Legal, illegal, scheißegal?

Die letzte Staffel deiner Lieblingsserie gibt’s noch nicht auf DVD – aber im Netz? Und das neue Album dieser gehypten Band willst du dir erstmal anhören, bevor du es kaufst? Wer im Internet Musik oder Filme herunterlädt, begibt sich auf dünnes Eis – und ist verunsichert: Was ist erlaubt? Was nicht? Und was hat es mit dem Urheberrecht auf sich, über das jetzt auf einmal alle reden?
Für Film- und Serienfans wird es eng: Nach kino.to wurden nun auch die Plattformen Megaupload und Megavideo dichtgemacht. Grund: Piraterie und Verletzung des Urheberrechts. Ob man sich auch als Konsument strafbar macht hängt davon ab, ob man sich die Filme herunterlädt oder „nur“ streamt.
Beim Up- und Download von urheberrechtlich geschütztem Material ist die Rechtlage klar: Wer einen Film bei einem Filehoster ablegt oder von dort herunterlädt und auf dem heimischen Rechner speichert, fertigt jeweils eine Raubkopie an – und das ist nach internationalem Recht verboten. Weniger einig sind sich die Juristen beim Streaming.
Garantiert legal:
Die Streaming-Angebote in den Mediatheken von ZDF, arte und 3sat.
Musik liegt in der Luft: Nach Simfy, Napster, Deezer und Rara ist mit Spotify vor wenigen Tagen ein weiterer Online-Streaming-Dienst für Musik bei uns gestartet. Das Prinzip ist bei allen ähnlich: Gegen eine monatliche Gebühr kann man sich unbegrenzt viele Musiktitel aus einer mehrere Millionen Titel umfassenden Datenbank anhören; bei einigen Anbietern gibt es auch ein kostenloses Basis-Angebot. Anders als die Gratis-Downloads von den Tauschbörsen ist das Audio-on-Demand-Streaming legal – aber nicht unumstritten. Der Grund: Für die Musiker und Komponisten bliebt bei diesem Geschäftsmodell kaum etwas übrig.
Überhaupt, das Urheberrecht: Seit Monaten tobt ein erbitterter Kampf darum, wie kreative Leistungen im Netz geschützt oder vergütet werden sollen – und wie nicht. Besonders das Anti-Piraterie-Abkommen ACTA, kurz für Anti-Counterfeiting Trade Agreement, steht unter Beschuss. Gegner fürchten Netzsperren und gehen zu Zehntausenden für ein freies Internet auf die Straße. Mit Erfolg: Aufgrund der anhaltenden Proteste hat die Bundesregierung ihre bereits zugesagte Zustimmung zu dem Abkommen zurückgezogen.
von Kerstin Deppe
(Das ZDF ist für den Inhalt externer Webseiten nicht verantwortlich)
3 Kommentare | 03. Juli 2012 | 17:00 Uhr |
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Könnt ihr bitte nochmal die Links nennen für das testscreening? Ich war nicht schnell genug
Aber klar: http://www.testscreening.de und http://www.sneak-kino.de
Dieser Artikel gefällt mir sehr gut.