Heizkosten runter!

Unsere 10 Tipps zum Heizkosten sparen:

Tipp 1: Prüfen Sie die Dichtigkeit Ihres Fensters. Dazu stellen Sie eine brennende Kerze aufs Fensterbrett. Bewegt sich die Flamme, ist das Fenster undicht. Wärmer wird’s, wenn man die Fensterrahmen mit Dichtungsbändern abklebt. Die gibt es in jedem Baumarkt.

Tipp 2: Checken Sie, ob an Ihrer Anlage der hydraulische Abgleich gemacht wurde. Wenn es beim Aufdrehen in der Heizung gluckert, ist zu wenig Wasser im System und/oder die Heizungsanlage nicht optimal eingestellt.

Was ist der hydraulische Abgleich? Das ist ein Druckausgleich, denn eine Zentralheizung geht meistens über mehrere Stockwerke. Das bedeutet, dass das warme Wasser meistens vom Keller nach oben gepumpt werden muss. Für die unteren Stockwerke muss der Druck geringer sein als weiter oben und umgekehrt: In den oberen Etagen muss der Druck höher sein, sonst wird’s nicht richtig warm. Die Werkseinstellungen der Heizanlage bringen dieses Finetuning meistens nicht mit. Deswegen empfiehlt sich der sogenannte hydraulische Abgleich auch für alle neuen Heizanlagen. Dafür braucht man allerdings einen Profi.

Tipp 3: Alte Ventile können im Prinzip nur heiß oder kalt. Mit neuen Ventilen am Heizkörper lässt sich die Temperatur exakt regeln. Das spart Heizkosten.

Tipp 4: Öfter mal die Heizung entlüften. Es kommt immer mal wieder vor, dass sich Luft in der Zentralheizung sammelt – und die muss raus. Denn nur da wo der Heizkörper mit Wasser gefüllt ist, wird’s warm. Also: Heizkörper mit dem kleinen Flügeldreher entlüften. Den bekommt man für kleines Geld vom Fachmann oder im Baumarkt.

Tipp 5: Die energetische Gebäudesanierung sollte man nicht ohne Energieberater in Angriff nehmen. Weil auch der Geld kostet, lohnt es sich vorab mit der Bank des Vertrauens über Kredite und Fördermöglichkeiten für eine anstehende Sanierung zu sprechen.

Tipp 6: Bevor Sie irgendwelche Aufträge zur Sanierung vergeben: Stellen Sie den Antrag bei der Förderbank (KfW, Kreditanstalt für Wiederaufbau). Sonst gibt’s keine Zuschüsse.

Tipp 7: Augen auf beim Energieberater. Einen Vertrauensvorschuss haben die Energieberater, die Ihnen von zufriedenen Kunden empfohlen werden oder Energieberater, die gelistet sind: von der Bafa (Bundesamt für Wirtschaft und Ausfuhrkontrolle) oder von der Dena (Deutsche Energie-Agentur).

Tipp 8: Achten Sie darauf, dass Sie einen unabhängigen Berater engagieren. Es empfiehlt sich nicht ein Handwerksunternehmen mit einer Energieberatung zu beauftragen – auch wenn die notwendige Qualifikation nachgewiesen werden kann. Hier besteht die Gefahr, dass der Handwerker eigene Interessen in den Vordergrund stellt (sprich: Auftragsakquise statt Beratung). Verlassen Sie sich nur auf die Aussagen eines unabhängigen Beraters.

Tipp 9: Wenn Sie in einem alten Haus mit einem ungedämmten Dach wohnen, dann nehmen Sie die Sache selbst in die Hand. Bei der Dämmung der oberen Geschossdecke muss man nicht so viel investieren, und man kann es selbst machen. Hierfür gibt es Systeme verschiedener Hersteller. Erst muss eine Folie sauber ausgelegt werden, dann wird das Dämmmaterial darauf verlegt. Je nach Anzahl der Helfer ist die Arbeit in ein bis zwei Tagen erledigt. Und das Ergebnis merkt man sofort.

Tipp 10: Wenn Sie in einem schneereichen Gebiet wohnen: Bauen Sie sich mal ein Iglu. Denn Schnee ist ein hervorragender Dämmstoff. Wenn es richtig gebaut ist, haben Sie im „Wohnraum“ des Iglus keine Minustemperaturen. Im kalten Winter sind es drinnen circa 10 Grad.

von Kerstin Ripper

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