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Entscheidung zur Schmugglerroute über den Kilimandscharo
Hallo Leute,
wie gestern erwähnt, hat mir mein Taxifahrer und Tauschhelfer Barraka dazu geraten, dass ich lieber das Land wechseln und nach Kenia gehen solle, da in Tansania Tauschdeals für die Bevölkerung einfach uninteressant seien. Siehe Blog gestern und vorgestern..
Deshalb habe ich mich entschieden ins benachbarte Kenia zu reisen, um nicht noch mehr Zeit zu verlieren, schließlich liegt es direkt hinter dem naheliegenden Kilimandscharo.
Jetzt könnte ich einen Flieger über die Grenze nehmen, aber auch hier hat mich Barraka gewarnt, das Gold und Silber über die Grenze zu bringen. Es könnte zu größeren Problemen mit dem Zoll führen.
Deshalb hier ein ziemlich verrückter Plan, der Grenz- und Zollprobleme vermeidet und zugleich das wohl größte Abenteuer des Tauschrausches sein könnte:
Ich habe die Möglichkeit mit drei einheimischen Bergführern über die Umbwe Route bis oben auf den Kilimandscharo (5895 Meter) zu wandern, um dann über die alte Schmugglerroute hinunter Richtung Kenia auf die touristisch erschlossene Rongai Route zu gelangen. Diese führt direkt ohne nervige Zollkontrollen nach Kenia rein, und dürfte wohl das Abenteuerlichste überhaupt sein. Das Ganze wird ungefähr acht Tage dauern, was äußerst viel ist, aber ich muss da irgendwie hoch!
Schließlich galt der Kilimandscharo zur deutschen Kolonialzeit unter dem Namen Kaiser-Wilhelm-Spitze als höchster deutscher Berg. Also kann ich bei seiner Überquerung auch noch viel über den ehemaligen Deutsch-Tansania Austausch lernen.
Morgen geht es zum Höhentraining, damit ich diese ausgesprochen anspruchsvolle Wanderung auch schaffe.
Euer Michael
PS: Die neusten Updates von mir gibt es übrigens hier: www.twitter.com/zdfneo
2 Kommentare | Michael Wigge | 10. Juni 2011 | 18:43 Uhr |
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Gefahr in Tansania
Nachdem ich gestern eher ausgelacht wurde, ging es heute etwas härter zu. Nach einigen erfolglosen Tauschversuchen auf der Straße, sammelten sich einige Männer um mich herum, die Geld dafür haben wollten, dass sie meinen Tauschversuch abgelehnt hatten. Also, eigentlich ging es um Geld für die Worte, die sie mit mir gewechselt hatten. Zum Glück hatte ich meinen Taxifahrer Barraka bei mir, als eine Art Sicherheitsschutz. Er hielt die meuternde Menge in Schach, so dass wir etwas später diskret durch die Straßen Arushas verschwinden konnten.
Barraka erzählte mir, dass die Sicherheitslage in Tansania so mäßig sei. Nachts ist es absolutes Tabu für einen Weißen auf die Straße zu gehen. Aber auch tagsüber kann es schwierig sein, gerade wenn man unzenweise Gold und Silber dabei hat. So gingen die Tauschversuche in Barrakas Landrover weiter. Durch das Fenster gab es einige weitere Tauschgespräche. Bis auf ein altes Paar Schuhe wurde mir aber nichts angeboten.
Deshalb gab es dann mit Barraka ein Krisengespräch. Er unterstrich, genauso wie gestern, dass Tansania einfach zu arm zum Tauschen sei und die Menschen deshalb nur harte Währung akzeptieren. Unsichere Tauschdeals sind für die arme Bevölkerung einfach zu riskant. Er riet mir im benachbarten Kenia mein Glück zu versuchen.
Diese Planänderung wäre kein großes Problem, zumal die Grenze direkt hinter dem Kilimandscharo liegt, den man von Arusha aus schon sehen kann.
Ich werde darüber schlafen!
Euer Michael
PS: Die neusten Updates von mir gibt es übrigens hier: www.twitter.com/zdfneo
3 Kommentare | Michael Wigge | 09. Juni 2011 | 19:03 Uhr |
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Geld statt Gold!
Hallo Leute,
heute ging es mit viel Schwung auf die Straßen Tansanias, um die Gold- und Silbermünzen einzutauschen. In meiner Trainingsjacke eingeklebt konnte ich sie somit jedem Passanten zeigen, ohne sie umständlich aus der Tasche zu kramen.
Die Reaktionen waren gemischt. Einige Leute boten mir für die Münzen im Wert von 5000 Dollar ihre Kappe oder ihren Pulli an, andere wiederum ihre Schuhe. Insgesamt ist es toll, dass Leute überhaupt spontan tauschen möchten, aber der Gegenwert wurde nicht gesehen, beziehungsweise mir nicht geglaubt.
Mehrere Männer lachten sich regelrecht schlapp, als ich versicherte, dass die Münzen auf der Innenseite meiner Jacke echt sind. Einer wollte sogar eine der Münzen im Selbstversuch durchbrechen, um den Beweis zu erbringen, dass ich ein Hochstapler sei. Insgesamt blieb die Stimmung positiv, aber so manche Zeigefinger mit großem Gelächter wurden mir entgegen gehalten.Auf einem riesigen Flohmarkt flog ich dann raus, weil Leute einen Tauschhändler mit Gold für unseriös hielten. Zwei Kinder lachten sich danach übrigens auch noch mal schlapp, dass ich ihr Fahrrad für die drei Taler haben wollte.
Also, einfach mal so auf der Straße tauschen, klappt nicht. Mein hiesiger Taxifahrer Barraka, erklärte mir dann im Interview, dass Tauschen in Tansania vollkommen out sei, da es hier knallhart um Geld gehe. Die Menschen sind arm und denken jeden Morgen darüber nach wie sie genug Geld für den Tag zusammen bekommen, so Barraka. Deshalb geht man auf ungewisse Tauschgeschäfte mit einem Europäer und drei Unzen Gold und Silber einfach nicht ein.
Euer Michael
Kommentieren | Michael Wigge | 08. Juni 2011 | 17:48 Uhr |
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Gebrauchsmöglichkeiten für Goldtaler
Jetzt bin ich hier in Tansania mit drei Unzen Gold und drei Unzen Silber und muss sie hier irgendwie eingetauscht kriegen. Erste vorsichtige Annäherungsversuche mit Einheimischen sind noch zu keinem Ergebnis gekommen, da ich nicht gleich jedem erzählen möchte, was in meiner Tasche ist.
Also bleibt etwas Zeit zur Vorbereitung. Schließlich möchte ich eine sehr lange Liste von Argumenten haben, warum mir Leute die Gold- und Silbermünzen eintauschen sollen – und ich habe sie gefunden:
1. Goldtaler stabilisieren perfekt wackelige Tische, so wie die in meinem Hostel hier. Ist es nicht eine Wohltat an einem ruhigen und stabilen Tisch zu essen?

2. Goldtaler lassen sich mit Hilfe einer Zigarette sehr gut als Sonnenuhr nutzen, sofern mal die Handy- oder Armbanduhr ausfällt.3. Goldtaler sind ebenfalls gut als Ersatzsteine in Mühle- und Damespielen zu verwenden. Wer kennt nicht die ärgerliche Situation, wenn mal wieder ein Steinchen fehlt?
4. Goldtaler sind perfekte Malhilfen, wenn man eine Sonne oder ein Auto malen möchte. Mann, hat das heute Spaß gemacht!
5. Und Goldtaler stopfen jedes Spülbecken, wenn der Pfropfen abhanden gekommen ist.
Kann bei diesen Argumenten noch jemand einem Goldtausch widerstehen?
Bis morgen,
Euer Michael
3 Kommentare | Michael Wigge | 07. Juni 2011 | 21:52 Uhr |
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Ankunft Tansania
Nach einem Zwischenstopp in Äthiopien ging es heute Nachmittag weiter nach Arusha in Tansania. Die Begrüßung hätte wohl nicht schöner sein können: Der Blick aus dem Flieger und dann aus Flughafengebäude führte direkt zum Kilimandscharo. Afrikas höchster Berg, der schneebedeckt ist, sieht einfach überwältigend aus.

Die weiteren Eindrücke waren ebenfalls gut. Der Ort Arusha liegt zwar in Äquatornähe, aber durch seine 1300 Höhenmeter herrschen hier angenehme 25 Grad. Viele Menschen, wildes Treiben, tolle Natur und intensive Farben geben einen guten ersten Eindruck.Aber es gab leider auch schon ein paar kleine Dämpfer. Sowohl im Flughafen Café, als auch an der Bar in meinem Hostel hieß es, dass ich mein Wechselgeld für mein Getränk erst später bekäme. In beiden Fällen musste ich dreimal nachfragen, um es dann auch wirklich zu bekommen.
Gerade habe ich mit der Internetbetreuerin hier im Hostel gesprochen, die mich stark gewarnt hat nach Anbruch der Dunkelheit noch durch den Ort zu laufen, da die Kriminalität sehr hoch sein soll.
Ich habe ihr mal nichts davon erzählt, dass ich drei Unzen Gold und drei Unzen Silber in der Tasche habe und sollte mit dieser Aussage wohl auch vorsichtig sein.
Safari-Bier trinkend,
Euer Michael
2 Kommentare | Michael Wigge | 06. Juni 2011 | 19:53 Uhr |
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Die Würfel sind gefallen!
Moin Leute, vielen Dank für die unzähligen Zuschriften. Ich finde viele Kommentare sehr hilfreich und bedanke mich besonders bei Chantal, Susanne, Tobias, Max, Angelika, Petra, Jensiboy, Laura, Holger und Jürgen.
Sehr spannende Anregungen. Besonders gut fand ich, dass Ruanda wirtschaftlich aufstrebend ist. Aber leider hat der Präsident ein paar komische Leichen im Keller, deshalb lieber nicht. Die Idee mit Botswana hat mich auch sehr angesprochen, gerade wegen der Diamanten, aber ich weiß über das Land sehr wenig.
Deshalb habe ich gestern Abend den festen Entschluss gehabt nach Gambia zu fliegen, so wie im Blog vorgeschlagen, da dort keine Goldvorkommen sind und meine heiße Ware bestimmt auf Anklang stoßen könnte.Allerdings habe ich mich nach einem langen Ländertauziehen gestern Nacht noch umentschieden: Nämlich zu Ost-Afrika!
Klar, das ist kein Land, aber Tansania und Kenia haben, wie auch im Blog von jemandem erwähnt, viel Tourismus, was mir helfen könnte. Aber noch mehr:
Zusammen waren sie im 19. Jahrhundert mal deutsche Kolonie. Mich interessiert wie der Austausch zwischen unseren Vorfahren und den Einheimischen eigentlich war. Ebenfalls möchte ich dort schauen, ob zwischen Kolonialherren und Einheimischen auch getauscht wurde, ähnlich wie die Engländer Tee gegen Nahrung in Indien getauscht hatten.
Zur Kolonialzeit gibt es echt schräge Fakten: Der Kilimandscharo hieß damals Wilhelmspitze und galt als Deutschlands höchster Berg. Vielleicht muss ich nach den ganzen Machenschaften unserer Vorfahren in der Region den zerüttelten Austausch mit den Einheimischen etwas verbessern? Ich hätte da schon ein paar Ideen..
Aber es gibt noch weitere Gründe durch diese beiden Länder zu reisen: Die politische Lage ist zumindest halbwegs stabil und durch den Tourismus dürfte ich als Tauschakteur auch nicht zu stark auffallen. Von Piraten oder von einem Diktator, der nicht gehen will, habe ich dort zum Glück auch noch nichts gehört.
Also, ich muss jetzt schnell weg, mein Anschlussflug geht gleich. Nach einem kurzen Umstieg in Äthiopien werde ich mich wieder melden.
Hier schon mal ein paar Foto meines aktuellen Zustands nach 70 Tagen Tauschrausch:

Die Parasiten im Darm, der Schlafmangel und das knallharte Hochtauschen haben da wohl ihre Spuren hinterlassen.
Etwas abgerockt, oder?Wie findet Ihr meine Ost-Afrika Entscheidung?
Euer Michael
5 Kommentare | Michael Wigge | 05. Juni 2011 | 16:31 Uhr |
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Tauschen in Afrika!
Es muss ja weitergehen, und da in Thailand außer dem Geschlecht nicht viel getauscht wird, habe ich mich heute in meinem Reiseatlas umgeschaut. Da ich alle Kontinente bereisen muss, um das Thema Tauschen auch interkulturell zu verstehen, ist als nächstes Afrika dran. Aber wohin in Afrika? Irgendwie gibt es viele Problemherde, in die ich nicht hinein laufen möchte.
Libyen, die Elfenbeinküste und der Sudan kommen für mich aufgrund der Krisen erst mal nicht in Frage.
Dann sind da Südafrika und Tunesien, die ich schon mal besucht habe und deshalb dieses Mal nicht unbedingt dorthin möchte.
In Mosambik und Angola werden leider nur Portugiesisch gesprochen. Einige westafrikanische Staaten fallen ebenfalls heraus, da ich auch nicht Französisch spreche.
Dann gibt noch die Länder der westlichen Sahara, durch die Jahrzehnte lang die Rally Paris-Dakar geführt hatte, aber aufgrund aus Angst vor islamistischen Extremisten auf unbestimmte Zeit nach Südamerika verlegt wurde. Also, bleibe ich da auch lieber weg.
Einige Länder Afrikas gehören leider zu den ärmsten der Welt, wie bestimmt das schöne Malawi oder auch Äthiopien, dass mir aus den 80ern und 90ern mit Spendenaufrufen und traurigen Bildern von Kindern mit dicken Bäuchen aufgrund von Mangelernährung noch gut in Erinnerung geblieben ist. Gold und Silber Tauschaktionen wären hier wohl mehr als zynisch.
Man hört auch immer wieder von Somalia, aber wohl eher wegen eines zerüttelten Staates und wegen der Piraten, die Frachtschiffe entführen und wohl weniger auf Tauschaktionen stehen.
Und dann gibt es auch noch Länder wie Simbabwe, wo der dortige Präsident Mugabe eine Abneigung gegenübern weißen Besuchern ausgelöst hat. Ach, lieber auch nicht…
Ich bin echt verzweifelt, wo ich auf diesem großen und wohl auch sehr schönen Kontinent, der tolle Naturparks, Flüsse, Berge, Tiere und bestimmt viele sehr freundliche Menschen hat, überhaupt hinreisen soll, da ich keine Fehler machen will. Deshalb heute an Euch dieser wichtige Aufruf:
MANN, WO SOLL ICH DENN HIN IN AFRIKA?“Bitte schreibt mir alle Eure Gedanken. Am Wochenende werde ich sie dann auswerten und spätestens übermorgen darauf reagieren! Bitte macht Vorschläge. Jede Stimme zählt!
Euer Michael15 Kommentare | Michael Wigge | 03. Juni 2011 | 21:48 Uhr |
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Geschlechtertausch
Nachdem es im vermeintlichen Tauschland Thailand doch nicht so berauschend mit dem Tauschen ist, sondern man lediglich Tauchen anstatt Tauschen kann, habe ich mich weiter umgesehen. Und ich bin fündig geworden. Zwar werden hier nicht Waren getauscht, aber ich bin auf einen ganzen speziellen Tausch gestoßen: Der Geschlechtertausch!
Insgesamt 1% der Bevölkerung Phukets sollen nämlich aus Ladyboys bestehen, also Jungs, die ihr Geschlecht getauscht haben und nun Lady-like mit einem ausgetauschten Geschlecht durch die Gegend ziehen.
So habe ich heute Linda und Amy getroffen, beide Mitte 20 und Ladyboys. Mich interessierte die eine Frage: Warum tauschen in Thailand so viele ihr Geschlecht?Die Antwort ist komplex. Amy erzählte zuerst davon, dass sie sich schon immer als Mädel gefühlt hatte, aber dass die notwendigen weiblichen Hormone legal und günstig in Apotheken zu kaufen seien, was wohl in anderen Ländern nicht der Fall ist. Also, die Möglichkeiten des Geschlechtertausch werden hier ohne Hürden angeboten und können nach Aussagen von Linda und Amy manches Mal sehr verführerisch sein, so dass man es einfach mal ausprobiert.
Linda beschrieb den kulturellen Aspekt des Ladyboy Daseins. Während man als schwuler Mann nicht immer in der thailändischen Gesellschaft Akzeptanz findet, so bekommt man nach dem Geschlechtertausch als Ladyboy wohl fast den vollen Frauenstatus und wird in der Gesellschaft auch dementsprechend behandelt. Beide erzählten mir, dass ihre Eltern sie als Frauen akzeptieren und das Ganze durch ihr weibliches Aussehen mittlerweile eher als eine Heterosache ansehen.
Aber darüber hinaus gibt es wohl auch noch den finanziellen Aspekt. Zwar ist man als Ladyboy bei einigen Berufsgruppen eingeschränkt, da der Ausweis „männlich“ und das Aussehen „weiblich“ bescheinigt. Aber dafür kann man im „Happy-Massage“ Business mit den Touristen richtig Kohle machen. Linda erzählt von 3000 Baht am Tag, also gut 70 Euro. Die Helfer auf dem Tauchboot vorgestern haben die gleiche Summe in einem ganzen Monat verdient.
Also, die Sache ist komplex. Aber persönliche Gefühlslage, finanzielle Aspekte, kulturelle Akzeptanz und die Zugänglichkeit zu den nötigen Mitteln machen Thailand wohl zum Geschlechter-Tauschland No.1. Trotz aller Vorteile behalte ich aber erst mal mein Geschlecht und schaue mich nach einem neuen Tauschland um, denn die Uhr des Tauschrauschs tickt und tickt….
Euer Michael
3 Kommentare | Michael Wigge | 02. Juni 2011 | 19:33 Uhr |
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Tausch-Aus!
Das große Tausch-Aus hat mich nun in Thailand erwischt. Es geht einfach nichts mehr. Dass ich mich vertan habe mit Tauschen und Tauchen ist wohl allen klar, aber dass hier niemand auf der Straße Gold und Silber haben will, hätte ich nie erwartet.Die Leute hier sind so buddhistisch höflich, dass sie auf mein Gold- und Silberangebot immer wieder lächeln und sich bedanken. Aber sie wollen das Gold nicht haben! Was ist los mit den Thailändern? Gibt es genug Gold an den unzähligen Tempeln, oder sind sie einfach nicht materialistisch genug beim Goldtausch mitzumachen?
Ich glaube sie verstehen mein Anliegen einfach nicht, da ein Deutscher, der auf offener Straße Gold tauschen will, ihnen bislang offensichtlich noch nicht begegnet ist, und sie das einfach nicht einordnen können.Und es wird nun richtig eng: In den letzten drei Jahren hat sich der Goldpreis zwar verdreifacht, aber ich schaue besorgt auf die aktuelle Goldpreisentwicklung. Ehe man seinen Kaffee alle getrunken hat, ist der Goldpreis mal eben um 2% gesunken, was bei drei Unzen Gold mal eben 100 Dollar ausmacht. Also, wenn ich das Gold und Silber nicht bald weiter tausche, könnte ich sogar noch Pech haben, dass die Werte richtig tief fallen.
Morgen muss es eine Lösung geben!
Euer Michael
2 Kommentare | Michael Wigge | 01. Juni 2011 | 20:50 Uhr |
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Tauschen VS Tauchen
Die Euphorie war groß. Es ging gestern mit drei Unzen Gold und drei Unzen Silber in den Flieger nach Thailand, da die Online Suchmaschine mal eben zwei Millionen Suchergebnisse zum Thema „Tauschen in Thailand“ ausgespuckt hatte – dachte ich!
Wenn man dann in seinem Tauschrausch sich auch mal genug Zeit nimmt richtig die Wörter zu lesen, dann merkt man, dass die Suchmaschine nämlich „Tauchen in Thailand“ meinte. Ein kleines „S“ in der Mitte kann den Inhalt ziemlich verändern. Wie wohl die meisten Leute wissen, ist Thailand ein ziemlich gutes Tauch- und nicht Tauschparadies.
So sitze ich nun auf der Insel Phuket, wo überall Tauchsafaris und nicht Tauschsafaris angeboten werden, wie ich so euphorisch in Singapur angenommen habe. Aber nehmen wir es mal locker. Ich bin mit sechs Unzen Gold und Silber nach einem Drittel der Reise ziemlich zufrieden, besonders wenn man bedenkt, dass ich vor fünf Wochen noch fünf Kilo Tee hatte…Deshalb ging es heute einfach mal zum Tauchen, was ein sehr tolles Erlebnis in einer sehr schönen Unterwasserwelt war, inklusive Treffen mit einem Manta Rochen. Getauscht wurde mit ihm unter Wasser aber nicht,
da sein langer und tödlicher Stachel am Ende seines Körper in 18 Meter Tiefe jegliche Tauschgespräche verhinderte. Ich begrüßte ihm also mit einem freundlichen „Moin, Moin!“. Er grüßte aus fünf Metern Entfernung freundlich mit dem Stachel wedelnd zurück, und wir wünschten uns gegenseitig einen guten Tauschrausch beziehungsweise ein gemütliches Weitertauchen.Also, mitten im Tauschrausch mal einen kurzen Tauchrausch einzuschieben ist definitiv nicht verkehrt und erholsam, zumal der Austausch unter Wasser seine Qualitäten hatte.
Euer Michael
1 Kommentar | Michael Wigge | 31. Mai 2011 | 18:17 Uhr |
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