Vorsicht Falle!
Nur mal schnell eine Software aus dem Netz laden oder eine Route berechnen lassen – und plötzlich hat man eine saftige Rechnung oder gar ein Abo am Hals. Mit solcher Abzocke soll jetzt Schluss sein: Seit dem 1. August gibt es die so genannte Button-Lösung, die versteckten Kosten und teuren Überraschungen den Kampf ansagt. Vor Datenklau schützt der neue Knopf leider nicht: Um die Sicherheit seiner Accounts und Passwörter muss sich jeder selber kümmern.
Abofalle adé
Jedem zehnten Internetnutzer ist es schon mal passiert: Er ist in eine Kostenfalle getappt. So wie Agnis Struzyna: Sie war auf der Suche nach günstigen Schuhen – und hat, ohne es zu bemerken, einen Vertrag abgeschlossen. Hallo Deutschland hat sie getroffen – und den Mann, der an den dubiosen Geschäftspraktiken verdient [Videos[.
„Jetzt kaufen“ statt „Bestellen“ oder einfach nur „Weiter“: Ab sofort müssen die Buttons in Internet-Shops eindeutig beschriftet sein. Sind sie es nicht, ist ein Kaufvertrag unwirksam. Verbraucherschützer begrüßen die Button-Lösung – und geben Tipps, woran man eine seriöse Website erkennt. Denn: Nicht alle Unternehmen halten sich an die neue Regelung, so die Stiftung Warentest.
Und wenn man auf einen unseriöse Anbieter hereingefallen ist? Auf keinen Fall zahlen und sich auch von aggressiven Inkassoschreiben nicht einschüchtern lassen, rät der Bundesverband Informationswirtschaft, Telekommunikation und neue Medien e.V (BITKOM).
Knackpunkt: Passwort
Eine andere Form der Abzocke: Datenklau. Durch Lecks und Hackerangriffe gelangen immer wieder Kundendaten in falsche Hände. Aktuelle Fälle: der Brillenladen Mister Spex, die Single-Börse meetOne und der Internetkonzern Yahoo. Betroffene sollten ihr Passwort sofort ändern – auch für andere Shops und Dienste, für die sie dieselben Zugangsdaten benutzt haben.
Viel sicherer: Für jedes Nutzerkonto ein anderes Passwort verwenden. Hilfe beim Verwalten bieten Tools wie Keepass oder Lastpass, an das regelmäßige Ändern erinnert eine App. Wie ein gutes und einprägsames Passwort aussieht, wissen die Kollegen von WISO und das Bundesamt für Sicherheit in der Informationstechnik (BSI).
von Kerstin Deppe
(Das ZDF ist für den Inhalt externer Internetseiten nicht verantwortlich)
Kommentieren | 07. August 2012 | 18:00 Uhr |
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