Teilen, leihen, sparen

EuroscheineWeniger Geld ausgeben und trotzdem nicht verzichten, das ist In: Im Zuge der Wirtschaftskrise entdecken immer mehr Menschen ihre Lust am Tauschen und Teilen neu. Warum ein eigenes Auto haben, wenn man es nur ab und zu braucht? Und warum eine teure Bohrmaschine kaufen, wenn der Nachbar eine im Schrank hat? Weniger Besitz bedeutet mehr Freiheit – und mehr Geld im Portemonnaie. Mit dem man sich andere, tolle Sachen kaufen kann – oder in den Urlaub fahren.

Du hast ein Auto, brauchst es aber selten? Oder du hast keins, wärst aber ab und zu gerne mobil, um ins Grüne oder zum Großeinkauf in den Baumarkt zu fahren zum Beispiel? Auf Plattformen wie Nachbarschaftsauto oder Tamyca, kurz für Take My Car, können Privatleute Fahrzeuge temporär verleihen oder anmieten.

Kein passendes Auto in der Nachbarschaft gefunden? Unternehmen wie Flinkster, Drive Now oder Greenwheels bieten professionelles Carsharing. Weitere Infos und eine (nicht vollständige) Anbieterliste gibt es beim Bundesverband Carsharing, einen Vergleich von privaten und kommerziellen Angeboten bei uns:

Nicht nur Autos kann man bei Bedarf mieten. Bei Erento ist (fast) alles im Angebot, was das Herz begehrt – von der Parkettschleifmaschine bis zum Snowboardschuh. Über Regio-Portale lassen sich gezielt Angebote in der Nähe suchen.

Ab in den Urlaub – aber natürlich nicht in irgendein Hotel. Viel interessanter und preiswerter ist Couchsurfing. Motto: Meine Couch ist deine Couch. Eine Mischung aus Couchsurfing und Hotel ist airbnb. Hier kann man weltweit und für relativ wenig Geld private Unterkünfte anmieten.

Bei Fremden wohnen, während die im Urlaub sind – und während man selbst weg ist, die eigenen vier Wände anderen überlassen: das nennt man Haustausch. Passende Domizile suchen und das eigene anbieten kann man z.B. bei Homelink, Intervac und Haustauschferien.  In der Praxis sieht das dann so aus.

Ballast abwerfen – das geht auch beim Mobiliar. Möbel aus Pappe sind preiswert und machen sich beim nächsten Umzug schön leicht. Wer Pappe nicht mag: Für wenig Geld kann man seine Möbel auch selber bauen. Vorkenntnisse: nicht nötig.

Nicht alles kann man leihen oder tauschen. Dinge wie Handy oder Laptop, die man ständig braucht, muss man nach wie vor kaufen. Doch auch dabei kann man sparen: Viele Händler bieten in ihren Online-Shops B-Ware an, technisch einwandfreie Geräte mit kleinen optischen Mängeln. Manchmal ist auch nur die Verpackung leicht beschädigt. Sparpotenzial: mehrere Hundert Euro.

von Kerstin Deppe

Kommentieren | 21. Februar 2012 | 18:00 Uhr | Twittern | Facebook

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