Was mit Fußball!
Das Hobby zum Beruf machen und als Profispieler in der Bundesliga oder Nationalmannschaft ganz groß rauskommen: Ein Traum, der sich nur für wenige erfüllt. Doch Karriere im Fußball kann man auch anders machen: Als Trainer zum Beispiel oder als Schiedsrichter.
Reif für die Bank
Stefan Effenberg hat sie, Mehmed Scholl auch: Die beiden ehemaligen Nationalspieler sind seit März stolze Besitzer einer Trainer-Lizenz für den Profi-Bereich [Video]. Gelernt haben sie an der Hennes-Weisweiler-Akademie in Hennef, der zentralen Ausbildungsstätte des DFB für Fußball-Lehrer. Hier werden nicht nur Profis unterrichtet, sondern auch Trainer aus dem Amateurbereich, aus den Nachwuchsleistungszentren und dem Verbandssport.
Wer eine Anstellung als Cheftrainer in der Bundesliga ergattern will, braucht eine Lizenz als Fußball-Lehrer. Sie ist die höchste der vom DFB vergebenen Trainerlizenzen. Die Ausbildung dauert zehn Monate und wird in Kooperation mit der Deutschen Sporthochschule in Köln durchgeführt.
Was verdient ein Fußballtrainer? Wie sieht ein gutes und abwechslungsreiches Training aus? Und wie motiviere ich meine Spieler? Die Portale Soccerdrills und Jugend-Fußball-Trainer bieten viele praktische Tipps für das Training mit Kindern und Jugendlichen. Denn auch wenn man später mal hoch hinaus will: Die Arbeit mit dem Fußball-Nachwuchs ist der klassische Einstieg in den Trainer-Job.
Alles tanzt nach meiner Pfeife
Als Amateur unter Profis: Schiedsrichter arbeiten in Deutschland ehrenamtlich, auch in der Bundesliga. Statt Honorar oder Gehalt gibt es eine Aufwandsentschädigung. In den unteren Amateurligen werden etwa 20 Euro pro Spiel bezahlt, in der ersten Liga 3.800 Euro. Schiedsrichter kann werden, wer Mitglied in einem dem DFB angeschlossenen Verein und mindestens 12 Jahre alt ist. Die Ausbildung erfolgt über den Verein oder den DFB.
Wichtig: Schiedsrichter müssen nicht nur die Regeln genau können, sondern auch körperlich topfit sein – und ein dickes Fell haben. Und: Mit jedem Aufstieg in eine höhere Klasse steigen auch die Anforderungen. Ob du dich mit dem aktuellen Regelwerk auskennst, kannst du beim Regeltest des DFB checken.
Nachwuchs verzweifelt gesucht: Vor allem in den unteren Ligen sind Jungschiedsrichter Mangelware. Ein Grund: Die Anfeindungen und Aggressionen, denen die Unparteiischen ausgesetzt sind. Beim TuS Magdeburg müssen Rüpel-Spieler zur Strafe selbst die Pfeife übernehmen. Das Ziel: Mehr Fairness und Respekt für die Leistung des Schiedsrichters. [Videos].
von Kerstin Deppe
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Kommentieren | 10. September 2012 | 15:50 Uhr |
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