Die neuen Privatsphäre-Optionen bei Facebook
Die Idee der Circles in Google+ ist nicht wirklich neu: auch Facebook unterstützt die Möglichkeit, bestimmte Informationen und Statusmeldungen nur einer bestimmten Gruppe von “Freunden” zukommen zu lassen.
Grundvoraussetzung dazu: die Kontakte müssen in Listen organisiert werden. Das geschieht unter “Profil” “Freunde” “Freunde bearbeiten”. Wie viele Listen man anlegt ist zwar Geschmackssache, zu viele sollten es aber nicht sein. Mit “Echte Freunde”, “Kollegen”, “Familie” und “Bekannte” kommt man beim Dosieren seiner Veröffentlichungen schon sehr weit.
Profilinformationen
Seit kurzem vereinfacht es Facebook, auch für die Profilinformationen festzulegen, wer welche Daten sehen kann.
Direkt hinter den Profilinformationen kann festgelegt werden, wer sie einsehen kann. Die Standardeinstellungen sind nach wie vor recht großzügig, es empfiehlt sich, alle Profildaten durchzugehen und einzuschränken.
Einfacher geworden ist es jetzt, den Eintrag daraufhin zu kontrollieren, wie er von anderen gesehen werden kann. Auf “Profil” gibt es neben dem “Profil bearbeiten”-Knopf jetzt das “Anzeigen als” viel deutlicher als zuvor. Man kann so die Ansicht der Profilinformationen als einzelne Person oder Mitglied einer Liste kontrollieren und gegebenenfalls die Einstellungen korrigieren.
Postings
Es ist jetzt einfacher zu steuern, wer welches Posting zu Gesicht bekommt, etwa Meldungen zum Hobby nur an die Vereinskameraden gehen zu lassen und nicht an alle Freunde.
Statt des kryptischen Icons gibt es jetzt eine Übersicht der ausgewählten Zielgruppen neben dem “Posten”-Button.
Aber Achtung: Im Gegensatz zur früher merkt sich Facebook für das nächste Posting die zuletzt gewählte Einstellung, setzt also die Veröffentlichungsoptionen nicht mehr auf die Standardeinstellungen zurück. Das kann am Anfang zu unerwünschen falschen Adressierungen führen. Allerdings: jetzt lassen sich die Veröffentlichungsoptionen nachträglich ändern. (Nur: wer eine Meldung gelesen hat, der hat sie gelesen!)
Markieren und Orte
Ein bisschen anstrengend ist die Idee von Facebook, jeder solle zu seinen Postings auch seine aktuelle Position hinzufügen und vor allem Menschen “markieren”.
Die Möglichkeiten, Menschen auf Fotos zu markieren, also ein Gesicht auf einem Bild mit einem Facebook-Account zu verknüpfen, hat schon für viele Irritiationen gesorgt. Mit der neuerlichen Änderung bei Facebook ist diese Möglichkeit noch erweitert worden: war es bisher nur möglich, “Freunde” zu markieren, so kann jetzt jeder jeden markieren, auf einem Bild also mit Namen und Link zum Profil versehen. Das ist eine klare Ausweitung dieser Optionen. Bisher war es so, dass der Markierte eine Information darüber erhielt, dass er markiert wurde. Er konnte dem dann widersprechen, veröffentlich war die Markierung aber zunächst einmal.
Jetzt kann jeder bestimmen, dass derartige Markierungen nur erfolgen dürfen, wenn der Markierte das auch genehmigt – es gibt also “freizugebende Markierungen”. Wiedermal: dies ist leider nicht die Grundeinstellung. Man findet diese Optionen, facebooktypisch gut versteckt, unter: “Konto” “Privatsphäre-Einstellungen” “Funktionsweise von Markierungen”.
Hier sollte man “Profil Überprüfung” und “Markierungen überprüfen” auf AN stellen: damit wird jede Markierung der eigenen Person zur Bestätigung vorgelegt. “Markierungsvorschläge” gehört zu den mit der umstrittenen Gesichtserkennung von Facebook verknüpften Funktion: steht hier ein AN, dann wir bei hochgeladenen Fotos von Freunden gescannt, ob Dein Gesicht erkannt werden kann. Ist das so, wird Dein Name und eine Markierung vorgeschlagen. Auch “Freunde können angeben wo Du dich befindest” sollte auf AUS stehen.
Fazit
In vielerlei Hinsicht sind die Änderungen bei Facebook rein kosmetischer Natur – die Möglichkeit, Freunde in Listen zu organisieren wird nur ein wenig transparenter, die Markierungen eher unübersichtlicher. So intuitiv wie das Circles-System von Google+ ist das Ganze nicht, allerdings auch nicht sehr weit davon entfernt.
Grunsätzlich sollte gelten:
- Zurückhaltend mit privaten Informationen umgehen.
- Auch wenn man Inhalte vor Freunden verbergen kann: Facebook kennt sie.
- Freunde in Listen sortieren.
- Bei jedem Posting genaug kontrollieren, welche Veröffentlichungseinstellungen gerade gelten.
2 Kommentare | 05. September 2011 | 08:30 Uhr |
|



















sehr geehrte damen und herren,
als neuling bei facebook habe ich auch die zdf seite aufgesucht, allerding finde ich dort keine funktion um einen kommentar zu verschiedenen sendungen abzugeben oder ihre seite in meine freundesliste aufzunehmen.
welche erklärung gibt es dazu ?
ich würde mich sehr über einen tip freuen
mfg. MB
Hallo,
sie können die ZDF-Facebook-Seiten, etwa http://www.facebook.com/ZDFwiso oder http://www.facebook.com/ZDF besuchen und sich sich dort mit uns “anfreunden”. Die Webseite http://www.zdf.de verzichtet, auch aus datenschutzrechtlichen Gründen, auf eine direkte einbindung von Facebook-Funktionen.