Nackt im Netz?

Facebook und der Datenschutz – ein Thema ohne Ende. Neu angefacht wird die Diskussion durch die Einführung der Timeline, einem digitalen Lebenslauf im Netz. Für User gibt es kein Entkommen – und Datenschützer laufen Sturm. Doch ist die neue Chronik wirklich so bedenklich? Und wie hält es Konkurrent Google mit der Privatsphäre?

Digitale Lebensline: Die Timeline von Facebook zeigt alle Äußerungen und Tätigkeiten eines Benutzers auf einem Zeitstrahl an; in Deutschland heißt das Chronik. Nutzer müssen die Neuerung ohne Zustimmung übernehmen.

Mit der Chronik werden alte Kommentare leichter zugänglich. Schlimm? Oder ist die ganze Aufregung um die neue Timeline nur ein Stürmchen im Wasserglas? Das meint die datenschutzkritische Spackeria. Sie fordert: Keine Macht den Datenschützern – und her mit einer Post-Privacy.

Legitim oder illegaler Datenklau? Facebook will mit den Nutzern in erster Linie Geld verdienen, sagt der Datenschutzbeauftragte Thilo Weichert.

Mehr Kontrolle über die eigenen Daten: Datenschützer haben bei einer Betriebsprüfung in der Europa-Zentrale von Facebook keine gravierenden Verstöße gefunden, mahnen aber Verbesserungen an. Bei einer Änderung der Privatsphäre-Einstellungen müssen die Nutzer künftig gewarnt werden.

Alle bemängeln den fehlenden Datenschutz bei Facebook – doch was ist eigentlich mit Google+? Ist das die bessere Alternative? Sicherheitsforscher haben den Test gemacht.

Auch bei Google gibt es weitreichende Änderungen: Künftig sollen Nutzerprofile zusammengelegt werden. Eine Zumutung?

Hosen runter! Facebook, Google und Apple haben zusammen mehr Daten als jedes Einwohnermeldeamt. Wie nackt sind wir im Netz wirklich? Zeigt eine Reportage von ZDF.zoom.

„Bitte bestätigen Sie die AGBs, bevor Sie fortfahren“: Doch wer das tut, kommt zu nichts anderem mehr. Ausgedruckte 60 Seiten sind es bei iTunes, fast genauso viel bei Amazon. Was genau in den AGBs geregelt ist und wann die Bestimmungen dort ungültig sind, haben sich die Kollegen von Hyperland angesehen.

Keine Lust auf ellenlange Ausdrucke oder stundenlanges Lesen? Die AGBs von Facebook könnt ihr euch auch vorlesen lassen.

von Kerstin Deppe

1 Kommentar | 17. Februar 2012 | 18:00 Uhr | Twittern | Facebook

Ein Kommentar

  1. Selbst als Firma die vorwiegend im Netz agiert kommt man leider nicht um Facebook herum, die Marktchancen sind einfach zu groß. Daher werden bereitwillig diese Angesprochenen Risiken eingegagen.

    Diese Diskusionen wird es wohl ewig geben, aber kann man effektiv etwas daran ändern? Wohl kaum.

    Chris | 18. Februar 2012 | 08:23 | Antworten

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