Es trommeln die Motoren…
… es dröhnt in meinen Ohren! Sang Herbert Grönemeyer schon 1984. Und seitdem ist es noch viel lauter geworden bei uns: Tag und Nacht donnern LKWs und Autos über die Straßen, starten und landen Flugzeuge, sind Züge unterwegs. Vielerorts gibt es vor dem Verkehrslärm kein Entrinnen – und wer in einer Einflugschneise, neben der Autobahn oder an einer Bahntrasse wohnt ist nicht nur genervt, sondern schadet auch seiner Gesundheit.
Krank durch Krach
Einfach zu viel um die Ohren: Jeder von uns ist täglich Lärm ausgesetzt – unterwegs, zu Hause oder am Arbeitsplatz. Laut einer Umfrage des Bundesumweltamtes wird besonders Verkehrslärm [Video] als störend empfunden. Und wer dauerhaft Krach ausgesetzt ist, wird irgendwann krank.
Leben in der Lärmhölle: die ZDF-Doku planet.e hat Anwohner von Flughäfen, Autobahnen und Schienenstrecken besucht und sich die gesundheitlichen, sozialen und wirtschaftlichen Folgen des Dauerlärms angesehen.
Wie laut ist das denn?
Was heißt eigentlich laut? Raschelnde Blätter bringen es auf 10 bis 20 Dezibel, Flugzeuge in 250 bis 300 Metern Höhe auf 80 bis 90. Die Schmerzgrenze liegt bei 130 Dezibel. Wer wissen will, wie laut der Krach um ihn herum ist, kann mit seinem Smartphone den Geräuschpegel messen. Zum Beispiel mit der Lärm App der HNO-Ärzte, dem Sound Meter oder dem Noise Immission Analyzer.
Lärm lass nach!
Warum ist es am Rhein so laut? Durch das idyllische Mittelrheintal rattern täglich bis zu 500 Züge, zum Teil nur wenige Meter an den Wohnhäusern vorbei. In der Universitätsstadt Marburg ist der Straßenverkehr ein Problem, rund um Frankfurt stört Fluglärm die Ruhe. [Videos].
Neue Methoden gegen den Lärm: Flüsterasphalt und gekrümmte Schallschutzwände sollen den Krach von Autos, LKWs und Bussen reduzieren. Ab November gibt es ein neues Reifenlabel, das u.a. das Rollgeräusch auf der Fahrbahn angibt – so kann man sich beim Kauf bewusst für ein leises Modell entscheiden. Und eine neues Anflugverfahren soll die Lärmbelastung rund um Flughäfen erträglicher machen. [Video].
von Kerstin Deppe
(Das ZDF ist für den Inhalt externer Internetseiten nicht verantwortlich)
Kommentieren | 31. Juli 2012 | 16:00 Uhr |
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