Tödliche Fehler in Duisburg
Tag drei nach der Katastrophe bei der Loveparade in Duisburg. Je mehr Panik- und Katastrophenforscher sich zu Wort melden, desto deutlicher werden Fehler und Planungsversagen. Was sich die Stadt Duisburg und der Veranstalter der Loveparade Lopavent GmbH bei ihrem Konzept für die Großveranstaltung gedacht haben, ist mit normalem Menschenverstand kaum nachvollziehbar: So konnte – oder musste – die Loveparade auf so dramatische Weise aus dem Ruder laufen: 20 Tote, über 500 Verletzte.
Seit Jahren stellen die Raver-Treffen Besucherrekorde auf. In Dortmund kamen zuletzt 1,6 Millionen Menschen. Das war 2008. Bochum sagte 2009 ab – wegen Sicherheitsbedenken. Duisburg stellte für die Party 2010 das Gelände um den alten Güterbahnhof zur Verfügung – ausgelegt für 250.000 Besucher. Wieso genehmigte das Ordnungsamt so etwas? Der einzige Zugang: ein Tunnel, der über Stunden zur Falle für die Menschenmassen wird. Als einzelne dem immer unerträglicher werdenden Druck über eine Treppe und ein Gerüst zu entkommen versuchen und abstürzen, schaukelt sich die Panik in der Menge hoch.
Dirk Oberhagemann war auf der Loveparade – aus dienstlichen Gründen. Er ist Katastrophenforscher. Im Auftrag des Bundesforschungsministeriums arbeitet er an einer Studie: „Risiko Großveranstaltung: Planung, Evakuierung und Rettungskonzepte”.
Der Tunnel sei ein absehbares Risiko gewesen, sagt er Frontal21: Nur realitätsferne Planer konnten annehmen, dass – wie etwa bei einem Fußballspiel – üblich die Besucher jeweils zur gleichen Zeit hinein- und hinausströmen würden. In Duisburg hingegen ließen die Sicherheitskräfte die Menschen in beide Richtungen in den Tunnel laufen. Oberhagemann bestätigt auch: Dem Veranstalter sei bewusst gewesen, dass der Zugang durch den Tunnel der Knackpunkt gewesen sei.
Die Schwächen des Sicherheitskonzepts seien vor allem den Sparmaßnahmen der klammen Stadt Duisburg geschuldet. So war das gesamte Gelände eingezäunt, weil dann der Veranstalter für die anschließende Reinigung des Areals zuständig wurde. Nicht die Stadt.
Ebenso die Notausgänge. Die Lücken im Zaun wurden erst geöffnet, als die Menschen längst in Panik waren. Hätte man sie von vornherein als Ein- und Ausgänge benutzt, hätte das die Lage am Tunnel entschärft. Doch der Stadt wären weitere Kosten entstanden: Schließlich verlaufen am Rande des Geländes Bahngleise, die wiederum mit Zäunen und Wachpersonal hätten gesichert werden müssen.
So sparte sich Duisburg ins programmierte Chaos, wurde Sicherheit einem vermeintlichen Prestigegewinn geopfert. Ehrgeiz und politischer Druck waren hoch, auch einmal die international bekannte Loveparade zu haben. Es wurde die letzte.
56 Kommentare | 27. Juli 2010 | 12:24 Uhr |
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Ja klar, es sind nur die Veranstalter, die Stadt, die Gemeinden aber nie die Leute selber.
Fakt ist doch, daß die Leute, die dort hingehen, hingehen um zu feiern, um ausgelassen zu sein, um zu trinken, um sich um nichts zu kümmern. Man hat es doch im TV gesehen: Man sieht eben den blanken Hintern, Love Parade gröhnelnd und Bilder mit vorher trinkenden hab ich auch gesehen.
Egal, wir wollen da hin; man macht sich auf den Weg und wenn man da hingeht, wo alle hinrennen, ist es dann so, daß man sich wundern muß, wenn es eng wird ? Ehrlich gesagt nicht.
Und wenn es eng wird – muß man sich wundern, wenn irgendwann ein Panik ausbricht ? Nein.
Es gibt Leute, die durchschauen den Mechanismus und wissen, daß eine Menschenmasse anders handelt als eine Einzelperson und begeben sich schon nicht in diese Menschenmassen.
Natürlich kann das keine Entschuldigung für die Probleme mit den Sicherheitsvorschriften sein, aber zu soetwas gehören immer beide Seiten.
Und es sind nun mal eine Menge dort gewesen, die auf einen verantwortungsvollen Hinweis eines mitdenkenden Bürgers gesagt hätten “Ey Du spießer, Du kannst mich mal hier mein Arsch – siehst”
Und die Veranstaltung diente doch genau dazu, diesen Verhaltenstrieb auszuleben. Leute, die so denken, sind aus allen Kreisen der Republik dorthin gefahren.
Deswegen: Wirklich wundern muß man sich nicht, auch wenn bei ordnungsgemäßer Handhabe der Sicherheitsbestimmungen bestimmt weniger passiert wäre.
Sicher mag es Einzelfälle auch unter den Toten geben, die vielleicht anders als die Masse gedacht und insbesondere verantwortungsbewußt gehandelt haben aber das Problem ist die Masse und die ist erstens unkontrollierbar und zweitens nicht davon geprägt, vorsichtig, rücksichtsvoll und verantwortungsbewußt zu sein sondern vielmehr dadurch, daß man feiernd die Sau rauslassen wollte. Und in diese Masse haben sie sich willentlich und wissentlich hineinbegeben und sich ihr ausgeliefert.
Was für ein Unsinn.
Was hat das mit Juristerei und Bürokratie zu tun?
Offensichtlich gab es hier ein unzureichendes Konzept der Zu- und Abführung der Personen auf das zu kleine Gelände und es gibt die spekulative Behauptung, dass dieses Konzept aus Kostengründen so erstellt wurde. Das trifft aber weder Bürokraten, noch Juristen, sondern alleine den Veranstalter der das Event auch dann machen wollte wenn das Gelände erkennbar zu klein ist und anscheinend die Kosten für die im Beitrag genannten Sonderausgänge nicht riskieren wollte.
Vielleicht trifft es auch die Teilnehmer, die keinen Eintritt für so eine Veranstaltung zahlen um so zu höherer Sicherheit beizutragen.
Meiner Meinung nach trifft es aber zu allererst diejenigen, die an der Treppe und den Lichtmasten hochgeklettert, abgestürzt und als Auslöser für die Panikreaktionen verantwortlich sind.
Aber es ist ja einfacher auf “die Bürokraten” und “die Juristen” zu schimpfen, als auf ein paar leichtsinnige Raver, die ja nur “fröhlich feiern” wollten – nicht wahr?
an Ihrem Kommentar lässt sich erkennen, wie naiv ihr Denkweise ist. Ich kann mir vorstellen, das Sie der Erste gewesen wären, der andere von hinten noch gedrängelt hätte.
Es würde mich nicht wundern, wenn Sie einer der Verantwortlichen sind.
Abgesehen vom fehlerhaftem Sicherheitskonzept und von der Panikreaktion des Menschen als “Tier”, hat es meines Erchachtens definitiv etwas mit der Art der Menschen zu tun die die “Loveparade” besuchten. Ich bin in Berlin ab 1990 bis 1998 zur LP gegangen und die Leute kamen nicht zum saufen, kiffen, etc. (zumindest die meisten nicht) sondern um die Lebensart “Techno” zu feiern. Das war ab 1998 schon nicht mehr der Fall, es ging nur ums saufen á la “Oktoberfest”. Die Veränderung dieses Klientels führt automatisch zur Steigerung der Aggresivität insgesamt. Der Großteil der Besucher der ab 1998 die LP besuchte waren keine Raver. Die LP starb inhaltlich schon damals.
Ferner kommt hinzu, dass eine Kleinstadt wie Duisburg, selbst mit dem bestem Sicherheitskonzept an Ihre äußersten Grenzen gekommen wäre. Berlin ist eine Weltmetropole. Allein der ÖPNV dieser Stadt bewegt ca. 4mal so viele Personen pro Tag wie Duisburg Einwohner hat. Der Kreisverkehr um die Siegessäule verfügt über mehr 3 als Fahrspuren . “Unter den Lnden” verfügt über 6 Fahrspuren + 2 Parkstreifen. Und dahinter liegt der Tiergarten der rund 3 Mio. Personen “schlucken” könnte. Da haben sich der Veranstalter und die Stadt Duisburg ordentlich “verhoben”. – Mein Beileid allen Hinterbliebenen, in der Hoffnung das die Verantwortlichen ermittelt und verurteilt werden.
Die Kultur und die Unterstützung Kulturschaffender kommt in diesem Land zu kurz. Es geht immer nur um Geld. So mutierte eine Veranstaltung, die sich anfangs durch Eigeninitiative und Freiheit auszeichnete zu einer großen Melkmaschine. Gruppen, die sich für Kultur einsetzen werden von den Behörden Steine in den Weg gestellt, z. B. Autonome Zentren, Jugendzentren etc. Unterstützt werden Ketten und Klüngelkumpanen. Dahinter steckt die stumpfe Ansicht nur was Geld bringt ist was wert. Eine Loveparade passt nicht in einen geschlossenen Raum.
Persönlich vermeide ich Veranstaltungen bei denen man wie Vieh behandelt wird. Räume in denen Künstlerateliers behergert sind und in denen Konzerte stattfinden, werden verkauft und Luxuswohnungen stattdessen aufgebaut. Wohin gehen die Künstler? Wer nimmt Einfluss auf die Jugend? Sie sollen nicht denken. Nein, sie sollen zahlen und kontrollierbar bleiben. Die Jugend wird ausgebeutet und zum braven blöden Konsumenten erzogen mit gelegentlichem Auslauf. Jugendzentren werden geschlossen, aber die Farce einer Loveparade wird als Aushängeschild benutzt. Menschen, die die Gesellschaft zusammen halten werden behindert. Tante Emma wird rausgemoobt zugunsten einer anonymen “Shoppingmall”.Die Jugend ist unsere Zukunft. Sie werden Konzernen überlassen. Die Ausschlachtung der Loveparade 2010 ist für mich eine Manifestation dieser Auslieferung. 1984 wir kommen. Hinter dieser Katastrophe verbirgt sich eine noch viel Größere.
Einen Rücktritt kann man von OB Sauerland nicht vor Oktober erwarten:
Der OB tritt nicht eher zurück, bis er im Oktober seine 6 Jahre voll hat und seine Pension kassieren kann.
Ich fordere die Aberkennung seiner Pension zu 100%.
Diejenigen die wirklich party feiern wollen, wollten ganz bestimmt nicht auf die ausgehölte oberflächliche wie kommerzialisierte Love parade, sondern dahin, wo sie ihre Ruhe von den x-tremen haben, die sich überall reinzwängen, wenn sie können, um für schlechte Stimmung zu sorgen, weshalb die ungestörten parties in freier Natur immer noch die Schönsten sind.
Ja, sicher – wenn sonst keiner Schuld hat dann eben “die Beamten” oder “die Behörden” oder “die Teilnehmer der Loveparade selbst” usw. Aber solche verallgemeinerten Schuldzuweisungen führen nie zu irgendeiner sinnvollen Aufklärung.
Ich hoffe nur, dass es nicht am Ende wieder so aussieht, dass sich alle, die es angeht wegducken und davon stehlen können. Ich erinnere mich mit Schaudern an den Prozess um den Einsturz der Eissporthalle in Bad Reichenhall vor ein paar Jahren.
Zu den Ursachen möchte ich sagen, daß die Theorie mit einer schnell gedrehten mit Sand
gefüllten Flasche nur für den Fall einer
Strömungsrichtung stimmt.
Bei der Tragödie wirkten jedoch zwei Strömungsrichtungen im Bereich des Tunnels.
Jeder Diplomingenieur (Bachelor/Master) mit technischer Ausrichtung lernt im Fach Strö-
mungslehre, daß bei zwei entgegengesetzt wir-
kenden Strömungsrichtungen bei Flüssigkeiten
Wirbel und bei Festkörpern leicht rotierende
Zusammenballungen entstehen.
Die Entlastung war deshalb die Fluchttreppe, die für diese Zwecke völlig ungeeignet war, belegt durch die weitaus größere Anzahl an Verletzten.
Die Anzahl der Verletzten an der gegenüber-
liegenden Seite resultiert aus den entstehen-
den nach außen gerichteten Fliehkräften.
Diese grundlegende Erkenntnis hätten sich hier mal die Verantwortlichen stellen sollen,
bevor eine Freigabe dieses einen Zu- und Ab-
ganges erfolgte.
Aussagen hierzu von sogenannten Experten, ob mit oder ohne Professorentitel sind meiner
Meinung nach nicht korrekt.
https://ssl.zdf.de/zdfblog/mt-comments.cgi/captcha/67/cTgoWIFyIbfineHFqWtUsUiIjqh08qhiOp87Yk5x
Die Tragödie wirft auch bei mir viele Fragen auf, insbesondere nach den Besucherzahlen!!!
1. Muss der Veranstalter die zu erwartenden Besucherzahlen bekannt geben und seine Veranstaltung danach planen. Ja wie viel waren denn das nun? Die Antworten bekommt man doch von der Stadt und auch vom Versicherungsunternehmen, was diese Veranstaltung versichert hat. Oder wollte da Jemand die Versicherungsprämie schön rechnen lassen, wenn man weniger Besucher annimmt? Ja weshalb durften denn nicht Panik-Experten an für ihre Forschung relevanten Standorten filmen? Was hatte denn da nur der Veranstalter dagegen? Nicht, das man da auch wieder auf interessante Besucher-Zahlen gestoßen wär. Kann das sein, das eine Veranstaltung immer interessanter für die Zukunft wird, je höher eben diese Zuschauerzahlen ausfallen? Gibt es da also ein geschäftliches Interesse für diese “Hohen Besucherzahlen”? Kann es sein, das der Veranstalter gegenüber der Stadt Duisburg auch mit viel weniger Besucherzahlen arbeitete, aus Erfahrungen der vorigen LP-Veranstaltungen? Weshalb wird denn hier nicht mit Tatsachen gearbeitet. Diese wenigen Zahlen und dahinter stehenden Informationen belegen doch dann, wer hier welche Verantwortung zu tragen hat. Und wenn ein Veranstalter die Genehmigung nur erhält, wenn er nur 250.000 Besucher auf das Gelände lassen darf, dann muss er auch dafür sorgen, dass dann nicht mehr Besucher rein können. Sind wir also wieder beim Veranstalter. Ja wie ist es denn nun da mit der Fahrlässigkeit Herr Schaller (Veranstalter)? Meldeten sie nicht schon um die Nachmittagszeit, demnach über 1.400.000 Besucher auf diesem Gelände seien? Ich glaube auch hier haben wir wieder ein großes Problem mit den Zahlen Demnach müssten dann ja die Besucher über einander gestanden haben und das dann auch noch sehr beengt. Wo sollten sie denn auch hin? Also auch hier wieder die Verantwortung beim Veranstalter. Ich bin auf die Auswertung sehr gespannt und wünsche mir für die Zukunft einen objektiveren Umgang mit Zahlen und Fakten und insbesondere durch unsere Medien.
Bei aller Trauer um die Toten und Verletzen, eine Sache kommt mir bei all dem Geschrei nach Verantwortlichen einfach zu kurz: Die Tatsache, dass sich Menschen immer blinder in Situationen begeben wo sie – wenn es brenzlig wird nach dem Staat als Aufpasser schreien! Ich möchte nicht, dass früher oder später Innenminister und deren Verwaltungen entscheiden was, wo und wie in “D” gelebt und gefeiert wird. Es ist doch nur typisch für die Sozi-Landesmutter, wenn sie vor lauter Betroffenheit gleich nach Gesetzesänderungen ruft. Wer will das denn wirklich!
Die Personen, die diese Veranstaltung geplant haben, haben Eines übersehen. Das der Tunnel in Duisburg keine zusätzliche Belüftung hat. Das bedeutet, dass die Menschen darin eine zu geringere Sauerstoffversorgung hatten. Daraus folgt das es dadurch bedingte Ohnmachtanfälle geben kann. Bevor jemand aber Ohnmächtig wird, steht eine Desorientierung. Die Psychologischen Abläufe sind dann nur die Folge.
Gehirn einschalten, bevor man so eine gequirlte Scheiße von sich öffentlich preisgibt.
ich find es unter aller sau das jetzt die größte schuld bei den raverns gesucht wird weil die getrunken haben und kegifft haben
klar das ist moralisch nicht gut das war shice (entschuldigt jetzt mal bitte den ton aber es sind 20 (!) menschen gestorben) aber man kann die lp von 1989 nich tmehr mit der von 2010 vergleichen
zeiten ändern sich und wir uns mit ihnen !
und egal ob man trinkt oder nicht ob man nüchtern da angekommen ist oder nicht
die leute wollten feiern sich feiern das fest feiern spass haben aber das wichtigste :
Diese Menscehn haben letztendlich ihr Leben in die Hände des Veranstalters gelegt das da für sicherheit gesorgt wird und das man problemlos ein,zwei bierchen trinken kann
klar es gibt immer leute die zu viel trinken ..kiffen sich nicht an die spielregeln halten
aber wenn man zu so einer massenveranstaltung geht erwartet doch keiner das man eingepfercht wird wie tiere das es nur ein ausgang bzw eingang gibt und zwar durch einen tunnel (wo es kein (!) entkommen gibt wenn es einem zu viel wird) und egal ob man nun was getrunken hat oder nicht ob man nur adrenalin und musik im blut intus hatte oder nicht
es bricht einfach panik aus
und klar..genau in dem moment kommt dann das eine zum anderen
aber zu allerste ist die schuld bei der orga zu suchen
undman kann jetzt doch nicht sagen
ja die raver wenn die nich so viel gekifft hätten
oder die poliezi hätten die mal die eine million menschen mal aufgehalten
darf ich lachen?
blogger und auch ich haben durch einen gezielten blick bzw durch gezielete 1o minütige googelei bzw der benutzung von google earth gesehen das das was ungutes passieren wird
die veranstalter aber nicht oder wie?
ich finde in diesem moment wird nicht nur fassungslosigkeit neu definiert es sind 20 menschen gestirben..aus ihrem leben gerissen..wegen fahrläsigkeit ..egoismus und ein stück weit dummheit..sondern auch deswegen die frage nach dem warum.
außerdem schaut euch doch mal bitte die einwohnerzahl von duisburg an und dann die besucherzahl von der lp von 2008
was soll es denn bringen auf die Leute zu schimpfen, die zu so einer Veranstaltung gehen?
als ob Leute, die feiern wollen, die einen schönen Tag auf einer Veranstaltung verbringen wollen, in irgendeiner Form die Schuld für so ein Desaster tragen können?
Wer jemals in einer großen Menschenmasse gesteckt hat und einfach nur noch von der Kraft, die dort auf einen wirkt, betroffen war, wird an dieser Stelle nichts Negatives über die Menschen sagen, die pansich reagiert haben und denen dieses traumatische Erlebnis wiederfahren ist.
Und ganz klar – viele der Leute dort, sind wie man es mal sagen könnte, einfach nur druff – die wollen da rein und das Hirn schaltet aus. Jung und wild drauf – das sind oder waren wir doch alle mal… oder? Wenn man hunderte von Kilometern hinter sich gebracht hat, dann schrecken einen die letzten Meter nicht mehr!!!
Un erst mal drin im dem Sog, dann ergibt sich das alles von alleine – da hat man keine Chance mehr nach dem Motto: was eng hier, besser nicht.
Klar, mit etwas Verstand wäre man umgekehrt – aber nich mit 20 und in Partylaune!!!
Und klar ist es schwer, die von hinten zurückzuhalten – das reicht schon bei hunderttausend wie noch 1994 in Berlin aufn Kudamm – da war für mich Schluss mit LP – denn viel zuviele Leute – hatte damals schon Panik, als ich durchgeschleust wurde.
Völlig unverständlich das ganze Konzept, wo man doch wußte, dass dort weitaus mehr als 250.000 kommen werden.
Für mich schon fast ein Wunder, dass nicht viel mehr Menschen umgekommen sind!!!!
Zwanzig tote Menschen sind zwanzig tote Menschen zu viel!!!
Mich berühren drei Momente nach dem gut recherchierten Beitrag in FRONTAL21
a. wo waren die “Sicherheitsexperten” vorher, die es jetzt genau wissen – wer wollte sie nicht hören?
b. welche menschenverachtende Ignoranz haben Politiker, die nur im Glanz der Medien im Erfolgsfall auftreten möchten….und bei Misserfolgen sich “abducken”?
c. Ich habe noch die ersten Kommentare des Herrn Prof. Schreckenberg (Panikforscher) am Samstagabend im Ohr, als er davon sprach, dass auch im Vorfeld Szenarien einer Bombenexplosion (fast wörtlich!) beraten wurden…
Das ist ein Szenario, welches nicht ganz unvorstellbar ist, die die Kompetenz dieses “Gutachters” bewertbar macht!
Im Falle einer Explosion (oder eines geworfenen Brandsatzes) wären einig hundert Menschen in diesen Tunneln getötet worden.
Dieser Herr beweist damit Inkompetenz!!
Schon damit wäre ein Entscheidung für die gewählte Zuwegung ausgeschlossen gewesen!
Hoffentlich hat er keinen öffentlich finanzierten Lehrstuhl und Pensionszusage als Beamter!
Ich bin weiter berührt und denke an die Angehörigen der jungen Opfer…
Furchtbar!
Zittat:
“Im Hinblick auf den Rock sagte ein Journalist: „Um eine Nation zu vernichten, bedarf es keiner Atombombe; es genügt, die moralischen Strukturen der Jugend durch diabolische Musik, Drogen, Ziga¬retten, Alkohol und Sex zu zerstören. Wenn wir so weitermachen, werden wir in Kürze eine Generation von Geisteskranken haben . . .”
Der Rock dient den niederen Instinkten
Die Gruppe “Black Dark Arkansas” nahm einen der größeren Erfolge auf, der für mehr als zehn Jahre auf dem Popmarkt führend war: ”Satan is God” – mit entsetzlichem Gelächter. Es gibt manche, die sie ver¬teidigen und ihren Text ignorieren wollen. Die grö¬ßere Gefahr aber liegt im Rhythmus, in der Form ei¬ner versteckten Botschaft. Ein Beispiel: Ein amerika¬nischer Supermarkt ließ während mehrer Tage seine Kunden in versteckter Form die Botschaft hören: „Ich bin ehrlich, ich bin gut, ich stehle nicht…” Die Dieb¬stähle gingen um 70% zurück. Die kodifizierte Bot¬schaft war wegen ihrer Geschwindigkeit nicht zu er¬kennen, doch sie sprach zum Unterbewußtsein. Diese Technik ist auch bekannt unter der Bezeichnung “posthypnotische Suggestion”.
1977 setzten sich in den USA von 1000 ledigen und schwangeren Frauen 984 der Rockmusik aus, die in Verbindung zur Hypnose steht; ihre Botschaft gräbt sich tief ins Unterbewußtsein ein und richtet dabei den Fötus schrecklich zu.
Der Rock befürwortet die freie Liebe, die Homo¬sexualität, die Droge und den Satanskult.
Monotone, anhaltende und rhythmische Töne erzeu¬gen verschiedene Grade der Trance, wie man sie beim Spiritismus und anderen religiösen Riten sieht.
Das Hormon Epinephrin (Adrenalin) wird während einer Streßsituation ins Blut abgegeben oder wenn man Musik mit anormaler Lautstärke hört.
Aussagen von Rocksängern
Jimmy Hendrix:
„Durch die Musik können wir in das Unterbewußt¬sein hineinlegen, was wir wollen..”
Jim Morrison:
„ Wir sind Politiker und Erotiker. Was uns interessiert, ist der Umsturz und das Chaos…”
Frank Zappa:
„Die gegenwärtigen sexuellen Verhaltensweisen der Gesellschaft können auf die Entwicklung der Rockmu¬sik zurückgeführt werden…”
Aussagen von Musikwissenschaftlern
Gary Allen:
„Die Rockmusik entwickelte sich zu einem der größten Faktoren, der unsere Kinder und die Zukunft der jetzi¬gen Nation beeinflußt. Die Rocksänger sind in ständi¬ger Verbindung mit unserer Jugend, die sie zu Aktivi¬täten veranlassen, welche die Länder in Aufruhr ver¬setzen würden, stünden sie nicht ebenfalls unter dem Einfluß ihrer Botschaften. Bei vielen Jugendlichen ist die Musik anstelle des traditionellen religiösen Glau¬bens die Quelle ihrer absoluten Überzeugungen, Sie können die Texte und die Entstehungsgeschichte der Lieder so wiedergeben, wie man früher die Bibel zi¬tierte.
Die Meinungsunterschiede über die Erfolgsstellung verschiedener Gruppen werden mit evangelischem Ei¬fer vorgebracht und die Entdeckung einer Gruppe kann eine Inbrunst wie bei einem “religiösen Streitge¬spräch” auslösen.
Der intime Freund der Pop-Kultur – die Droge – hat eine große Ähnlichkeit mit der mystischen Erfahrung, und die Konsumenten der verschiedensten Drogen set¬zen diese mit Wundermitteln gleich/’
Ricardo Goldstein:
„ Die Rockmusik hat umwälzenden Charakter, nicht nur, weil sie die Droge, den Sex und leichte Abenteuer legitimiert, sondern auch, weil sie ihre Zuhörer¬schaft dazu animiert, ihre eigenen Vorstellungen über die Tabus der Gesellschaft in die Tat umzusetzen. Wie es John Philips in einem seiner bekannten Lieder for¬dert: ‘Du mußt gehen, wohin du willst, machen, was du willst und mit wem du es willst. . /
Die Musik ist eine sinnliche Kunst mit der Fähigkeit außergewöhnliche Reize zu vermitteln. Die gewaltsa-men und eindringlichen Rockrhythmen, die wie be¬sessenen Wiederholungen von tiefen Tönen, die einfa¬chen Themen und Harmonien, die schreienden Stim¬men mit ihrem leidenschaftlichen Seufzen – alles will Aspekte des Sexuallebens suggerieren.
Alles in allem zeigen sich die Schöpfer dieser Musik als wahre Agenten solcher Reize und machen sich durch den Mechanismus des Assoziierens zum Ge¬genstand einer sexuellen Verehrung.”
Francisco Garlock:
‘Durch die Art seiner Begleitung weiß man, wie ein Mensch ist’ – sagt eine alte Weisheit. Es wäre unmög¬lich, eine vollständige Liste vorzulegen, doch hier sind einige der Vertreter des Rock: Drogenabhängige, Sa¬tansverehrer, Homosexuelle und andere sexuell Ab¬wegige, Aufständische aus Prinzip, Kriminelle, Blas phemiker, Morallose, Promiskanden, Anarchisten ge¬genüber dem Zivilen und Militärischen etc. . . .Die Li¬ste könnte praktisch unbegrenzt fortgesetzt werden.”
Bob Larson:
“Es gibt eine klar bestimmte ethische und moralische Bedeutung der Musik. Das gesprochene Wort muß den Verstand passieren, um gedeutet, übersetzt und seinem moralischen Sinn gemäß eingeordnet zu wer¬den. Dies ist nicht bei der Musik, insbesondere der Rockmusik der Fall. Diese dermaßen aufdringliche Fu¬rie kann diese Schutzvorrichtung umgehen.
Der Thalamus (Sehhügel) im Gehirn, der oberhalb des Cerebellum (Kleinhirn) liegt, kann die Musik als eine emotioneile Reaktion auffassen, ohne dabei auf logische Gedankengänge zurückzugreifen, und einen so zu einem Werturteil über das fuhren, was man ge¬rade hört.
Viele Jugendliche sagen mir: ‘Ich höre die ganze Zeit Rock und es berührt mich nicht unangenehm.’ Meine Antwort ist einfach, daß sie nicht in der Lage sind zu beurteilen, ob sie davon beeinflußt sind oder nicht.”
Der Heranwachsende kann diesen Prozeß völlig umkeh¬ren. Es muß vor allem über die Bedeutung einer angemes¬senen Ausgewogenheit im musikalischen Geschmack nachgedacht werden.”
Soweit die Worte von David Crosby. Und ich sage Ih¬nen: Es genügt nicht, keine Rockmusik mehr zu hö¬ren; es ist notwendig, alle diese Platten zusammenzu¬suchen und sie zu verbrennen. Leider behalten sie die Leute weiterhin bei sich und bringen alle nur erdenk¬lichen Entschuldigungen vor. Doch was immer es sei, ich weiß, daß es Lüge ist. Ich habe Leute gesehen, die ohne Musik in einen schrecklichen Zustand fielen, weil sie deren Gefangene sind. In der satanischen Welt weiß man, daß die Mehrzahl der Lieder Hexerei ist, von Dämonen ispiriert.(!!!)
“Hotel California” war ei¬nes der mächtigsten Lieder, die geschrieben wurden . . . Alle Platten von Karen King sind in der Sprache der Hexer verfaßt . . . Ein Musikschreiber sagt: „Ich. habe nie ein Lied geschrieben, das nicht in der Spra¬che meiner satanischen Religion steht.’
AUCH WENN SIE ES NICHT GLAUBENDer starke Einfluß des Rock resultiert aus der Kombi¬nation tiefer Töne mit gleichbleibendem Rhythmus, die biopsychologische Effekte auslöst: Beschleuni¬gung des Pulsschlags, vermehrter Adrenalinausstoß, gefolgt von sexuellem Verlangen bis hin zum Orgas¬mus. Der Rock ist eine Botschaft, die sexuelles Ver-gnügen und Überaktivität des Gehirns verspricht, und wenn die Botschaft mit hoher Geschwindigkeit übermittelt wird, gelangt man zu einem Verständnis.Pater Regimbald, auf Kriminalpsychiatrie spezialisier¬ter Psychologe, zeigte sich bei mehreren Gelegenhei¬ten beunruhigt über die moralischen Folgen, welche die Botschaften mit sich bringen.
Professor Reznikokk vertritt die Ansicht, daß wieder¬holtes Hören von Rockmusik nicht ohne Schäden bleibt, und daß es sich hauptsächlich um physische und sofort nachweisbare Wirkungen handelt, die Ge¬genstand zahlreicher Studien sind.
AUCH WENN SIE ES NICHT GLAUBEN
Es ging nicht um ein Höchstmaß an Sicherheit, sondern um Prestigedenken und Politische Machtgier, um Ansehen einer Stadt, um Geld und nicht um MENSCHENLEBEN zu schützen. WO SIND DIE VERANTWORTLICHEN???
Sprachlos- Politikverdruss
Ein sehr trauriger Anlass, die Love- Parade, ruft bei mir Gedanken hervor, die ich einfach mal los werden muss.
Ohne Schuldzuweisungen versuche ich diese Katastrophe und das derzeitige Verhalten vieler “unserer” Politiker nachzuvollziehen.
Zunächst möchte ich auf das Unglück am letzten Samstag eingehen.
Hier hat man wieder einmal gesehen, wie wichtig und wertvoll die Unterstützung ehrenamtlicher Helfer und Zivildienstleistender ist um in solchen Situation so gut wie möglich Herr der Lage zu werden.
Aus der Politik kommt aber leider immer wieder das Thema “Abschaffung der Wehrpflicht und damit zwangsläufig auch die Abschaffung des Zivildienstes” auf den Tisch.
Am Samstag hat man gesehen, ohne den geht es jedoch nicht!
Die Ehrenamtlichen der verschiedenen Hilfsorganisationen werden immer wieder vor den Kopf gestoßen. Sie sind dadurch frustriert und verlassen nach und nach das sinkende Schiff. Hört man sich einmal bei diesen Organisationen um, gibt es immer wieder Schwierigkeiten Personal und insbesondere Nachwuchs zu gewinnen.
Unsere Volksvertreter nehmen nun mit Bestürzung zu diesem traurigen Ereignis Stellung. Äußern ihr Bedauern und sind teilweise empört über den Dilettantismus der Organisatoren. Im Nachhinein kann man das ja nun tun. Aber was ist im Vorfeld geschehen?
Vor einer Woche klappte es mit dem Still- Leben im Ruhrgebiet doch super! Der Ruhrpott stand im “Blitzlichtgewitter” der ganzen Welt. Politiker genossen nun die Öffentlichkeit.
Eine Woche später. Innerhalb von Stunden zerbricht dieses Bild unserer Region in Stücke. Entsetzen allerorts. Auf der Pressekonferenz am Sonntag sitzen die Verantwortlichen (Politiker und Organisatoren) wie begossene Pudel auf einem Podium, eiern rum (wie ein Journalist meinte) und keiner erklärt sich für Schuldig.
Nun ja, die Staatsanwaltschaft wird es schon ans Tageslicht bringen.
Den Angehörigen der Verstorbenen und den vielen Verletzten wird aber letztendlich auch nicht geholfen.
Auch die Helfer, ob Professionelle (Polizei, Feuerwehr usw.) oder Ehrenamtliche (Rotes Kreuz, ASB, Malteser und unzählige weitere Organisationen)waren unermüdlich im Einsatz. Sie werden diese Unglück nie mehr aus ihrem Leben streichen können und der ein oder andere Helfer wird auch psychologische Hilfe bedürfen um das alles aufarbeiten zu können.
Hier werden unsere Volksvertreter in der Pflicht sein um alle diesen Menschen zu helfen und beizustehen. Hier hoffe ich nicht wieder auf leere Versprechungen und fordere Taten!
Wir werden es sehen. Man ist in der Vergangenheit immer wieder nur enttäuscht worden und hofft nun endlich mal darauf, dass Wort gehalten wird.
Nicht umsonst ist die Politikverdrossenheit, insbesondere bei jungen Menschen, sehr ausgeprägt.
Zum Schluss erlaube ich mir noch eine Bemerkung zu unserem Bundespräsidenten.
Herr Wulff möchte den Bundestrainer Löw das Bundesverdienstkreuz verleihen. Warum? Er ist Trainer einer Mannschaft von 23 hochbezahlten Fußballprofis. Er hat diese Truppe lediglich aufgefordert ihre Leistung abzurufen. Das kann ich aber von Fußballmillionären doch auch verlangen,oder? Ich finde es lächerlich hierfür geehrt zu werden.
Herr Wulff bitte merken sie sich eins: “Alle Helfer, die solche Einsätze wie am letzten Wochenende ausgeübt haben sind “unsere wahren Helden!” Ihnen allen gilt der Dank unserer gesamten Bevölkerung!
Noch nicht klar was wirklich passierte,
aber die Bild (und fast alle Anderen) kennen
schon die Verantwortlichen für dieses Desaster.
Hallo,
für mich sitzen die Verantwortlichen im Ordnungsamt der Stadt Duisburg,denn diese Leute haben das Konzept genehmigt.
OB Sauerland muß für diesen Fehler die politische Verantwortung übernehmen, ob er nun will oder nicht, er muß.
Gruß
Heinz-Dieter Papenberg
Es gab keine Trennung von Ein-und Ausgang – es gab im Tunnel keinen Rettungsweg. Es wurden zu viele Menschen in den Tunnelbereich eingelassen (Vereinzelungsanlagen im Westen wurden geöffnet!), aber nicht auf das Gelände gelassen (Vereinzelungssperre an der Rampe wurde geschlossen). Irgendwann ist jede Flasche voll und läuft über! Die Ordner haben keine vernünftige Schulung erhalten und waren hoffnungslos überfordert. Das Kommunikationssystem der Polizei funktionierte nicht/ unzureichend… Ja was denn noch alles? DAS grenzt ja wirklich schon an Vorsatz!
Worüber wird eigentlich diskutiert? Diese Veranstaltung hat in der Verantwortung einer Stadt und eines professionellen Unternehmens stattgefunden. Als Besucher eines öffentlichen Events wie der Love Parade muss man sich zumindest auf ein Minimum an Sicherheitsstandards und das Zusammenspiel aller Beteiligten verlassen können. Der gewählte Veranstaltungsort hat offensichtliche eine genau bekannte Größe und damit verbunden eine Obergrenze an möglichen Teilnehmern. Gleiches gilt für den Zugang. Aus der Vergangenheit wusste man, ein geregelter Ablauf wie z.B. bei einem Fußballspiel ist hier nicht zu erwarten. Eine Verantwortung liegt doch in jedem Fall bei denjenigen, welche die Zustimmung zur Durchführung erteilt haben. Entweder man hat fahrlässig eine Zustimmung erteilt, weil man sich im Vorfeld mit der Sache nicht beschäftigen wollte. Oder man hat vorsätzlich eine Zustimmung erteilt, obwohl man genau wusste, die Veranstaltung ist so nicht durchführbar. Wie man es auch dreht, es schien nachträglich betrachtet offensichtlich, dass der Ablauf zur Katastrophe wird. Verantwortung muss auch der übernehmen, welcher bei einer gelungen Veranstaltung der Nutznießer gewesen wäre. Bei einer gelungen Veranstaltung wollen alle im Rampenlicht stehen. Sicher, hinterher ist jeder schlauer. Aber vorher waren es doch offensichtlich auch einige. Leider wollte man auf diese nicht hören. Aber es ist enttäuchend, dass sich im öffentlichen Leben der Stadt Duisburg und beim Veranstalter niemand der Frage nach Verantwortung und Anteilnahme stellen will. Es bleibt nur zu hoffen, dass zumindest hinter verschlossenen Türen alle Beteiligten aus der Planung und Entscheidung dazu beitragen, diese Tragödie lückenlos aufzuklären. Zur politischen Verantwortung gehört auf jeden Fall, auch die negativen Ereignisse aufzugreifen und die Konsequenzen zu ziehen. In wessen Verantwortungsbereich eine solche Katastrophe passiert, trägt die politische Verantwortung. Da bedarf es keiner juristischen Klärung. Das hat auch etwas mit Respekt vor einem politischen Amt zu tun.
Ein Unglück, das aus heiterem Himmel geschieht, dafür kann niemand haften. Ein Unglück, das geschieht, obwohl vorher eindringlich von mehrereren Seiten gewarnt wurde, muss von den Verantwortlichen getragen und mit aller Härte des Gesetzes bestraft werden. Das ist man den Toten schuldig.
Die Verstorbenen waren zwischen 15 und 25 Jahre alt, also in einem Alter, in dem man gerne feiert. Die Feier (LP) war öffentlich und es wurde öffentlich für die Teilnahme geworben!
Es ist doch wohl dann statthaft, dass man sich dann sicher fühlt! Keiner der Teilnehmer muss sich dann nochmal mit dem Sicherheitskonzept auseinander setzen, das haben die gewählten und hochdotieren Volksvertreter bereits getan. Man darf also vertrauen!!
Wenn dann so eine fröhliche und nette Veranstaltung zur Todesfalle für die wird, die vertraut haben, müssen die Verantwortlichen strafrechtlich und zivilrechtlich zu dieser Verantwortung auch gezogen werden! Insbesondere gilt das, wenn man eigene Interessen über Sicherheitsaspekte stellt (Sonnenkönig Sauerland)!!!!
Offenbar wurden hier Warnungen der Polizei (Hr. Cebin) nicht nur in den Wind geschlagen, sondern der OB versuchte ihn suspendieren zu lassen!
Fragt doch mal jemand Hr. Cebin, wo seine Fachleute die Sicherheit gefährdet sahen!!
Ich sage voraus, dass es genau dieser Ort war, der als besonders gefährlich eingestuft wurde! – Aber:
Vermutlich ist am Ende der kleine Polizist schuldig, der nach bestem Wissen und Gewissen gehandelt hat, dem jedoch keine Lobby zur Verfügung steht!
Fazit:
Ich schließe mich der Meinung an, dass Personen, die solche Entscheidungen selbstherrlich beschließen, sämtliche staatlichen (vom Bürger finanzierten) Versorgungsansprüche verwirkt haben!!!
Sonnenkönig dank ab und nimm Deine Jasager mit, tschüss!
Tiefe Anteilnahme denen, die einen ihrer Liebsten verlosen haben.
Entsetzen und Fassungslosigkeit über die Ignoranz und Indolenz der Verantwortlichen.
Es ist billig jetzt nur mit dem Finger auf die Teilnehmer zu zeigen, nach dem Motto: Hättest ja wissen können worauf Du dich einlässt.
Obgleich ich persönlich kein Freund von Massenaufläufen bin. Aber das mag jeder halten, wie er will. Das ist auch keine Frage des Alters?
Die Stadt Frankfurt (in der ich lebe) hat vor Jahren die LP abgelehnt, aus Sicherheitsgründen. Wie weise.
Ratlosigkeit und Trauer.
Stefan Schlesnger, Frankfurt
Hört doch endlich mal auf mit dem “die-sind-doch-selber-Schuld-Quatsch” auf!!!
Das ist den Angehörigen und Betroffenen gegenüber unmenschlich und eine Frechheit sondergleichen.
Abgesehen davon finde ich es erstmal nicht verwerflich zu feiern. Im Gegenteil: ch freue mich darüber wenn die Menschen glücklich sind. Wenn das in einer großen Menge ist, auch gut, von mir aus. Auch wenn ich nicht an solchen Veranstaltungen teilnehme.
Man muss davon ausgehen, dass die Sicherheitsvorschriften eingehalten werden. Andere Städte, hauptsächlich Berlin, haben es auch drauf Großevents durchzuführen, ich würde behaupten diesbezüglich ist Berlin weltweit führend. Warum war die Orga und Durchführung in Duisburg nicht ausreichend? Das ist die Frage und sollte es auch bleiben.
Offener Brief anläßlich der Todesopfer von Duisburg
Sehr geehrte Frau Ministerpräsidentin,
zornige Trauer ist eingekehrt bei den Menschen, nicht nur in Duisburg. In das Entsetzen über das so Unfaßbare, in die Anteilnahme am Leid der Hinterbliebenen mischen sich zunehmend aber auch Unverständnis und Wut über jene Kulturkraten, die unabhängig jeglicher strafrechtlicher Bewertung einfach nicht bereit sind,zu ihre moralische beziehungsweise politische Verantwortung zu übernehmen. Stattdessen müssen die Angehörigen der 20 Todesopfer in ihrem bitteren Schmerz auch noch eine Schmierenkomödie bei der so drängenden Frage nach der Verantwortung hinnehmen, die schlimmer wohl nicht mehr sein kann.
Da ist ein Oberbürgermeister, der sich selbst bemitleidet, anstatt ein Zeichen zu setzen und zurückzutreten. Ein Polizeichef, der am vergangenen Sonntag auf einer Pressekonfernez ebenfalls nicht zu seiner Verantwortung stehen wollte. Er nannte zu bezweifelnde Zahlen, nannte andere Todesursachen der Opfer. Auch der Veranstalter schiebt seine Verantwortung anderen zu. Der Geschäftsführer der “Ruhr 2010″ bekennt sich zwar zu seiner “moralischen Mitverantwortung” , ist aber nicht bereit aus dieser persönlichen Erkenntnis heraus entsprechende Konsequenzen zu ziehen.
Schlimmer noch. Dieser Geschäftsführer will die “Kulturhauptstadt erfolgreich zu Ende bringen. Wie, Frau Ministerpräsidentin, soll das noch gelingen, angesichts der 20 Toten und der mangelnden Bereitschaft aller Beteiligten für ihre Verantwortung auch einzustehen ?
“Hier müssen alle Anstrengungen unternommen werden, um dieses Fest der Szenekultur mit seiner internationalen Strahlkraft auf die Beine zu stellen. (…) Eine Absage der Loveparade wäre ein Debakel für das Revier.” Mit diesen Worten versuchte Fritz Pleitgen, der Geschäftsführer der “Ruhr 2010″ die drohende Absage der Loveparade zu verhindern. Sein Kulturdirketor Gorny setzte die Handelnden in Duisburg mit dieser Aussage unter Druck. “Es gibt keine bessere Gelegenheit, sich international zu blamieren, als wenn man diese Chance verpasste. (…)Eine richtige Metropole kann das stemmen.”
Es wurden Briefe an den damaligen Innenminister geschrieben, in denen sogar die Ablösung des Polizeipräsidenten gefordert wurden, weil dieser massive Bedenken hatte. Ihr Vorgänger wollte die Loveparade ebenso, wie Sie selber. Wohl auch wegen der “starken Bilder”, von denen Fritz Pleitgen immer so gern sprach, “die die Metropole Ruhr weltweit bekannt machen” sollten.
So wurde unendlicher Druck im Namen und im Rahmen der “Kulturhauptstadt” auf die Stadt Duisburg ausgeübt. Es gab sogar noch zusätzliche Finanzmittel aus dem Topf der Landesregierung. Alles für diese “starken Bilder” , von der man sich eine weltweite Imagepflege erhoffte.
Die Bilder, die nun die Welt aus Duisburg zu sehen bekommt, können verheerender nicht sein. Doch statt die “Kulturhauptstadt” für beendet zu erklären, ohne die es die Loveparade in Duisburg nicht gegeben hätte, heißt es für Pleitgen nur: “The Show must go on.”
Wie verhöhnt werden sich die Hinterbliebenen erst fühlen müssen, wenn demnächst ausgerechnet in Duisburg die Kulturdirektorin Asli Sevindim internationale Wiegenlieder singen lassen will. Wo bleibt da die Ehrfurcht vor den Toten, das Mitgefühl für die Angehörigen. ?
Ich bitte Sie deshalb dringend, darauf hinzuwirken, dass die “Kulturhauptstadt” schnellstmöglichst beendet wird, geplante Veranstaltungen ausgesetzt werden. Das noch verbleibende Budget
ich bin sehr traurig
LEUTE ES IST EGAL WER SCHULD HAT
DIE STADT DUISBURG?
DIE POLIZEILEITUNG?
DER VERANSTALTER?
DIE VERUNGLÜCKTEN SELBER?
FAKT IST 20 FAMILIEN DIE TRAUERN,
von den 20 menschen die freunde, arbeitskollegen…… alle trauern
ich war dort – ich werde diese bilder NIE vergessen können – ich möchte mich auch auf diesen weg bei den leuten von DRK, Maltässer,THW,FFW und bei vielen Polizisten
(Ausser der Polizeileitung-die def. versagt hat)bedanken – ihr habt soviel gesehen, ihr habt soviel geholfen……. DANKE ♥
IHR SEIT DIE HELDEN DER LOVE PARADE 2010
der Eintrag von hardcore-raver ist sehr anrührend.
Danke dafür
Ein Rücktritt des OB Sauerland wäre nur ein Bauernopfer. Angeblich haben sich auch weitere Stadtabgeordnete dafür ‘eingesetzt’, dass Sicherheitsbedenken ignoriert werden sollten
Dass Sie kein Raver sind ist keine Schande.
Aber finden Sie es sinnvoll, all diesen zumeist jungen Menschen, die Freude an dieser Musik und diesem Fest haben,eben weil sie da so richtig von der “Leine” gelassen, ausgiebig feiern koennen, eine Mitschuld an diesem Drama zu geben?
Im Vorfeld grosser Veranstaltungen sollen /sollten Risikoprofile der Besucher erstellt und auch die Gegend untersucht werden, wo das Fest stattfinden soll, ebenso wieviele Besucher kommen und ob der Platz geeignet ist und ob diese Menschen, bei Komplikationen leicht fluechten koennen. Extra Wege fuer Krankenwagen etc. muessen vorhanden sein, haben aber gefehlt. Dieses las ich in einer niederlaendischen Zeitung vom 26.7.’de stentor’und gesagt hat dies Henk Reinerman, Fachkundiger auf dem Gebiet von crowd control, das beherrschbar machen von Menschenmassen. Aehnliches steht heute in der “Zeit”.
All das aber ist in Duisburg nicht passiert. Man hat gehofft, dass es gut geht, trotz vieler, vieler Warnhinweise.
Als Besucher einer jeden grossen Veranstaltung muss ich davon ausgehen koennen, dass alles fuer die Sicherheit der Menschen getan wird, genau so wie bei einem Fussballturnier, und nicht geschlampt, wie in Duisburg geschehen.
Insofern bitte nicht den Moralapostel spielen gegen alle Teilnehmer und Betroffenen.
Vor meinem Anliegen möchte ich mein Beileid an alle Angehörigen der Opfer ausdrücken.
Die Antwort nach dem “Wieso” ist eigentlich einfach, plausibel.
Die Frage nach dem “Wieso” ist berechtigt, jedoch auch tragisch und deswegen etwas makaber.
Es ist eine einfache physaklische mathematische Tragödie.
Auf der ersten offiziellen einstündigen Pressekonferenz, wurden die entscheidenen Fakten genannt, nur nicht verwertet. Es wurde eine Gesamtverantstaltungfläche von 230.000 – 250.000 m² genannt. Auf dieser Fläche stehen auch Bühnen und Wagenkolonnen. Bei einer Besucherzahl von mindestens 1.000.000 Menschen, hat rechnerisch jeder Mensch 0,25 m² Platz, für sich, und Bühnen und Wagen, VIP Bereiche, müssten dann noch dazu gequetscht werden, zu den 0,25 m².
Das ist mathematisch medizinisch gesehen absurd. ZU WENIG FLÄCHE!
Jedoch stellt tragischerweise niemand, auch ( besonders*)auf der Pressekonferenz die Frage, WIESO WURDE EINE GENEHMIGUNG MIT DIESEN DATEN ERTEILT, UND VON WEM. Einfache Mathematik.
Das Tragische ist, dass selbst bei forciertem Versuch eine Antwort auf die Ursache zu finden, (1.Pressekonferent, und danach auch), diese einfache Mathematik NICHT ERKANNT WIRD.
Es ist dann schwer den Schuldigen vorzuwerfen, und das sind ALLE DIE DIESE DATEN VORHER KANNTEN, ( Es sei den Mathematik immer 6), dass sie eine Genehmigung mit den zugrunde liegenden Daten nicht erteilen durften, wenn fast alle anderen auch( besonders Pressekonferenz)diese mathematischen FAKTEN auch nicht beachten.
Es ist makaber, dass selbst jetzt noch dies anhält, und die Medien lieber nur trauerbilder, sensations ” OB raus” Berichte zeigen.
ES IST TRAGISCH und makaber, dass GENAU DIESES GLEICHGÜLTIGE VERHALTEN ZU MATHEMATISCHEN FAKTEN,DIESES UNGLÜCK WARSCHEINLICH UND MÖGLICH GEMACHT HAT.
Ps:
ARD berichtet heute, dass ein Dokument vorliege, welches die Genehmigung der Veranstaltung “Loveparade 2010, Duisburg” für 250.000 Menschen ausweist.
Selbst diese Genehmigung ist ist eigentlich nicht tragbar, da rechnerisch jeder Mensch nur 1m² zu Verfügung hat, ohne Auslauffläche, und Bühnen, Wagen, VIP-Bereiche müssen auch noch rein, zu dem 1m².( irgendwie fällts nicht auf!!!!!????)
Vermeer
Berlin
Ich finde es sehr beschämend und Menschenverachtend das die Parade angesichts der Tragödie nicht abgebrochen wurde!
Wie fast immer zu hören ist, wegen evt. weiteren möglichen Massen-Paniken wäre es richtig gewesen sie weiter durchführen zulassen. Absoluter Blödsinn, sicherlich hätte man sie nicht gleich und auf einen Schlag beenden können, aber sicherlich nach einer Durchsage und einen Hinweis, hätte man die Veranstaltung nach 1-3 Stunden herunterfahren können und auch müssen! Schon als Respekt und Gedenken der bis dahin schon vielen Toten und Verletzten.
Stattdessen geht die Feier bis 23uhr weiter als wäre nichts geschehen und endet ohne jeden Kommentar. Wie geschmacklos ist das?
Die Demokratie – übrigens das Tabuthema unserer Tage – sie ist zur Plutokratie verkommen. Die Herrschaft des Geldes, wenn sie im Rahmen einer demokratischen Verfassung zugelassen und gefördert (!) wird, destabilisiert die Grundlagen solidarischer Gemeinwesen; denn logischerweise ist die Optimierung der Gewinne dem Konzept einer Herrschaft des Geldes inhärent. Erziehung, Ethik und die Möglichkeit, moralisches Verhalten zu entwickeln; all das ist auf einem sehr niedrigen Niveau angelangt. Es ist erlaubt, Zusammenhänge zwischen diesen beiden Aussagen herzustellen. Wann ist das Maß voll? Wann beginnen sich Menschen zu wehren? Es ist dies wahrscheinlich nur eine Frage der Zeit. Aber solange das allgemeine, d.h. das nicht nur elitäre sondern das die Gesellschaft ausmachende und prägende Bewusstsein nicht in der Lage ist zu erkennen, durch welche gesellschaftlichen Strukturen unsere Wahrnehmung und unser Bild von der Welt geprägt wird, solange wird nur die Ohnmacht der Menschen wachsen, aber eben auch die Möglichkeiten der herrschenden Beeinflussung durch Medien und Politik den Menschen die Definitionen für die Ursachen und Wirkungen zu liefern, welche sowohl individuelles als auch globales Wehe und Wohl der Menschheit betreffen. Wir, die Gemeinschaft der Menschen, wir können nicht mehr herrschen und auch nicht mehr dienen. Herrschen ist verkommen zum beherrschen wollen und dienen zur Willfährigkeit derer, welche die Interessen anderer abzudecken versuchen, deren Sinnhaftigkeit nicht mehr erkannt werden kann; eine allgemeine Akzeptanz und Gültigkeit gesellschaftlich fördernder Impulse scheint nicht mehr vorhanden. Dienen kann nur, wer die Mechanismen des Herrschens verstanden und innerlich angenommen hat und herrschen nur der, der durch erlebte Vorbilder und Erziehung so frei geworden ist, dass er erkennen kann, das Herrschen Dienen bedeutet und grundsätzlich bereit ist abzulehnen, Herrschen zur Unterdrückung und Durchsetzung eigener Interessen durchzusetzen.
Was das mit dem Thema zu tun hat? Mit dem Thema, dass viele Menschen zu Tode und noch mehr zu Schaden gekommen sind, weil diejenigen, die über Planung und Durchführung eines Events, bei dem große Menschenmassen zusammen feiern wollten, versagt haben?
Versteht denn keiner die Zusammenhänge? Wie viel moralisches und ethisches Handeln erleben wir denn heute bei denen, die in Ämtern sind, bei denen, die wir gewählt haben? Natürlich haben wir die Eliten auszuhalten, welche wir uns ausgesucht haben. Es ist so verdammt schwierig geworden, die Zusammenhänge zu erkennen, die unser aller Leben beeinflussen – aber je mehr uns das gelingt, desto eher werden wir in der Lage sein, Einfluss darauf zu nehmen, wem wir die Verantwortung für politisches und gesellschaftliches Gelingen zu übertragen bereit sind. Wenn uns das nicht gelingt, werden sich alle gesellschaftlichen Konflikte nur noch weiter zuspitzen – und dann?
egal ob 1,4 ..selbst bei 10 000 wäre das zur falle geworden .. der zugang wurde gesperrt..aber es rückten menschen aus dem tunnel nach..sowas kann nicht gutgehn..dass weiss selbst mein menschenverstand…zhtrfk
lg
In Duisburg hat schlicht und einfach der Staat in Form des Ordnungsamtes geschlampt, bzw. ihre Arbeit nicht so gemacht wie es die Vorschriften erfordern. Dies ist in unserem Staat leider ein tägliches Brot, weil eben Partei- oder diverse Lobbyintressen wichtiger sind als die Einhaltung von Gesetzen, die ja von den selben Politikern gemacht wurden die sie dann brechen.
Verwaltungsbeamte sind weisungsgebunden und müssen dass tun, was die Partei diktiert. Im Fall Duisburg hätte dieses Gelände mit dem Tunnel als Zugang – niemals – für eine Veranstultung dieser Größenordnung verwendet werden dürfen, man braucht nur in den einschlägigen Gesetzestexten nachzulesen. Also stehen die Schuldigen ganz klar fest und eine Ursachenforschung erübrigt sich. Dass die Polizei und der Sicherheitsdienst das Übrige dazu taten, indem sie keine Blockabfertigung beim Zugang des Tunnels installierten, ist der zweite Fehler. Man kann nur so viel Leute in den Tunnel lassen, wie er verträgt ohne dass sich die Leute Körper an Körper berühren. Man hätte vor den Tunnels die Leute abbremsen müssen mittels geeigneter Maßnahmen, und erst wenn der Tunnel leer ist, die nächste Partie nachrücken lassen dürfen. Das alles sind eigentlich ganz banale Dinge die es zu beachten galt, respektive jeder Verantwortlich hätte schlicht und einfach seine Arbeit ordnungsgemäß machen müssen, dann wäre es vermutlich nicht zu diesem Unfall gekommen. Leider muss ich aber sagen, dass in unserer Staatsverwaltung ziemlich viel, nähmlich 60% unfähige Personen arbeiten, 20% sind korrupt, 10% kriminell und die restlichen 10% sind die, die man gebrauchen kann, aber wie man sieht, ist dies leider zu wenig.
Das Verhalten des OB Sauerland fügt der Katastrophe noch eine weitere hinzu.
Herr Sauerland ist nach meiner Meinung verpflichtet, zumindest die politische Verantwortung zu übernehmen! Das können die Angehörigen der Toten erwarten!
Vielleicht hat sein Verhalten aber ganz banale Gründe – hat schon mal jemand recherchiert, ob dem OB vielleicht einfach nur noch ein paar Tage/Wochen für einen gesicherten Pensionsanspruch aus der OB-Tätigkeit fehlen? – Nichts ist unmöglich!
Wäre die Loveparade ein Erfolg gewesen, hätte jeder versucht, ihn auf sich zu buchen. Jetzt haben die Verantwortlichen noch nicht einmal E..r in der Hose, um die Verantwortung zu übernehmen. Die Toten und Verletzten haben dies nicht verdient. Leider haben sich die gegenseitigen Schuldzuweisungen und das Schweigen in Deutschland auch bei anderen Ereignissen eingeschlichen. Menschen die in verantwortlichen Positionen stehen sollten auch Rückgrat beweisen.
Habe mir gerade die Animitationen angeschaut und muss festellen, dass diese absolut FALSCH sind.
Es gab auf der Eingangsrampe KEINE “Vereinzelungsanlage” und der Hauptzustrom kam auch eindeutig von Osten her.
Der einzige beweisbare Umstand für die Tragödie ist, dass die kleine Rampe, die eindeutig als Ausgang dienen sollte, verschlossen war und die vielen Besucher, die schon um diese Zeit das Gelände verlassen wollten, sich den ankommenden in den Weg gestellt haben.
Der Platz war zu diesem Zeitpunkt in keinster Weise überfüllt und die Besucher aus dem Tunnel hätten noch locker Platz gehabt.
Wer auch immer die Entscheidung getroffen hat, die kleine Rampe zu sperren, der ist verantwortlich für diese ganze Katastrophe.
Die Stadt und vor allem der OB wollten die Loveparade unbedingt. Warum hat der OB nicht wenigstens so viel Anstand und tritt zurück? Keiner der Toten wird dadurch wieder lebendig, aber der OB würde wenigstens seiner moralischen Verantwortung gerecht werden.
cpdd6z
“In einem vorläufigen Untersuchungsbericht, den Innenminister Ralf Jäger (SPD) am Mittwoch vorstellen will, heißt es laut “Süddeutscher Zeitung”, der Veranstalter habe sich mehrfach über Bedenken der Behörden hinweggesetzt”
Lächerlich, wie sich hier mal wieder die Politik aus der Verantwortung stehlen will.
In einem Land, wo selbst lächerliche Kleinigkeiten vom Staat reglementiert werden, hätte man von der Politik gerade für so ein Grossereignis knallharte Verordnungen erwarten dürfen. Aus Geltungssucht und Profitdenken (mal wieder) wurden Verordnungen stattdessen aufgeweicht und Bedenken geäußert. Es wird höchste Zeit, daß auch allheilige Politiker für wissentlich vorsätzliche Falschentscheidungen (nicht nur in diesem Fall) in persönliche Haftung mit Gut und Leben genommen werden. So würden viele wohl etwas nachhaltiger und moralverbundener agieren. Leider wird es am Ende jedoch einmal wieder nur bei ein paar Rücktritten (mit vollem Pensionsanspruch) oder max. bei einer Bewährungsstrafe bleiben … Blamage Deutschland, der nächste Teil.
Ich bin entsetzt was in Duisburg passiert ist. Aber ich hoffe dass die Verantwortlichen, sowohl die Stadt Duisburg und der Veranstalter Herr Schaller, zur Verantwortung gezogen werden.
Meine Gedanken sind bei den Hinterbliebenen der zu Tode gekommenen Opfer und dass sie viel Kraft haben mögen um dieses entsetzliche Geschehen zu verarbeiten.
Auch all die so vielen Verletzten, mögen sie ganz schnell wieder gesund werden und ihre seelischen Wunden geheilt werden können.
Ich werde meine Kerze brennen lassen und hoffen dass, das Licht bei allen ankommt und ihnen Wärme und Frieden gibt.
Ich bin mit meinen Gedanken bei allen dene soviel Leid zugefügt wurde.
Liebe Grüße
Petra Kaufmann
Die Ignoranz der Verantwortlichen, ib nun Herr Schaller oder die Stadt macht mich rasend und ratlos.
Jetzt 21 Tote
Ob es dabei bleibt?
Wäre es eine gute Idee wenn viele ihren Vertrag bei McFit kündigten?
Stefan Schlesinger, Frankfurt
Als Bühnen- und Studiomeister und Mitautor von zwei Standardwerken zur Versammlungsstättensicherheit und zur Organisation von Großveranstaltungen kann ich nur alle, die hier und an anderer Stelle lesen und posten, bei aller Trauer und Wut zur Besonnenheit aufrufen.
Vorzeitige Schuldzuweisungen und Spekulationen sind wenig zielführend. Sie helfen Angehörigen und Betroffenen nicht, die Unfallhergänge und deren Ursachen werden damit nicht erklärt. Natürlich kann ich den Ruf nach der Schuldfrage verstehen, aber die wird von den Gerichten geklärt werden, zivil- wie strafrechtlich.
Die Medienberichterstattung in den letzten Tagen hat gezeigt, dass Fakten und Meinung nicht immer sauber getrennt waren. Man kann den Medien sicherlich einiges vorwerfen, aufgrund der in den letzten Tagen erlebten Krisenkommunikation aber auch nicht viel mehr erwarten.
Ein gutes Beispiel ist die Diskussion um den Panikbegriff. “Massenpanik” wurde in der Berichterstattung reflexartig verwendet, ohne zunächst zu prüfen was Panik überhaupt ist, wie sie entsteht und ob diese hier vorlag.
Es mag zynisch klingen um Begriffe zu ringen, aber das gehört zu einer sachlichen Debatte dazu. Zunächst müssen die Fakten vorliegen, erst dann darf eine Bewertung vorgenommen werden.
Alle Branchenbeteiligten, die ich kenne, richten den Blick nach vorne, um für die Zukunft zu lernen und verstärkt unser Augenmerk auf den Einsatz von sachverständigem und qualifiziertem Personal – vor allen Dingen an den Schnittstellen – zu richten.
Wir dürfen die Opfer nicht vergessen und werden ihrer gedenken; es muss aber weitergehen und es wäre für die Branche eine Katastrophe, wenn wir statt sachlicher Debatte und konstruktiven Ergebnissen Spekulation und Wildwuchs zulassen würden.
Dipl. Medien Wiss. Harald Scherer
Verantwortlicher für Veranstaltungstechnik nach §§39/40 MVStättV und NVStättVO
Da im Forum wohl Beiträge nicht veröffentlicht werden, die sich kritisch gegen das ZDF, hier die falschen Videos, die ein möglicher Mitarbeiter wortreich zu verteidigen versucht, versuche ich hier meinen Beitrag zu platzieren.
Die vom ZDF hier veröffentlichten Animationsvideos zeigen nicht die Realität.
Sie sind aufgrund von falschen Angaben und ohne Ortskenntnis erstellt worden.
Die Realität war ganz anders und ich bleibe bei meiner Behauptung, dass wenn die kleine Rampe, so wie es auf dem Lageplan vorgesehen war, geöffnet gewesen wäre, dann hätte dieses Unglück niemals stattgefunden.
Hinzu kommt auch noch die gestrige PK, die so voller Unwahrheiten war, dass es einem schon schlecht werden konnte.
Auch diese gegenseitige Schuldzuweisung und das gleichzeitige Abwehren von eigener Schuld, ist unerträglich.
WARUM HABEN DIE VERANSTALTER SICH NICHT AN IHR EIGENES KONZEPT GEHALTEN !!!!!
Die Loveparade und die vielen Stimmen: Warum ist das passiert? Wer ist Schuld? Wir sind sauer und wütend, dass das passiert ist und dass niemand die Verantwortung übernimmt.
Was kann man darauf anworten? Hier kommt die Antwort!! Es ist die Wahrheit, wird aber vielen nicht gefallen.
Was ist die Loveparade? Die Loveparade ist die Einladung zur Unzucht. Mann mit Mann, Frau mit Frau. Alles ist erlaubt. Es sind Taten, die von Gott verboten worden sind.
Begehe keine Unzucht und meide alle Versuchungen und Lockungen die dazu führen können.
Gott sagt dazu:
“Und nähert euch nicht der Unzucht. Gewiss, sie ist etwas Abscheuliches -und böse ist der Weg.”
Die Schuld trifft in erster Linie den Menschen selbst, der dort hingegangen ist. Ihn trifft die Schuld, die Zeichen von Gott zu Ignorieren.
Und manchmal bekommt man dafür die Strafe sofort und dient gleichzeitig als Ermahnung für Menschen mit Vetstand.
susi bibelmaus.. wenn du dir wissen angeeignet hast, dann kannst du reden.
Die Art und Weise wie mit Herrn Sauerland umgegangen wird ist erbärmlich und eine Schande für die Demokratie.
Nachdem was über ihn gesagt und geschrieben wird könnte man fast glauben er hätte die Menschen in dem Tunnel eingenhändig umgebracht.
Denjenigen, die schon immer alles besser gewusst haben, möchte ich daran erinnern dass man im Nachhinein immer klüger. Weiterhin wird jeder Durchgang zu klein wenn nur genügend viele Menschen kommen.
Schließlich stellt sich einfach nur die Frage was im Falle des Falles zu passieren hat, wenn offensichtlich zu viele Menschen als zunächst angenommen zur gleichen Zeit erscheinen.
Wäre es dann nicht Aufgabe gewesen, des Event-Managements hier einzugreifen?
Man hätte einfach nur weiteren Zustrom verhindern müssen und die Sache wäre gut ausgegangen.
Hat aber keiner der Verantwortlichen vor Ort.
Auch die Polizei nicht, die ja “alles richtig gemacht hat”, wie sie selber sagt. Die Polizei hat nicht alles richtig gemacht.
Keinem fällt das auf, keiner spricht darüber. Hätte sie alles richtig gemacht gäbe es keine Toten
Es kann mir keiner erzählen dass die Polizei keinerlei Handhabe hat wenn eine derartige Veranstaltung dermaßen aus dem Ruder zu laufen droht.
Jedem kleinen Steuersünder kann ohne Probleme um 5 Uhr morgens die Tür eingetreten werden, und hier müsste die Polizei draußen bleiben???
Einfach unglaublich.
Was derzeit mit Herrn Sauerland gemacht wird, grenzt an Menschenjagd der übelsten Sorte. Hier soll nur ein Bauernopfer
gefunden werden, dem man mal eben die Karriere und das Leben ruiniert.
Wenn Herr Sauerland Schuld trägt, dann ist es die, ein ganz kleines Rädchen in dieser Katastrophe gewesen zu sein.
Wieviele andere Gelegenheiten hätte es noch gegeben dieses Unglück zu verhindern? Wieviele Fehler von wievielen anderen Menschen
sind Teil dieser Kettenreaktion gewesen?
Unzählige…
Ach ja, Herr Sauerland hätte die Veranstaltung einfach abblasen sollen. Das sagen jetzt die Neunmalklugen Experten die Gast auf
dieser entsetzlichen “Party” waren. Genau wie in Bochum.
Ich glaube dass diejenigen die das heute als das “Offensichtliche” fordern die ersten gewesen wären die sich auch bei einer Absage
lautstark beschwert hätten. Man erinnere doch nur an die “Spaßbremsen” in Bochum.
Herr Sauerland wollte das die “LoveParade” stattfindet. Und weiter?? Alle die da waren wollten das auch. Keiner hätte
verstanden wenn sie abgesagt worden wäre. Ihn deswegen zu kriminalisieren ist eine Unverschämtheit.
Die tödlichen Fehler sind vor Ort begangen worden, nicht im Rathaus.
Zu OB Sauerland
Kann man diesen Menschen denn nicht einfach Suspendieren ?
Es muß doch möglich sein, einen solch verbohrten Typen dessen Haltung eine Schande für jeden guten und Verantwortungsvollen Politiker und Verwaltungschef ist, rauszuschmeißen!
Es ist ja schon langsam peinlich, dass hier keiner die politische Verwantwortung übernehmen will. Anstatt sich in die erste Reihe zu setzen, sollte Frau Merkel hier einmal handeln und diesen OB mit allen möglichen Mitteln zu einem Rücktritt überreden, schließlich hat Sie ja das selbe Parteibuch. Ich bin der Meinung,
dass dieser Mensch mit seiner Haltung die Angehörigen der Opfer und die vielen Verletzten nur noch verhöhnt und nur dabei nur an seine Pensionsabsicherung denkt. Pfui Teufel, sag ich da nur.
Wo soll unser Land noch hinkommen, wenn wir uns an solchen Leuten ein Vorbild nehmen sollen ! Sich über Jugendliche aufregen, die auf der Straße herumlungern, weil Sie keinen Schulabschluß haben oder keine Arbeit haben aber bei so einem Kerl ruhig bleiben oder wie ?
Wo sind unsere Werte nur hin, nur noch Lug und Betrug
und das ganz oben bei den Stellen (egal ob Kirche oderStaat).
Na toll, dann kann es mit unserem Land ja nur noch nach vorne gehen oder ?
Weder Herr Sauerland, noch ein Ordner, noch ein Polizist haben einen Besucher zu Tode getreten (ich verneige mich demutsvoll vor den dennoch tragisch zu Tode gekommenen und empfinde völliges Mitleid mit den Angehörigen). Es waren die Besucher selbst, die sich gegenseitig in egoistischer Weise zu Tode gebracht haben. Dass dies ein typisch menschliches Verhalten ist (Tiere haben dieses Verhalten auch in großen Massen meines Wissens übrigens nicht) hätten die Veranstalter natürlich einplanen können.
Ich erlebe jeden Tag das Selbe, wenn ich auf der linken Spur der Autobahn den vorgeschriebenen Sicherheitsabstand einhalte. Ich werde sofort rechts überholt und durch meinen neuen Vordermann zum Bremsen gezwungen. Mir würde im Falle eines Unfalls kein Gericht der Welt eine Klage gegen den Oberbürgermeister einer Stadt zulassen weil er keine Schilder aufgestellt hat, dass der Sicherheitsabstand einzuhalten ist. Aber gegen den direkten Unfallbeteiligten kann ich vorgehen. Warum soll das nun plötzlich in Duisburg anders sein? Ach ja, es waren keine Schilder aufgestellt, auf denen steht:
“Bitte nicht drängeln!”
Als Student beschäftige ich mich mit Beweggründen und Motiven von Entscheidungsverhalten und würde gerne 2 Dinge verstehen:
1. Wenn ich diesen Blog lese und die Nachrichten höre, gibt es offensichtlich einen großen öffentlichen und politischen Druck auf den Duisburger OB sein Amt zu verlassen. Auf den Veranstalter hingegen scheint es diesen Druck nicht zu geben.
Normaler Weise ist es so, dass an der Spitze einer Hierarchie (in dem Fall der OB) nur die grundlegenden Entscheidungen (also z.B. Ja oder nein zu einer Veranstaltung) getroffen werden, während die Details an anderer Stelle ausgearbeitet und an wieder anderer Stelle umgesetzt (Veranstalter) werden.
Einweiterer Aspekt ist: Wenn der OB sein Amt verlassen muss, kann man sich unschwer vorstellen, wie der nächste OB -egal ob in Duisburg oder sonst wo- den Antrag auf Genehmigung einer solchen Veranstaltung entscheidet. Was würden wohl die Raver selber wollen? Keine Loveparade mehr? Oder Ja zu weiteren Loveparades, aber unter besseren Umständen?
Also: was ist die sachliche Grundlage für die Rücktrittsforderung?
2. Soweit ich das verstanden habe, war die Teilnahme an der Veranstaltung kostenlos (kein Eintritt). Die meisten anderen Veranstaltungen, wie etwa große Pop-Konzerte oder die in dem Blog erwähnten Salzburger Festspiele kosten erhebliche Eintrittsgelder.
Es dürfte jedoch unbestritten sein, dass auch hinter der Organisation und Durchführung einer Loveparade ein großer Aufwand steckt.
Warum wird es nun als so verwerflich empfunden, wenn die die Aufwand betreiben das werblich für sich nutzen wollen?
Wie gesagt, ich möchte das einfach nur verstehen. Vielleicht kann mir jemand mit (sachlichen!) Argumenten weiterhelfen.
Meine erste Reaktion war: auf diesem Gelände durfte nie ein solches Event genehmigt werden. Menschen sind nicht berechenbar und das Ergebnis ist leider furchbar schlimm. Aber was noch schlimmer ist, keiner hat gesagt, das machen wir, wir haben unterschrieben, wir sind verantwortlich. Noch nicht mal eine richtige Entschuldigung. Traurig…! Vielleicht sollte man mal richtige Menschen auf solche Posten setzen und nicht Marionetten.
Hallo? Wie kann der verantstalter so viele menschen auf das gelände lassen wenn es dafür gar nicht ausgerichtet ist und es noch nicht mal not ausgänge gibt???
man sollte sich mal vorstellen wie es für einen selber wär wenn man dort mitten drin gesteckt hätte. wär man selber ruhig geblieben oder hätte man doch auch panik bekommen, wenn da nix mehr vor und zurück geht und nicht weiß was weiter geschiet.
Ich finde die aussage mehr als geschmacklos, vor allem den opfern gegen über.
OHNE WORTE
Zur viel diskutierten Frage “Wer ist schuld?” wird es keinen alleinige Schuldigen geben.
Alle Beteiligten vom Veranstalter bis zur Genehmigungsbehörde und die im Verfahren eingebundenen Ämter und Stellen (Polizei DU) kannten die Antragsunterlagen mit dem Sicherheitskonzept. Zahlreiche Gespräche und eine lange Vorlaufzeit lassen keinen anderen Schluss zu.
Sich nun aus der moralischen Gesamtverantwortung zu stehlen und die mögliche Schuld bei Anderen zu suchen ist
in Anbetracht der 21 Toten und der über 500 Verletzten einfach schäbig.
Das es zu diesem Unglück kommen konnte, ist sicherlich nicht nur auf die Ereignisse und Umstände des Unglückstages beschränkt.
Merkwürdig ist z.B., dass die Baugenehmigung zur vorübergehenden Nutzung des Geländes am alten Güterbahnhof vom 21.07.2010 datiert und somit dem Veranstalter (Antagsteller) erst unmittelbar vor dem Laveparade-Termin
(24.07.2010) bekanntgegeben wurde. Den Presseberichten ist zu entnehmen, dass der Polizei am Veranstaltungstag noch keine offizielle Ausfertigung des Genehmigungsbescheides (mit Unterlagen) vorlag.
Das Sicherheitskonzept wurde geprüft? Offensichtlich war es für die Stadt Duisburg (Bauordnungsamt und Feuerwehr) ausreichend, denn weitere Auflagen (Tun, Dulden oder Unterlassen) bis auf eine Begrenzung der
Gesamtpersonenzahl auf dem Veranstaltungsgelände oder sogar Bedingungen sind nicht dem
Genehmigungsbescheid zu entnehmen.
Für mich ist nicht nachvollziehbar, wo die örtliche “Zuständigkeit” des Veranstalters endete und wo die Zuständigkeit der Polizei begann. Insbesondere der “Tunnelbereich” ist eine öffentliche Straße, so dass hier m.E. grundsätzlich die Polizei zuständig war. Oder gab es eine straßenverkehrsrechtliche Genehmigung (Straßenverkehrsamt der Stadt
Duisburg) zur Nutzung der Karl-Lehr-Straße, in der die “Verantwortung” dem Veranstalter übertragen wurde?
Gehört die Rampe, einschließlich Unglücksort, zum Grundstück “Alter Güterbahnhof”, d.h. war es tatsächlich
schon Veranstaltungsgelände?
Die Genehmigung ist mit dem Rechtsmittel der Klage (Frist 1 Monat nach Bekanntgabe) versehen. D.h. die erteilte Genehmigung ist noch nicht einmal rechtkräftig geworden. Der Veranstalter könnte nun gegen die erteilte
Genehmigung Klage beim VG erheben und diese z.B. wegen der vorgenannten möglichen unzureichenden Regelungen, anfechten. Dann hätte die Stadt Duisburg, vertreten durch den OB, ein noch größeres Problem.
Verehrter Jo,
wieso führt die Tatsache, dass die Menschen dorthin kommen um zu feiern und ausgelassen zu sein dazu, dass sie selber Schuld haben an dem Unglück?
Über den Wert der Loveparade kann man sicher streiten (ich mag diese Veranstaltung auch nicht), auch über das Verhalten bestimmter Teilnehmer solcher Events.
Doch wenn die Verantwortlichen so ein Projekt als moralisch verwerflich oder sonstwie inakzeptabel beurteilt hätten, hätte die Genehmigung mit einer entsprechenden Begründung verweigert werden müssen!
Wenn aber eine Stadt eine solche Veranstaltung genehmigt, spielen solche Bewertungen keine Rolle mehr, und man sollte als Bürger dieses Landes darauf vertrauen können, dass entsprechende Sicherheitsvorkehrungen getroffen und Vorschriften eingehalten werden. Bei einem solchen Event muss eben auch berücksichtigt werden, dass auch Drogen konsumiert werden (Ich möchte hier betonen, dass ich Drogen, auch Alkoholmissbrauch und Nikotin, absolut ablehne!).
Denn man weiß als Veranstalter vorher, dass das eben auch zu diesem Event gehört (ob man das nun gut findet oder nicht, spielt keine Rolle) und muss den Veranstaltungsort auch in diesem Hinblick genauestens prüfen.
Darüber hinaus den Menschen jetzt vorzuwerfen, sich nicht rechtzeitig aus der Enge entfernt zu haben, ist einfach nur zynisch.
Viele, die sich auf dem Weg zum Gelände befanden, sahen sich plötzlich der Situation gegenüber, dass von hinten Massen nachrückten und vom Gelände Menschen zurückdrängten. Und genau ab dem Zeitpunkt war ein Entkommen nicht mehr möglich.
Und wenn man die Vor-Ort-Videos sieht, kann man sehr gut erkennen, dass dort völlig “normale” junge Leute waren, in der Mehrzahl weder bekifft noch betrunken, einfach nur gut gelaunt. Man kann ihnen kaum vorwerfen, durch unangebrachtes Verhalten das Unglück herbeigeführt zu haben!
Meine Töchter wollten auch hin, sie wurden glücklicherweise rechtzeitig noch frühmorgens gewarnt. Ich weiß nicht, ob Sie sich vorstellen können, wie erleichtert ich bin, dass meine Kinder noch leben, obwohl ich die Gefahr nicht erkannt hatte!
Ich hätte keine Veranlassung gesehen, sie nicht hinfahren zu lassen (meine Große war auch in Dortmund und damals total begeistert), denn ich hatte mich im Vertrauen darauf, dass es eine von der Stadt genehmigte Veranstaltung war, darauf verlassen, dass die Sicherheit der Teilnehmer gewährleistet ist. Aus dem gleichen Grund hatte ich mich auch vorher nicht mit dem Veranstaltungsort beschäftigt, weil mich die Sache an sich gar nicht interessiert hat.
Mir war nicht klar, dass man sich als Tielnehmer eines öffentlichen Ereignisses besser vorher selber vor Ort überzeugt, dass auch alle Vorschriften eingehalten werden.
Ähnlich wird es den Eltern der Getöteten sicher auch gegangen sein. Ihnen jetzt ins Gesicht zu schleudern “Eure Kinder sind selber schuld” ist einfach nur zynisch und eine bodenlose Unverschämtheit. Wir leben hier nämlich nicht in einem Entwicklungsland, in dem man mit dem Versagen öffentlicher Stellen und Institutionen rechnen muss. In Deutschland ist alles reglementiert.
Man hat aber hier wieder deutlich gesehen, dass, sobald materielle Interessen Priorität haben, Sicherheitsbedenken einfach vom Tisch gefegt werden und Vorschriften offenbar problemlos gekippt werden können!
Das war hier das einzige Problem!