Der will nur spielen!

Rund fünf Millionen Hunde leben in deutschen Haushalten; vom winzigen Chihuahua bis zum stattlichen Doggen-Dobermann-Mix ist alles dabei. Doch nicht immer machen die Vierbeiner ihren Besitzen nur Freude: Wenn Bello plötzlich auf die Straße rennt, kleine Kinder nicht mag oder mit Begeisterung Jagd auf Jogger macht, ist es schnell vorbei mit lustig. Damit das Zusammenleben von Mensch und Tier reibungslos klappt kommen Herrchen und Hund um ein paar Regeln nicht herum.

Sitz! Platz! Bleib!

Egal ob Schoßhündchen oder Schäferhund: Die gängigsten Kommandos sollte jeder Hund beherrschen. Spielerisches Training [Video] und Erziehung auf die sanfte Tour schaffen die Basis für ein entspanntes Miteinander und stärken die Bindung zwischen Hund und Herrchen.

Wenn es Probleme mit dem Hund gibt liegt das oft nicht am Tier, sondern am Menschen, der mit dem Hund nicht richtig umgeht. In Niedersachsen ist deshalb ein Hundeführerschein bereits Pflicht, Hessen und Berlin wollen folgen. Bei der Prüfung muss der Halter nachweisen, dass er seinen Hund im Alltag unter Kontrolle hat und von dem Tier keine Gefahr ausgeht.

Lieb und (S)teuer

Andere Länder, andere Sitten: Hundegesetze und –verordnungen sind Ländersache. Ob ein Hund versichert sein muss, ob er im Wald frei laufen oder auf Straße angeleint sein muss ist in Hamburg anders geregelt als in Berlin, in Bayern anders als in Nordrhein-Westfalen. Auch die Höhe der Hundesteuer ist von Ort zu Ort unterschiedlich.

Überhaupt, die Hundesteuer: Ist es eigentlich in Ordnung, dass Hundehalter für ihren Liebling Geld an den Staat abdrücken müssen – und die Besitzer anderer Tiere nicht? Oder ist das eine unrechtmäßige Diskriminierung? Diese Frage könnte bald den Europäischen Gerichtshof für Menschenrechte beschäftigen.  Eine gemeinsame Initiative von Deutschem Tierschutzbund, VDH, Tasso und dem Magazin dogs fordert: Stoppt die Hundesteuer!.

Für alle Felle

Herrchen haften für ihre Hunde: Auch ein kleiner Hund kann gewaltigen Schaden anrichten. Wenn er auf die Straße läuft und einen Unfall verursacht, zum Beispiel. Der Abschluss einer Haftpflichtversicherung ist also ratsam und in einigen Bundesländern auch Pflicht. Einen Überblick über die gesetzlichen Regelungen und Tipps für die Auswahl einer Police gibt es bei den Kollegen von WISO.

Ja, wo isser denn? Terrier Skippy reißt sich beim Spaziergang los, verschwindet in einem Dachsbau – und kommt nicht wieder raus. 40 Feuerwehrleute brauchen sieben Stunden, um den Ausreißer zu befreien. Gesamtkosten für den Großeinsatz: rund 14.000 Euro. Wer für die Hunderettung aus dem Dachsbau [Video] bezahlt, ist noch unklar.

von Kerstin Deppe
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Kommentieren | 11. Dezember 2012 | 17:30 Uhr | Twittern | Facebook

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