Immer schön flexibel bleiben


Nine to Five war gestern: Nur noch gut die Hälfte der Berufstätigen hat starre Arbeitszeiten, der Rest kann, meistens in Form von Gleitzeitmodellen oder Arbeitszeitkonten, mitentscheiden, wann er mit der Arbeit anfängt oder aufhört. Eigentlich nicht schlecht – aber wenn vor lauter Flexibilität die Grenzen zwischen Beruf und Freizeit verschwinden oder der Lebensrhythmus komplett durcheinander kommt, wird’s schwierig.

Die Arbeitszeiten an die Öffnungszeiten der Kita oder den Job des Partners anpassen: Das ist eine feine Sache und erleichtert es Eltern, Familie und Beruf unter einen Hut zu bringen. Und klappt in einigen Firmen schon ganz gut. Bei Netflix oder IBM können Mitarbeiter sogar so oft und so lange Urlaub machen, wie sie wollen – Hauptsache, die Arbeit wird erledigt.

Die Kehrseite der Medaille: Wer nicht im Büro ist, ist trotzdem über Handy und Mail erreichbar – und die Grenzen zwischen Arbeit und Freizeit verschwimmen. Und wer ständig latent im Einsatz ist und nicht mehr abschalten kann, wird irgendwann krank.

Welche Arbeitszeitmodelle gibt es? Und wie viel Flexibilität verträgt der Mensch? Die Bundesanstalt für Arbeitsschutz und Arbeitsmedizin hat dazu eine Broschüre herausgebracht (PDF, 509 KB). Informationen gibt es auch beim Bundesministerium für Arbeit und Soziales.

Sozialer Jetlag: Nicht immer passen unsere Arbeitszeiten zum natürlichen Rhythmus. Wenn wir zu früh anfangen oder zu spät aufhören kommt die innere Uhr durcheinander, und wir geraten aus dem Gleichgewicht. Das ist nicht gut für die Produktivität – und kann dick machen. Was helfen kann: In der Mittagspause beim Lunch Beat dagegen antanzen. Die nächsten Termine in Deutschland: 23. Mai in München, 31. Mai Hamburg und Berlin.

von Kerstin Deppe

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Kommentieren | 22. Mai 2012 | 18:00 Uhr | Twittern | Facebook

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