Steuerreform für Arme: Weniger Netto vom Brutto
Manchmal ist “wenig” beleidigender als “nichts”. Wenn ich nach einem Restaurantbesuch dem Kellner 10 Cent Trinkgeld gebe – also, da wäre null wahrscheinlich besser. Und nun zum Anlass für die Vorbemerkung:
Die lange und groß angekündigte Steuerreform ist da. Sie bringt den
Arbeitnehmern 10 Cent, äh, nein, drei Euro pro Monat. Aber nicht allen,
weil viele der Betroffenen bereits höhere Werbungskosten geltend machen.
Deswegen profitieren sie nicht von dieser “bahnbrechenden Maßnahme”
(Jürgen Trittin). Außerdem sollen die Unternehmen entlastet werden, rein “rechnerisch”, weil Bürokratie eingedämmt werden soll. Ob das so
stimmt? Wer soll das nachrechnen? Also: Viel Lärm um Nichts.
Der Wahlkampfslogan “Mehr netto vom brutto” hat sich ohnehin still und
leise davongemacht. Steigende Krankenkassenbeiträge und Zusatzbeiträge
schlucken mehr vom brutto als früher.
Man hätte uns besser sagen sollen: Sorry, das mit der Wahlkampfparole
war nicht so ernst gemeint. Da ist nichts übrig für Euch. Denn wir
müssen dauernd Banken retten. Das wäre Klartext gewesen. Stattdessen
gibt man uns, was ein Kellner für eine Beleidigung halten würde. Und was
halten wir davon?
3 Kommentare | 13. Dezember 2010 | 08:34 Uhr |
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“Die heutige Generation politischer „Persönlichkeiten“ zeichnet sich in erschreckend überwiegendem Mass in kantenlos unehrliche Gesichter dieser es durchweg an „Ehre“ mangelnden Personen. ”
Das können wir so in Stein meißeln und vor dem Berliner Reichstag ablegen.
Volle Zustimmung.
Derzeit haben wir es bei den “politischen Eliten” zu einem großen Teil mit einer Bande aalglatter Karriere-Fuzzis mit einer Profilneurose zu tun.
Aber letztlich ja auch wieder unsere Schuld:
Jede Nation wählt sich die Deppen, die es verdient.
[...]*
* Anmerkung der Redaktion: Der Beitrag wurde wegen unsachlicher Wortwahl editiert.
Kurz gesagt: Politik ist ein schmutziges Geschäft und was kümmert mich mein Geschwätz von gestern.
Die Dummen sind wieder mal die Leistungsträger umgangssprachlich auch mal Arbeitnehmer genannt.