Wegwerfen? Nein danke


Kaufen. Benutzen. Wegschmeißen. Was Neues kaufen. So kurbelt man die Wirtschaft an – und türmt einen immer größer werdenden Müllberg auf. Viel besser für Umwelt, Ressourcen und den eigenen Geldbeutel: Kaputtes reparieren – und aus vermeintlichem Abfall etwas Neues schaffen.

Lang lebe das Produkt

Was macht man mit einem Stuhl, dem ein Bein fehlt? Oder einem Toaster, der nicht mehr funktioniert? Klarer Fall: wieder heile! Zum Beispiel in einem Repair-Café. Ein idealer Ort zum Basteln, Hämmern und Tüfteln sind Offene Werkstätten wie die Dingfabrik in Köln. Und wer noch nicht so genau weiß, wie es geht, kann bei iFixit Ausschau nach einer Reparaturanleitung halten.

Jede Menge Elektroschrott: Der Drucker gibt kurz nach Ablauf der Garantiezeit den Geist auf, die Waschmaschine hält nicht mehr wie früher zwanzig, sondern nur noch fünf Jahre. Und weil die Reparatur oft fast genauso teuer ist wie ein neues Gerät wandert das alte auf den Müll. Das kann’s nicht sein, meint die Initiative Murks? Nein danke und fordert von den Herstellern eine nachhaltige Produktverantwortung.

Aus Müll mach neu

Eine zweite Chance für den Abfall: TerraCycle sammelt nicht recycelbaren Müll ein und macht daraus neue Produkte. Jeder kann mitmachen und seinen Abfall einschicken. Wolf Christian Ulrich hat den Firmengründer und andere Menschen, für die Müll ein wertvoller Rohstoff ist, getroffen.

Wohnen mit Weggeworfenem [Video]: Für den Geologen Matthias Mader ist Müll nicht einfach Müll. Anstatt neue Dinge zu kaufen, bedient sich der Schwabe für seine Hauseinrichtung lieber auf dem Sperrmüll und Schrottplatz. Wer es eine Nummer größer mag: Auch aus einer alten Boeing 747 oder einem alten Windradflügeln lässt sich ein neues Zuhause zimmern.

von Kerstin Deppe

Kommentieren | 26. November 2012 | 17:00 Uhr | Twittern | Facebook

Was sagen Sie dazu?