Das kostbare Nass
Heute schon geduscht? Kaffee gekocht? Eine Maschine Wäsche gewaschen? Vielleicht die Blumen gegossen? Und wer auch mal auf der Toilette war (inklusive Händewaschen), hat bis jetzt schon mal rund 120 Liter Wasser verbraucht – wahrscheinlich ohne sich groß Gedanken darüber zu machen. Warum auch: Für uns ist es selbstverständlich, dass Wasser zu jeder Tages- und Nachtzeit in bester Qualität aus dem Hahn kommt. Damit wir ab und zu daran erinnert werden, was für ein Luxus das eigentlich ist und wie wichtig Wasser für unser Leben ist, gibt es einmal im Jahr den Weltwassertag. Und der ist heute.
Wie sauber ist unser Leitungswasser?
Unser Trinkwasser ist sauber und sicher, man könne es bedenkenlos aus der Leitung trinken – so das Ergebnis einer groß angelegten Untersuchung des Umweltbundesamtes. Den vollständigen Bericht zur Wasserqualität in Deutschland gibt es auf der Website als Download, ebenso einen Ratgeber mit Infos rund ums Trinkwasser.
Doch nach Recherchen der ZDF Redaktion Frontal 21 sind die Wasserwerke und ihre Filter längst nicht mehr gegen all das gewappnet, was beispielsweise täglich in die Toiletten geschüttet wird. Das sind etwa abgelaufene Medikamente. Aber auch Viren und Bakteien können die Filtersysteme der Wasserwerke überfordern. Wie wahr also sind die Lobpreisungen fürs deutsche Wasser?
Unser täglich Wasser
Bewusstsein schaffen: 142 Liter bestes Trinkwasser verbraucht jeder Deutsche pro Tag. Das wenigste davon wird getrunken oder zur Nahrungszubereitung verbraucht; der Großteil geht fürs Duschen oder die Toilettenspülung drauf. Aktivisten der Initiative Viva con Agua haben ausprobiert, wie man mit 20 Litern am Tag lebt: Das ist die Menge, die laut WHO jeder Mensch mindestens braucht.
Teure Tropfen: Über 6.200 Wasserversorger gibt es in der Republik – und die verkaufen ihr Gut zu ganz unterschiedlichen Preisen. In Sachsen etwa ist Wasser rund achtmal so teuer wie in manchen Regionen Bayerns. Da kann ein Vollbad schon mal zum Luxus werden. Was hilft: Wasser sparen – oder gegen hohe Preise protestieren. Die Wasser-Rebellen von Reiskirchen haben das getan.
Ressource und Lebenselixier
Die Macht der Elemente: Im Rahmen einer vierteiligen Doku hat sich Terra X-Moderator Dirk Steffens auf die Spur des Wassers begeben. Los geht’s da, wo es wenig davon gibt und man seinen Wert deshalb besonders schätzt: in der Wüste.
Was passiert, wenn die Ressourcen der Erde erschöpft sind? In Israel, wo Wasser knapp ist, macht die Not erfinderisch. Das Motto: Aus wenig mach mehr.
Lust auf ein bisschen Philosophie? Zum Weltwassertag haben sich die Kollegen von der Kulturzeit Gedanken über Wasser als Ursprung allen Seins gemacht.
von Kerstin Deppe
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1 Kommentar | 22. März 2012 | 19:00 Uhr |
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Danke für den Update!