbrauch wichtiger. Und damit steht die Moral auf dem Kopf.
Sie meinen: »Natürlich haben sie [die Mängel des Zusammenlebens] einen spürbar anderen Grund [als die Kirchen], nur welchen und warum hat es die Kirche nicht geschafft, den Glauben in den Vordergrund zu stellen?«
Rückfrage: warum machen Sie die Kirchen, von denen man sich (in Deutschland) sogar abwendet und die foglich an Einfluss verlieren, dafür überhaupt verantwortlich, wenn es doch andere Gründe gibt? Warum nicht die “aufgeklärten”, sogenannten modernen Strömungen auf ihre Tauglichkeit hinterfragen?
Ich glaube auch nicht, dass die Kirchen noch Kirchen sind, wenn sie auf zeigeistige Strömungen aufspringen, weil sie gerade modern sind. Wenn die Kirchen den grünen Soziologen und Pädagogen hinterherlaufen sind die Grünen die wirkliche Kirche. Dabei könnten sich die Kirchen ruhig ein paar ethische Gedanken machen, wohin es letztlich auch menschlich führt, wenn der “technische Wohlstand” eingeschränkt wird. Immerhin beruhen unsere physischen Lebens- und Überlebenssysteme sehr wesentlich auf der Verfürbarkeit von Technik und jeder Menge Energie. Ein Vergleich mit Ländern, wo technischer Mangel besteht, zeigt auch die Unterschiede der Überlebensverhältnisse.
Jeder neue Erdenbürger ist auch ein Ressourcenverbraucher. Der Mensch an sich ist Ursache für Ressourcenverbrauch. Insofern sollte es auch ein Thema für die Kirchen abseits moderner Strömungen sein, was ungebremste Vermehrung bei gleichzeitigen Verbrauchsrestriktionen bedeutet.
Ich weiß nur nicht, ob und wieviel die Kirchen bewirken können. Voraussetzung wäre allemal, dass ihnen Menschen freiwillig folgen. Sonst geht der Schuss und Vorwurf an die falsche Adresse.
Diesen Gedanken finde ich interessant: “Voraussetzung wäre allemal, dass ihnen Menschen freiwillig folgen.” Ich kann mir vorstellen, dass es gerade das Problem des Folgens ist. Wenn es in der Kirche Wissende geben solte, dann sollte man ihnen nicht folgen, sondern die Wissenden sie dafür da, zu begleiten – gemeinsam gehen, darauf kommt es bei jedem guten Lebensweg an. Die Kinder, die von den Erwachsenen Pristern mißbraucht wurden, sind sehr folgsam gewesen und hatten dem vertraut, wenn sie nur folgen, werden sie besseres erfahren. Die Folge des Folgens ist eine posttraumatische Störung für das ganze Leben. Ein Volk, das ein anderes Volk auszulöschen versucht, folgt auch einem Diktat des Folgens, in der Hoffnung auf ein besseres Leben. In der Steinzeit nannte man es folgerichtig Revierkämpfe. In der Neuzeit hat man auf diese Weise Millionen Juden umgebracht und versucht, deren Wesentlichkeit durch den Kamin zu beseitigen. Ethnische Säuberungen in der Neuzeit der letzten Jahre verlaufen überall nach dem gleichen Muster: es muss jemand da sein, dem viele folgen, obwohl sie nicht verstehen worum es geht, sie hoffen aber, wenn sie eisern folgen irgendwann am Ende für die Mühen des Folgens entlohnt werden. Diese Hoffnung schweist zusammen, bildet undurchdringliche Kreise von Folgenden, die ihre Führer immer noch suchen. Diese haben sich auf einem Hügel im Schweigen versammelt, schauen auf die Folgenden runter und überlegen, was sie den Folgenden für den Zeitvertreib der Seelen anbieten könnten, damit sich die armen Seelen nicht verirren, will heißen: den Weg auf den Hügel zu Opfergabe finden. Es finden aber immer weniger dorthin, weil dort zu viele Opfer herumliegen.
Wenn die priester und Päpste die Kirchenmauern verlassen und nur in die Kirche kommen, wenn sie wie alle andere auch beten und nachdenken wollen, dann sind sie ein Teil der Gläubigen und über keine macht aus, können Berater sein, weil sie evtl. mehr studiert haben. Dann sind sie aber trotzdem gleich unter gleichen. Solange dies nicht geschieht, ist kein Glaube rein für alle individuell erlebbar. So lange wird es als Eigentum deklariert, obwohl ein Glaube kein Eigentum sein kann, es sei des einzelnen Gläubigen. Diese Kirchen haben ausgedient, die Kirchenoberen versagt und die ganze kirchliche Systematik hat mit humanen Apsekt des glaubens nicht zu tun. Im Moment haben wir eine Bewegung der humanisierung, die wir begleiten müssen. Ansonsten wird sie unter irgendwelchen kanonen sterben, wenn die Ströme der Gläumigen zu schwach werden sollten. Da kommt es auf jeden Gläubigen an, in den Kirchen nicht, dort ist nur Folgsamkeit verlangt, um Macht ausüben zu können. Ich denke: Folgsamkeit ist das Problem und Einbahnstraße um mißbraucht werden zu können.
HG
Um das ganze mal auf den Punkt zu bringen.
Konstantin
Knostiker
Einfach mal darüber nachlesen und alles ist gesagt.
Die einzig wahre Kirche Gottes ist die römisch katholisch appostolische Kirche, die Petrus der Fels im Auftag von Gott erschaffen hat, er hat die Schlüsselgewalt bekommen und seine Nachfolger sind die ersten Apostel die Päpste, sie erfüllen den Willen Gottes und müssen das alte von Gott gegebene bewahren.
In Gottes Kirche gibt es keinen Zeitgeist und die Kirche darf sich nicht der modernistischen Welt anpassen, auch nicht dem Willen der Menschen oder der Politiker.
Die Priester und Bischöfe müssen im demütigen Gehorsam dem Papst folgen dem ersten Sohn Gottes…
Die Priester Ordensschwestern und Ordensbrüder sind einzig alleine mit Gott verheiratet, so ist es Gottes Wille ihn einzig und alleine zu lieben und in Liebe den Mitmenschen zu helfen. Wer mit Gott verheiratet ist, muss das Zölibat halten, sonst ist er nicht dazu berufen.
Die römisch Katholische Kirche hat die wichtigsten von Gott gegebenen Sakramente.
Eucharistiefeier leibhaftige Päsentz von Christus im Leib Christi.
Beichte um die Sünden zu nehmen und zu vergeben, damit man nicht so schwer im Fegefeuer leidet und nicht in die Hölle kommt.
Nach der Gotteskirche entstanden Sekten die von Welt von den Menschen geändert wurden und nicht mehr die wichtigsten von Gott gegebenen Sakramente enthalten…
aber sie sind nicht 100% in Gottes Wille…
Gesegnete besinnliche Ostern in Gottes Willen
@Kathlisch Christ!
Wenn man sie, wie auch andere Vertreter ihrer fragwürdig-eingleisigen Weltanschauung hier liest, könnte man durchaus den Eindruck gewinnen, dass es euch “Bonus-Christen” vor allem um euer elitäres Überlegenheitsgefühl geht.
Woher wissen sie eigentlich so genau, was der Wille Gottes ist, wenn ihre Kirche höchst selbst bekundet, dass dieser Wille für uns unfassbar ist??? Haben sie selbst mit ihm gesprochen??? Zu einer Zeit, in der immer mehr Menschen überhaupt an der Existenz eines solchen Gottes zweifeln, setzt die Kirche immer noch sämtliche physikalischen Gesetze außer Kraft, und gibt sich der Lächerlichkeit preis, indem sie z.B. darauf besteht, dass bei der Wandlung, ihr Messwein tatsächlich zum Blut Christi mutiert (anhand einer solchen Feststellung, müsste J.C. übrigens schwer einen getankt haben). Ist es um den Glauben der kath. Christenheit wirklich so dürftig bestellt, dass es eines solch ketzerischen “Hokus-Pokus-Fidibusses” bedarf???
Wie hier schon zuvor angekratzt wurde:
Wenn sie das alles schon so 100% genau wissen, wozu brauchen sie dann eigentlich ihren Glauben noch?
Nun mal wieder zu den Fakten,
Die erste bekannte christliche Kirche sind die Ägyptischen Kopten und deren erster Bischhof soll der Apostel Markus einer der vier Evangelisten gewesen sein.
Also nicht die römisch katholische Kirche.
Knostiker,das waren ganz eifach Christen ohne Hyrarchie,also ohne Priester,Bischhöfe und Papst.
Konstantin,der das Christentum dann Hoffähig machte war ja nichts anderes als ein Machtpolitiker und da passten die Knostiker eben nicht ins Konzept.
Bitte einfach einmal ein bisschen mit der Historik auseinander setzten und nicht immer dieses langweilige 0815 Zeug da schreiben.
Mein Gott, gehen Sie doch zurück ins Mittelalter wo Sie mit Ihren Anschauungen hingehören! Deshalb bin ich ausgetreten. Klerikale Despoten haben in der heutigen Zeit nichts mehr verloren!
Der Liebe Gott möge unserem Papst Benedikt viel Gesundheit Kraft geben weiterhin Gottes Willen zu absolvieren und sich nicht durch den Druck der Welt von Gottes Wegen und Willen abbringen zu lassen.
@Kath.Christ
Sind sie wirklich so verklärt, um die Überzeugung vertreten zu können, dass unserem Schöpfer daran liegt, erstarrt an kultischen Traditionen festzuhalten, mit deren Hilfe manche Menschen ihn anzuhimmeln gedenken, weil sie sich einen Vorteil davon versprechen???
Mir persönlich erscheint es als viel wesentlicher, dass man Gottes Gebote, und dessen Auftrag befolgt(von einem Gebot,indem es heißt: “Du sollst dich der Kirche unterstellen”, habe ich übrigens noch nie gehört, ich bitte diesbezüglich um Aufklärung).Diesen Geboten kann man übrigens auch ebenso als Muslim, wie als Buddhist Folge leisten. Oder sind sie dergestalt fundamental katholisch verankert, dass sie darum wissen wollen, dass diese Menschen trotzdem, allesamt in die Hölle fahren, weil es, um in den Himmel zu kommen, vorab der kath. Sakramente bedarf?
Nun generell halte ich die Frage nach Gott und glauben, auch in der heutigen zeit nicht für unbedeutend. Im gegenteil glaube ich sogar, daß eine rein Rationalistisch geprägten gesellschaft irgendwann etwas fehlen würde.
Ich für meinen Teil würde mich auch durchaus als glaubend bezeichen, auch wenn ich nicht Religiös bin. Zwar habe ich mich mit ethlichen religionen auseinander gesetzt, aber wiederfinden konnte ich mich bisher in keiner so wirklich.
Wenn ich mir z.b. die ganzen Anthropozentrischen selbstbeweihräucherungen ansehe die in den Kirchen Postuliert werden, bschleicht mich immer ein wenig das Gefühl, das hier ehr der Menschlichen eitelkeit rechenschaft getragen wurde, alsdenn einer Sakralen Wahrheit. Dies dürfte wohl auch mit ursächlich dafür sein, das viele gläubige sich anscheinend immer noch so an der evolutions Theorie stoßen.
Ich für meinen Teil habe zumindest kein Problem damit das der Fleischliche Leib, der mich in diesem Leben kleidet, sich über jahrtausende durch evolutionäre Prozesse aus anderen Primatenspezies entwickelt hat. Ich fühle mich dadurch weder abgewertet, noch sehe ich darin einen wiederspruch zu meinem glauben. Denn ich bin Animist.
@Gugelhupf
Man muss sich ohnehin fragen, warum die Evolutionstheorie
nicht als Bestandteil unserer Schöpfungsgeschichte gelten darf?
Von Leuten, wie z.B. unser @kath.Christ hier, wird ohnehin stets die Ursache mit deren Wirkungsprozess vertauscht,
so kann es nicht wundern, dass sich unsereins von der Kirche schon allein dadurch ausgegrenzt sieht, weil diese uns auferlegt, voll und ganz an diesem von @kath.Christ hier näher beschriebenen Firlefanz festzuhalten, um als Christ gelten zu dürfen.
Der Intellekt ist der Feind des Glaubens!
Jesus hatte wohl einen triftigen Grund, „seine“ Kirche Petrus anzuvertrauen.
Petrus war kein Intellektueller. Paulus, wie ich bereits an anderer Stelle ausgeführt habe, war es wohl. Der bedingungslose Glaube verträgt sich nicht mit dem Intellekt.
Die maßgeblichen Führer der römischen Kirche besitzen die Fähigkeit, unter Einsatz des Denkens Erkenntnisse und Einsichten zu gewinnen. Warum tun sie es nicht?
Der Wortwechsel von @Delitant und @Kath.Christ in diesem Blog zeigt den Unterschied zwischen Denken und Glauben sehr deutlich auf. Hier prallen Anschauungen aufeinander.
Gott (so wie die Christen ihn verstehen wollen) verlangt nicht, dass die Menschen ihn anbeten. Er fordert lediglich die Einhaltung seiner Gesetze. Hiermit meine ich nicht die Zehn Gebote unter Bezug auf das Neue Testament – dies ist nur ein Aufguss, eine Wiederholung aus dem Alten Testament. Die Verfasser der Bibel-Bücher haben ja auch lediglich Erfahrungen im gesellschaftlichen Leben der Menschen in Worte gekleidet und „Grundsätze“ für den Umgang der Menschen untereinander aufgestellt. Einzige Ausnahme: „Du sollst keine fremden Götter neben mir haben“.
Genug davon!
Mit Ostern verbinden die Christen Tod und Auferstehung von Jesus Christus.
„Der Herr ist auferstanden“, so tönt es von den Kanzeln und über den Petersplatz in Rom.
Ich wünsche mir, dass die Kirche, die Gemeinschaft der Gläubigen, aufsteht und sich zu den wahren Grundsätzen des christlichen Glaubens bekennt und sie auch lebt.
Dazu brauchen die Menschen keine Priesterkaste, die sich abschottet und sich über die Menschen erhebt. Dienen ist gefordert – nicht Herrschen!
Einen freundlichen Gruß aus Eisenach
Im Gegensatz zu Ihnen meine ich, dass es ohne Lehrer nicht geht. Aber ich glaube, dass früher oder später Lehrer aller Art als “Priesterkaste” apostrophiert würden — wobei die Anlyse, ob die Fehler bei den Lehrern liegen oder beim fehlenden Durchblick der Empfänger nicht unbedingteinfach sein muss. Es ist nur eben bequemer, die Fehler mit “demokratischer Mehrheit” bei den Lehrern zu suchen als bei sich selbst.
Trotz der Erlösung und Heilsbotschaft, die man uns durch Wiederauferstehung zusandte,
besagen diese Lehren jedoch allzuoft und finster, dass das wahrhaftige Leben nur auf einem Friedhof stattfinden darf.
Dass auch Sie mal sterben müssen, daran geben Sie aber nicht auch noch der Kirche die Schuld, oder?
Jedenfalls wüsste ich nicht, dass die christlichen Kirchen ihre Schäfchen vorzeitig auf den Friedhof treiben…
Insofern: sortieren Sie mal Ihre Gedanken und extrahieren sie nicht kontextfrei.
Was ich damit zum Ausdruck bringen wollte, ist folgendes:
Die Kirche, wie ich sie in D kennenlernen durfte,
erweckt bei mir und vielen anderen, den Anschein, dass man in Gottesfurcht erstarren, und mit depressiver Demut sein Leben ertragen soll, und dabei den Spaß an der Freude möglichst weit aussperren muss, damit einem himmlische Gnade widerfährt.
Somit möchte man sich fast fragen, ob es angesichts dieser trüben Aussichten, überhaupt noch ein munteres Leben vor dem Tod geben darf?Sie werden wohl kaum bestreiten können, dass diese Tendenz, die möglichst alles was Spaß macht zur Sünde erklären sucht, gerade in weiten Teilen der kath. Kirche zu finden ist.
Genau darum geht es all Jenen doch mittelbar, die sich durch Tanzen, Musik und die Freude von Anderen, in der Ausübung ihrer Religion behindert fühlen.
Ich vermag jedoch nicht daran zu glauben, dass Jesus für uns den Opfertod gestorben ist, damit auch wir stets leiden.Immerhin spricht man gerade deshalb von ihm als den ERLÖSER.
Ich merke zunehmend, wie groß Ihre Missverständnisse zu Religion und Kirche sein müssen. Sie stellen sich Ihre Erlösung schon reichlich anspruchslos vor….
Mit nichten! Sowas wie “Erlösung” stelle ich mir besser gar nicht erst vor. Was glauben sie eigentlich, was mir ein Nervenarzt dazu sagen würde, wenn ich ihm mit so etwas Verrücktem komme.
Der weist mich doch glatt ein.
Also ich hätte schon so meine Ideen, was an einer -nicht- von ihrem Mist erlösten Welt verrückt ist … und bleibt. Gratuliere!
BRAVO,HEINZ SAHL! Genau das ist es!!!
Es wird hier und überall oft vergessen, daß die Botschaft von der Auferstehung – verbunden mit der Jüngerschaft, also der Nachfolge des Jesus von Nazareth (bzw Beachtung und Befolgung seiner Lehren – siehe bspw Bergpredigt!) eine UNERMESSLICH GLÜCKLICHE QUELLE FÜR WAHRHEIT UND BEFREIUNG DER MENSCHEN WAR UND IST – BIS HEUTE (und in alle Zukunft, natürlich)
Des weiteren wird oft vergessen, daß die katholische Kirche im Großen und Ganzen die Einheit der Gläubigen und die originale Botschaft des Neuen Testamentes bewahrt hat. Skeptiker sollten einmal den katholischen Weltkatechismus lesen um zu erkennen, daß die ganze Christenlehre hier unverfälscht vorliegt. (Gegenbeispiele wird niemand bringen können, ich habe nämlich sehr viel darin gelesen, und ich weiß wovon ich spreche)
Des weiteren wird auf breiter Front übersehen, welch heftige Kämpfe zu allen Zeiten GEGEN DIE KIRCHE stattgefunden haben. Bis vor gar nicht langer Zeit mit dem Ziel der regelrechten AUSROTTUNG (Voltaire: “l’ecrasez L’infame”). Außerhalb Europas sind auch heute viele Millionen von Christen Verfolgung und Drangsalierung (und schlimmerem) ausgesetzt.
In Europa hat sich seit Ende des Weltkrieges die Art des Kampfes gewandelt. Nicht mehr physisch aurotten ist die Devise (das hat man aufgegeben) – sondern Vernichtung durch Verleumdung und Geschichtsfälschung.
Ich klage das ZDF an, hier gewissen- und gedankenlos mitzumachen.
Herbert Klupp, Rüsselsheim
PS: Ich finde es erfrischend und erfreulich, wenn hier so viele unter ihrem Klarnamen posten. Und wenn ich es richtig gesehen habe, dann sind viele dieser unversteckten Stellungnahmen mutig und PRO Kirche. Danke !
Werter Herbert Klupp!
Sie schreiben:
“Des weiteren wird oft vergessen, daß die katholische Kirche im Großen und Ganzen die Einheit der Gläubigen und die originale Botschaft des Neuen Testamentes bewahrt hat.”
Da muss ich mich natürlich fragen, ob auch das Segnen von Kanonen zu Kriegszeiten Bestandteil dessen ist???
Henk Neumann, Phetchabun/TH
Gerne mache ich meinen Verleumdungsvorwurf auch noch einmal konkret an einem Satz von Stefan Leiferts “Kirche wo bist du” (s.o.)
Da schreibt er:
“Die Bischöfe müssen sich endlich bekennen, welche Kirche sie wollen. Die Bereitschaft zum Dialog verträgt sich nicht mit den autoritären Reflexen einer zentralistischen Priester-Kirche” ZITAT-ENDE
Darf ich einmal ausdeuten, was hier im Einzelnen zurechtgebogen (oder sollte ich besser sagen: “zurechtgelogen”) wird ?
o “Priester-Kirche” >>> aha, da sind die einfachen Gläubigen ausgeschlossen – WAS FÜR EINE LÜGE !
o “zentralistisch” >>> Verleumdung der wunderbaren katholischen EINHEIT durch einen politischen Terminus aus totalitären Zeiten – WELCHE VERDREHUNG !
o “Reflexe” >>> aha – dort gibt es kein Denken, keine Freiheit, kein Gespräch – Reflexe kommen unbedingt, sind geistig gesehen äußerst niedrige (verachtenswerte) Beiträge – WAS FÜR EINE HERABWÜRDIGUNG UNSRER BISCHÖFE !
o “autoritäre Reflexe” – LÜGE HOCH DREI – ich kenne überhaupt keinen Bischof oder Pfarrer (vom Papst ganz zu schweigen) der in autoritärer Weise Gesprächspartner herabwürdigte
o “Die Bischöfe müssen sich endlich bekennen” – SIE MÜSSEN SICH ENDLICH ZU LEIFERT BEKENNEN ? WELCHE ANMASSUNG !!! – Nein wirklich nicht, sie müssen den Glauben an den lebendigen Gott und seinen eingeborenen Sohn Jesus Christus, unseren Herrn und Gott bekennnen – und dann lange gar nichts anderes !!!
Bester Herbert Klupp!
Ich hoffe sie sehen es mir nach, wenn ich mir hier “anmaße” auf ihren zornigen, von Gottesfurcht geprägten, und somit hochnotpeinlichen Beitrag zu antworten:
o “Priester-Kirche” >>> aha, da sind die einfachen Gläubigen ausgeschlossen – WAS FÜR EINE LÜGE !
1.In wie fern denn eine Lüge??? An den von Herrn Leifert angeführten Zuständen ist doch hinreichend ersichtlich geworden, wie wenig Mitspracherecht man den Gemeinden und Gläubigen, also der Kirchenbasis zugesteht. So fordert die Mehrheit der Gläubigen in D z.B.längst die Aufhebung des Zölibates.
o “zentralistisch” >>> Verleumdung der wunderbaren katholischen EINHEIT durch einen politischen Terminus aus totalitären Zeiten – WELCHE VERDREHUNG !
2.Wie würden sie die Unfehlbarkeit des Papstes, und die hierarchischen Strukturen des Klerus, mit denen man die Kirchenbasis entmündigt, denn sonst umschreiben, als demokratisch etwa??? Von dem, was sie vorgeben unter „wunderbarer Einheit“ zu verstehen, hat man sich
doch gottseidank 89, nach dem Mauerfall verabschieden können.
o “Reflexe” >>> aha – dort gibt es kein Denken, keine Freiheit, kein Gespräch – Reflexe kommen unbedingt, sind geistig gesehen äußerst niedrige (verachtenswerte) Beiträge – WAS FÜR EINE HERABWÜRDIGUNG UNSRER BISCHÖFE !
3.„Ja, eindeutig Reflexe“, allein schon deshalb, weil die dogmatischen Denkmodelle(Hirnstanzen), und oft weltfremden, scheuklappenbehafteten Entscheidungen (siehe Wandlung und Verhütung), die längst vergangenen Epochen nachhängen, und sich darin ebenso erstarrt zeigen, wie ein in Bernstein eingeschlossenes Insekt, wohl kaum als wirkliche Gedanken- und Gewissensarbeit bezeichnen kann.Vielmehr muten diese “geistigen Ikonen”, angesichts der globalen Nöte, häufig so an, wie die Hirnleistung eines Kopfsalates im Wachkoma.Dabei heuchelt man(weit von der Wirklichkeit entfernt) Weisheit und Wahrhaftigkeit mit dem vergoldeten Klappspaten gefressen zu haben.Auf diese Weise würdigen die Bischöfe wohl kaum ihre Schäfchen, sondern sich nur selbst herab.
Hierzu möchte ich lediglich, und beispielhaft ein Konzil aus den 60ger Jahren anführen, welches mit ultimativem Zynismus feststellt: „Es muss den Armen geben, sonst könnte der Wohlhabende kein gutes Werk an ihm verrichten!“
o “autoritäre Reflexe” – LÜGE HOCH DREI – ich kenne überhaupt keinen Bischof oder Pfarrer (vom Papst ganz zu schweigen) der in autoritärer Weise Gesprächspartner herabwürdigte
4.Ich schon, und zwar persönlich.Der verstorbene Ruhrbischof und spätere Kardinal (der Name ist auch ihnen vielleicht noch präsent) z.B., galt vielen, als rigoros, unbarmherzig und radikal autoritär.Darunter hatten besonders die Pfarrer des Bistums dergestalt zu leiden, dass ich einige davon sogar als Mitarbeiter einer Psychiatrie betreuen durfte.Oder auch Bischof Mixa, der schlug als Seelsorger von Kindern, und der ihm anvertrauten Jugendlichen, nachweislich munter drauf los, und züchtigte diese massiv, um ihnen “gewissenhaft” die Frohe Botschaft einzubläuen.
o “Die Bischöfe müssen sich endlich bekennen” – SIE MÜSSEN SICH ENDLICH ZU LEIFERT BEKENNEN ? WELCHE ANMASSUNG !!! – Nein wirklich nicht, sie müssen den Glauben an den lebendigen Gott und seinen eingeborenen Sohn Jesus Christus, unseren Herrn und Gott bekennnen – und dann lange gar nichts anderes !!!
5. Nein, keineswegs zu „Leifert“, sondern z.B. zu den “anmaßenden” Anregungen und Forderungen dieser,dem Größenwahn anheim gefallenen 300 Theologen aus der Kirchenmitte, von denen Stefan Leifert oben schrieb. Mit ihrem rigiden „-und dann lange nichts anders!!!“, entlarven und widersprechen sie sich leider selbst,
denn damit orientiert man sich wohl kaum an den Nöten und Bedürfnissen seiner Gläubigen.
Aber immerhin, gut darum zu wissen, was sie so unter „Seelsorge“ verstehen.Mich persönlich schreckt ihre hysterische Hörigkeit eher ab. So vermag ich anhand ihres “gerechten” Zornes, wie auch der rüden Unterstellungen, deren sie sich hier befleißigen, nicht zu erkennen, dass sie sich und ihrer Kirche damit eine besondere Gefälligkeit erwiesen, und uns ihre Form des Glaubens näher gebracht haben.
“Kirche, wo bist du?”, wird oben gefragt.
Hoffentlich nicht gänzlich bei Menschen, wie ihnen.
Denn das würde ihrer Kirche nun wirklich den Gnadenstoss versetzen, der trotz allem hoffentlich ausbleiben wird.
Ich möchte sie zum Ausklang des diesjährigen Osterfestes noch kurz mit einer kleinen Geschichte behelligen, und sie danach befragen, was sie davon halten(?):
Der Chef eines großen, einst gut florierenden Unternehmens muss leider voller Grausen feststellen, dass ein Großteil seiner Angestellten, aus einer
korrupten, intriganten, betrügenden und lüsternen Meute besteht, die obendrein auch noch durch ihre Faulheit glänzt, sodass man munter dabei ist, die Firma in den Ruin zu treiben. Auch Steuerfahndung und Betrugsdezernat stehen bereits vor der Tür.
Nun tut er sich, sich auf seine Fürsorgepflicht besinnend, als grundgütiger, älterer Herr jedoch sehr schwer damit, jemandem auf die schmutzigen Füße zu treten, und den ganzen erbärmlichen Sauhaufen 8-kantig auf die Straße zu setzen. Eigentlich ist ihm vielmehr danach, sich in edelmütiger Nachsicht zu üben, und diesem Pack sämtliche Schandtaten zu verzeihen. Also ernennt er flux seinen eigenen, ungemein liebenswerten Sohn zum Prokuristen, und lässt diesen ein paar wesentliche Dokumente unterschreiben, die ihn
als Urheber aller kriminellen Schweinereien, die je unter dem Dach der Firma begangen wurden, kenntlich machen.
Damit nimmt alles seinen weiteren Lauf. – Die Polizei ermittelt, hat alsbald auch den Schuldigen parat, verhaftet diesen, und stellt ihn vor ein ordentliches Gericht.
So wird der unschuldige Sohn, der bereitwillig alles auf sich nimmt, zu einer langjährigen Haftstrafe verurteilt, und wandert mit dem Schimpf und der Schande, die besonders die Firmenangehörigen über ihn ausschütten, in den Strafvollzug. Somit kann der Chef nun endlich Gnade vor Recht ergehen lassen, und seiner Belegschaft verzeihen. Nach einer ängstlichen Phase, nebst einer gewissen Schockstarre, beginnen die Angestellten jedoch bald darauf wieder munter, wie eh’ und je’, mit ihrem Mobbing, Betrug, ihrer mangelhaften Arbeitsmoral und mit Saufen und ordinären Sexspielen ihren beruflichen Alltag auszugestalten.
Mancher hier, wird sich jetzt sagen, dass mir diese Geschichte vom Teufel persönlich diktiert wurde(?), trotz- und wegen einer solchen Mutmaßung, würde ich gerne mal nachfragen, ob dieser Chef/Vater wirklich plausibel, und mit logischer Konsequenz handelte, um sich mit seiner frevelhaften Belegschaft aussöhnen zu können?
@ Delitant
Wunderbar! …wie Sie zum Ausdruck bringen, dass Sie vom geduldigen, gnadenvollen Wesen Gottes wirklich nichts verstanden haben — und sich wohl deshalb an den Kopf fassen, warum Gottvater nicht auf ganz irdische Weise dem folgt, was Sie Ihre Logik nennen.
Freilich könnten Sie recht haben, dass wir ihm ganz schön auf der Nase herumtanzen. Aber so sind wir halt mit unserer “Logik”.
Wie sollte ich das denn auch,
wenn uns dieser barmherzige Gott von Seiten der Kirche stets als rachsüchtig und furchteinflössend präsentiert wird.Ihre Interpretationsgabe in Ehren,
aber ich halte mich lieber an die Frohe Botschaft, die der Klerus so oft kastriert.
Übrigens kann lt. AT dieser Gott unmöglich immer so “geduldig und gnadenvoll” gewesen sein.
Sonst hätte Noah wohl kaum seine Arche bauen müssen.
Zitat: »wenn uns dieser barmherzige Gott von Seiten der Kirche stets als rachsüchtig und furchteinflössend präsentiert wird«
Sie hatten jedenfalls schon länger keinen Kontakt zu Kirchenleuten aber auch keine Wahrnehmung, was Kirche so alles öffentlich verbreitet. Noch nie was von der frohen Botschaft gehört, der Erlösung von Verhaltensfehlern (Sünden), vom Verzeihen und Gnade?
Wenn Sie natürlich erwarten, dass die Geduld -unendlich- groß sein muss, sprich die Untat überhaupt keine Rolle spielt, düfte dies einer der gewöhnlicheren, menschlichen Erwartungsfehler sein. Wir haben schließlich unsere gewissen Freiheiten … sogar die Freiheit uns zu verbessern. Aber wohl nicht die Freiheit, unendlich lange Mist zu bauen. Wenn man -damit- glücklich werden könnte, bräuchte man keine Religion. Ein bißchen mehr Umfang und Logik wäre bei diesen Betrachtungen schon angebracht…
Was meine Kontakte zu Kirchenleuten betrifft, unterscheide ich dabei durchaus zwischen einzelnen Personen, die ihren Glauben auch wirklich leben, und mir dadurch näher bringen können, und solchen, die mir als verklärte und abgehobene Theoretiker sauber, seuselnd, sanft und wohlgenährt auferlegen wollen, ihnen und ihrem Selbstzweck zu gehorchen, und durch eine freitägliche Fischmahlzeit Gott gefällig zu sein.
Ich lebe seit 15 Jahren in einem buddhistischen Land, in dem die Zahl der gläubigen Christen ebenso begrenzt ist, wie deren Priester.Infolgedessen bin ich neugierig und halte durchaus Verbindungen zu dieser Minderheit, die mir als solche auch wesentlich näher ist, und als sympathischer erscheint.
So ist bei den christlichen Messen hier übrigens wesentlich mehr Freude, menschliche Anteilnahme und Freundlichkeit im Spiel, als in der strengen, ritualisierten Form unseres Heimatlandes.Hier wird z.B. nach den Gottesdiensten noch zusammen zu Mittag gegessen, oder später dann Kaffee und Kuchen gereicht.Das macht es zur wirklichen Zusammenkunft von Gläubigen und deren Sympathisanten.
Zudem reicht es den hiesigen Christen, dass ich mich bemühe ihrem/unserem Auftrag Folge, und somit Hilfe zu leisten, wenn sie jemand benötigt. Und da ich unter anderem als Musiker gelte, bediene ich nahezu regelmäßig, wie schon in meiner Jugend in D, bei Gottesdiensten das Schlagwerk, oder div. andere Instrumente.Das alles
gelingt (vor allem menschlich), weil ich mich dabei nicht zu Bekenntnissen genötigt sehe, die ich einfach z.Zt., oder vielleicht auch niemals mehr abgeben werden kann. Mich interessiert z.B., was diese Leute zum Glauben geführt hat, und lasse ihnen diesen gerne, auch wenn es mir manchmal schwerfällt zu akzeptieren, wenn der in der Hauptsache auf Traditionen beruht.
Die These das glaube und intelekt nicht zusammen Passen, kann ich so auch nicht Teilen. sie können sogar sehr fruchtbar hand in hand gehen, wenn man bereit ist eigenverantwortlich nach spirituellen wahrheiten zu suchen.
Wer sich hingegen von Horrorgeschichten, über Fegefeuer, Hölle und Teufel einschüchtern lässt und im zuge dessen nicht mehr wagt zu fragen, der lebt letztlich keinen glauben sondern nur die Angst.
Glauben könnte man auch durchaus mit Vertrauen übersetzen. Wer aber nur aus Angst Gehorcht, der vertraut nicht wirklich. Es sind also ehr angst und blinde submission die sich nicht mit dem intelekt vereinbahren lassen. Wahrer glaube hingegen braucht den verstand nicht zu fürchten.
Diesen kann man in den Kirchen aber Leider oft mit der Lupe suchen. Denn hier wird wie es scheint nur noch den eigenen wahrhaftigkeits und alleinvertretungs ansprüchen gehuldigt wärend der Heilige Geist schon lange ausgeflogen ist.
@Gugelhupf
Meinen hochgradigen Respekt!!! Ihr Kommentar ist wunderbar!
Zitat: »Glauben könnte man auch durchaus mit Vertrauen übersetzen. Wer aber nur aus Angst Gehorcht, der vertraut nicht wirklich.«
Haben Sie dabei auch an die Angst vor eigenen Fehlern gedacht? Wenn Sie das in Ansatz bringen, stimmt Ihre Schlussfolgerung nicht mehr.
Was in vielen Beiträgen mitschwingt, ist, dass es aus der Warte gesehen wird, als ob Kirche “nur von oben maßregeln will” und ziemlich viel falsch macht. Was ist aber mit dem eigenen Eingeständnis vor sich selbst, dass man als Mensch nicht perfekt ist, dass man seine eigenen kontraproduktiven Lebensverhaltensmuster eindämmen und vermeiden will … und dass dies der Anlass ist, sich für Religion zu interessieren — ohne zu erwarten, dass man mit seinen modernen Ansichten richtig liegen muss.
Wenn es auf der Welt übel zugeht, sage ich nicht zuerst, die Kirchen sind schuld. Schuld ist erst mal das fehlende Eingeständnis eigener, dem Zusammenspiel entgegenlaufender Fehler. Wer von uns läuft schon so demütig und defensiv herum wie der Dalai Lama…?
“Haben Sie dabei auch an die Angst vor eigenen Fehlern gedacht?”
Muss ich mich deshalb etwa gleich fremd- und fernsteuern lassen?
Meine eigenen Fehler muss ich auch selbst verantworten.
Die hier vorgebrachten “Lebensverhaltensmuster” sehe ich keineswegs als modern, oder gar kontraproduktiv.
Die beziehen sich doch meist ziemlich straight auf
die Richtschnur, die von J.C. für uns gespannt wurde.
Davon, dass man sich zwingend die Eigenverantwortung, wie das Denken abnehmen lassen muss, um einer solchen zu folgen, habe ich bisher im NT nix gelesen.
»Muss ich mich deshalb etwa gleich fremd- und fernsteuern lassen?«
Wie lösen Sie es denn, wenn Sie nicht dahinterkommen, wo die Fehler liegen? Und: Sie denken hier doch nicht etwa schwarzweiß?
Was dachten Sie denn, warum es auf der Welt teils so übel zugeht und so dauerhaft bzw. immer wieder noch dazu? Weil sich Alle bestens bewusst sind, wo die Hunde begraben sind und sich flugs ändern könnten und es auch prompt tun?
Meine Zweifel an Kirche, wie auch an deren Lehrinhalten, sehen sich ja gerade dadurch begründet, weil ich, trotz aller Versuche und meiner früheren Mitarbeit, keine ausreichenden Antworten und Hilfestellungen von dieser bekommen konnte.Insofern ist das Vertrauen, das ich einst aufbauen wollte, jetzt vollends futsch. Auch in diesem Blog sehe ich, gerade von denen, die hier erscheinen, um treu zur Kirche und ihrer nicht erneuerbaren Tradition zu stehen, kaum etwas davon, dass wir durch die Frohe Botschaft z.B. auch an unsere Fähigkeit zur Liebe (einschließlich der geschlechtlichen) erinnert werden sollen. Und eigentlich geht es ja auch gar nicht um die Erneuerung, sondern auf das Besinnen auf die Werte, die uns vor nunmehr 2000 Jahren wärmstens ans Herz gelegt wurden.
Wenn es (im übertragenen Sinn)dabei “Keine Angst, hat der Papa dir gesagt”(z.B. vor dem Tod) heißen soll, hat sich die Kirche bisher doch die größte Mühe gegeben, genau das wegzusperren,und ins Gegenteil zu verkehren.
So begegnet man auch hier Zweifeln und Argumenten häufig mit Metaphern und Worthülsen, als ginge es darum damit zu überzeugen, dass man beim Kummunionsunterricht nicht nur gut aufgepasst, sondern auch noch fleißig mitgeschrieben hat.
Und wo hat die Kirche denn je einmal einen wesentlichen Beitrag dazu geleistet das Übel in der Welt einzudämmen, oder gar zu beseitigen? Mir sind wohl einige Persönlichkeiten diesbezüglich bekannt, die sich dieser Kirche zugehörig fühlten, aber selbst denen hat die Mutterkirche meist Steine in Felsengröße zwischen die Füße geworfen, wenn sie sich auf die Seite der Armen stellten.
Kann es nicht sein, dass Sie eigene Vorstellungen entwickeln, die die Kirche bestätigen oder sogar vorantragen soll? Ich meine, wenn Sie mehr Ahnung von der »Fähigkeit zur Liebe (einschließlich der geschlechtlichen)« haben und damit die Sache gemacht ist, können Sie Ihre eigene Kirche aufmachen
… oder einen anderen Weg suchen, und wenn’s nur der politische ist, wo einem per Massenpsychologie gesagt wird, was man gerne hören möchte. Wenn da mal keine Manipulation im Spiel ist! Ich meine ernsthaft, dass die durch Medien unterstützte politische Manipulation heutzutage die weitaus größere Gefahr ist, nicht zuletzt, weil Redakteure des Glaubens sind, einer “alternativen” guten Sache zu dienen, ohne das Ende veranwortungsvoll einschätzen zu können.
Nur Mitschreiben im Religionsunterricht reicht natürlich nicht. Aber woran liegt es, dass es nicht zu mehr kam? Wer von sich aus nicht mehr will, als mitzuschreiben, tut eben nicht mehr. Unter der Vorausetzung, dass Sie nicht »fremd- und ferngesteuert« sein möchten (was auch immer Sie sich darunter vorstellen), bleibt für die Kirche, auch wenn man Ihre Begriffe flexibel versteht, wohl nur, wenn überhaupt, begrenzter Handlungsspielraum.
Ich weiß darum umso weniger, was Sie gerade auch hier im Blog von Leuten erwarten, wenn Sie schreiben: »Auch in diesem Blog sehe ich, gerade von denen, die hier erscheinen, um treu zur Kirche und ihrer nicht erneuerbaren Tradition zu stehen, kaum etwas davon…« Wie soll jemand auf die Idee kommen, dass es Ihnen hier im Blog(!!) konkret um die Vermittlung der Fähigkeit zur Liebe einschließlich der geschlechtlichen geht? Alles eine Frage, was man an welcher Stelle hervorbringt und wie es optimal behandelt werden kann — unter der Voraussetzung, dass keine eigenen Ressentiments von vorne herein einen Strich durch die Rechnung machen.
Ich würde auch nicht sagen, dass die Kirchen im Vermitteln des Menschwerdungsprozesses geradezu glänzen. Aber es geht auch noch um etwas Anderes: um das Prinzip des Werdungsprozesses als solches. Ich sage es mal so: Man kann Fett falsch herstellen. Aber wenn Fett gebraucht wird, ist es nicht durch Koffein zu ersetzen oder was gerade modern ist. Natürlich können Kirchenleute auch Fehler machen … was aber nicht heißt, dass Grundprinzipien falsch sein müssen.
Mit Liebe, einschließlich der Geschlechtlichen, ist gemeint, dass man diese beiden nicht zwingend getrennt sehen muss.Ich erlebe gerade (sozusagen als späte Gnade) mit meiner Frau, das das eine , das andere nicht ausschließen muss.Auf Phuket hatte ich mal ein missionarisches Ehepaar als Nachbarn zur Seite.Die haben sich sogar von ihrer Kirche auf Tag und Stunde genau vorschreiben lassen, wann sie miteinander “das Brot der Liebe teilen” dürfen, und wollten den Buddhisten beibiegen, wie sie richtig zu leben haben, und dass sie endlich ihrem falschen Gott abschwören müssen, obwohl es einen solchen bei denen gar nicht gibt.Wirklicher Glauben lebt in uns, und benötigt keine festen Mauern, insofern
brauche ich diese Kirche nicht, lasse mich nicht von irgendeiner vereinnahmen, sehe auch keine Notwendigkeit selbst eine zu aufzuziehen, und finde sie in weiten Teilen eher hinderlich, um aus freien Stücken christliche Weltanschauung zu leben. Missionieren tut man am besten durch Taten. Und wenn die Menschen, die einem begegnen den Eindruck gewinnen, dass es einem irgendwie besonders gut geht, wollen sie sich vielleicht, ganz wie von selbst, eine Scheibe davon abschneiden, und daran teilhaben.
Im Übrigen will ich mir einfach nicht dabei reinquatschen lassen, ob ich das Abendmahl nun mit einem Evangelen teilen darf,weil ich dadurch evt. der ewigen Verdammnis anheim fallen könnte. Auch will ich mich nicht damit beschäftigen, wieviel Engel auf eine Nadelspitze passen(?).
Insofern empfinde ich es auch, als humoristische Glanzleistung, wenn ich erfahre, dass man extra ein Konsil dafür installieren muss, um Gallilaeus nach 500 Jahren vom Kirchenbann befreien zu können, oder irgend jemanden selig oder heilig sprechen zu können.Wer es heute noch nötig hat, sich mit solch weltbewegenden Dingen zu befassen, der kann mich mal (dazu bewegen Toilettenpapier einzusparen).
Ich staune nur noch über Ihr Engeagement, wie sehr Sie sich EBEN DOCH damit befassen. Das sind Widersprüche! Irgenwie scheinen Sie auch das peripherem Drumherum zur Hauptsache zu machen und dabei die Hauptsache außen vor zu lassen.
So würde ich schon darauf schließen, dass es erheblich Unverarbeitetes gibt, vor allem aber auch Erkenntnismangel. Aber das ist mindestens genausoviel Ihre individuelle Angelegenheit wie -vielleicht- auch die einer Kirche.
Ja, selbstverständlich Widersprüche!
Und ich finde es auch keineswegs schlimm, wenn Menschen wie sie, mir dabei helfen diese aufzudecken.
Schließlich will ich doch weder meinen Grips, noch meine Weltanschauungen dergestalt einzementiert wissen, wie ich es dem klerikalem Kult unterstelle.
Neben meinem Mitteilungsstau, und dem Kratzen an der Meinung anderer, beinhaltet mein “Engagement” hoffentlich auch die Selbsthinderfragung, und ich habe gerade mit dem Thema Glauben und Kirche noch nicht gänzlich abgeschlossen.Ich bin halt ein altes Kind und träume immer noch von der großen Liebe unter den Menschen und allen ein Wohlgefallen, wie im Himmel, also auch auf Erden.Immerhin lege ich großen Wert darauf, besonders in den Wachphasen des Alltags ein anständiger Kerl zu sein.Deshalb stehen meine Türen auch offen für gegensätzliche Meinungen und Weltanschauungen, wie sie, oder @Gugelhupf sie z.B. vertreten, und muss mich dabei nicht zwingend auf dem rhetorischen Siegertreppchen sehen.So freue ich mir vielmehr stets einen Loch in den Allerwertesten, wenn ich neue Denkanstöße bekomme, oder ab und zu auch mal einer echten Humorbegabung begegnen darf.Nebenbei bemerkt, nutze ich diesen Blog hier auch so angeregt, weil ich mich, in meiner soziokulturellen Diaspora (Phetchabun/TH), muttersprachlich etwas isoliert fühle, und den lieben, langen Tag nur Thai, bzw. Denglish quatsche.Ich hoffe das wirkt auf sie nicht distanzlos, wenn ich mich als Mensch dergestalt oute(?)
Wie hoffentlich ersichtlich, versuche ich meine Ansichten hier nicht nur lediglich irgendwem “unterzujubeln”, sondern auch die der Anderen zu reflektieren.Das mitunter humoristisch, um einer Lebensfreude Ausdruck zu verleihen, deren Vermittlung ich an der Mutterkirche so vermisse.(ebenso, wie der Dialog, den wir hier in diesem Blog so angeregt führen)
Das es dabei auch mal zu spontanen Brainstormings
kommen kann, die deutlich neben der Spur liegen, gestehe ich gerne zu.Ich bin halt neugierig und schäme mich auch nicht dafür, immer noch auf der Suche nach Sinngebung zu sein. Deshalb will ich Reaktionen herauskitzeln (manchmal wohl etwas unbeholfen, oder leider(?)auch provokant). Von daher behaupte ich auch nicht, das Maß aller Dinge zu sein.
Wie vielleicht an meinem Nick hier ersichtlich wird, begreife ich mich wohl eher als Gedankengänger mit der Narrenkappe auf dem Hirn.
freundliche Grüße,
Henk
P.S.: Den mir von ihnen bescheinigten Erkenntnismangel teile ich liebendgerne mit anderen, jedoch nicht gerade mit denen, die vorgeben durch ihren christlichen, von einer Kirche vorgegebenen Glauben, Wahr-und Weisheit für sich gepachtet zu haben.
War das zum Schluss nicht doch etwas zu einfach (»Wahr-und Weisheit für sich gepachtet…«)?
Ich meine, wenn Sie es besser wissen oder besser zu Wissen kommen, steht Ihnen dieser Zynismus zu. Aber ansonsten ist Erschließung und Erfahrungsgewinn eine weit anspruchsvollere Aufgabe als das, wonach es klingt, wenn Sie über Kirche reden.
Ich finde schon, man sollte nicht schlauer sein wollen als man sein kann. Aber das gilt vor allem (auch) für diejenigen, die Kirche kritisieren ohne zu berühren, worum es geht hinter dem geht, was der bloße Augapfel zu erfassen vermag.
Ich vermag mich keinem zu beugen, der nicht
wenigstens schlauer ist, als ich selbst.
Dass dieses bei der Kirchenobrigkeit, mit ihrem toten Wissen, in irgendeiner Form der Fall wäre, die mir,bzw. uns weiterhilft, wage ich mal kackfrech zu bezweifeln.
Also mir würde — selbst als Neutraler und Kirchenfremder — nicht einfallen, dass eine Institution 2000 Jahre existieren kann, wenn sie nicht weiterhelfen konnte.
Es liegt doch alles im Auge des Betrachtenden….
GUUUT, Gugelhupf! Besser geht´s nicht!
@Herbert Klupp:
Die Kirche nun als Arme Opfer der Geschichte hin zu stellen ist wohl mehr als nur Zynisch. Denn viele Dinge wie die verfolgung von andergläubigen wurden und werden noch bis Heute unter dem deckmantel christlicher Weltverbesserung richlich Praktiziert. Falls das bereits aus dem horizont ihrer subjektiven wahrnehmung entschwunden sein sollte, würde ich ihnen neben dem Weltkatechismus zur abwechlung auch mal ein Geschichtsbuch nahelegen.
Und wenn sie sich dann mal zu gemüte geführt haben, was z.b. Karl der Große mit den Heidnischen Sachsen tat. Was der Kath. General Wallenstein im 30. Jährigen Krieg mit Magdeburg angestellt hatte, oder wie die Inquisition in Spanien Wütete. Dann können wir mal wirklich über das Thema verfolgung und ausrottung Sprechen.
Was den Weltkatechismus selbst betrifft, so beinhaltet dieser auch nicht die Unverfälschte Lehre christi, sondern lediglich eine weitere interpretation dieser, wie es sie in der Geschichte mannigfaltig gab. Was Jesus in dess wirklich Predigte und Lehrte dürfte er wohl nur noch selbst wissen. Denn die Meisten Texte die sich auf sein Leben und Wirken beziehen wurden erst lange Jahre nach seinem Tot verfasst.
@Gugelhupf
Ich vermute mal, dass sich ihre Beispiele aus der Geschichte, für Herrn @Klupp wieder mal so ausnehmen, wie faustdicke Lügen, die von Stefan Leifert ausgestreut wurden.(lol)
@ Wolkenspalter | 25. April 2011 | 11:41 |
In meinem Beitrag habe ich nicht das Priesteramt grundsätzlich abgelehnt.
Zur Vermeidung von Wiederholungen hier noch einmal die von Ihnen beanstandete Textstelle:
„Dazu brauchen die Menschen keine Priesterkaste, die sich abschottet und sich über die Menschen erhebt. Dienen ist gefordert – nicht Herrschen!“
Betont wird hier von mir das Abschotten. Lehrer sollten sich nicht über ihre Schüler erheben. Hier sei noch mal an Paulus erinnert: „… und nicht uns selber zum Gefallen leben.“
Dienen und nicht herrschen! Mehr erwarte ich nicht.
Ich darf doch annehmen, dass Sie jetzt meinen Text verstanden haben.
Einen freundlichen Gruß aus Eisenach
@ Heinz Sahl.
Es bleibt Ihnen überlassen, wie deutlich Sie sich ausdrücken, was Sie mit drastischen Worten schreiben, was hingegen eigentlich betont werden sollte aber neben den Schlagworten unscheinbar verkümmert.
Umso weniger verstehe ich, worin nach Ihrer Klarstellung nun noch Kritik bestehen kann. Wer schottet sich den ab? Die Priester haben doch gar nichts gegen Öffentlichkeit!
Nur dürfen Sie eben nicht erwarten, dass eine auf geistige zu erschließende Inhalte gegründete, institutionalisierte Lehrveranstaltung zu einer demokratisierten oder gar durch partiell gesellschaftliche Zeitströmungen stärker beeinflussten Veranstaltung wird. Es ist schon sehr ihn Ordnung, dass Kirche nicht unbedingt dem nachkommt, wo am lautesten geschrieen und gefordet wird auch wenn es für “modern” gehalten wird.
Religion hat nun mal auf ihre Grundprinzipien zu achten, worauf auch ihre Glaubwürdigkeit gründet und kann aus der Logik heraus — korrekte Anwendung vorausgesetzt — nur zeitlos sein. Alles Andere wäre flüchtiges Riechwasser. Das kann man auch haben, wer es will, aber dazu man braucht man eben keine Kirche.
@ ZDF-Redaktion
Ich stelle fest, dass Beiträge zeitlich „unsortiert“ eingestellt werden.
Können sie das abstellen. Also: Der neue Beitrag am Ende des Blogs.
Der Diskussionsverlauf lässt sich sonst nicht verfolgen.
Gruß aus Eisenach
Wolkenspalter | 25. April 2011 | 14:49 |
Wie ich sehe, haben Sie meine Beiträge zu dem Thema „Kirche, wo bist du“ nicht gelesen.
Hier eine Auflistung zum Auffinden:
Heinz Sahl – Eine Stimme aus Thüringen | 22. April 2011 | 10:47
Heinz Sahl – Eine Stimme aus Thüringen | 22. April 2011 | 16:09
Heinz Sahl – Eine Stimme aus Thüringen | 24. April 2011 | 09:45
Heinz Sahl – Eine Stimme aus Thüringen | 24. April 2011 | 15:45
Heinz Sahl – Eine Stimme aus Thüringen | 25. April 2011 | 08:50
Mag sein, dass Ihnen meine Meinung nicht zusagt. Denken Sie mal über den Entzug der Lehrbefugnis bezüglich einiger hervorragender Lehrer nach. Zwei von ihnen habe ich in einem meiner Beiträge namentlich genannt.
Keiner von ihnen hat den christlichen Glauben infrage gestellt. Beide haben „öffentlich“ nachgedacht.
Der oberste Hüter des „wahren Glaubens“ hat es ihnen nicht erlaubt und sie mit einem (kirchlichen)Berufsverbot belegt. Aber sie befinden sich in guter Gesellschaft – Luther ist es auch nicht viel anders ergangen.
Na, dann nochmal, fröhliche Auferstehung.
Gruß aus Eisenach
Heinz Sahl, nehmen Sie es mir bitte nicht übel, wenn ich auf singuläre Beiträge eingehe so wie sie da stehen und zwar auf gerade das, was dort steht.
Korrekturen oder Rücknahmen dessen, obliegen Ihnen allerdings auch selber, wie auch die Möglichkeit, Ihre Mitteilungen in einem einzigen Beitrag zusammenhängend zu erfassen, damit sie nicht verzettelt im Blog praktisch nicht mehr als Zusammenhang zu sehen sind, womit drastische Schlagworte auch nicht mehr sind, wonach sie aussehen
@Heinz
Das rührt daher, weil man jetzt direkt unter den betreffenden Beiträgen, auf die man reagieren möchte, antworten kann.Das hat den Nachteil, dass sich neue Beiträge mitunter auch über den gesamten Blog verteilen.
@ Delitant | 25. April 2011 | 15:35 |
Hallo Henk,
ich danke Ihnen für den Hinweis.
Das hat natürlich den Vorteil, dass ich künftig immer wieder alle Beiträge „durchforsten“ muss, um neue Beiträge zu entdecken(!?)
Ja, darauf muss man kommen.
Einen freundlichen Gruß nach Thailand
Zu Ostern gefunden,
https://www.die-bibel.de/wissen/botschaft-der-bibel/jesus/auferstehung/
“Die Auferstehung Jesu
Das Neue Testament schildert nicht die Auferstehung selbst.
Dieses Ereignis, das jede menschliche Vorstellungskraft sprengt, wird vielmehr indirekt dargestellt,
indem die Erfahrungen der Menschen erzählt werden,
die bezeugen: Jesus lebt, Gott hat ihn vom Tod auferweckt.”
“Es hat uns reichen Nutzen eingebracht, dieses Märchen von Christus” Dieses Zitat stammt von Papst Leo X. aus dem 16. Jahrhundert
Wem heutzutage doch alles Zitate in den Mund gelegt werden!
Es geht leider Gottes nicht lediglich um solche Zitate, sondern auch darum, mit welcher menschenverachtenden Schändlichkeit die Päpste ihrer Kirche,(und das nicht nur zu Zeiten Luthers) die Werte
des Glaubens verraten und “verkauft” haben.Und das gilt schließlich nun wirklich als hinreichend belegt.Oder wollen sie auch das noch in Frage stellen, um ihre Glaubensgemeinschaft vor jenem Frevel zu schützen, den deren Obrigkeit einst selbst als Steilvorlage für den Atheismus/Evangelismus gesät hat?
Wolkenspalter | 25. April 2011 | 18:32 |
Eine Diskussion lebt von Rede und Gegenrede!
In diesem Forum können Sie nicht wissen, was ein Teilnehmer schreiben wird (!). Sie können und Sie möchten auf dessen Aussage reagieren, Ihre Meinung dazu schreiben.
Eine Meinungsäußerung zu einem Thema (und das umfassend) dient nicht der Diskussion. Sie kommt einem Vortrag gleich.
Um Ihnen das deutlich zu machen:
Ich erinnere mich an den Blog „Atomkraft – Brückentechnologie als Bremsklotz“ von Hilke Petersen am 13. Juli 2010.
Dieser Blog umfasst 614 Beiträge. Von diesen 614 Beiträgen haben Sie 63 geschrieben – einige doch sehr umfangreich. Sie haben auf Einwände, Anregungen und Gegenargumente reagiert. So soll es in einer Diskussion ja auch sein.
Ihre Beiträge haben Sie im Zeitraum vom 15. Juli bis zum 2. August 2010 geschrieben.
Hätten Sie Ihre Meinung in einem Beitrag veröffentlicht, dann hätte das den Rahmen, den Ihnen das ZDF zubilligen will, gesprengt. Sie hätten auch die Aufmerksamkeit der Leser arg strapaziert. Und auf die Leser kommt es doch wohl an.
Sehen Sie, und jetzt kommen wir doch wieder zum Thema.
Was ich von anderen verlange, sollte auch für mich verpflichtend sein.
Um Ihren ersten Satz aufzunehmen:
„Heinz Sahl, nehmen Sie es mir bitte nicht übel, wenn ich auf singuläre Beiträge eingehe so wie sie da stehen und zwar auf gerade das, was dort steht.“
Nein, ich nehme es Ihnen nicht übel.
Einen freundlichen Gruß aus Eisenach
Herr Sahl, ich verstehe nicht, warum Sie nicht die neue Betragsstruktur nutzen, die es seit Kurzem gibt, um auch ergonomisch in Zusammenhänge zu stellen, was in Zusammenhänge gehört. Das würde doch Vieles vereinfachen und ausfürhliche Stellungnahmen zur Blog-Technik vermeiden, die schließlich nicht zum Thema gehören.
@Wolkenspalter:
Was die Frage der Eigenverantwortung betrifft bin ich deffinitiv bei ihnen. Denn auch der glaube befreit einen nicht von dieser. Es gibt da ein schönes Sprichwort:
“Hilf dir selbst, dann hilft dir Gott”
Egal an welche Götter oder Geister man nun glauben mag, keine höhere Macht kann oder wird einfach so für dich dein Leben aufräumen wenn du nicht auch bereit bist selbst hart an dir zu arbeiten, und dich zu bewegen.
Davon mal ab sind die beweggründe aus denen Menschen glauben, oft wesentlich komplexer, und vielfältiger um sie einfach so Pauschal an einer ursache fest zu machen. Für einige mag vieleicht diese angst vor der eigenen inperfektion eine Rolle Spielen, aber sicher nicht für alle.
Was den umgang mit den eigenen schwächen betrifft, so halte ich es indess für fatal diese zu verteufeln. Denn dies verleitet schnell zu einer Mentalität des weg schauens. Wer sich nicht ehrlich ansehen kann, auch in seinen Hässlichen Seiten, und wer nicht sagen kann “auch das bin ich.” Der Leugnet sich selbst, und gibt die verantwortung über sein eigenes fehlverhalten aus der hand.
Es ist wohl so, dass manche Dinge zu schlimm sind, um hinzuschauen zu können. Aber ich meine ausdrücklich nicht, dass man den Kirchen den Vorwurf machen kann, dass sie das Wegschauen empfehlen.
Was die Schwächen angeht, so haben gerade die Kirchen einen Umgang damit, der letztlich zur Lösung (Erlösung) führen soll. Hier ist zu unterscheiden, ob jemand dies selber anstrebt oder eben nicht. Genauso tut es die weltliche Justiz: mildernde Umstände für den, der sich Mühe gibt, sich zu verbessern — höhere Strafe für die Uneinsichtigen. Dieses “Verteufeln” ist auch ganz unabhängig von Kirche oder Religion durchaus selbstverständlicher Bestandteil unserer Kultur. Wir dürfen uns für diese Unterscheidung (einsichtig/uneinsichtig) zugute halten, anders zu sein als vielleicht mancher Unrechtsstaat. Ich meine, dasselbe Maß darf ruhig auch an die Kirchen angelegt werden, wo das Bereuen, Bitten und Verzeihen eine noch weit größere Rolle im Prozess spielt als bei der eher formalen weltlichen Gerichtsbarkeit.
Und nun kommen wir langsam zum Ende dieses Blogs.
Kirche, wo bist du – Kirche, was bist du – oder auch Kirche, wo stehst du?
Die Rechthaber und Gefolgsleute wähnen sich im Recht.
Die Zweifler haben Zweifel.
Die potenziellen Reformer sind ohnmächtig. Nichts geht!
Die Kirche verlassen? Nein, das tun wir nicht – es ist unsere Kirche!
Gut gemeinte Reformbemühungen scheitern im Ansatz. Die Vorsteher in Frauenkleidern wehren sich vehement gegen jegliche Veränderungen.
Dabei geht es doch nur um die Verkündung von Gottes Wort. Um mehr geht es nicht.
Es geht aber auch noch darum, das Wort zu leben, den geforderten Ansprüchen gerecht zu werden.
Verschweigen, Vertuschen, Kleinreden, Halten! Den Laden über die Zeit bringen.
Auch mal Zeugen mit Geld abfinden. Auch mal andere unchristliche Möglichkeiten finden. Hauptsache überleben! Alles im Sinne von Jesus – und unter Berufung auf Petrus?
Nun, dann mal herzlichen Glückwunsch!
Einen freundlichen Gruß aus Eisenach
(auch an die, die meine Beiträge nicht mögen)
Naja, wohl nichts Gutes an Kirche gefunden. Wahrscheinlich zu unauffällig geblieben, nicht an die große Glocke gehängt. Aber wir leben ja auch in einer Zeit und Kultur, wo immer der Recht hat, der am meisten und lautesten meckert.
Die Medienkultur färbt da wohl auf die Diskussionkultur ab. Auch eine Methode der Glückseligwerdung…..
@ Wolkenspalter | 26. April 2011 | 15:08
Persönliche Angriffe auf Diskussionsteilnehmer haben nichts mit dem Thema zu tun.
Darf ich Sie an Ihre Worte erinnern, in denen es um den Zusammenhang zwischen Aussage und vorgegebenem Thema geht?
Wenn sie dies aber aus Eitelkeit und Rechthaberei tun, dann streben Sie doch ein Amt in der „römischen Kirche“ an. Das würde dann in den Kontext Ihrer Ausführungen passen.
Aber ich weiß nicht, ob Ihnen Frauenkleider so gut stehen.
Gruß aus Eisenach
@Wolkenspalter:
Empfehlen tut die Kirche das wegschauen zwar nicht. Aber sie stellt zumindest eine Mythologische Grundlage parat, mit der Menschen sich bequem um eine auseinandersetzung mit ihren eigenen Schattenseiten herrum lavieren können. In diesem Sinne meine ich mit verteufeln auch nicht die durchaus angemessene echtung von erheblichen Gräultaten, sondern viel ehr die tendenz solches verhalten eben der verführung durch ein personifiziertes Böses zuzuschreiben.
So hörte man ja z.b. auch in bezug auf den Missbrauchs Skandal in der Kirche von offizieller seite her das, das letztlich der “Teufel” diese Amtstäger dazu verführt hätte ihr Stoßgebet an den schutzbefohlenen zu verrichten. Und damit macht man es sich Deffinitiv zu einfach.
Ich glaube daran das jedes wesen weder gut noch schlecht ist. Ein jeder von uns trägt in sich die Möglichkeit, wundervolle Güte aber auch abgrundtiefen Schrecken hervorzubringen. Diese Ambivalenz Spiegelt sich in allen Menschlichen Kulturen wieder. Und es ist letztlich unsere freie wahl zu entscheiden welchem dieser aspekte wir letztlich raum geben wollen unser leben zu bestimmen.
Religion und Glaube kann vieleicht dabei Helfen, sich mit diesen Fragen auseinander zu setzen. Die entscheidung nimmt sie uns aber nicht ab.
@Wolkenspalter
Na, na, na!
Mit ihren Unterstellungen legen sie eine Überheblichkeit an den Tag, die ihnen und den meisten ihrer sonstigen Beiträge hier, einfach nicht gerecht wird.Oder halten auch sie sich schon für klüger, weil sie sich uns, mit, und durch ihren Glauben, haushoch überlegen wähnen?
Wollen sie wirklich unserem @Heinz Sahl (wie auch mir) unterschieben, dass unsere Zweifel und Kritik nur einen Selbstzweck erfüllen, und ebenso heuchlerisch, wie künstlich zusammengeschustert wurden, sodass wir allein selbst die Schuld daran tragen, wenn wir Kirche so gründlich missverstehen, weil wir das unbedingt wollen?
Damit sprechen sie auch allen anderen, die sich von der Kirche abgewendet haben, und ausgetreten sind, weil sie dieser nicht mehr vertrauen, ihre Aufrichtigkeit, wie ihren Verstand ab.
Weißt das Thema dieses Blogs nicht vielmehr implizid darauf hin, dass es gerade auch von Seiten der Mutterkirche, die es so sehr an Transparenz fehlen lässt, ein großes Vertrauens- und Verständigungsproblem mit ihrer Basis gibt?
Darüber hinaus, wollen sie hier doch wohl nicht wirklich ernsthaft suggerieren, dass kritische Verlautbahrungen im Proporz zu den Dezibell, die dabei zum Einsatz kommen, unglaubwürdig werden. Daran gemessen, müsste man ihrem Papst ja geradewegs die Beschallungsanlage auf dem Petersplatz abdrehen, und dieser sein URBI ET ORBI in die Menge flüstern, um von ihnen für vollgenommen zu werden.
Oder gehen auch ihnen jetzt lediglich die Argumente aus, um ihrer Kirche Kreuz und Stange zu halten?
Über die Qualität unserer Medienkultur kann man selbstredend geteilter Auffassung sein. Aber entspräche es vielleicht ihrer “Glückseligwerdung”, wenn wir diese (hoffentlich) weitgehend unabhängige Presse mundtod machen würden, damit nicht am Blattgold der Kleriker gekratzt wird?
Es kann auch alles ganz anders sein!
Diesen Satz sagte der derzeitige Dalai-Lama anlässlich eines Interviews im österreichischen Fernsehen. Es ist viele Jahre her. Die jüngeren Teilnehmer werden sich nicht erinnern können. Er sagte diesen Satz, nachdem er den Lamaismus erklärte. Und dann zum Ende seiner Erklärung – dieser obengenannte Satz!
Es kann auch alles ganz anders sein! Da muss man erstmal durchatmen.
Kennen wir, die im christlichen Abendland aufgewachsenen Menschen, solche Sätze?
Würde ein Pontifex Maximus der römischen Kirche diese Möglichkeit einräumen?
Was wir wissen, ist das was geschrieben steht (?!). Zeitzeugen und Nachgeborene haben Texte über Ereignisse verfasst. Die einen nach bestem Gewissen und andere nach dem Zeitgeschmack – nach den jeweiligen Erfordernissen. Und darauf gründet sich all das, was wir den „Glauben“ nennen. Die Bücher, die in der „Bibel“ versammelt sind, konnten wir auch nicht auswählen. Das Paket ist geschnürt – von wem?
Sehen Sie: Auf der einen Seite die Aussage eines Tenzin Gyatso (so sein bürgerlicher Name) und auf der anderen Seite der Unfehlbarkeitsanspruch des Papstes.
Was erscheint uns ehrlich oder auch logisch?
Die Antwort hierauf überlasse ich Ihnen.
Erst wenn man alles weiß, weiß man alles.
Wenn man aber alles für möglich hält, dann ist auch (fast) alles möglich.
Zum Abschluss dann nochmal Grüße aus Eisenach – ich wünsche Ihnen allen eine gute Zeit.
Hallo, Heinz!
Beim unserem maximen Pontifex wird es wohl eher heißen:
“Es kann nicht sein, was nicht sein darf!”
Ich könnte den Dalai Lama schon allein wegen nachfolgendem, ebenso einfachen, wie einleuchtenden Satz herzen und liebkosen (vielleicht erinnern sie den?):
“Wirklicher Reichtum ist die Bedürfnislosigkeit!”
Sie werden es vielleicht nicht glauben, aber ein befreundeter Pfarrer, der sich seiner schweren Depressionen wegen (die bei einem Seelsorger offenbar auch nicht sein dürfen), von seinem Bischof äußerst drangsaliert fühlte, mal zu mir gesagt, dass dieser Kirchenfürst ein solcher Teufel wäre, dass selbst der Dalai Lama diesem nur noch mit einer Kalaschnikov und einer Knochensäge begegnen würde.
liebe Grüße,
Henk
Hallo Henk, mal eine Rückfrage, weil Sie sich inzwischen so hineinsteigern, um nicht zu sagen eingraben, so dass man den Eindruk bekommt, dass Sie sich alle Antworten schon gegeben haben.
Kennen Sie auch Kirchenleute, die unter Ihren werten, kompeteten Urteil bestehen können? Falls ‘ja’, ist es vielleicht gerade niemand aus den hohen Etagen, weil dort — aus Ihrer Sicht — nur schlechte Leute sitzen, ggf. aus dem Grunde, dass sie ihre Überzeugungen auch ohne Nachvollziehbarkeit Ihrerseits behalten und bekräftigen? Ich mag zwar im Moment niemdnden konkret verteidigen — vielmehr ist geht es ums Prinzip. Es ist ja weniger die Frage, ob jemand »Wahr-und Weisheit für sich gepachtet« hat, vielmehr, ob jemand seine Erkenntnisarbeit gemacht/nachvollzogen hat — oder ob er nur kritisiert, wenn Andere ihm nicht Nachvollziehbares verbreiten, wohinter sie gekommen sind.
Es soll sogar Leute geben, die -überhaupt- niemanden über sich ertragen können. Da ist natürlich eine Hierarchie und sogar mit einem letztinstanzlichen Gott an der Spitze verständicherweise aber im Fall der Fälle auch fälschlicherweise ein rotes Tuch.
Ich meine, die Wahrheit zu sich selbst gehört ja auch essentiell zum Thema der Erkenntnis- und Wahrheitsfindung…..
Guten morgen, @Wolkenspalter!
Ich steigere mich, und grabe mich in nichts hinein. Ich fühle mich lediglich besessen von meinem Irrglauben.
Es geht weder darum, ob diese Leute unter “meinem” Urteil bestehen können, noch darum, ob diese Leute wirklich so schlecht sind, wie sie meist aussehen in ihren scheußlichen, schwarzen Kutten.Ich möchte es denen doch gar nicht absprechen, dass sie es gut mit uns meinen, wenn sie in ihrem Museum einen ausgestopften Mammut umsorgen, dem hinten schon gewaltig das Sägemehl aus dem Ar… rieselt.
Ich bezweifele nur, dass diese mit ihrer Kunst und ihrer Geheimsprache, wirklich noch bei den Menschen sind.Ich maße vielmehr mit Mut, dass diese verklärte Bande, mit ihrem Hokus Pokus und dessen Firlefanz Gott nahe sein, und nicht den Menschen. Somit erreichen sie damit auch immer weniger von uns.Ich, wie viele andere, brauchen ihr totes Wissen nicht mehr. Es mag vielleicht selbstgerecht klingen, aber ich bin und lebe dazu einfach nicht garstig und verkehrt genug, um, mal abgesehen von Krad- und Autofahrten, wirklich Angst vor meinen eigenen Fehlern und Torheiten zu haben. Denn ich vermag einfach nicht daran zu glauben, dass Gott ein Blödmann ist, der sich durch einen stinkenden Fisch bestechen lässt, den ich mir zu jedem Freitag reinquälen muss.
Die elementare Angst, unserem Schöpfer zu missfallen, würde mich vielmehr nachhaltig beschleichen, wenn ich der kath. Kirche noch vertraute, und mich ihr voll und ganz verpflichtet fühlte, damit ich, mittels Beichte und empfangener Sakramente, schnurstracks am Teufel vorbei in den Himmel fahren kann.
Stellen sie sich einmal vor, welches Unheil ein übernächtigter Priester (der nächtens zuvor, sein Masturbat und seine unstillbare Sehnsucht nach einer Partnerschaft, im alkoholhaltigem Blut Christi ertränkt hat) über uns ausschüttet, wenn der sich, vielleicht eines Katers(in Größe eines Königstigers)wegen, bei einer Frühmesse mal fahrlässig “versegnen” würde. Da hätte ich einfach viel zu viel Schiss, dass ich durch einen solchen geistlichen Betriebsunfall aus der Bahn geworfen werde, und der Ewigen Verdammnis anheim falle.
segensreiche Grüße,
Henk
P.S.:Komm Herr Jesu, mach mich fromm,
dass ich in den Himmel komm’.
Hallo Wolkenspalter,
wie können Sie an Henk bzw. Delitant, den größten Denker aller Zeiten, den Allwissenden, den Unfehlbaren, Philosoph, Wissenschaftler, Theologe, Universalgenie, …,
Kritik üben?
Vermutliche Strafe: 10 weitere Blog´s!
Grüsse
Hallo Henk bzw. Delitant,
Sie haben irgenwann in diesem Blog erwähnt, dass Sie eigentlich schon im Paradies leben! Es muss wohl sehr langweilig dort sein, wenn man Ihre gefühlten 500000 Antworten betrachtet!
Grüsse
Nix da mit Langeweile. Ich tue genau das, was mir Spaß macht.Sie haben in ihrer Aufzählung “Humorist” vergessen.Dem messe ich eine viel höhere Bedeutung bei, und anstatt Philosoph, wäre wohl “Philosphicker” für mich angemssener.
An Kritik ist mir übrigens durchaus gelegen. An billig vorgetragener Hintervotzigkeit, dagegen weniger.
Und was soll der Quatsch, mit der Unfehlbarkeit und dem Allwissenden? Diese Dinge würde ich, wie auch alles andere,was die da anführen, nie für mich in Anspruch nehmen.
@Delitant,
Freut mich für Sie, wenn es Ihnen gut geht! Aber
trotzdem, tut mir leid, mir fehlt einfach der Sinn
für Ihren Humor! Aber es gibt wohl Leute die finden sich selber in am witzigsten. Kann auch eventuell Vorteile
haben.
Hintervotzigkeit, so ein häßliches Wort aus Ihrem
gebildeten Mund. Vielleicht fällt Ihnen noch ein
besseres Wort ein?
Grüsse
Stimmt! Ich lache über meine eigenen Witze immer selbst am lautesten.
Blut im heilgen Stuhl?
Das scheinheilige Gesäusel stinkt doch förmlich zum Himmel.
Es geht nicht darum, der katholischen Glaubensgemeinschaft ins Kreuz zu treten, sondern dem Klerus mal kräftig in den geistlich flatulierenden Hintern. Aufdass sich, vom 1000-jährigen Mief befreit, mal endlich deren Kutten und Köpfe lüften.Leider sind solche Bestrebungen weniger durch festes Schuhwerk zu bewerkstelligen, als vielmehr durch weiteren Mitglieder- und den daraus resultierenden Muskelschwund.
@Kuttenhengst
“Blut im heiligen Stuhl?”
Heutzutage ist es wohl weniger das Blut, sondern vielmehr
sind es wahrscheinlich eher Würmer, die sich dort angesiedelt haben.
Es stand sehr schlecht um des Bandwurms befinten,
ihn juckte immer was von hinten.
Da konstatierte Dr. Schmitt, nach dem er in dessen Leib geschnitten,
dass dieser Wurm an Würmern litt,die ihrerseits an Würmern litten.
(Ringelnatz)
Finde ich irgendwie durchaus passend, zum Thema dieses Blogs.
Die katholische Kirche hat heute (nach dem Holocaust) allgemein die Rolle des Sündenbockes übernommen – das heißt: zugewiesen bekommen – nachdem dieses mit dem Judentum nicht mehr funktioniert.
Und das ist auch verständlich: NACH den Juden, welche treu zu Jahwe stehen, und zwar unverändert und unbeirrbar durch alle Wirrungen einer mittlerweile fünftausendjährigen Geschichte ist es die katholische Kirche, welche unverändert und unbeirrbar (zum AT und) zu Jesus und seiner Lehre steht seit 2000 Jahren.
Diese hartnäckige Unbeirrbarkeit ist es, welche die Menschen zum Zorn reizt, und sie allerlei Versuche unternehmen läßt, das niederzureißen.
Die Juden sind “dank” Holocaust raus aus diesem Spiel – zumindest im Westen, im Islam natürlich nicht – und “jetzt” ist eben die katholische Kirche samt Papsttum und einheitlicher (festgefügter) katholischer Lehre der Sündenbock für alle liberal und relativistisch und modernistisch Gesinnten.
Aber Gott spottet ihrer !
Morgen werden sie nicht mehr sein – die Kirche (und das Judentum) jedoch schon !
Jetzt bin ich aber echt “BAFF”.Da haben die Juden ja echt noch mal Glück gehabt.
Meine liebe Frau Altmann, sie waren nicht dabei – ich war auch nicht dabei.
Der Evangelist Matthäus hat in dem nach ihm benannten Matthäus-Evangelium einige Sätze aufgeschrieben, die Jesus gesagt haben soll.
Ich bin kein Freund des langatmigen Zitierens. Aber diese fünf Sätze sollten Sie sich (auch nach Ihrem Kirchenaustritt) anschauen.
Ob Jesus diese Sätze gesprochen hat, kann ich nicht bezeugen. Möglich ist es aber.
DAS EVANGELIUM DES MATTHÄUS – Kapitel 10 – Auszug
(Nach der Übersetzung des Martin Luther)
34 Ihr sollt nicht wähnen, daß ich gekommen sei, Frieden zu bringen auf die Erde. Ich bin nicht gekommen, Frieden zu bringen, sondern das Schwert.
35 Denn ich bin gekommen, den Menschen zu erregen wider seinen Vater und die Tochter wieder ihre Mutter und die Schwiegertochter wider ihre Schwiegermutter.
36 Des Menschen Feinde werden seine eignen Hausgenossen sein.
37 Wer Vater oder Mutter mehr liebt als mich, der ist mein nicht wert; und wer Sohn oder Tochter mehr liebt als mich, der ist mein nicht wert.
38 Und wer nicht sein Kreuz auf sich nimmt und folgt mir nach, der ist mein nicht wert. Wer sein Leben findet, der wird‘s verlieren; und wer sein Leben verliert um meinetwillen, der wird‘s finden.
Wenn Sie Fragen haben – ich bin da – für die gute Sache immer!
Gruß aus Eisenach
Hallo Heinz Sahl!
Danke für Ihre Antwort!
Sie sind vom Klerus, gell! Ach… ich würde sooo gerne einmal mit Einem von Ihnen reden und diskutieren!
Wissen Sie eigentlich, dass junge Pfarrer eine gaaanz andere Einstellung zum Glauben haben und viel weltoffener sind als die “älteren Herren”?
Das gefällt mir! Aber… leider wird es davon noch zu wenig geben. Sie tragen keine schwarze Kleidung! Nein! Sie tragen Jeans und sind auch sonst weltlich orientiert! Das ist einfach SUPER ! Das gefällt mir! Ich bin- obgleich schon 65 Jahre jung—begeistert! Weltoffenheit braucht die Kirche, dann… könnte ich es mir vielleicht nochmal überlegen und wieder …. eintreten??? Hm… muß noch abwarten!!!
Junge Pfarrer, wie ich ihn getroffen habe, zu denen habe ich Vertrauen!!
Pssst… glaube aber trotzdem nicht, dass die kath. Kirche heilig ist!!
Schöne Grüße aus Niederbayern
Gerda
und… Jesus war doch auch seiner Zeit gemäß gekleidet!!!
Hallo Heinz Sahl!
OHJE-OHJE! Da hab ich doch wohl zu weit daneben gegriffen mit meiner Annahme Sie wären vom Klerus! Sorry! Das kommt davon, weil Sie die Psalmen oder Bibel besser als ich kennen!
Aber… alles Andere wünsche ich mir von einer erneuerten Kirche ! Auch… dass Priester endlich heiraten dürfen und Mensch sein dürfen wie wir!!
Schöne Grüße
Gerda Altmann
Wenn Jesus dieses Gekeife der alten verknöcherten Männer
mit den prunkvollen Gewändern die mit Flugzeugen und bestem Komfort auf dieser Welt herumreisen und von ihrem
abgehobenen Stand den anspruch erheben heilig zu sein
und glauben in den ” Himmel” zukommen diese Leute wollen
ein Vorbild im Sendungsautrag Jesu sein?!
Wie wollen dise Leute einem armen Bauern der tag täglich
ums Überleben kämpft etwas von Religion und Nächstenliebe
erählen?
Dieser Bauer wird diese Leute anhören ängstlich dauf bedacht sich keine Nachteile einzuhandeln.
Er wird wenn die Leute mit den salbunsvollen worten
gegangen sind sie verachten!!
Die Kirche mit diesen antiqiert dogmatiscen Standpunkt
hat so keine Zukunft!!!!
Richtig, Gerd! Die heutige Kirche und ihr Personal ist nicht menschennah! Das ist ein großer Fehler!!
Ich mag Priester, die daherkommen wie wir! Die mit uns sprechen wie ihnen der Schnabel gewachsen ist! Die sich mit meinen Meinungen beschäftigen bzw. austauschen!
Die nicht schon von Weitem auffallen durch ihre schwarzen Klamotten! Deren Zeit ist längst vorbei! Pfarrer, die sich unter das Volk mischen! So einen, den ich im bay.-Wald zu Weihnachten kennen gelernt habe!Ein Supertyp und jung und aufgeschlossen. Mit dem konnte ich quatschen als wär er ein langjähriger Freund! SUPER ! Solchen Klerus wenn wir einmal haben,dann trete ich wieder in die Kirche ein.j
Ein Klerus, der sich mit den Nöten der Menschen identifiziert! Der weltoffen ist! DAS WÄR´S !!!
Aber…. wie langel wird das noch dauern?
Gruß aus Niederbayern
@ Gerda Altmann | 27. April 2011 | 15:38 |
Meine liebe Frau Altmann, wenn Sie meine Beiträge in diesem Blog gelesen haben, dann wissen Sie, dass ich kein Kleriker bin.
Aber sehen Sie bitte: austreten und wieder eintreten, und dann vielleicht auch wieder austreten?
Die Zugehörigkeit zu einer Religionsgemeinschaft wechselt man nicht, wie man ein Hemd wechselt. Also nicht nach „Tagesform“ und auch nicht wegen einer kurzzeitigen Verärgerung.
Wir sind wohl alle (ich gehöre Ihrem Jahrgang an) in der christlichen Tradition erzogen worden. Es hat unser Denken geprägt – geschadet hat es uns nicht.
Schaden anrichten können nur Menschen, die fehlen, weil sie eben Menschen sind.
Wesentlicher Bestandteil des christlichen Verständnisses ist das Verzeihen und auch das Wiederaufnehmen. Wer sich verirrt hat, kann und soll auch wieder umkehren können.
Sie kennen dieses Gleichnis aus dem Neuen Testament. Der immer dienstbare Bruder hat es nicht verstehen wollen. Der Vater aber hat für seinen heimkehrenden Sohn ein Freudenfest veranstaltet.
Man mag es glauben – oder auch nicht.
Ob Sie umkehren möchten, oder auch nicht – es liegt bei Ihnen.
Freundliche Grüße aus Eisenach
Ich bin durch Zufall in diese Seite geraten habe diese
Meinungen aufmerksam gelesen und habe festgestellt das
sie mich eigentlich nicht richtig Verstanden haben was
ich mit meinem Kommentar gemeint habe.
Es geht um den Sendungsauftrag und das Lebensbeispiel das
Jesus uns und vor allem den großen (heilgen)Kirchenmänner
vorgelebt hat.
Seine Reden sind Grundwahrheiten die auch schon in der
Antike vorhanden waren darum geht es mir.
Es geht mir nicht um diese großen Vereine die sich Kirche
nennen ich mene allesamt;diese sind alle von Menschen
gemacht.
Wir Menschen sollten Die Kirche sein aber wir sind 2000
Jahre auf der Stelle gelaufen es ist zeit den ersten Schritt zu tun wir solltn uns voreinander demütig verneig
en und gegeseitig unterstützen der Starke den Schwachen.
Pracktische Diskusionen und nicht pharisähische
Sophistereien das hatten wir alles schon.
@Herbert Klupp:
Das was die Leute zum zorn Reizt, ist ehr die Doppelmoral. Denn wenn die katholoische kirche ihre Heeren Grundsätze auch mal in die tat umgesetzt hätte anstadt sie nur zu Predigen dann hätte sie Heute wohl nicht diese Massiven Probleme mit der glaubwürdigkeit.
Zum Sündenbock wird sie von niemandem gemacht. Aber anscheinend lebt es sich ja in der Opferrolle recht Bequem. Es ist immer leichter mit dem Finger auf andere zu zeigen, anstadt mal vor der eigenen Tür zu kehren.
Aber solange es Wackere Fundamental gläubige gibt, welche
in bedingungsloser Konsequenz auch jeden noch so morschen Holzweg zuende gehen, wird die Kirche wohl nicht austerben. Sie wird nur weiter schrupfen, bis sie letztlich zu einer Parodie ihrerer selbst verkommen ist, welche Gott am ende mehr Spottet als es je ein verfächter, der ach so Bösen Relativisch Liberalen Gesellschaft je gekonnt hätte.
@Stefan Leifert
Was erwarten Sie?
Sollen wir als Christen auch wie die Mohammedaner eine Todesstrafe auf Glaubensabfall festschreiben?
Sollen wir die Menschen mit Gewalt bekehren, so wie es der Koran beschreibt?
Ounsere Zivilisation hat sich weiter entwickelt.
Glaube hat nichts mit der festgelegten Verbindung durch ein förmliches Schreiben zu tun und brauch keine “Glaubenseinrichtung”.
Was wir aber brauchen ist ein säkularer Staat, der radikalen Strömungen insbesondere dem “Islam” entgegen tritt.
Staat gehört klar getrennt von Religion.
Herr Pfarrer haben sie ein job,eine Unterkunft,was zu essen für mich nicht warum zahl ich von meinen Steuern ihr Gehalt
im Sinne der Gleichberechtigung an welchen Gott soll ich denn glauben kann ich alle nehmen
wer an sich selbst glaubt braucht weder Gott noch Kirche
P.S. wir sind übrigens schon im 21 Jahrhundert
sitzt ein gestorbener an der Bar im Vorhof zur Hölle.
Hinter der Bar eine Fensterscheibe hinter der man Menschen im Fegefeuer sieht.
Fragt der verstorbene den Barkeeper was da los sei
der Barkeeper : Das sind die Katholiken die wollten das so
Wieso gibt es bei der Kirche eigentlich den dritten Weg,
(Tarifautonomie ausgehebelt)
Wieso wird ein Hausmeister entlassen der aus der Kirche ausgetreten ist
(antidiskriminierungsgesetz)
Wieso wird jemand der gerade aus der Schule kommt,die Lehre beginnt, automatisch als ev. auf der Steuerkarte geführt obwohl er noch nie in der Kirche war
undemokratischer Verein
Steuererschleicher
@Nazi,
dass Ihnen die Leugnung des Holocaust durch die Pius-Bruderschaft gefällt und dass Sie wohl selbst auch diese Ansicht vertreten, hätten Sie kaum deutlicher zum Ausdruck bringen können.
Dann wird Ihnen bestimmt auch die Leugnung durch den Iranischen Präsidenten tief aus der Seele sprechen. Da frag ich mich aber, warum wandern Sie nicht einfach in den Iran aus? Dort könnten Sie dann Ihre verdrehte Geschichtsausfassung jederzeit ungestraft öffentlich zum Ausdruck bringen, ganz anders als hier in Deutschland. Und am besten nehmen Sie gleich Ihre ganzen Gesinnungsgenossen mit, denn dort in der Wüste wäre diese braune Mischkoke wohl am besten aufgehoben.
MichaT
PS. Ich hoffe, dass die Redaktion hier schnell handelt.
Ein werbender Beitrag wurde entfernt.
Viele Grüße, Redaktion heute.de