Fahre und teile
Als Statussymbol hat es ausgedient: Immer mehr junge Menschen, vor allem in Großstädten, verzichten auf ein eigenes Auto und leihen sich nur dann einen vierrädrigen Untersatz, wenn sie ihn auch wirklich brauchen, für die Fahrt ins Grüne oder in den Baumarkt zu Beispiel. Das spart nicht nur eine Menge Geld, sondern schont auch die Umwelt.
Im Trend: Carsharing
Anschaffung, Unterhalt, Versicherung und Steuern: Ein eigenes Auto ist teuer. Nach Berechnungen des ADAC schlägt selbst ein Kleinwagen wie der VW Polo mit mehr als 400 Euro im Monat zu Buche – und steht dann die meiste Zeit ungenutzt herum. Sparsamer und effizienter ist es, sich ein Auto mit anderen zu teilen [Video] – vor allem dann, wenn man es nur gelegentlich braucht.
Was genau ist Carsharing [Video]? Wie funktioniert das? Und wo finde ich ein passendes Gefährt? Alle Infos und eine (nicht vollständige) Anbieterliste gibt es beim Bundesverband Carsharing. Interessenten können hier in einer Ortsliste nach Angeboten in ihrer Nähe suchen. Gelistet sind allerdings nur Unternehmen, die Mitglied im Verband sind; Anbieter wie Greenwheels, Car2go oder Mu by Peugeot fehlen in der Liste.
Verschiedene Geschäftsmodelle
Beim kommerziellen Carsharing gibt es verschiedene Modelle zum Leihen und Bezahlen. Zwei Beispiele: Bei Flinkster muss man sein Fahrzeug vorher reservieren und holt es dann an einem bestimmten Standort ab. Dort wird es nach der Fahrt auch wieder abgestellt. Bezahlt wird ein Fixpreis pro Stunde plus eine Kilometerpauschale. Bei DriveNow dagegen kann man ohne vorherige Reservierung in jedes freie Auto einsteigen, abgeholt und abgestellt wird das Fahrzeug an einem beliebigen Ort im Stadtgebiet. Abgerechnet wird nach genutzter Minutenzahl.
Und womit fährt es sich am besten? Die Stiftung Warentest hat neun Carsharing-Flotten unter die Lupe genommen und das Einsparpotential beim Autoteilen ermittelt.
Mein Auto ist dein Auto
Besonders hart umkämpft ist der Carsharing-Markt in Berlin. Hier gibt es mit Multicity seit Anfang September auch das erste rein elektrische Carsharing-Angebot. Und in Zukunft will nach Informationen der Wirtschaftswoche ein Finanzinvestor mit einem eigenen System den Markt aufmischen und die Preise deutlich drücken. Die Nutzer sollen die Fahrzeuge dann selber pflegen.
Ihr habt keine Lust auf kommerzielle Angebote? Auf Plattformen wie Nachbarschaftsauto oder Tamyca, kurz für Take My Car, können Privatleute Fahrzeuge temporär verleihen oder anmieten. Das ist nicht nur praktisch für Gelegenheitsfahrer, sondern auch für Autobesitzer, die durch die Vermietung ihre Fahrzeugkosten senken wollen. Die Kollegen von sonntags haben mit Tamyca-Gründer Michael Minis gesprochen.
von Kerstin Deppe
(Das ZDF ist für den Inhalt externer Internetseiten nicht verantwortlich.)
Kommentieren | 16. Oktober 2012 | 18:00 Uhr |
|
















Letzte Kommentare