Muntermacher Nummer eins

Vor der ersten Tasse sag ich nix! Viele brauchen morgens ihren Kaffee, um in die Gänge zu kommen. Rund 150 Liter trinkt jeder von uns im Jahr.  Egal ob einfach in Wasser aufgelöst, klassisch gefiltert oder professionell durchs Sieb gepresst.

Damit ist Kaffee nach Wasser das beliebteste Getränk der Deutschen. Und das hat sich von dem angestaubten „Draußen nur Kännchen“-Image vergangener Tage längst befreit. Der urbane Kaffeetrinker steht vor ganz anderen Fragen: Caffé Latte oder Cappuccino? Tall oder grande? To go? Mit Shot oder ohne? Oder ein einfacher Espresso?

Kaffee macht wach – soviel steht fest. Doch warum eigentlich? Und ist er nun gesund oder ungesund? Oder sogar Doping? Um unser heißgeliebtes Heißgetränk ranken sich jede Menge Mythen. Was stimmt: Kaffee ist kalorienarm und fördert die Fettverbrennung. Doch mit viel Milch, Zucker oder Sirup wird er schnell zur Kalorienfalle.

Das volle Aroma: Damit der Kaffee seinen Geschmack entfalten kann muss er richtig gelagert und zubereitet werden. Auch die Wahl der Bohne spielt eine Rolle.

Wie kocht man einen richtig guten Filterkaffee? Oder braucht man auch für zu Hause eine Profi-Espressomaschine? Barista Arno Schmeil gibt Tipps. Plus: Eine Persiflage auf den berühmten Kaffee-Werbspot mit George Clooney – für die gute Sache.

Ein Großteil des Kaffees, den wir trinken, kommt aus Entwicklungsländern wie Brasilien, Vietnam oder Kolumbien; besonders guter aus Äthiopien. Trotz harter Arbeit leben die meisten Kaffeebauern dort in Armut – weil sie ihre Ernte zu Schleuderpreisen verkaufen müssen. Wer das nicht möchte, greift zu Kaffee aus fairem Handel, zu erkennen am Fairtrade-Label. Es garantiert die Zahlung von Mindestpreisen und das Einhalten von Umweltstandards.

Welcher Kaffee ist der beste? Die Stiftung Warentest hat 31 Marken untersucht und sich auch angesehen, wer ökologisch und fair produziert.

Man kann’s ja mal versuchen: Nicht alles, was auf den ersten Blick wie Kaffee aussieht, ist auch welcher. Manche Hersteller strecken Röstkaffee mit Karamell und dem Füllstoff Maltodextrin und nennen das dann liebevoll „Melange“. Um den Unterschied zu entdecken, muss man am Supermarktregal genau hingucken. Die neo-Kollegen von Da wird mir übel haben das getan.

Sommeliers gibt’s nur beim Wein? Von wegen: Michael Gliss ist Deutschlands erster Kaffee-Sommelier. Er weiß alles über Kaffee-Bohnen, Geschmacknuancen und die richtige Zubereitung.

Mehr als nur Kaffee kochen: In den modernen Café-Bars stehen Baristi hinter der Theke, eine Art Barkeeper an der Espressomaschine. Die besten von ihnen treten in nationalen und internationalen Wettbewerben gegeneinander an. Nächster Termin: 23. bis 25. März in Mannheim.

Espresso? Filterkaffee? Oder lieber einen Iced Caramel Macchiato aus dem Coffee-Shop? Mit diesem Test kannst du herausfinden, welcher Kaffee-Typ du bist.

von Kerstin Deppe

1 Kommentar | 23. August 2012 | 13:00 Uhr | Twittern | Facebook

Ein Kommentar

  1. Solange der Kaffee zum Genuß getrunken wird kann meiner Meinung nach jeder soviel Trinken wie er will. Bedenklich wird es nur wenn er tatsächlich als “Doping” verwendet wird. Das sind dann meisten die Personen die Abends noch eine Schlaftablette einschmeissen!

    Schorn | 29. August 2012 | 09:36 | Antworten

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