Das Tabu-Thema hinter dem Thema
von Elmar Theveßen
Es gibt ein Thema, das viele deutsche Medien nicht offensiv thematisieren wollen, noch nicht - aus Respekt vor den Geiseln im Jemen und den drei getöteten Krankenschwestern. Aber es sind Beteiligte, die sich zum Ende der Woche mit harschen Worten angehen, weil sich - überschattet und verdeckt von einem schrecklichen Verbrechen - hinter den schlimmen Nachrichten aus einem muslimischen Land fundamentale Differenzen über die berühmte Gretchenfrage verbergen: Wie halten wir es mit der Religion?
„Wir distanzieren uns deutlich von der 'Mission', wie sie von evangelikalen Gruppierungen gehandhabt wird. Für uns ist dies ein Schritt zurück zu einem Verständnis von Mission, das wir glaubten, überwunden zu haben. Die 'Missionsfreiheit', die für alle Länder gelten sollte und zur 'Religionsfreiheit' dazu gehört, hat ganz klar dort ihre Grenzen, wo sie mit Furcht oder Zwang operiert oder die Abhängigkeit von Menschen missbraucht." So sagt es Pater Polykarp von den Steyler Missionaren, einer katholischen Missionsbewegung. Natürlich vergaß er nicht, auch seine Bestürzung, seine Trauer und sein Mitgefühl für die Opfer und ihre Familien deutlich zu machen.
Sowohl die Eltern einer der getöteten Deutschen, als auch die Bibelschule Brake, in der die beiden Krankenschwestern ausgebildet wurden, bestreiten, dass die jungen Frauen im Jemen aktive Mission betrieben. Obwohl die Bibelschule den „Missionsbefehl Jesu Christi" auf ihrer Internetseite unter ihren Zielen auflistet, lässt sich schwer sagen, was in diesem Fall wirklich stimmt. Dennoch darf die Debatte damit nicht enden. Denn es gibt zahlreiche Belege dafür, dass einige - wohlgemerkt längst nicht alle - evangelikale Gruppierungen ihre Anhänger für regelrechte Undercover-Mission in islamischen Ländern ausbilden, um dort Muslime mit den von Pater Polykarp angeprangerten Methoden für den christlichen Glauben zu begeistern.
Viele im eher christlich geprägten Europa hätten gegen eine Verbreitung der christlichen Botschaft in arabischen Ländern wohl kaum Einwände. Doch die Wahl der Mittel und die geistigen Hintergründe einiger evangelikaler Gruppen sind fragwürdig. Bei Veranstaltungen habe ich erlebt, dass Muslime als irregeleitet, ja sogar als Anhänger des Bösen, betitelt wurden. Ägypten sei eigentlich ein christliches Land und auch die Juden müssten sich zu Jesus Christus bekehren. Wenn sie dies nicht täten, würden sie am Ende der Zeiten vernichtet. Ein besonders extremer evangelikaler Prediger sprach sogar von einem „zweiten Holocaust", der notwendig sei, damit Jesus auf die Erde zurückkehren könne.
Da läuft es mir genauso kalt den Rücken runter wie bei katholisch-fundamentalistischen Piusbrüdern, die dem Judentum als Irrglauben die Legitimität absprechen, ultra-orthodoxen Juden, die den Islam zum Todfeind erklärt haben, und Islamisten, die den Tod aller Ungläubigen propagieren. Es sei hier ausdrücklich gesagt, dass ein großer Teil der evangelikalen Bewegung die extremen Ansichten einiger christlich-fundamentalistischer Gruppen selbst für Irrglauben hält.
Johannes H., der Vater der jetzt entführten Familie - das berichten uns übereinstimmend Quellen in Deutschland und im Jemen - hat aktiv missioniert. Mit welchen Methoden, wissen wir noch nicht. Damit wir uns aber nicht falsch verstehen: Diese Mission kann und darf keine Rechtfertigung für abscheuliche Verbrechen wie Kidnapping und Mord sein!!! Aber wer glaubt, wir müssen uns mit dem Thema nicht beschäftigen, weil die Konsequenzen im wahrsten Sinne des Wortes so fern von hier liegen, der irrt.
Auch in Deutschland leben Anhänger unterschiedlicher Religionen und wie sie miteinander umgehen, muss uns interessieren - angesichts wachsender Intoleranz und einer steigenden Terrorgefahr im Wahljahr 2009.
153 Kommentare
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Perverse und Psychopathen haben sich schon immer hinter Religionen versteckt und sind in ihnen aufgegangen um ihr schändliches Werk zu rechtfertigen. Andersglaubende werden in dieser Form des Extremismus entweder assimiliert oder vernichtet. Innerhalb dieser scheinbar unterschiedlichen Konfessionen hat das 'Böse' bereits schon längst über das 'Gute' gesiegt und tobt sich ungeniert aus.
Was niemanden erspart bleiben wird? Endlose und müssige Debatten über die Reaktionen im Tun und Handeln welche Menschen innerhalb von Religionen als Aktionen ausführen.
Ich möchte dem Kommentar widersprechen. Denn natürlich ist es Aufgabe eines Christen zu missionieren. Dass dabei kein Zwang ausgebübt werden darf (und im Übrigen nicht ausgeübt werden kann) isr selbstverständlich. Aber als Christ bin ich davon überzeugt, dass es letztlich nur einen Weg zu Gott gibt, nämlich durch Jesus Christus (siehe Johannes 14,6). Das ist das, was Jesus selbst immer gesagt hat und konsequenterweise müssen seine Nachfolger dasselbe mitteilen. Ich sehe es so, dass ich jemandem ein Angebot mache. Das kann er annehmen oder ablehnen, das ist seine persönliche freie Entscheidung.
Vielleicht hilft folgendes Bild: Wenn ich von einer Wasserquelle weiß in der Wüste und halte dieses Wissen anderen vor, mache ich mich schuldig. Wenn ich davon überzeugt bin, dass Jesus der einizige Weg ist, dann bin ich verpflichtet es mitzuteilen. Es geht nur ums Mitteilen. Die Konsequenzen daraus muss jeder selbst ziehen., Denn - und auch das ist biblische Lehre - ich kann als Menschen keinen anderen überzeugen und schon gar nicht durch Gewalt. Die Aufgabe eines Christen ist Zeuge zu sein, nicht mehr und nicht weniger.
Damit wird die Freiheit des Einzelnen nicht eingeschränkt. Recht gebe ich Ihnen insofer, als dass man über die Wortwahl diskutieren kann, denn auch aus christlich-missionarischer Sicht ist Respekt vor anderen Religionen ein wichtiger Punkt.
Kann diesen Artikel nur unterstützen, hier eine Geschichte aus Algerien.
Eine evangelikale Gruppe hat in einer Großstadt von Algerien Muslimen Geld angeboten, wenn sie zum Christentum sich bekehren lassen.
Da die armen und auch nicht so gebildeten Menschen oft so ein Angebot annehmen, liegt auf der Hand.
Aber die Folgen sind dramatisch, es sprengt ganze Nachbarschaften, oder teilt auch, wie ich weiß einige Dörfer in der Türkei auseinander. Es bringt erhebliche Unruhe in der Bevölkerung.
Die algerische Regierung hat auf diese aggresive Missionierung geantwortet und einfach ein Verbot erteilt und droht den Missionaren mit Gefängnis. Ich kann das verstehen.
Aber hier wurde das als Christenverfolgung in den Medien verbreitet.
Elisabeth Mariam Müller
Toleranz setzt noch immer eine eigene Meinung voraus! Aber wer hat in der heutigen Kuschelpolitik schon eine eigene Meinung?
Ich bin evangelikaler Christ; mit dem kommt gleich, dass ich den Islam verkehrt finde. Dennoch toleriere ich diese Religion in unserem Land. Aber warum sollte mir das Recht genommen werden, etwas als falsch anzusehen? Man muss nicht alles TOLL finden. Akzeptieren wohl sehr. Deswegen arbeiten wir Evangelikale auch nicht mit der elenden Gewalt, wie es andere (religiöse) Gruppen pflegen.
Danke Herr Theveßen,
hervorragend den Finger in die eigentliche Wunde gelegt.
Es mutet auch merkwürdig an, dass die Bibelschule Brake ihre Homepage bis auf eine Startseite mit Widmung an die Opfer vom Netz genommen hat. Glücklicherweise hatte ich mir die zuvor schon angesehen und aus dem Bekenntnis der Schule, dem sich jeder Schüler glaubhaft unterwerfen muss um dort aufgenommen zu werden, einige Passagen kopiert.
Auszug aus dem Bekenntnis der Bibelschule Brake von deren Homepage:
Bekenntnis
8. Wir glauben, dass alle Menschen leiblich auferstehen werden: die Gläubigen zur ewigen Herrlichkeit, die Ungläubigen zur ewigen Verdammnis.
9. Wir warten auf einen neuen Himmel und eine neue Erde und wissen um die Verantwortung eines jeden Gläubigen, durch seinen Wandel die Wahrheit der Heiligen Schrift zu bezeugen und das Evangelium allen Menschen zu verkündigen.
_________________________________________________________________
Gemäß 8 und 9 ist Missionszwang im Selbstverständnis dieses Vereins verankert.
Für Muslime sind Christen keine Ungläubigen. Für solche Christen aber sind Muslime zur Verdammnis vorgesehen. Das kann man durch die Aussagen und Historie des Vereines durchaus so wahrnehmen.
Fragt sich also wo die wahren Extremisten sitzen die solch junge Mädels ohne jegliche Erfahrung in einem solchen Land umherziehen lassen. Besser aber sie hätten die vielen Ungläubigen (Atheisten und Agnostiker) in der Heimat oder anderen christlich geprägten Ländern von ihrer Nächstenliebe überzeugt. Da gibt es genug zu tun. Mein Mitgefühl gilt den Familien der jungen Frauen, mein Unverständnis dieser Bibelschule.
Und, nein, ich bin kein Muslim und gehöre keiner Religion mehr an. Aber die islamophoben Hetzer die sogleich über alle Jementiten und alle Muslime als potentielle Terroristen herzogen, muss man mal in ihre Schranken weisen.
Letztlich ist alles im vorliegenden Fall nur graue Theorie. Warum Menschen sterben mussten genauso wie evtl. missionarische Handlungen der Opfer. Aber ich bin froh dass dies mal angesprochen wird.
Es gehört zum elementaren Verständnis vieler Religionen, dass ihr Glaube auch für andere Menschen zielführend und hilfreich ist. Dazu gehört, dass man glauben darf, die eigene Religion habe einen einzigartigen Wahrheitsanspruch. Die Ringparabel-Idee von Lessing, dass alle Religionen nur verschiedene Aspekte der einen großen Wahrheit darstellen, ist nur nachvollziehbar, wenn man sich nicht ausführlich mit den Inhalten der Religionen auseinandersetzt. Hier würde ich mehr Bildung erwarten von Leuten, die das von Glaubenden einfordern. In der Regel trifft man in den Diskussionen auf einen atemberaubenden "Unsachverstand". Springender Punkt bleibt natürlich, dass jedes Missionsverständniss des eigenen Glaubens den hohen Respekt vor der Person Andersdenkenden bewahren muss. Jeder Muslim, jeder Jude, vor mir aus auch jeder Hindu darf mir seinen Glauben mit der Überzeugung anbieten, mich zum "Besseren" zu bekehren.Für dieses sein gutes Recht würde ich ggf. leidenschaftlich eintreten und von mir aus "auf die Straße gehen". Das gehört zum unveräußerlichen Recht der Religionsfreiheit. Religiös intolerant ist, wer einem Glauben den Missionscharakter abspricht und verbietet. Wenn die diakonischen Missionare im Jemen von muslimischen Extremisten umgebracht wurden, weil sie ihren christlichen Glauben - vermutlich mehr mit der aufopfernden Tat der Liebe als mit dem Wort - bezeugt haben, dann darf die Debatte nicht über unbelehrbare Evangelikale geführt werden, sondern über mörderisch intolerante Fanatiker ihrer moslemischen Religion... und ggf über generelle Tendenzen des Islam, seinen eigenen Glauben durch brutele Gewalt auszubreiten und zu bewahren. Ich betreue einige Konvertiten, die abgeschreckt von der Brutalität ihrer bisherigen Religion zu, wie sie sagen, der Religion der Liebe gewechselt sind. Sie sagen mir, dass sie nicht wagen, in ihre Heimat zurückzukehren, weil sie dort wegen ihres Glaubenswechsels legal vom Tod bedroht sind. Mein christlicher Glaube dagegen sagt mir, ich soll auch meine Feinde lieben und die linke Backe hinhalten, wenn mir jemand auf die rechte schlägt. Und - bei allem Verständnis für die Ring-Parabel, das sind nicht zwei Aspekte der gleichen Haltung...weil das dahinterstehende Gottesbild eben auch nicht vereinbar ist.
Sehr geehrter Herr Theveßen!
Es gibt bestimmt zweifelhafte Missionspraktiken, aber wie Sie auch schreiben, kann damit noch lange nicht die Tötung von Missionaren gerechtfertigt werden.
Es scheint mir als ob Sie indirekt vom Staat einfordern, er soll Vorgaben für religiöse Einrichtungen konstruieren, damit deren Aktivitäten nicht auszuufern drohen.
Oder wollen Sie jetzt für sämtliche zweifelhafte Missionswerke eine "rote Liste" anlegen lassen?
Man wird irgendwann in jeder Kirche, Missionswerk, islamische und jüdische Gemeinschaften Praktiken und Glaubensgrundsätze entdecken, die nicht der Denkweise nichtreligiöser Menschen entspricht. Am Schluss werden dann alle religiöse Gruppen irgendwann verboten werden müssen.
Im Übrigen haben Sie vergessen, dass sich islamische Gruppen auf einer Demostration im Jemen gegen die Tötung Andersgläubiger ausgesprochen haben.
Haben Sie diese Information bewusst
unterschlagen?
Als türkischer Moslem verurteile ich jegliche Gewalt im Namen meiner Religion und auch die barbarische Ermordung der Geiseln.
Jedoch muss ich dem Theveßen auch recht geben. Ich habe selbst in der Türkei, sowohl an der türkischen Schwarzmeerküste als auch in Antalya selbst Missionare getroffen. Im ärmeren Osten gehen Missionsschulen gar weiter und "erkaufen" sich Gläubige indem sie Familien finanzielle Hilfen leisten, wenn diese wenigstens eines ihrer Kinder in die Missionsschulen schicken.
Wie Herr Theveßen betont, darf man das bestialische Verhalten im Jemen mit nichts rechtfertigen. Allerdings sollte, das setze ich auch für meine Glaubensbrüder voraus, der Respekt gegenüber den Glauben anderer menschen und Gemeinschaften dieses aggressive Missionieren unterbinden.
Im Islam selbst ist die Missionierung, ebenso aber auch der Mord strengstens untersagt. Doch, leider, sehen wir fast täglich dass sich sog. Islamisten über dieses göttliche Gesetz erheben, um im Namen Gottes zu morgen.
Ich betrachte das eine wie das andere als Schandfleck unserer Zeit!
Lesen Sie sich das mal durch.
Das ist purer christl Fundamentalismus.
Bibelschule:
http://209.85.129.132/search?q=cache:kaFDyrfuylQJ:www.bibelschule-brake.de/v3_0/index.php%3Foption%3Dcom_content%26task%3Dview%26id%3D15%26Itemid%3D35+site:www.bibelschule-brake.de+bekenntnis&cd=1&hl=de&ct=clnk&gl=de
Sehr geehrter Herr Theveßen,
der Ihnhalt Ihres Textes läßt leicht darauf schliesen, das Sie kein Verständniß von Mission haben. Sicherlich können Sie, untermauert von manchen Kommentaren im Text, auch keine Kenntnisse aus der Bibel haben. Sie schreiben Ihren Text aus Ihrer persönlichen Sicht. Sie schreiben von geistlichen Hintergründen mancher Gruppen. Das ist völlige Zielverfehlung. Die Missionare zu denen ich Kontakt habe in Haiti, Äthiopien, Kongo und Äquator handeln auf der einfachen Grundlage der Bibel. In ihr steht geschrieben, daß wir als Christen zu den Menschen dieser Welt gehen sollen um Ihnen von Jesus Christus zu erzählen, von seiner Liebe zu uns Menschen und von dem berichten was er für uns getan hat, Er starb am Kreuz auf Golgatha für unsere Schuld und auch für Ihre Schuld Herr Theveßen. Das gilt nicht nur für Heiden, sondern für ALLE Menschen dieser Welt. Natürlich währe es ein unvollständiges Evangelium, wenn wir den Menschen verschweigen würden, daß, wenn Jesus wieder kommt um die zu sich zu holen, die in wahrer Umkehr und Buse sich zu ihm gewand haben, auf der anderen Seite aber auch die in die eweige Verdammniß (Hölle) gehen, die Ihn mißachtet oder abgelehnt haben. Und das predigen nicht radikale Prediger sonder das steht in der Bibel, das meistgelesene Buch der Welt und ich bin dankbar das ich es haben darf, daß ich Menschen von der größe Gottes erzählen darf, daß er die Welt geschaffen hat, daß er alle Menschen liebt und bald wieder kommt.
Oder bin ich jetzt eine Gefahr für die Gesellschaft ??
Zitat:
Die 'Missionsfreiheit', die für alle Länder gelten sollte und zur 'Religionsfreiheit' dazu gehört, hat ganz klar dort ihre Grenzen, wo sie mit Furcht oder Zwang operiert oder die Abhängigkeit von Menschen missbraucht."
Zitat Ende
Ich finde diese Aussage vom Pater Polykarp unangemessen.
Denn wenn eine Kirche Erfahrung damit hat mit Zwang und Furcht zu operieren und Abhängigkeiten zu missbrauchen, dann ist die kath. Kirche für mich ein Synonym dafür.
Aber was heißt denn eigentlich zu missionieren?
Ein Missionar krempelt die Ärmel hoch und hilft Leuten vor Ort mit all seinen Möglichkeiten die er hat.
(Betrifft eine Missionarin natürlich genauso.) ;)
Mit den Menschen über Gott zu reden, steht im Gegensatz zu einem Evangelisten nicht an erster Stelle.
Mann kann auch missionieren ohne selbst als Erster von Gott zu reden.
Billy Hybels hat das mal treffend auf den Punkt gebracht: "Bekehre nicht - lebe!"
Missionieren - in meinen Augen heißt es, das man sein Leben durch die Art wie man es gestaltet und lebt ein großes Interesse bei anderen Menschen weckt, so das sie anfangen nachzufragen.
Egal in welchem Land man sich befindet.
Um was geht es hier wirklich?
Haben wir Angst vor unserer eigenen christlichen Identität? Wie können wir von einem christlichen Abendland sprechen aber gleichzeitig Menschen an den Pranger stellen, die anderen Menschen mit Begeisterung von ihrem Glauben weitererzählen? Wir wollen in Deutschland noch als christlich gelten, aber verurteilen einen Großteil der Dinge die wir in der Bibel lesen.
Ich bewundere den Einsatz junger Menschen, die den Mut haben in anderen Ländern das einzubringen, was ihnen der christliche Glaube beigebracht hat: Den Nächsten zu lieben, sich für die Armen und Schwachen einzusetzen und Licht in die Welt zu bringen (übrigens: auch das ist Mission). Glaubt ihr denn wirklich die jungen Damen im Jemen hätten den Muslimen das Messer an die Kehle gelegt und sie gezwungen, zum christlichen Glauben überzutreten?
Und dann lese ich einen Kommentar auf dieser Seite und vom „Bekenntnis der Schule, dem sich jeder Schüler glaubhaft unterwerfen muss um dort aufgenommen zu werden“. Wir reden hier nicht von Kindern, die hier keine eigene Meinung hätten. Wir reden von mündigen Menschen die erkannt haben, dass es gut ist sich für andere Menschen einzusetzen, Ihnen mit Liebe zu begegnen und nicht, wie hier angenommen wird, mit der missionarischen Keule eins mitzugeben.
Mein Beileid gilt den Familien, die um die beiden Mädchen trauern, weil ihnen das Recht genommen worden ist, Licht in die Welt zu bringen.
Ein wenig mehr Fakten zur Vermutung habe ich gerade (ausgerechnet) in einem WELT-Artikel gefunden.
AUSZUG:
"Deutsche Behörden vermuten christliche Missionierungsversuche als Grund für die Entführung im Jemen. Nach Informationen des Krisenstabs des Auswärtigen Amtes ist es in Saada vor wenigen Monaten zu einer heftigen Auseinandersetzung gekommen, bei der aufgebrachte Muslime den jetzt vermissten deutschen Techniker Johannes H. bedrohten und aufforderten, seine Missionierungsversuche einzustellen.
Auch in den Hinterlassenschaften der von den Entführern erschossenen deutschen Frauen Rita S. und Anita G. aus dem Landkreis Gifhorn fanden die Ermittler Missionsschriften. Sie waren Schülerinnen einer Bibelschule im westfälischen Lemgo. Der Krisenstab geht mittlerweile davon aus, dass die Deutschen vor Ort als Missionare bekannt waren, berichtet der „Spiegel“.
Johannes H. schilderte den Zwischenfall in einem Rundbrief an Freunde in Deutschland, der dem „Spiegel“ vorliegt. Er habe in einem Teehaus in Saada einen Muslim kennengelernt und mit ihm spirituelle Gespräche geführt. „Außerdem“, berichtete Johannes H., „ermutigte ich ihn, die Bibel zu lesen.“
Nach einiger Zeit sei allerdings der Bruder des Mannes in dem Krankenhaus in Saada erschienen, in dem Johannes H. und seine Frau Sabine arbeiteten, und habe ihm gedroht, ihn bei den geistlichen Autoritäten anzuzeigen. Der Missionsversuch, habe der Mann zu H. gesagt, sei bereits Diskussionsthema in den Moscheen. Offenbar schenkte der Vater von drei kleinen Kindern der Warnung aber wenig Beachtung. „Betet für seinen Glauben“, bat Johannes H., „und dass er tatsächlich zum Glauben kommt und Jesus als seinen Herren annimmt.“
Auf den Aufenthalt im Jemen hatten Johannes H. und seine Ehefrau sich nach Angaben des „Spiegel“ unter anderem im hessischen Ort Eppstein bei Wiesbaden vorbereitet, bei einer Organisation namens „Weltweiter Einsatz für Christus“, die Mitglied in der „Arbeitsgemeinschaft evangelikaler Missionen“ ist. In dem Konzept der Gruppe heißt es: „Wir sehen unseren Auftrag vor allem in der Evangelisation der noch unerreichten Völker der Welt.“..."
KOMMENTAR:
Ausgerechnet der Vater der 3 kleinen Kinder legte sich hier offensichtlich mit strenggläubigen Muslimen und der halben Stadt an. Bei solchen Sprüchen, wie ich sie nur von radikalen Christen kenne, kommt mir die Galle hoch: „Betet für seinen Glauben“, bat Johannes H., „und dass er tatsächlich zum Glauben kommt und Jesus als seinen Herren annimmt.“ Unverantwortlich im Jemen solchen Missionierungseifer offen an den Tag zu legen wenn man verantwortlich ist für eine junge Familie.
Ich finde es schrecklich, dass in diesem Beitrag der Mord an den beiden Frauen mehr oder weniger gerechtfertigt wird. Da ja Missionierung fast ein Verbrechen darstelle und Evangelikale im Islam Teufeulszeug wittern, müsse man sich ja nicht wundern, wenn man dafür umgebracht wird - so impliziert es, wenn auch nicht direkt, der Autor dieses Textes. Da hilft es auch nicht, wenn man sich mit einem Satz am Ende des Textes gegen diesen Vorwurf immunisieren möchte. Der obere Teil spricht, vor allem aus psychologischer Sicht, für sich.
Meine Meinung ist, dass es völlig egal ist, mit welchen realen Absichten die Frauen in den Jemen gereist sind, denn mit ihrem Engagement haben sie -rein objektiv- einen wertvollen sozialen Dienst geleistet. Ich kann einen Menschen nur nach seinen Taten beurteilen, nicht nach der für mich nicht überprüfbaren Geisteshaltung. Schließlich kann ich der kopftuchtragenden Kassiererin auch nicht vorwerfen, sie handle unmoralisch, nur weil ich ihrem Glauben nach als Nicht-Moslem zukünftig in der Hölle schmoren werde. Aus diesem Grund verstehe ich auch nicht, weshalb es so furchtbar interessant sein soll, dass der Vater des Opfers bereits eine missionarische Vita hinter sich hat oder welche Rolle die Ideale jener Bibelschule sind, in der die Opfer gelernt haben. Seit wann ist gelebtes Christentum ein Verbrechen? Seit wann muss man sich in einem Land wie Deutschland dafür rechtfertigen, anderen Menschen von seinem Glauben überzeugen zu möchten? Gerade aus westlich-demokratischer Sicht müsste man doch für die Religions- und Gewissensfreiheit einstehen, ohne wenn und aber! Der Mord an den jungen Frauen ist ein vernrechen. Punkt. Aus.
Matthias Lukaseder
Sagen wir doch deutlich was der Hintergrund ist. Es waren Baptisten die dort missionierten. Die Mission als solches ist richtig und nicht zu kritisieren. Doch müssen die Gesetze und Regeln des Landes respektiert werden. Dies kann man sogar biblisch begründen. Doch an dem Punkt sind, zumindest einige Baptisten, anderer Auffassung. Sie genehmigen sich selbst die Untergrundmission und damit, gegen die Gebote, ein
Es sollte völkerrechtlich ein Missionierungsverbot vereinbart werden. Ich halte es für ein Verbrechen, notleidende Menschen unter Druck zu setzen, ihrem Glauben abzuschwören.
Das Bild von der Wasserquelle in der Wüste ist eine Verharmlosung. Religionen sind tatsächlich Sturmfluten und Feuersbrünste, die unendliches Leid über die Menschheit gebracht haben und bringen.
Guten Tag,
sie haben Auszüge aus dem Bekenntnis der Bibelschule Brake zitiert. Bitte machen sie sich einmal die Mühe zum Thema Verdammnis in der Bibel zu recherchieren. Sie werden mühelos merken, dass die Bibelschule Brake an dieser Stelle einfach die Bibel zitiert. Was sie als Missionszwang bezeichnen, ist einfach der Auftrag von Jesus Christus, an die Menschen, die ihm glauben. Wer nicht daran glaubt, dass Menschen in die ewige Verdammnis kommen, hat keinen Grund sich darüber aufzuregen. Aber wer daran glaubt und die Menschen liebt, wie Gott sie liebt, der will nicht, dass sie so enden. Darum kann von Missionszwang keine Rede sein. Was aus richtig verstandener Liebe geschieht, ist keine Zwangshandlung.
zweitens Thema Muslime - Christen. Ich habe als Christ den Koran gelesen. Haben sie dort einmal die Suren über Christen gelesen? Oder die scharfen Worte in den Aussprüchen Mohammeds? Christen werden aufgrund ihrer Lehren im Koran verdammt. Bevor Sie dazu Behauptungen aufstellen, bitte recherchieren!
Einen Satz aus dem Koran wie "Tötet die Ungläubigen, wo immer ihr sie findet", finden sie im Neuen Testament nicht.
Ich bin kein islamophober Mensch. Ich habe mich einfach damit beschäftigt, ich liebe Muslime, aber nicht den Islam und zur Liebe gegen die Menschen gehört die Wahrheit dazu, die nicht alles verkleistert.
Sehr geehrter Herr Theveßen,
der Ihnhalt Ihres Textes läßt leicht darauf schliesen, das Sie kein Verständniß von Mission haben. Sicherlich können Sie, untermauert von manchen Kommentaren im Text, auch keine Kenntnisse aus der Bibel haben. Sie schreiben Ihren Text aus Ihrer persönlichen Sicht. Sie schreiben von geistlichen Hintergründen mancher Gruppen. Das ist völlige Zielverfehlung. Die Missionare zu denen ich Kontakt habe in Haiti, Äthiopien, Kongo und Äquator handeln auf der einfachen Grundlage der Bibel. In ihr stehet geschrieben, daß wir als Christen zu den Menschen dieser Welt gehen sollen um Ihnen von Jesus Christus zu erzählen, von seiner Liebe zu uns Menschen und von dem berichten was er für uns getan hat, Er starb am Kreuz auf Golgatha für unsere Schuld und auch für Ihre Schuld Herr Theveßen. Das gilt nicht nur für Heiden, sondern für ALLE Menschen dieser Welt. Natürlich währe es ein unvollständiges Evangelium, wenn wir den Menschen verschweigen würden, daß, wenn Jesus wieder kommt um die zu sich zu holen, die in wahrer Umkehr und Buse sich zu ihm gewand haben, auf der anderen Seite aber auch die in die eweige Verdammniß (Hölle) gehen, die Ihn mißachtet oder abgelehnt haben. Und das predigen nicht radikale Prediger sonder das steht in der Bibel, das meistgelesene Buch der Welt und ich bin dankbar das ich es haben darf, daß ich Menschen von der größe Gottes erzählen darf, daß er die Welt geschaffen hat, daß er alle Menschen liebt und bald wieder kommt.
Oder bin ich jetzt eine Gefahr für die Gesellschaft ??
Hallo Herr Fried Fertig,
das ist ja sehr friedliebend wie sie da gegen Institutionen hetzen die schon vielen tausend Menschen helfen konnten und die sie aufgrund einer Webseite glauben verstanden zu haben.
Wie kommen sie zu der Aussage, für Muslime seien Christen keine Ungläubigen? Das mag für den westlichen Islam in christlichen Ländern gelten aber sicher nicht für den ürsprünglichen und die Mehrheit stellenden Islam! In islamischen Ländern werden Millionen Christen wegen ihres Glaubens und nicht wegen ihrer Missionsleidenschaft verfolgt. Christen die dort schon vor den Moslems gelebt haben. Sie werden vertrieben, gefoltert, getötet und dies auf der Basis des Korans. Informieren sie sich das nächste Mal besser bevor sie einen unreflektierten aber der Mehrheitsmeinung angepassten Kommentar zum Besten geben!
Danke für diese Beiträge zu diesem Thema das ich auch sehr interessant und gleichzeitig heftig finde. Allerdings ist es nicht erschreckend weil uns schon die Bibel den Widerstand gegen den christlichen Glauben voraussagt. Ob es nun Menschen anderer Religeonen sind oder Kritiker hier im Land die uns (als überzeugte Christen)schon zu Fundamentalisten deklarieren. Nun unser Fundament ist Gott und die Bibel die uns sagt überall in der Welt ein Zeuge von diesem Gott zu sein - in Liebe - und nicht mit Gewalt. Und das tolle Beispiel mit dem Wasser - kann ich nur bestätigen. Wir machen den Menschen nur ein Angebot. Kein Mensch wird gezwungen. Ich möchte hier auch mein Mitgefühl für die Familien kundtun. Und für die Bibelschule - die ich auch persönlich kenne - wird es nun sehr schwer, aber ich bin überzeugt das sie die richtige Ausrichtung haben.
Die Frage zu dem Thema, die sich stellt ist doch:
Wenn es denn ein wie auch immer geartetes "göttliches Wesen" (oder mehrere) gibt, wie kann sich auch dann irgendeine Kreatur "niederer Stufe" anmaßen, das Handeln und Tun dieser höheren Kreatur zu deuten, zu interpretieren und gar Handlungs- und wie auch immer geartete Verhaltensanweisungen an Artgenossen als verbindlich fürs Seelenheil ausgeben?
Die Antwort gibt wie so oft die Geschichte, wenn man sie denn beachtet:
Es funktioniert immer dann, wenn sich genug "Gläubige" zusammenrotten und Sanktionsmittel besitzen, um Andersdenkende/-gläubige zu unterdrücke, zu diskriminieren oder gar abzuschlachten oder einfach nur auszuschliesßen (wir staunen geBANNt).
Religion wird in dem Augenblick zur Geisel, in dem sie versucht aus dem reinen Zwiegespräch mit dem "göttlichen Wesen" herauszutreten.
Welche echte Weltreligion lässt sich aus diesem Gedanken und den Handlungen und Handlungsanweisungen, die sie jeweils vorgeben dann noch als "gut" rechtfertigen?
Maximal noch der Buddhismus, der nicht klassische Religion ist, sondern Handlungsanweisungen zu Möglichkeiten gibt, wie man denn Erleuchtung oder gutes karma erlangen kann.
Aber auch dieser buddhistische Regelkreis kann falsch angewendet zu passivem und also leblosem Leben führen.
In dem Sinne ist, das, was Hoffnung für die geben soll, die nicht damit leben können, dass mit dem Aussetzen der Hirntätigkeit die menschliche Existenz eben beendet ist und in Staub endet, eine Strafe für viele Unterdrückte und Fehlgeleitete.
Und wird es immer bleiben.
gez.
godmodule
grandmaster of desaster
P.S.:
Ich hoffe dieser Text enthält dies Mal keine Stellen, die man/Sie als "persönliche Beleidigung" deuten.
Sehr geehrter Herr Theveßen,
ich bin sehr traurig über den Beitrag den sie geschrieben haben. Zeigt er doch wie wenig sie selbst und die Gesellschaft eigentlich versteht was Mission ist und aus welchen Motiven heraus sie geschieht. In einer Gesellschaft die Toleranz als höchstes Gut hält, wird sehr genau unterschieden was man tolerieren darf und was nicht. Mission darf man nicht tolerieren weil sie nicht toleriert, ist es das was sie denken?
Glaube sie mir ich weiß wovon ich schreibe, denn ich schreiben ihnen direkt von meiner Arbeitsstelle aus Südspanien. Hier arbeite ich als Missionar.
Darf ich ihnen erklären das unsere Arbeit in hohem Maße sozial ist, das wir unseren Glauben gerne weitergeben weil er uns im Leben eine große Hilfe ist und der Kontakt zu Gott unser Leben sehr bereichert?
Mission ist ein Angebot an die Menschen. Viele Menschen kommen zu uns und sind froh das sie ihre Fragen stellen können und eine Gemeinde finden in dem sie mit dem Gott ihrer Wahl leben können (Christus ist nicht gleich Allah). Dies gilt auch für islamische Länder. Warum darf ein Staubsaugervertreter Werbung für Staubsauger machen aber ein Missionar nicht für einen Glauben an dem viele großes Interesse zeigen? Zumal meine Arbeit weniger aufdringlich ist, womit wir beim Thema Methodik wären. Es gibt verschiedene Methodiken zu missionieren, die von ihnen beschriebenen habe ich noch nicht erlebet aber bin mir sicher das Schwarze Schafe dazu fähig sind. Müssen wir deswegen einen Berufsstand verdammen? Politiker sind doch auch akzeptiert obwohl es viele Korruptionsfälle gibt! Verdammen wir damit nicht auch die Moslems und Buddhisten die in unserem Land Mission betreiben? Oder sollten nur Christen ein Redeverbot bekommen?
Mit freundlichen Grüßen,
ein hauptamtlicher Missionar
Ein völkerrechtliches Missionierungsverbot? Wie geht das zusammen mit Glaubens- und Religionsfreiheit? - gar nicht. Ich bin dankbar dafür, in Deutschland meinen Glauben leben zu dürfen, und ihn, ohne Konsequenzen zu fürchten, auch bezeugen zu können. Ich muss über meinen Glauben auch Zeugnis ablegen dürfen, ansonsten habe ich keine Religionsfreiheit. Mission ist für mich nichts anderes als Zeugnis abzulegen von Jesus Christus, dem Herrn über die Welt und unsere Leben.
Für entscheidend in der Diskussion halte ich allerdings, den Misisonsbegriff schärfer zu umreißen.
Ich bin Student der Theologie und möchte dazu nur soviel sagen: Die Idee, dass der Mensch seine Annahme durch Gott sich nicht selbst erarbeiten kann, sondern Gott alleine allein aus Gnade entscheidet wen er annimmt (Luther) kann hier immer als ein Korrektiv zu gewaltsamer Missionierung gesehen werden.Es ist in der Theologie nicht das einzige Korrektiv solcher Art.
Ich wäre heil froh, wenn die Redaktionen der führenden Medien sich in diesen (theologischen) Themen auch öfter mal einen fähigen Theologen oder eine fähige Theologin (vielleicht auch nur Religionswissenschaftler/in) ins Beraterteam/ die Redaktion holen würden. Das würde der Berichterstattung über Mission, Fundamentalismus, Religion überhaupt manchmal sehr gut tun .
Hallo ande,
der Koran wie auch die Bibel wurden von Menschen aufgezeichnet. Der Koran wurde posthum, weil man Mohammed nicht mehr fragen konnte, nach der Länge der Suren geordnet und später um die Hadithen (Überlieferungen ähnlich "Charlie hat gesagt sein Vater hat gesagt") ergänzt. Nicht viel anders war es bei Jesus, von dem nicht eine Zeile selbst überliefert wurde. Die Bibel wurde lange, lange nach Jesu Tod von Konstantin und co. nach deren Gusto zusammengestellt und vielfach verändert, auch fehlübersetzt. Urchristliche Leeren (siehe Origines, Apokryphen, Reeinkarnationsgedanke) wurden von der selbsternannten Folgeorganisation "Katholische Kirche" mit Verdammung belegt und aus der Bibel draußen gehalten.
Erzählen Sie mir bitte nicht, die Bibel oder auch der Koran käme in heute vorliegender Form von Gott und das NT würde Missionierung und eine Kirche wie wir sie haben vorschreiben oder Jesu hätte sie gar gefordert. Er würde im Grab rotieren, wäre er nicht in den Himmel aufgefahren, angesichts der Irrtümer und Massenmorde in seinem Namen. Sarkasmus mag man mir an der Stelle nachsehen, ich tue das auch und glaube Gott, Jesus wie auch Mohammed haben mehr Humor als ihnen von Christen und auch Muslimen oder Juden zugeschrieben wird.
Beides, Bibel- und Koranschriften sind Interpretationssache und über Glauben kann man nicht diskutieren. Das habe ich in 20 Jahren interreligiösem Dialog gelernt. Deshalb bin ich auch aus der Kirche ausgetreten, Christen sind oft noch viel verbohrter als Muslime. Ich habe meinen Glauben behalten, aber mit Verstand verknüpft. Vorbeter brauche ich nicht.
Zu Ihren sonstigen Fehlinformationen: Jesus wird ausdrücklich von Mohammed als großer Prophet in der Reihe der Propheten anerkannt, auch dessen Gefolgsleute und jene die an Jesus glauben sind somit keinesfalls Ungläubige im Sinne des Korans. Dass er demnach aber nicht Gottes Sohn ist (sondern wir alle Gottes Kinder) sondern nur ein wahrlich ganz besonderer Mensch, wird gerne verdammt. Und Muslime sind nach dem Gottesbild vieler evangelikaler Christen fehlgeleitet oder gleich Heiden.
Schubladen die ich nicht brauche. Denken Sie mal an den Baum der Erkenntnis, oder besser das Naschen von der Frucht des Missverständnis. Ich masse mir nicht an den einen oder anderen zu verurteilen, aber zu bewerten und offensichtliche Fehlentwicklungen und Desinformationen richtig zu stellen.
Freundlichst
Fried Fertig
Muslime in aller Welt sollen Christen das gewähren, was sie als Mitbürger westlicher Staaten für sich zu recht fordern und in Anspruch nehmen. Dann würde so etwas nicht passieren und alles wäre in Ordnung.
Liebe Sonne Blume,
siehe meine Antwort an ande.
Man darf auch regionale, politische und historische Fehlentwicklungen nicht mit der jeweils gelebten Religion in einen Topf werfen wie sie es nun tun. Beschneidungen von Mädchen, eines der grausamsten Verbrechen an Schutzbefohlenen, werden heute noch von Christen wie Muslimen durchgeführt. Falsch verstandene Frömmigkeit und Missionierungseifer haben Abermillionen Ureinwohner in Nord- und Südamerika (und anderso) das Leben gekostet. Weitaus mehr als von Christen gerettet wurden.
Heute sichtbare Fehlentwicklungen, auch der fehlende Wille mancher Länder christliche Gemeinden/Kirchen zuzulassen, haben wenig mit dem Glauben oder hier dem Koran selbst zu tun sondern sind und bleiben Fehlentwicklungen, meist aufgrund mangelnder Bildung oder der Unterstützung von Diktatoren an der/denen der Westen gut verdient, sonst könnte er nicht seit Jahrhunderten Entwicklungsländer ausbeuten und von der Entwicklung fernhalten.
Wahre und die einzig erlaubte Missionierung sind das rechte Vorleben, dem dann automatisch Interesse entgegengebracht wird und welches Nachahmer findet. Wirkliche Nächstenliebe finde ich bei vielen Menschen, teils sogar bei Atheisten.
Alle Religionen entstammen einem Weltbild, das nicht über den eigenen Tellerrand hinausschaut. Der eigene Lebensraum ist "die Welt". Im nicht erreichbaren Himmel wohnen Götter. Die haben nichts Anderes zu tun, als die Menschen zu beaufsichtigen. Und sie mögen es gar nicht, wenn die Menschen nicht richtig glauben und beten.
Leider ist missionarischer Eifer unglaublich erfolgreich. Deshalb gewinnen überall die Fanatiker, nie die Liberalen. Weltliche Ideologien ohne Gott, wie der Marxismus, waren aus dem gleichen Grund erfolgreich. Der Glaube, auf der richtigen Seite zu stehen, weckt Kampfbereitschaft. Zudem wecken Religionen und Ideologien im Menschen starke Gefühle.
Ich wünsche mir, dass Atheisten und Agnostiker stärker für ihre Meinung eintreten. Keinesfalls soll man den aggressiven Fanatismus der Religiösen übernehmen. Aber man kann öfter mal einfach "nein" sagen, z.B. wenn Einfluss auf den Schulunterricht angestrebt wird. Wir sollten rigoros eine Trennung von Staat und Religion praktizieren.
Wir haben heute durch die Wissenschaften andere Erkenntnisse. Wir schauen durch Teleskope in ein Universum, das ganz anders ist als gedacht. Aber die Religionen modernisieren sich nicht. Im Gegenteil, die Fundamentalisten haben überall Zulauf. Die "toleranten" Christen können sich nicht mal auf ein gemeinsames Abendmahl einigen. Die "friedfertigen" Christen haben die blutrünstige Rache Gottes einfach ins Jenseits verlegt.
Wir wissen immer noch sehr wenig über das Universum. Aber sicher gibt es keinen Gott, der kleinlich auf die richtigen Worte, die richtige Kleidung, die richtigen Gedanken achtet. Worüber streiten sich eigentlich die Religionen untereinander? Der Andere ist ein Feind, nur weil er sich Gott ein bisschen anders vorstellt?
Jede Religion macht so spezielle Aussagen, dass sie allein dadurch unwahrscheinlich ist. Die Naturwissenschaft macht auch Aussagen, aber sie leitet diese aus nachprüfbaren Experimenten ab. Die Religion verschließt die Augen und macht daraus das "Mysterium des Glaubens".
Auch das wäre immerhin denkbar: Es gibt einen Gott. Unser Universum ist sein Experiment. Aber er hat die Lebensformen auf einigen Planeten in einigen Sonnensystemen gar nicht bemerkt. Oder "Gott" ist ein lokaler Experimentator, der in unserem Bereich der Galaxis seine Experimente macht, also einfach eine weiter entwickelte außerirdische Intelligenz.
Sehr geehrter Fried Fertig,
Auch für Sie spricht die grosse Unkenntnis biblischer Grundlagen.
Erstens: Bibel war schon jahrhunderte vor Koran. Der Koran beansprucht für sich eine „Berichtigung“ der Bibel. Angeblich hätten die Juden diese Verfälscht. Na,…. Und da haben wirs ja schooon wieder – den alten Judenhass des Islams. Rcihtig, im Koran wird Jesus Christsu erwähnt. Doch NICHT als Heilsbringer, reter und Messias – Nein, als gewöhnlicher Prophet – und noch dazu im gleichem Zug wie ein bärtiger Kinderschänder.
Jesus übte keine Gewalt aus. Er Mordete nicht, plünderte nicht, vergewaltigte nicht. Und der Bärtige? Was hat der denn und Menschen sooo Friedliches gebracht?
Nein, Bibel und Koran – Gott der Juden und Allah - sind grundlegend Unterschiedlich.
Friede und Krieg, Licht oder Finsternis, Liebe und Vergebung oder Zucht und Mittelalter.
Mein lieber Herr Gesangsverein, wer versteckt sich bitte schön hinter was? Wollen Sie allen Ernstes behaupten, dass man eine dringende Debatte noch nicht führen dürfe, weil es sich ja angesichts des Leides nicht gehört. Im Klartext heißt das doch: Mist, die Pietät verbietet es mir endlich was zu sagen, was man sagen würde, wenn die beiden Frauen noch leben würden. Klingt für mich ein bisschen nach: Selbst Schuld wenn ihr missionieren geht!
Mal ehrlich, solche Gedanken offenbaren mehr über das Menschenbild eines Herrn Theveßen als ihm vielleicht lieb ist. Außerdem, wie kommt er denn darauf, dass es ein Tabuthema ist. Als wäre diese Frage der Mission nicht schon längst in den Theologenkreisen rauf und runter diskutiert und revidiert worden. Also, tabu ist da gar nichts - höchstens unangebracht, insbesondere wenn es gespickt ist mit sehr selektiver Wahrnehmung. Aber vielleicht liegt es auch einfach daran, dass Herr Theveßen Terrorismusexperte ist. Da tendiert man schon mal dazu hinter jedem Versuch der aktiven Nächstenliebe einen Akt des Terrorismus zu sehen. Schade!!!
Wer die Bibel kennt und ich nehme an, dass dies hier einige der Eiferer tun, dann sollte einem auch das Risiko einer Missionierung bekannt sein.
Und jetzt darf ich einen Teil der Apostelgeschichte aus der Bibel zitieren
(Die Rede und die Steinigung des Stephanus):
Apg 7,51-58: "Ihr Halsstarrigen, ihr, die ihr euch mit Herz und Ohr immerzu dem Heiligen Geist widersetzt, eure Väter schon und nun auch ihr. Welchen der Propheten haben eure Väter nicht verfolgt? Sie haben getötet, die die Ankunft des Gerechten geweissagt haben, dessen Verräter und Mörder ihr jetzt geworden seid, ihr, die ihr durch die Anordnung von Engeln das Gesetz empfangen, es aber nicht gehalten habt.
Als sie das hörten, waren sie aufs äußerste über ihn empört und knirschten mit den Zähnen. Er aber, erfüllt vom Heiligen Geist, blickte zum Himmel empor, sah die Herrlichkeiten Gottes und Jesus zur Rechten Gottes stehen und rief: Ich sehe den Himmel offen und den Menschensohn zur Rechten Gottes stehen. Da erhoben sie ein lautes Geschrei, hielten sich die Ohren zu, stürmten gemeinsam auf ihn los, trieben ihn zur Stadt hinaus und steinigten ihn [...]
Das Risiko einer Missionierung ist somit bereits für jeden ersichtlich in der Bibel verankert. Und Stephanus wird immerhin heute als einer der ersten Märtyrer gehandelt.
Muslime wollen nicht missioniert werden. Christliche Toleranz sollte das respektieren. Vorbildlich leben. Als Christ, als Moslem, als Jude. Das sollte genügen. übrigens ist Abraham der Stammvater dieser drei monotheistischen Religionen. Und es erscheint mir schon recht hochnäsig, Ismael als illegitimen Sohn zu bezeichnen und damit die Muslime praktisch als "illegitim" hinzustellen.
Die christliche Arroganz vergisst, dass wir alle Kinder des selben Gottes sind. Die Bibel spricht von "vielen Wohnungen im Himmelreich". Ob damit nur die verschiedenen christlichen Gruppierungen gemeint sind, erscheint mir doch sehr fraglich!
Nochmals: Vorbildlich leben - Ja! Sich aber anzumaßen, das vorrangig geliebte Kind des Schöpfers zu sein - Nein!
Mutter Theresa betonte, dass sie niemals missionierte sondern nur ihren Glauben lebte. Der war katholisch. Und mehr sollten wir nicht sein wollen als das, womit wir uns identifizieren. Wir sollten uns aber nicht zu Besserwissern aufschwingen.
Mission in heutiger Zeit verlangt vor allem Respekt vor der Andersartigkeit. Und letztlich sind wir alle Kinder desselben Schöpfers. Und das abverlangt das Zuhören. Wir können sehr viel von den Muslimen lernen. Z. B. sehr viel Toleranz dem Christentum und dem Judentum gegenüber.
Hallo Herr Theveßen,
hinter Ihren Gedanken verbirgt sich leider die gleiche Einstellung wie hinter allen theologischen Standpunktvertretern: "Ich bestimme, wen Gott in den Himmel lassen muss!"
Es gab vor Jahren in den USA eine Umfrage, bei der 50% Bill Clinton im Himmel sahen, 60% Oprah Winfrey und 70% Mutter Theresa. Das erstaunliche war, 87% glaubten, dass sie selbst in den Himmel kommen.
In meinem Leben habe ich viele Menschen kennengelernt, die mir ihre Sicht der Dinge aufdrücken wollten, die immer darin bestand, dass sie der Einzige sind, der die Welt wirklich durchschaut und alles richtig macht. "Ich bin gut, und wer nicht das gleiche denkt wie ich, ist doof oder fundamentalistisch."
Sie möchten nicht dazu gehören? Können Sie offen zugeben, dass Sie falsch liegen und abgrundtief böse sind? Dass Sie nur deshalb nicht zum Verbrecher wurden, weil Sie nie die Gelegenheit dazu hatten?
Ich war auch mal ein Selbstgerechter - bis zu meiner Begegnung mit dem auferstandenen Herrn Jesus Christus. Dort bin ich wegen meiner Schuld gestorben, und ich weiß, dass in mir nichts Gutes ist (Römer 7).
Was ich tun kann ist, zu bezeugen (d. h. Erlebtes wiederzugeben), was Gott in seiner Gnade an mir getan hat. Wer mich dafür töten möchte, kann das tun. In Wahrheit bin ich vor knapp sieben Jahren bereits gestorben.
Wer aber auf der Suche nach der Wahrheit ist, den fordere ich heraus: Fragen Sie Christus, ob Er der einzige Weg zu Gott ist. Wenn Sie den Mut haben, diese Frage aufrichtig zu stellen, wird Er antworten, wie er es bei mir getan hat. Aber ich warne Sie: es wird das Ende Ihres bisherigen Lebens bedeuten. Trauen Sie sich?
Mit freundlichen Grüßen
Michael
Einerseits wird hier über Gewalt, Bestechung, Tricks als "Missionsmethode" geschrieben. Ich brauche wohl nicht zu betonen, dass ich das ablehne. Andererseits gibt man aber Leuten eine Mitschuld an den Morden, die lediglich im Teehaus Gespräche führen und zum Gebet auffordern.
Es geht hier nicht nur um Religionsfreiheit. Wer für seine Überzeugung wirbt, ganz gleich, ob sie religiöser, politischer oder sonstiger Art ist, der nimmt Meinungs- und Redefreiheit in Anspruch.
Es ist schon ein bisschen merkwürdig, dass ein Gespräch über den eigenen Glauben mit dem Angehörigen einer anderen Religion als verwerflich angesehen wird.
Lieber Fried-fertig,
ganz so einfach liegen die Dinge nun wirklich nicht; der Islam hat mit Jesus einige Probleme mehr. U.a. wird die Kreuzigung und Auferstehung bestritten. Die aber sind das zentrale Thema christlichen Glaubens.
Ich bin von Herrn Theveßen und vor allem dem ZDF schwer enttäuscht. Missionsarbeit wird kriminalisiert. Die angeführten Beispiele des angebotenen Geldes für eine Konversion kenne ich überhaupt nicht und ich bestreite, daß es das, vielleicht abgesehen von extrem seltenen Ausnahmefällen, in der Praxis überhaupt gibt. Es widerspräche dem Neuen Testament.
Wer als Christ missioniert tut jedenfalls nichts Verbotenes. Es ist der ausdrückliche Befehl des Herrn Jesus Christus solches zu tun. Und wer missioniert, tut den Willen seines Herrn; wer nicht missioniert, tut diessn Willen des Herrn eben nicht. Punktum!
Da alle Menschen aller Zeiten religiös waren und auch heute sind, ist auch der biblische Glaube an Jesus Christus sogar 2000 Jahre nach seinem Tod, Auferstehung und Himmelfahrt für einen großen Teil der Menschheit kein Tabu-Thema, sondern aktives Bekenntnis. Entscheidend bleibt der Anspruch Jesu Christi: ist er wirklich als Sohn Gottes in die Welt gekommen, um Gottes Willen zu tun und Sünder wieder mit einem gerechten Gott für die Ewigkeit zu versöhnen?
Für die ermordeten Christinnen im Jemen war er wahrscheinlich genau dieses und sie haben seinen Anspruch und biblischen Auftrag ernst genommen, einen Auftrag der in Wahrheit und Liebe dem einzelnen Menschen zur Errettung gilt, egal aus welchem Volk und welcher andersartigen Religion. Darüber hinaus den Mördern im Namen Jesu zu vergeben, das wäre im Augenblick des Todes oder auch seitens der nächsten Angehörigen das i-Tüpfelchen für echte christliche Mission.
Ich kenne die Missionsmethoeden un das Misisonsverständnis der Bibelschule Brake nicht. Unabhängig davon kann ich mir allerdings überhaupt nicht vorstellen, dass Christen in einem muslimischen Land Zwang udn Gewalt als Missionsmethoden einsetzen. Wenn sie es überhaupt wagen, dort zu missionierren, werden sie es immer zurückhaltend und fruendlich tun, selbst wenn sie es in einer Umgebung, in der sie Macht haben, anders für richtig halten würden.
Der entscheidende Punkt ist ein anderer:
Die Behauptung: Mission=Gewalt und Intoleranz; Verzicht auf Mission=Friedfertigkeit ist ein absurdes Vorurteil, das durch Wiederholung nicht richtiger wird. In der Geschichte war es normalerweise genau andersherum. Die Afrikaner, die als Sklaven nach Amerika geholt wurden, durften nicht missioniert werden, weil sie keine Menschen seien. Es waren missionarische Christen - Baptisten zum Beispiel - die das trotzdem taten und den Sklaven Menschsein und Menschenwürde zusprachen udn deshalb auch für die Abschaffung der Sklaverei eintraten. Es waren die Theologen wie Bartholomeo de la Casa, die den indigenen Völkern das Evangelium bringen wollten, die deshalb auch gegen den Völkermord an diesen Völkern aufgetreten sind. Wer missionieren will, wer Menschen für seinen Glauben gewinnen will, der muss diese Menschen lieben, zu ihnen gehen und Grenzen überwinden. Der Verzicht auf einen missionarischen Impuls fördert Gleichgültigkeit und Ghettobildung, Unkenntnis und damit Ablehnung des anderen. Nur die vom missionarischen Impuls geförderte grenzüberschreitung bringt Neues udn letztlich auch Frieden zwischen den Kulturen hervor. Nur mit jemandem, der von seiner Religion so sehr überzeugt ist, das er sie mir auch wünscht, kann ich friedlich und konstruktiv streiten. ich wünsche mir missionarische Muslime und missionarische Christen, die sich beide gegenseitig das Missionieren auch erlauben und wenn die dann aufeinanderstoßen, dann wird es wirklich fruchtbar und spannend - und es ist keineswegs vorhersehbar, ob am Ende dieser Begegnung eine abrahamitische Ökumene, ein verändertes Christentum oder ein veränderter Islam stehen oder alles drei. "Lasst die Geister aufeinanderplatzen" hat Martin Luther gefordert. Das ist Toleranz.
Wann wird endlich die Religionsausübung, die leider durch das Grundgesetz geschützt ist, endlich verboten. Ein Land kann nur OHNE Religion in Frieden leben. Solange es die Religion gibt, wird es immer wieder Missionierung und Kriege (die meisten Kriege in der Weltgeschichte waren religiös bedingt) geben. Streicht endlich die Religionfreiheit aus denm GG, damit der Friede gefördert wird.
Hallo Herr Fried Fertig,
Ihr Pseudonym ist sehr vie
lversprechend, doch eine gewisse Aggression lese ich trotz des Namens auch aus Ihren Zeilen. Das ist nicht verwunderlich, denn- wie oben schon zu lesen lässt sich über Religion schwer oder nicht gut diskutieren. Ihr Multi-kulti-Bild von Religionen und der Toleranz anderer Religionen klingt sehr schön. Auch ich habe in unserem Land viele Muslime mit grosser Toleranz kennen gelernt und schätze diese Haltung hoch. Doch so einfach scheint mir die Realität nicht zu sein. - In unserem Land ist die Toleranz durch den Einfluss der europäischen Kultur und der Kultur der "Selbstrelativierung" wohl relativ hoch. Doch selbst hier kommt es vor, das z.B. Töchter oder Schwestern getötet werden, wenn sie sich zu sehr unserer Kultur nähern. Die Heirat eines muslimischen Mädchens mit einem christlichen Mann überschreitet auch in unserem Land nicht selten die hier gepflegte Toleranzgrenze.
Aus der christlichen Missionsgeschichte wissen wir, dass in vielen Ländern Menschen wegen ihres Glaubens, nicht selten auch wegen ihres christlichen Glaubens verfolgt werden. In vielen Ländern ist es heute noch ein Kapitalverbrechen, wenn ein Muslim zum Christentum konvertiert. Nicht wenige dieser Konvertiden wurden in Deutschland als Asylanten aufgenommen. AUch in aufgeklärteren Ländern wie der Türkei wird die Konvertierung von der Bevölkerung nicht akzeptiert, selbst wenn sie nicht mehr staatlich bestraft wird.
Das hat nichts mit der Methodik zu tun sondern mit der Tatsache der Konvertierung.
- Wo ist denn da die friedliche Koexistenz und der friedliche Wettbewerb der Religionen, den auch ich mir wünschen würde? Es macht keinen fairen Sinn jegliche Form friedlicher
christlicher Mission zu kritisieren, anderen gestehen wir die Darstellung Ihrer Religion ja auch zu.
Gerhard Riehl
Vorweg zur Klarstellung: Ich bin ebenfalls überzeugter Christ und der Meinung, dass Mission im biblischen Sinn eigentlich das Anliegen jedes im Sinn der Bibel wiedergeborenen Christen sein muss.
Mission in diesem Sinn hat aber nicht das Geringste damit zu tun, anderen mit Gewalt oder durch wirtschaftliche Vorteile, "seinen" Glauben überstülpen zu wollen, auch wenn das bedauerlicherweise in Geschichte und Gegenwart von einigen versucht wurde/wird.
Es gibt leider christliche Gruppierungen, die mit Geld oder anderen Annehmlichkeiten versuchen, Menschen "zu bekehren". Dies wird äußerlich gesehen sicher durchaus erfolgreich sein, wobei davon auszugehen ist, dass davon vieles nur Fassade sein wird.
Aber wer sich äußerlich als Christ gibt oder einen Taufschein vorweisen kann, ist tatsächlich keiner, so lange nicht eine Herzensentscheidung dahintersteht.
Ich finde bedauerlich, wie wenig in einigen Beiträgen hier und auch sonst in der Medienlandschaft differenziert wird und was aus wenigen bekannten Fakten für Schussfolgerungen gezogen werden.
Nach den bisher bekannten Umständen zu den im Jemen Entführten, zweifele ich nicht, dass deren Aufenthalt im Jemen neben humanitären Beweggründen vor allem missionarisch motiviert war, vermutlich mit der Hoffnung, durch entsprechende Vorbildfunktion (in der Ausübung der humanitären Hilfe) Menschen für den Glauben an Jesus Christus zu interessieren.
Offensichtlich ist es dabei in mindestens einem Fall zu einem privaten Gespräch über Glaubensfragen mit einem Muslim gekommen, sehr wahrscheinlich weil dieser sich für derartige Fragen interessierte.
Nun kann man das sicher als "Missionierungsversuch" und "aktive Missionierung" auslegen und das ist m. W. im Jemen verboten, wie übrigens auch der Wechsel vom Islam zum Christentum.
Nun lässt sich trefflich darüber streiten, ob dort vielleicht Gefahren unterschätzt oder ob die bekannt waren, aber in Kauf genommen wurden. Dazu lässt sich mangels ausreichender Informationen derzeit nur spekulieren.
Dass hier in mehreren Beiträgen unterstellt wird, im Jemen sei unter Anwendung von "Furcht oder Zwang" misioniert worden, erscheint mir aber eine Verkehrung der Verhältnisse. "Furcht und Zwang" unterlagen vielmehr die Christen dort, für die offensichtlich allein die Präsenz lebensbedrohlich ist.
Man stelle sich vor, in unseren Breiten unterhält sich ein überzeugter Muslim in einem privaten Gespräch mit einem Christen über Glaubensfragen,(was häufig vorkommt) und als Reaktion würde er von der Verwandschaft des Christen nur deswegen bedroht. Hat derjenige sich dann mit der halben Stadt angelegt, wie hier gemutmaßt wurde?
Ich glaube, nur die Wenigsten hierzulande (mich eingeschlossen) können sich die Verhältnisse vor Ort wirklich vorstellen
"Sarkasmus mag man mir an der Stelle nachsehen, ich tue das auch und glaube Gott, Jesus wie auch Mohammed haben mehr Humor als ihnen von Christen und auch Muslimen oder Juden zugeschrieben wird."
Mit diesen Satz haben Sie sich als Heide vorgestellt. Wer soll Ihnen nach Ihren Auftritt hier noch abnehmen das Sie an Gott glauben?
Sie vermischen hier Christentum und Islam, beides hat mit Christsein nichts zu tun. Auch vermischen Sie Glaube und Verstand. Ich bin selber Christ und versuche nach der Bibel zu leben. Und dort steht: "Wenn Ihr nicht werdet wie die Kindlein, werdet Ihr das Reich Gottes nicht ererben". Weiterhin steht in der Offenbarung 3,16: "Da ihr weder lau noch kalt seid, werde ich euch aus meinen Mund ausspeien". Gott ist kein humorvoller Kumpel. Er ist der allein wahre Gott und der Schöpfer des Universums, und er wird den Tod der 3 Frauen aus Seiner Gerechtigkeit und Suveränität ganz anders betrachten als wir es können.
Hi ich bin auch Crist.
Ich möchte nur sagen in jeder Religion gibt es welche die es als dekmantel nehmen oder übertreiben. Alerdings ist unser auftrag (siehe Bibel NT) das wir ausziehen und nichts für uns behalten. Aber wir dürfen nicht mit Gewalt oder sonstwie jemanden dazu zwingen, an Jesus zu glauben / annehmen.
Aber ich stehe dahinter was die Frauen dort taten ihre aufgebe war es dort (die zwei dutschen und die südkoranerin) den Menschen zu dienen. Und erst wenn nachfragen kammen Zeugnis zu geben, sie wolten es vorleben und nicht nur reden.
Ich kann nur sagen es wird noch viel passieren doch wen es interresiert wen Christen beten werden Kranke gesund und Gliedmazen wachsen nach. Das ist bewiesen und nicht von 2000 Jahren sonderen auch noch heute. Bitte jeder der das nicht Glaubt oder glauben kann forsche nach frag Christen in deiner umgebung ... und dies passiert Welt weit darum können wir nicht schweigen.
Ein Mexikanischmissionar sagte vor kurzem: Wenn wir in ein Indijanerdorf gehen um Kranke zu Heilen dann schiken sie uns weg weil es auch ihr Medizinman kann deshalb gehen wir dort hin um Tote aufzuweken. Das ist war (ich erlebe so was selbst (toten auferwekung noch nicht aber heilung unheilbarer krankheiten vom Artzt bestätigt))
Die Asuza street wäre ein anfang um nach zu vorschen und Reinad Bonke. Ich kann es nur jedem ans Herz legen.
Sehr geehrter Herr Theveßen,
Es hat mich stark verwundert, dass ein in Politik so versierter und von mir als Kommentator bisher geschätzter Mensch wie Sie sich darüber allen Ernstes entsetzt, dass Menschen andere Menschen als "irregeleitet" bezeichnen.
Wer seine eigene Meinung/Wahrheit vertritt, muss das doch qua Definition tun, wenn es eine Gegenmeinung gibt! Ist das nicht gerade auch der Sinn von Politik? Was soll eigentlich sonst eine Bundestagsdebatte, was eigentlich eine Wahl, was eigentlich eine Demokratie? Ich als Deutscher Staatsbürger bin froh, dass es z.B.solche Menschen wie Sophie Scholl gegeben hat, die ihre Wahrheit (nämlich, dass der Nationalsozialismus gefährlich und schlecht ist) offensiv, auch durch das Verteilen von Schriften, unter Einsatz ihres Lebens verteten haben. Würden Sie dies auch als verwerfliche "Missionierung" von Menschen bezeichnen, denen man doch ihren Glauben an den "Führer" nicht absprechen sollte? Würden Sie auch den Vater von Sophie Scholl verurteilen, der hinter seiner Tochter stand?
Würden Sie ihm auch die Mitschuld am Tod seines Kindes geben?
Seine eigene Meinung/Wahrheit zu vertreten bedeutet ja eben nicht, den anderen nicht als Mensch/Person zu respektieren oder ihm gar den Kopf einschlagen zu wollen. Es gibt wohl einen Unterschied zwischen Personentoleranz und Sachtoleranz!
Sonst müsste man Ihren eigenen Artikel aufs Schärfste verurteilen und verbieten, da Sie doch selbst darin das Verhalten von Menschen (in dem Fall ein Teil der Evangelikalen) als irregeleitet bezeichnen. Nun, das tun wir Gott sei Dank nicht, sondern freun uns daran, dass wir Dank unserem (sehr stark von Christen und christlichen Grundwerten geprägtem) Grundgesetz unsere Meinung verteten dürfen und sollen!
Meine volle Wertschätzung gilt den Menschen, die aufgrund ihrer Liebe zu den notleidenen Menschen im Jemen und zu Gott ihr Leben riskiert und verloren haben: den drei jungen Frauen.
Mein tiefes Beileid spreche ich hier dem Vater zu, der durch diesen durch nichts zu rechtfertigenden feigen Akt dieser Fanatiker seine geliebte Tochter verloren hat und sich jetzt auch noch von sehr verachtend schreibenden Leuten anhören muss, dass er Mitschuld hat. Ich bin sehr froh und dankbar, dass es in unsrer Trendhopper-Zeit Menschen wie diese Frauen gibt bzw. gab. Mir macht allein dieses Wissen trotz aller Trauer und unbeantworteten Fragen Mut.
Lieber Herr Theveßen,
ihre Kommentare bezgl. Terrorismus z.B. schätze ich ja eigentlich hoch ein. Leider sind sie im vorliegenden Fall, meiner Meinung nach, doch ein wenig voreilig.
Die beiden angesprochenen, ermordeten Schülerinnen einer Bibel-/Schwesternschule haben im Jemen lediglich ein Praktikum absolviert und wollten im verarmten Norden Jemens lediglich das Leid der Menschen ein wenig lindern.
Ihre Mutmaßung, dass hier Missionierung im Vordergrund stünde, geht mir hier schlicht zu weit. Natürlich sind die Damen auch von ihren christlichen Grundsätzen und Geboten angetrieben gewesen, aber das ist noch lange keine Missionierung - das ist schlicht Nächstenliebe. In dem fundamental-muslimischen Umfeld im Jemen wurde das natürlich als Missionierungsversuch gewertet. Dort gelten aber schon - in unseren Augen lächerliche Kleinigkeiten - als Affront oder sogar schlimmer, schwere Straftat. Wer seinen Hund z.B. auf den Namen des Propheten tauft, steht da mit einem Bein schon in seinem Grabe. Die Verhältnisse in diesen schon fast mittelalterlich anmutenden Regionen sind einfach nicht mit modernen Gesellschaften zu vergleichen. Daher ist auch nur jedem Touristen - und gerade auch evtl. von menschenfreundlichen Motiven - angetriebenen Ausländern nur abzuraten, derlei Regionen zu bereisen. Ich erachte die Reise der entführten Menschen im Jemen unter diesem Hintergrund auch als fahrlässig. Diese Menschen bringen sich selber in Gefahr und sorgen unnötig für Unruhe. Wenn Menschen Hilfe nicht wollen oder von Ausländern ablehnen, dann muss man das eben auch respektieren. Übrigens: Missionierung passiert auch in Deutschland - durch Muslime. 2 der 3 Angeklagten im Sauerland-Prozess sind schließlich deutsche Konvertiten ! Diese Frage ist beileibe keine Einbahnstraße, wie es weltläufig so heisst.
Nicht falsch verstehen. Ich halte es sowieso nach dem alten Fritz: ein jeder möge nach seiner Fasson selig werden...
Nur am Rande: ich als Agnostiker bin z.B. vor Jahren aus der Kirche ausgetreten. Ich habe jahrelang in meiner Gemeinde gesehen, wie Pastoren ihr Amt versehen - als politisches Sprungbrett.
Am Ende gibt es keine Religion, die nicht politisch ist oder politische Ziele verfolgt.
Lieber Fried Fertig,
"der Koran wie auch die Bibel wurden von Menschen aufgezeichnet. Der Koran wurde posthum, weil man Mohammed nicht mehr fragen konnte, nach der Länge der Suren geordnet und später um die Hadithen (Überlieferungen ähnlich "Charlie hat gesagt sein Vater hat gesagt") ergänzt"
- historisch-kritisch kann ich ihnen da zustimmen, fundamentalistische Moslems würden sie für solch eine Aussage aber aufknüpfen. Islamische Lehre ist, dass der Koran Mohammed vom Erzengel wörtlich diktiert worden ist. Deswegen wird er bis heute auch in arabisch auswendiggelernt und gebetet, während die Bibel in der Landessprache in den Gottesdienst eingehen konnte (zumindest in den Kirchen der Reformation)
"Beides, Bibel- und Koranschriften sind Interpretationssache und über Glauben kann man nicht diskutieren. Das habe ich in 20 Jahren interreligiösem Dialog gelernt. Deshalb bin ich auch aus der Kirche ausgetreten, Christen sind oft noch viel verbohrter als Muslime. Ich habe meinen Glauben behalten, aber mit Verstand verknüpft. Vorbeter brauche ich nicht."
Ich frage mich, was für eine Art von Dialog sie erlebt haben. Über Glauben muss man doch sogar diskutieren! Ich muss sogar über meinen Glauben reden. "Apg 4:20 Wir können unmöglich schweigen über das, was wir gesehen und gehört haben."
Das sie aus der Kirche ausgetreten sind, finde ich schade.
In den evangelischen Kirchen ist es jedem einzelnen geboten, nicht stur irgendwelche Dogmen herunterzuleihern sondern die Glaubensdinge auch mit den Mitteln der Vernunft, des Verstandes zu überprüfen. Warum sie da einen Gegensatz aufmachen zwischen Kirche und rationalem Denken, ist mir unbegreiflich.
"Die Bibel wurde lange, lange nach Jesu Tod von Konstantin und co. nach deren Gusto zusammengestellt und vielfach verändert, auch fehlübersetzt. Urchristliche Leeren (siehe Origines, Apokryphen, Reeinkarnationsgedanke) wurden von der selbsternannten Folgeorganisation "Katholische Kirche" mit Verdammung belegt und aus der Bibel draußen gehalten."
In historischer Kritik sind sie groß. Aber nur weil Dan Brown eine solches Bild im Da Vinci Code malt, ist es noch lange nicht historisch korrekt. Die Kanonentstehung ist etwas komplizierter und die christliche Dogmenbildung über die Konzilien von Nizäa und Chalcedon spielt da noch einmal in einer anderen Liga.
Bewusste theologische Veränderungen der kanonischen Texte sind textkritisch nicht zu beweisen. Das es apokryphe Schriften gibt ist wohl wahr, die sind aber vom Thomasevangelium mal abgesehen alle 100 bis 200 Jahre nach dem letzten kanonischen Text erst entstanden und damit historisch erst einmal wertlos.
Origines gilt auch in der katholischen Kirche noch immer als Kirchenvater,
ist der erste Theologe, der die Schrift in den Mittelpunkt stellt
und hat die ersten Vorläufer der trinitätslehre hervorgebracht - alles vollkommen anerkannt und wird bis heute in jedem Theologiestudium, kathjolisch wie evangelisch auch diskutiert.
Und ach ja, wenn sie mir die Bibelstellen nennen könnten, an denen sich eine Reinkarnationslehre festmachen lässt, wäre ich ihnen sehr dankbar.
Mfg
Andreas
Die Bibel ist nicht von Jesus Christus geschrieben worden, sondern durch überlieferte Erzählungen, lange, lange nach seinem Tod. Sie ist sogar mehrmals verändert und umgeschrieben worden.
Mit Mohammed und dem Koran muß es sich ähnlich verhalten haben. Da hatte übrigens Abraham seine Hände mit im Spiel, soviel ich weiß. ( Das ist der, der seinen Sohn umbringen sollte, als Opfer, und dann durch die Stimme Gottes davon zurückgehalten wurde : " Wer dazu bereit ist, seinen eigenen Sohn zu opfern, der muß......" usw.usw. ) Hallelujah !
Also, was lernen wir daraus :... wenn es denn einen "Gott" gibt, dann gibt es nur den "Einen". Er hat in jeder Religion seinen eigenen Namen.
Wenn nun dieser "eine Gott" alle Menschen dieser Erde gleich liebt, dann frage ich mich : ....warum hat "ER" es zugelassen, daß diese 3 Frauen im Jemen ermordet worden ??
In der Bibel steht : "Du sollst nicht töten"!
Auf der Basis des Korans :
"Alle Ungläubigen sollen getötet werden "!?
Kann es sein, daß diese Aussagen von dem "einen Gott" kommen ? Oder haben "I H M" da die Schreiberlinge ins Handwerk gefuscht ?
Ein Erlebnis in Israel, wird mir ewig in Erinnerung bleiben. Auf der Fahrt zum Toten Meer, hielten wir in einem Kibbuz an, um Wasserflaschen aufzufüllen. Zwei der Begleiter sahen wirklich ein bischen sehr "missionarisch" aus. Fast hätten wir kein Wasser bekommen.
Als wir aber unsere Hilfe angeboten hatten, bei der Ernte der Äpfel zu helfen, waren wir Willkommen. Über Religion an sich oder im Besonderen, ist an dem restlichen Tag, und auch in der Nacht nicht gesprochen worden. Aber über viele Unzulänglichkeiten und Sorgen dieser Welt.
Man hat uns erst am nächsten Tag, nach einen besonders gutem Frühstück, weiter ziehen lassen.
Was ich damit sagen will ?
Vorbereitung, Anpassung, und sich auf seine Umgebung einstellen, ist das Zauberwort. Gerade und im Besonderen in Ländern , mit einer anderen Religion. Das aber sollte von jeder Stelle, die eine "missionarische Tätigkeit" in diesen Ländern ausüben möchte Pflichtfach sein, und, - das dann aber auch in einem dieser Länder - leben.
Zudem, hat man im Auswärtigen Amt zur Vorsicht gemahnt, den Jemen zu besuchen.
Das klingt für manche Ohren jetzt vielleicht ein bischen zynisch, das sollte es bitte nicht sein. Wer eine solche Warnung ausspricht, weiß doch von was er redet.
Es war ja nicht das erste Mal, daß Geiseln ihm Jemen genommen wurden.
Ich möchte hier auch mein Mitgefühl für die Angehörigen aussprechen.
Gisela L.
So groß die Bestürzung und Trauer über den Tod der Krankenschwestern ist, so darf man einfach nicht bestimmte gesellschaftliche Grundlagen bei einer möglichen Missionierung vor Ort außer acht lassen. Christliche Missionare können nicht einfach das Wort Gottes in einem Land predigen, das mehr als deutlich von der islamischen Glaubenrichtung dominiert wird. Die Missionare dürfen nicht so einfach das Wort Gottes predigen und erwarten, dass dieses Verhalten auf keine Sanktionen der "andersdenken Mehrheit" stoßen wird. Wie würden wir es halten, wenn eine Gruppe von Muslimen auf dem Münchner Marienplatz aktiv missionieren würde? Wir würden es aus unserer liberalen-demokratischen Sichtweise tolerieren und eventuell auch sogar akzeptieren. Aber hierdrin liegt ja auch der Weisheit letzer Satz: Die deutsche Gesellschaft als pars pro toto für die westliche Gesellschaft als Ganzes, hat einen Diskurs über Andersdenkende hinter sich (u.a. angefangen mit E. Kant), der schon seit Jahrhunderten (an)dauert. Muslimische Länder haben diesen Diskurs, mit einigen Ausnahmen (wie die Türkei), noch nicht einmal richtig angefangen. Missionare dürfen nicht diesen Sachverhalt übersehen, was aber leider ziemlich oft geschieht. Bitte vergessen Sie nie: "Verrückt" sind die, die nicht die Mehrheit stellen. Wie jede (muslimische) Gesellschaft oder auch (Unter-)Gruppe damit umzugeht, kann und darf sich nicht an der westlichen Messlatte orientieren. Jede gesellschaftliche Wandlung (hin zu einem akzeptierten Miteinander) braucht seine Zeit und wird durch die Missionierungsarbeit eher untergraben als gefördert. Pluralisierte Gesellschaftsformen sind auf der Welt eher eine Ausnahme als die Regel. Selbst die verschiedenen islamisch orientierten Glaubensrichtungen grenzen sich von einander ab (Sunniten vs. Schiiten usw.).
Dass die heutige Welt knapp 1 Milliarde katholisch orientierte Christen zählt, liegt daran, dass durch den westlichen Imperialismus (im 18. und 19. Jahrhundert) Missionare in stark geschwächte politische Ordnungen hineingebrochen sind und dort das Wort Gottes verbreiten konnten. Vieles tut sich leichter, wenn "Nationen" Missionierung durch einen großen militärischen Apparat unterstützen können (z.B. England in Indien, Spanien in Südamerika, verschiedene europäische Nationen in Zentralafrika). Vergessen Sie bitte daher nicht: Bekehrung und Missionierung, egal von welcher Religion, ist niemals ein menschlicher Kontakt auf Augenhöhe! Religiöses Gedankengut in einem fremden Land zu verbreiten ist daher nichts anderes, als die Darstellung seiner ethnozentristischen, ja sogar egozentrischen Gedankenwelt. Wir Christen haben in den muslimischen Ländern nichts zu suchen und umgekehrt! Nur so schaffen wir einen Dialog auf Augenhöhe! Akzeptieren wir endlich mal die jeweiligen Unterschiede!
Ich hoffe, dass die Mörder der Frauen so bald wie mögich gefaßt werden und auf die Befreiung der Familie, sowie die Bestrafung der Täter nach der jemenitischen Gesetzgebung! Mord bleibt Mord.
In dem einleitenden Blog von Herrn Theveßen wird ein Tabu-Thema tematisiert. Inwieweit dürfen Christen ihre Meinung in islamischen Ländern weitersagen (missionieren), dass Jesus der Weg zum himmlischen Vater sei? Eine Missionierung dieser Art wird als Gefahr empfunden. Warum ist das eigentlich so?
Kann nicht jeder ein Recht auf eine eigen Meinung (Meinungsfreiheit) haben? Ja, hat nicht jeder Mensch auf dieser Welt auch das Recht sich über verschiedene Religionen zu informieren (Informationsfreiheit) um sich dann selbständig zu entscheiden welcher Religion er denn glauben möchte?
Das Gut der Meinungsfreiheit ist zurecht eines des höchsten Güter das wir in unseren westlichen Welt haben. Dieses Recht wird leider in islamischen Ländern mit Füßen getreten. Dort kann über den christlichen Glauben nicht informiert werden ohne in Gefahr für das eigene Leben zu geraten.
Hier in Deutschland dürfen Muslime ihren Glauben praktizieren, Moscheen bauen und mit anderen Menschen über ihren Glauben sprechen. Das ist auch gut so! In den Ländern ihrer Herkunft ist das aber oft nicht so, leider.
Warum sollten wir uns also ins Mittelalter versetzt fühlen, wenn Menschen, Krankenschwestern zum Beispiel, ihr Leben dafür einsetzen mildtätig zu sein, andere Menschen zu pflegen und ihnen zu helfen, dabei aber auch nicht verschweigen, dass sie dies aus Liebe zu Jesus Christus tun?
Vielleicht ist es einfach so, das wir hier in Deutschland zwar wissen, wogegen wir sind (zum Beispiel gegen Gewalt, weil wir fürchten selbst Teil dieser Gewalt zu werden). Aber wissen wir eigentlich wofür wir sind?
Es ist natürlich sehr viel einfacher daheim vor dem Fernsehsessel zu sitzen, sich die Nachrichten anzuschauen und sich dabei über die so genanten christlichen "Fundamentalisten" aufzuregen, als selbst etwas zu tun.
Warum sollte man sich auch für die Armen in dieser Welt einzusetzen?
Jesus hatte solch einen Einsatz in höchstem Maße vorgelebt. Er sagte: "Ich sage euch, die ihr zuhört: Liebt eure Feinde; tut wohl denen, die euch hassen; segnet, die euch verfluchen; bittet für die, die euch beleidigen" (Lukas 6,27). Nicht nur dass er dies als "Befehl" seinen Jüngern gab, er selbst hat es auch gelebt. Er "tat seinen Mund nicht auf wie ein Lamm, das zur Schlachtbank geführt wird" (Jesaja 53,7).
In islamischen Ländern genügt es bereits den Namen Jesus zu nennen um in Gefahr zu geraten. Bei uns ist das nicht ganz so krass. Aber ist es nicht so, dass auch wir uns ärgern, wenn bereits der Name "Jesus" genannt wird? Jesus Christus war dies nicht fremd. Er sagte zu seinen Jüngern: "Wenn die Welt euch hasst, so wisst, dass sie mich vor euch gehasst hat." (Johannes 15,18).
Bleiben wir also in unseren bequemen Welt und ärgern uns über diejenigen, die bereit sind die Ärmsten dieser Welt zu lieben und dafür ihr Leben aufs Spiel zu setzen.
Das Neue Testament erzählt von Gott, der alle Menschen so sehr liebt, daß er sogar seinen Sohn Jesus von ihnen töten läßt um unsere Grausamkeit aufzunehmen und in etwas Gutes zu verwandelt.
Es geht im neuen Testament darum, dass wir Gott kennenlernen um dann in seinem Licht allen Menschen, Freunden wie Feinden, in Liebe und Zuwendung zu begegnen. Das mit der Feindesliebe ist nicht so einfach, wie unsere eigene Geschichte zeigt.
Jesus hat seinen Leuten diese Liebe als Maxime klar vor Augen gestellt. Er hat sie dann losgesandt, um in seiner Wahrhaftigkeit und Freiheit zu leben und andere dazu einzuladen. Praktische Hilfe in Klugheit ist ein Teil des Ganzen.
Wir müssen sehen, daß diese Welt gefährlich ist und bleibt, und daß wir nicht in einem neutralen Raum leben, als Christen und als Muslime. So viele Menschen werden täglich getötet, so viele kommen um unter Kriegen und Hunger. Es ist eine ungerechte Welt, in der sich Hass und Gewalt täglich entlädt.
Meine Trauer gilt allen, die darunter leiden und auch den beiden jungen Frauen, die getötet wurden. Sie gilt auch den Mördern, die in Gewalt und Hass gefangen sind. Und sie gilt all denen im Jemen, die in unerträglichen Zuständen leben müssen!
Lassen Sie uns dazu beitragen, daß sie das ändert.
Mit freundlichem Gruss,
Roland Potthast
www.Jesus-Network.eu
Hallo "tolerante" Mitbürger,
mich verwundert dass in unserem Land der Missionsbefehl Jesu so angegriffen wird.
Unser "christliches" Abendland wurde durch kaum etwas anderes so stark geprägt wie durch den Apostel Paulus. Dieser musste wegen seiner Glaubensüberzeugung soviel erleiden und wurde mehrmals ins Gefängnis geworfen. Ich bin froh in einem Land zu leben in dem ich glauben kann was ich will und in dem ich auch missionieren darf. Dies ist in islamischen Länder kaum bzw. nur unter lebensgefahr möglich !
Ich selbst war bis zu meinem 15 Lebensjahr ein getaufter Atheist und bin durch das Buch "Jesus unser Schicksal" zum Glauben gekommen.
Ich habe selbst erlebt dass der Glaube an Jesus tiefen Frieden und Freiheit bedeutet und nichts mit Zwang oder Manipulation zu tun hat.
Ich bin froh dass es Menschen gibt die von der liebe Gottes und dem was sie erlebt haben weitererzählen ;-)
Ich bin auch froh dass es ein Apostel Paulus gab der sich auf den Weg nach Europa gemacht hat uns den Weg zu Gott gebracht hat.
Ich bin mir sicher dass auch die Menschen in islamischen Ländern die Freiheit haben sollten sich frei entscheiden zu dürfen ohne dass Sie von ihren islamischen Verwandten umgebracht werden wenn sie sich zu Jesus bekennen.
Gruß
Arturo
Drei junge Frauen wurden hingerichtet. Waren sie sich darüber im Klaren, wie groß die Gefahr war? Junge Menschen sind leicht zu beeinflussen, - so sind ja auch die meisten islamistischen Selbstmordattentäter sehr jung.
Wer hat den Einsatz ausgerechnet in den Jemen bewilligt? Es gibt soviele Länder ohne Reisewarnung, in denen ähnliche Aufgaben zu erfüllen sind. Auch ohne aktive Missionierung war das Risiko viel zu hoch. Wer in einem solchen Land aktiv missioniert erscheint mir lebensmüde oder verblendet.
Ein paar Gedanken zu dieser Diskussion hier:
1. Wer hier öffentlich Diskussionen über solche Themen startet, sollte sich a) ertmasl ausgiebig und vor allem unvoreingenommen mit der Bibel und b) als Vergleich mit dem Koran beschäftigen, um überhaupt zu wissen wovon er da redet. Irgendwelche Behauptungen nach Gefühl oder nach irgendetwas dass man glaubt irgendwo gehört oder gelesen zu haben aufzustellen, ist für Mitbürger eines so gebildeten Landes ziemlich armselig.
2. Es ist eine Unverschämtheit auf so eine Art über Menschen zu reden die sich nicht zu schade waren/sind, ihr Leben für eine gute Sache aufs spiel zu setzen - unabhängig von ihrer geistlichen Überzeugung! Wo bleiben hier eigentlich unsere Moral und unsere ehtischen Werte? Kein Wunder dass Muslime oder auch sonst andere Religionen hier im Land machen was sie wollen. Wenn ein Muslim mitbekommt dass irgendwo auf irgendeine Art und weise jemand ihren Glauben oder ihre Handlungen öffentlich kritisiert, wird gleich Stress und Randale gemacht. Und was macht Deutschland? Es kuscht natürlich. Aber was noch viel schlimmer ist: Man macht sich selbst untereinander fertig und kritisiert die Christen in dem "christlichen Land" in dem man lebt. Kein wunder dass andere Nationalitäten mit uns machen was sie wollen. Die schauen zu und sehen dass die Bürger in diesem christlichen Land sich gegenseitig selbst vertig machen.
3. Anstatt an dieser Stell über biblische Werte, moralische Grundsätze usw. zu debattieren, solte man mal über folgende Dinge nachdenken: Das deutsche Grundgesetz ist in seiner grundsätzlichen, tragende Säule auf dem christlichen Glauben gegründet. Es ist im Prinzip an die zehn Gebote angelehnt. Somit an den Glauben dass es einen Gott gibt, vor dem jeder Mensch gleich ist und vor dem jeder Mensch (egal welcher Nation und religiöser Überzeugung) eines Tages rechenschaft für sein Leben ablegen muss. Dann frage ich mich wie es dazu kommt dass ein Bus durch unser Land fährt und öffentlich und provokant für den Atheismus wirbt. Wenn man es mal ganz kritisch betrachtet, ist das eine mißachtung des deutschen Grundgesetzes und ein angriff auf dieses. Warum wird geht unsere Regierung denn nicht dagegen vor? Statt dessen wird hier und da darüber diskutiert ob und wie man solche Worte wie Gott usw. aus der deutschen Rechtsprechung entfernen kann. Das nenne ich mal armselig!
Man kann an dieser Stelle ausgiebig darüber diskutieren ob die beiden jungen Frauen unvorsichtig, naiv usw. waren oder nicht. Aber diese Diskussion ist hirnrissig und bring NICHTS. Die beiden jungen Frauen haben sich mit Herz und Seele für etwas eingesetzt wovon sie überzeugt waren. Ob sie nun "nur soziale Dienste" getätigt haben oder wie manche es hier nennen "aktiv missioniert" haben ist an dieser Stelle unwichtig. Sie waren noch keine zwei Wochen im Jemen und waren garantiert auch nicht der dortigen Landessprache mächtig. Somit war es für sie überhaupt nicht möglich "aktiv zu missionieren" - selbst wenn sie es gewollt hätten. Und dass sie niemanden mit einer Waffe bedroht und gezwungen haben zum christlichen Glauben zu konvertieren, darüber sind wir uns wohl alle einig.
Die beiden haben sich somit lediglich sozial engagiert. Ich frage mich, wer von denjenigen, die hier derartig kritische und beschuldigende Beiträge veröffentlichen, sich auf so eine hingebungsvolle Art sozial engagiert?! Ich frage mich wer von den Personen sich überhaupt sozial engagiert?! Ich wage zu behaupten dass es keiner tut. Nicht im Ausland, gescheige denn in unserem eigenen Land. Statt dessen werden hier Menschen die von ihrem christlichen Glauben überzeugt sind und eine tiefe Nächstenliebe zeigen, schlecht gemacht. Aber wenn dann mal ein Unglück passiert sind es genau die Personen, die dann laut schreien "Gott, wo warst du???!!?!?" Ja, wo hätte er denn sein sollen? Offensichtlich ist er (in unserem Land und in unserem Leben) nicht erwünscht. Wer in der Bibel mal nachforschungen anstellt, wird schnell herausfinden dass die Bibel Gott asl jemanden darstellt, der sich niemandem aufzwingt. Und wenn man ihn lange genug bittet zu verschwinden, dann tut er es auch eines Tages.
Einfach mal zum Nachdenken für all die, die hier so fleißig diskutieren.
Bildersprache aus dem Wort zum Sonntag oder der Morgenandacht.
Wasser brauche ich zum Leben, Religion nicht.
Solche Kommentare wie sie Herr Thevesen abgegeben hat, verwundern mich überhaupt nicht. Ein Mensch, der den tiefen Sinn des Evangeliums nicht verstanden hat, kann gar nicht anders urteilen.
Jesus wurde umgebracht (unschuldig ermordet) - ebenso dafür, dass er Gutes getan hat und das Wohl der Menschen suchte. Dafür, dass er sich um die armen, kranken, notleidenen Menschen an Leib und Seele gekümmert hat.
Umgebracht haben ihn diejenigen Gesetzesfanatiker, die ihn gehasst haben für seine Lehre, für die Wahrheit die er ihnen offen sagte.
Christen, wie diese beiden Mädchen, die solche Gefahren auf sich nehmen und dem Beispiel Jesu folgen, (d.h. bereit sind zu sterben um sich selbst für die anderen aufzuopfern) - verdienen tiefen Respekt und Anerkennung.
Wir beugen uns in stillem Gedenken vor den Opfern dieser sinnlosen Gewalt und gedenken der Worte Jesu: "Mich haben sie verfolgt - euch werden sie auch verfolgen".
Natürlich gibt es in allen Gruppierungen Menschen mit extremer Ausrichtung.
Allerdings darf dies nicht dazu führen, das Menschenrecht auf Mission einzuschränken.
Das Recht auf Mission - und Mission bedeutet nichts anderers, als seinen Glauben in Wort, Schrift und Bild frei und friedlich zu bezeugen - leitet sich direkt aus den Menschenrechten zur freien Meinungsäusserung, zur freien Ausübung der Religion ab.
Die Menschenrechte gelten nicht nur für Europa, Amerika und Australien - sie gelten auch für die arabische und muslimische Welt.
Wer jetzt den Einsatz von christlichen Krankenschwestern, Ingenieuren, Ärzten, Technikern im Rahmen der Hilfe zur Selbsthilfe nur deswegen ablehnt, weil ein Christ im Einsatzgebiet vom Menschenrecht Gebrauch machen könnte, der verhöhnt nicht nur die Opfer, sondern macht aus Opfern auch noch Täter.
Nicht aber die Missionare oder Entwicklungshelfer wären intolerant, weil sie vom Menschenrecht der freien Meinungsäusserung Gebrauch gemacht haben, sondern diejenigen Menschen sind intolerant, die nicht in der Lage sind, die friedliche und freie Meinungsäusserung eines Andersdenkenden zu ertragen - und die den Andersdenkenden mit Mord zum Schweigen bringen.
gute Frage: die Diskussion über das Wirken evangelikaler Stellt m.E. nicht wirklich ein Tabu dar, man hört es an allen Ecken und Enden. Aber wir müssen tatsächlich eine Debatte führen, wie wir in der Gesellschaft zwischen Relionsfreiheit mit der Möglichkeit, auch öffentlich den eigenen Glauben zu bezeugen, und dem Missbrauch von Religion unterscheiden wollen.
Was soll daran ein Verbrechen sein, wenn Menschen in irgendwo auf der Welt anderen in Krankenhäusern helfen, weil sie daran glauben dass diese Kranken kostbare Geschöpfe Gottes seien - und diesen dann das auch erzählen? Ich kann bei den Evangelikalen vieles nicht ab, aber es wird ein wenig zur Kultur, immer auf diese draufzuhauen.
Und welche unterschwellige Arroganz des Westen steckt eigentlich dahinter, wenn manche meinen, die Muslime in anderen Ländern vor unseren evangelikalen Missionaren schützen zu müssen? Weil die armen naiven Mohamedaner nichts dafür können, wenn sie ausrasten, wenn Ihnen jemand von Jesus erzählt? Oder der Provokateur sei selbst schuld, wenn er erschlagen wird. Eine aufreizend gekleidete Frau ist selbst schuld, wenn ... Nein! So wird die Debatte nichts.
Jede Autofirma macht Werbung in der ganzen welt, dass sie ihre Produkte verkaufen - das gleiche Interesse haben nun mal auch "Glaubensfirmen". Wer ihnen das abspricht, der muss Religionen verbieten. Jede Weltanschauung hat den Drang, geteilt zu werden. Deswegen fahren die Atheisten ja auch mit Werbe-Bussen durch die Gegend. Und das ist gut so! Schließlich geht es um die zentralen Fragen, wo wir herkommen und wo wir hingehen. Darüber müssen wir reden und streiten können. Weltweit!
Religiöse Eiferer gibt es in allen Farben und Schattierungen. Allzu leicht vergisst man, dass es auch unter "unseren" (d.h. den Christen) einige gibt, deren Weltbild sich nur wenig von dem eines Bin Laden oder Konsorten unterscheidet. Der Unterschied: der eine hat Selbstmordattentäter, die anderen haben die tiefen Taschen.
Ich kenne Fälle, wo gezielt nach Familien gesucht wurde, wo todkranke Kinder medizinische Versorgung brauchten. Das Geld wurde gegeben - so weit so gut - allerdings nur unter der Bedingung, dass dir ganze Familie zum Christentum konvertiert.
Man stelle sich einmal vor, was bei uns los wäre, wenn HARZ-IV-Empfänger nur noch angemessene medizinische Versorgung bekämen, wenn sie zum Islam konvertierten, dann kann man sich auch in etwa vorstellen, was die Folgen in der dortigen Gesellschaft sind.
Das soll die Taten der Entführer nicht relativieren, aber man sollte zumindest von den Organisatoren solcher "Bibelschulen" erwarten, dass sie auch die Folgen ihren Tuns im Auge behalten, und gewisse ethische Mindeststandards einhalten. Falls das nicht geht, ist der Gesetzgeber gefragt.
Als promovierter Missionswissenschaftler erlaube ich mir mal den Kommentar: Herr Theveßen mag Terrorismusexperte sein, von Mission hat er keine Ahnung. Man lese einmal Artikel 18 der allgemeinen Menschenrechte: Es ist Menschenrecht den eigenen Glauben auch öffentlich zu praktizieren und zu bezeugen. Nichts anderes ist Mission! Völkerrechtliche "Missionsverbote" - wie von einem Kommentator hier im Blog gefordert - sind absurd: Sie wiedersprechen den elementarsten Menschenrechten. Wenn also der Vater eines der Opfer tatsächlich "aktiv missioniert" haben sollte? Na und - was sagt das aus? Soll das ein Verbrechen sein? Missionsverbote sind Verbrechen - gegen elementarste Menschenrechte. Natürlich hat Mission nichts mit Mitteln wie Furcht, Angst oder Mißbrauch von Abhängigkeiten zu tun - das widerspricht fundamental der Mission, insbesonere dem Missionsverständnis evangelikaler Gruppen. Herr Theveßen - der einen absurden Satz eines Steyler Missionspaters über evangelikale Gruppen unkritisch übernimmt und für bare Münze nimmt - nenne mir bei seinen Vorwürfen Ross und Reiter: Er nenne mir den Namen der Missionsorganisation aus der Arbeitsgemeinschaft Evangelikaler Missionen (AEM) - übrigens dem größten Missionszusammenschluß in Deutschland überhaupt - die tatsächlich versucht mit Furcht und Druck und Ausnützung von Abhängigkeiten, Leute für ihren Glauben zu gewinnen - ein absurder Vorwurf. Wenn er das nicht mit nachprüfbaren Fakten belegen kann (er wird es nicht können!) - ist das nichts anderes als Verleumdung. Geradezu unverschämt ist es, dass solche angeblichen evangelikalen Missionsmethoden im Zusammenhang der brutal ermordeten Opfer im Jemen zum Thmea gemacht werden. Glaubt Herr Theveßen allen Ernstes in einem Umfeld wie dem Jemen könnte man mit Ausübung von Druck, Zwang und Furcht versuchen, jemanden zu einem Religionswechsel zu überreden - etwa aus einem Muslim mit solchen Mitteln einen Christen machen! Das ist absurd - eine Unverschämtheit angesichts der brutalen Morde an drei jungen Menschen, die in den Jemen gekommen sind, ganz sicher nicht um Druck und Furcht zu verbreiten, sondern um - mit welchen Absichten auch immer - Menschen zu helfen.
hallo an alle:
-----------------
wenn ich in allen vorhergehenden Beiträgen suche nach :
1. Einstein
2. Hiroshima
3. Hitler
------------------------------------------
Ergebnis : Null Beiträge über
Einstein
Hiroshima
Hitler
------------------------------------------
Schlußfolgerungen:
1. Seit dem Nobelpreis für Albert Einstein für die
Formel E = m * C-Quadrat
###############################
sowie seit der Bestätigung dieser Formel durch die Atombomben 1945
steht 100 % ig fest , dass überhaupt nichts ewig sein kann :
weder die Sonne noch sonst irgend eine Energiequelle , kein Himmel . keine Hölle ::::::: überhaupt nichts
2. wer hatte ab 1920 die größte Angst
vor dieser Formel und hat am lautesten nach einem Vergaser für Albert Einstein gerufen :
Heute bezeichnen die Nachfolger der Nazi-Kriminellen die Jahre 1920 - 1933 als ::: """ Die Goldnene Zwanziger """
Die Vorfahren haben verzweifelt nach einem Vergaser für Albert Einstein gerufen
3. Wer hat das Kopfgeld auf Albert Einstein in Höhe von 50 000 Goldmark ausgesetzt ::: und warum ???
4. Wir haben im Religionsunterricht behandelt : die Atombombe auf Hiroshima::
a. wechselndes Dämmerlicht
b. wechselnde Beschallung
c. Glockengeläute
d. Weihrauchdämpfe usw.
--------------------------------------------
Die Wahrheit :::::
Hundert Tausende schreien und verbrennen bei lebendigem Leib ::::
das war eine absichtliche , kriminelle Irreführung , damit niemend darüber nachdenkt ::::
von Ewigkeit zu Ewigkeit , das ist absichtlich gelogen
---------------------------------------------
ich habe einen Schriftsteller angerufen:
sein größtes Ereignis in seinem Leben war die Atombombe : " Darüber habe ich kein einziges Wort geschrieben
-------------------------------------------
ich habe meinen kommunistisch-katholischen Physiklehrer angerufen :
Sie waren doch schon 20 Jahre 1945:
" Über Hiroshima habe ich nicht nachgedacht "
Hallo,
wenn ich das lese, habe ich das Gefühl ich lebe im Mittelalter, ich verliere den Glauben an die Menschen.
Als Ehemalige Absolventin der Bibelschule Brake
bin ich sehr erschrocken über die Ansichten von Herrn Theveßen und F. Fertig!
Wie kommen sie darauf, dass man sich dort glaubhaft zu unterwerfen hat??
Enttäuschung macht sich breit, wenn man so etwas zur Kenntnis nehmen muß, da kann ich nur traurig den Kopf schütteln. Dahinter erkennt man eher vorgefertigte Meinungen, die an den Mann gebracht werden sollen. Ich habe diese Schule besucht um die Bibel und darüber hinaus viele Menschen aus verschiedenen "evangelischen" Gemeinden kennenzulernen. Habe mich dabei keinerlei Unterwerfung "verpflichtet".
Interessant ist es, die Meinungen der anderen zu lesen, das Für und Wider. Herr Thevßen spricht von einer theologischen Ausbildung und Einrichtung, die er nicht persönlich kennt(!) als wüßte er es besser als die, die sie kennen!
Lade sie gerne mal zum Tee ein, damit sie jemand kennenlernen können, die diese Bibelschule absolviert hat. Vielleicht um ihre Ansichten überprüfen zu können, ob sie objektiver oder subjektiver Natur sind.
Armer Herrn Thevenßen, da sind Sie aber ins Fettnäpfchen getreten. Man darf doch einem radikalen Christen das Missionieren nicht verbieten. Wo kommen wir denn dahin? Schließlich ist der christliche Glauben der einzig Wahre und der Missionierende möchte doch gerne in den Himmel direkt bei Gott sitzen, wenn er tot ist. (Bin ich froh, als Atheist nach deren Meinung in die Hälle komme. Langweiliger als in der Nähe Gottes, wenn die daneben sitzen, dürfte wohl kaum ein Ort auf der Welt sein). Oh, jetzt höre ich das Argument, wir haben doch so viel Gutes auf der Welt getan. "Guckt doch mal nach Afrika, wo wir so viel Gutes tun. Allein diese Aidswaisenhäuser, die wir unterhalten." Ja, Moment, das ist doch ein verwalten eines Problemens, was die Kirchen selbst verursacht haben. Wer hat den die Benutzung von Kondomen verboten? Wann lernen es die Menschen endlich, selbst Verantwortung für ihr Handeln zu übernehmen, ohne einen Gott oder Teufel dafür verantwortlich zu machen? Religion dient dich nur der Erhöhung des Menschen über den Rest der Welt. Warum glaubt auch jeder Gläubige, nur er hätte die einzige Wahrheit gepachtet? Also, Herr Theveßen, beißen Sie auf die Zähne, Sie bekommen bestimmt noch viel Stress mit diesen toleranten und nächstenliebenden Christen.....
Ihre
Angelika
Ich bin schon 27 Jahre in der freikirchlichen "Szene" aktiv. Durch
einige Umzüge habe ich viele verschiedene Gemeinden kennengelernt. Was
mir noch nie unter gekommen ist das eine Gemeinde Mission mit Zwang
verbunden hat. OK, die meisten hier glauben das Jesus ein Extremist war
weil er gesagt hat, dass man nur durch ihn zum Vater kommen kann. Aber
warum hört bei Jesus die Toleranz auf? Warum sagt man nicht: "Jesus die
Meinung darfst Du gerne vertreten." Jesus war in dem Sinn radikal und
kein "Weichspüler" oder "Warmduscher". Ich bin den Weg Jesus gegangen
und bin da rausgekommen wo er gesagt hat das ich rauskomme. Das ich
durch seinen Geist Freude und Kraft empfangen habe. Also der Weg Jesu
funktioniert. Und Jesus ruft an keiner Stelle zur Gewalt auf. Er sagt:
"Betet für die die euch verfolgen."
Was der Islam lehrt ist etwas ganz anderes. Wer aus dem Islam Austritt,
der soll getötet werden. Man stelle sich diese Unfreiheit vor. Die
Gewalt und die Einschüchterung im Islam ist extrem.
Stellen aus dem Islam:
Sur 2:193 Und kämpft gegen sie, bis niemand (mehr) versucht, (Gläubige
zum Abfall vom Islam) zu verführen, und bis nur noch Allah verehrt wird!
Warum integration von gläubigen Musilimen nicht gelingen kann steht auch
im Islam.
Sur 5:51 Ihr Gläubigen! Nehmt euch nicht die Juden und die Christen zu
Freunden! Sie sind untereinander Freunde (aber nicht mit euch). Wenn
einer von euch sich ihnen anschliesst, gehört er zu ihnen (und nicht
mehr zu der Gemeinschaft der Gläubigen). Allah leitet das Volk der
Frevler nicht recht.
Wir sollten uns hier klar werden: Stehen wir zum Grundrecht der freien
Meinungsäußerung, und das schließt auch mit ein, dass ein religiöser
Mensch zu seiner Religion stehen kann und sie für wahr hält und andere
Religionen eben nicht für wahr hält. Wenn wir für freie Meinungsäußerung
sind sollte man nicht dagegen sein wenn Menschen das tun. Nur ist dann
noch die Frage, wie geht ein gläubiger Mensch (bzw. seine Religion) mit
freier Meinungsäußerung um. Und da ist es für mich klar als Christ das
ich alle Menschen mit Liebe und REspekt begegne. Aber die Lehre des
Islams verbietet ja den Umgang mit Andersgläubigen. Das nenne ich
Unfreiheit.
Mir hat dieser Artikel wieder gezeigt das in den öffentlichen Medien ein
total falsches Bild der evangelikalen Szene gezeichnet wird. Wie gesagt
ich kenne sie sehr gut und ich kann von den Dingen nicht berichten.
Schade, dass es anscheinend auch im ZDF kein know-how der Szene gibt und
der Artikel von mir eher als peinlich entpfunden wird. Soviel Unkenntnis
hätte ich vom ZDF nicht erwartet. Es bleibt zu hoffen das diese
unqualifizierten Kommentare nicht sich auf die ganze Berichterstattung
erstreckt.
Wolfram Becker
Ich frage mich was wohl mehr "merkwürdig anmutet" - die Tatsache dass diese Bibelschule einen Großteil ihrer Webseite (vermutlich vorübergehend) vom Netzt genommen hat, oder die Tatsache dass hier auf eine ziemlich unverschämte Art und Weise über eine trauenrnde Institution, über Christen in unserem Land und damit verbunden gleichermaßen über die ermordeten Mädchen und deren trauernden Angehörigen geredet wird.
Soweit mir bekannt, heißt es "die Würde des Menschen ist unantastbar". Dagegen wurde hier schon allein durch den Artikel und gleichermaßen durch einige Kommentare im gröbsten Maße verstoßen. Sollen jetzt alle Beteiligten deswegen weggesperrt werden???
Was man einfach mal verstehen muss ist und bleibt eine Tatsache eine Tatsache. Unabhängig davon, ob man davon über zeugt ist oder nicht. Mann Dinge bis zum Erbrechen diskutieren, man kann auch Menschen mundtod machen in dem man ihnen das Reden verbietet. Man kann Menschen durch eine Unmenge an Argumenten zum schweigen bringen - das ist alles möglich. Dann weiß man bestenfalls wer mehr Argumente auf lager hat oder einfach nur besser diskutieren kann, aber es ändert nichts daran dass eine Tatsache eine Tatsache bleibt. Und wie es hier bereits schon erwähnt wurde, ist es echt traurig und armselig dass hier Bürger unseres christlichen Abendlandes diejenigen die wenigstens den Mut haben zum christlichen Glauben zu stehen in aller Offentlichkeit verurteilen und fertig machen. Armes Deutschland.....
Hallo Fried Fertig,
im Gegensatz zu Deiner Behauptung erwartet das Neue Testament die Weitergabe der Botschaft von Jesus. Und diese ist exakt von seinen Augenzeugen in den Jahrzehnten nach seiner Auferstehung aufgeschrieben worden. Damals gab es noch keine katholische oder wie auch immer geartete Kirche, sondern nur die damalige Gemeinde zunächst aus Juden und dann auch aus Römern ...
Die Fakten über Jesus, seine Wunder, seine Worte, sein Tod und seine Auferstehung waren damals nachprüfbar. DESHALB entstand die gewaltige Bewegung des jungen Christentums.
Wer auch immer die im Neuen Testament geschriebenen Fakten über Jesus Christus, den Sohn Gottes, abstreitet - und das tut der Koran an vielen Stellen - ist deshalb ganz einfach "ungläubig". Er glaubt nicht was darin steht. Obwohl es nachprüfbar wahr ist.
Das Neue Testament wurde von Menschen geschrieben. Klar. Aber von Menschen, die Jesus gekannt hatten oder genau, wie Lukas, recherchierten. Menschen, die sich der erlebten Wahreheit verpflichtet wussten.
Es ist und bleibt die einzigste Quelle aus der wir zuverlässig über Jesus erfahren. Und deshalb bleibt der Missionsbefehl für uns gläubige Christen Gottes großer Auftrag, seine Liebe und Gnade allen Menschen weiterzusagen. Auch unter Einsatz unseres Lebens.
Die getöteten jungen Frauen haben dies umgesetzt. Sie wurden Märtyrer für Jesus Christus. Ihre christliche Liebe wurde mit Hass beantwortet. Es bleibt zu hoffen, das ihr Opfer vielen Moslems (und vielen Deutschen) die Augen dafür öffnet , wer der wahre Gott ist. Und das auch zu ihm findest.
Mit freundlichen Grüßen
Reinhold Watty
Herr Fried Fertig,
durch mein Studium habe ich mich mit der Entstehung der Bibel als auch der des Korans beschäftigt. Der älteste heute erhaltene Bibeltext ist 2900 Jahre alt. Die ältesteten Texte des NT sind mit 60 n.Chr. datiert, ziemlich nah zum Abfassungszeitraum. Nicht alle Briefe, die die Apostel an Gemeinden geschrieben haben, sind erhalten geblieben. Manche frühchristlichen Schriften wie der 1.Clemensbrief sind in Bibeln orientalischer Kirchen drin, aber in den westlichen Kirchen nicht. Trotzdem ist es ein Mythos wie in "Sakrileg" dargestellt, das durch Konstantin und co. die Bibel zusammengestellt wurde. Es wurde lediglich festgeschrieben, was eh schon der Kanon des Neuen Testamentes war. Manche sogenannte "urchristliche Lehren" stammen aus der griech. Philosophie und sind mit Recht nicht als christliche Lehren anerkannt worden, obwohl die Lehren der katholische Kirche in der Geschichte auf Aristoteles und Platon zurückgegriffen haben und damit die christliche Lehre verfälscht haben.
Sie haben die Fehlentwicklungen in der Geschichte der Kirche angesprochen. Die bedaure ich sehr. Sind sie doch ein gutes Argument(od. Ausrede) dafür, sich die Fragen des Glaubens vom Leib zu halten. Wenn man die Quellen der Fehlentwicklungen sich anschaut, dann merkt man schnell, wie sehr sie dem Willen und Wesen Gottes widersprechen.
Zur Sicht von Jesus und den Christen im Islam. Christen werden nicht als Ungläubige angesprochen. Das stimmt. Das Zitat von mir, war nicht darauf bezogen, sondern sollte einfach den Unterschied zwischen Koran und dem Neuen Testament deutlich machen, was den Umgang mit Ungläubigen angeht. Christen werden im Koran als Fälscher dargestellt, die die Lehre von Jesus verfälscht haben sollen. Sie sollen Falsches von Jesus behaupten, in dem sie sagen, dass er Gottes Sohn ist. Und es wird beschrieben, dass Jesus beim Jüngsten Gericht die Christen ihres irregeleiteten Glaubens anklagen wird. In den Ausprüchen Muhammeds finden sich dazu noch schärfere Worte. Ich will ihnen nicht die ganzen Suren und Zitate dazu um die Ohren hauen (nur wenn sie wollen).
Das Muhammad wenig Humor hatte, merkt man daran, wie er mit den Juden um Medina herum umgegangen ist, die seinen Aussagen über das Alte Testament widersprochen und sie als Lügen aufgedeckt haben.
Ich gebe ihnen Recht, dass die Auslegung von Bibel und Koran Interpretationssache ist. Ich will mit ihnen darüber nicht diskutieren. Aber ich möchte Ihnen sagen, dass es durchaus Menschen mit Verstand gibt, die die Bibel ernst nehmen und das sie nicht ihren Verstand ausschalten müssen, um die Bibel als Offenbarung Gottes anzusehen.
Zu den Schubladen, die sie nicht brauchen.
Die einzige Frage von Relevanz ist einfach: Wer ist Jesus Christus?. Und von der Antwort dieser Frage hängt die Bewertung des Islam ab. Und es ist eben schon ein Unterschied, ob man Jesus mit netten Ehrentiteln versieht und ihn einfach nur ein Mensch sein lässt, oder ob er Gottes Sohn ist, der Mensch geworden ist und am Kreuz für unsere Sünden starb, was der Koran in Abrede stellt. Wenn man Muslime als fehlgeleitet ansieht, wie ich es persönlich tue, dann aus dem Studium des Koran im Vergleich zur Bibel. Mein Schwager ist Muslim. Ich respektiere ihn als Mensch. Ich freue mich an der Beziehung zu Jesus. Es ist keine moralische Abwertung keine Verurteilung der Muslime, es ist eine Beurteilung ihrer Lehre. Und ich kann mich nicht daran freuen, dass Muslime Jesus nur als Menschen ansehen, weil ihnen das die Chance auf Rettung und das ewige Leben in der Gemeinschaft mit Gott nimmt, die ich ihnen aber von Herzen wünsche. Darum bin ich für die Mission an Muslimen, die als Einladung zum Glauben an Jesus Christus geschieht. Eine Einladung kann angenommen oder abgelehnt werden. Und diese Freiheit sollte jeder Mensch für jeden Glauben haben.
Noch eine letzte Sache. Haben sie heute von Christen gehört, die Muslime mit Zwang zum christlichen Glauben zwingen? Haben sie davon gehört, dass Menschen, die vom christlichen Glauben abfallen und Muslime werden, von ihren Familien umgebracht werden und das aufgrund der Aussagen in der Bibel? Haben sie davon gehört, dass Muslime sich in christlich geprägten Gebieten nicht zum Gebet und Koranlesen versammeln können, ohne Angst zu haben, dass eine christliche Religionspolizei sie festnimmt und ins Gefängnis wirft? Ich habe davon noch nichts gehört, aber es geschieht anders herum leider jeden Tag.
Mfg
Ich lasse bewusst die Ereignisse im Nahen Osten außerhalb meiner Betrachtung. Weiß jemand, was dort wirklich geschah? Und was die Beteiligten dachten oder taten?
Aber hier im blog tauchen seltsame Begriffe in der Diskussion auf: Religionsfreiheit, Missionsfreiheit! Ich kenne die Glaubensfreiheit, aber bei einer generalisierten Freiheit für die Religionswahl und Ausübung bekomme ich bereits Probleme. Und Missionsfreiheit - nun, das ist wohl nichts anderes als ein Machtspiel. Würden Muslime auf deutschen Pausenhöfen Schüler zu ihrem Glauben missionieren wollen, wäre ein Aufschrei zu hören. Aber, weil eben die wohlhandenden Nationen überwiegend christlich dominiert sind, können und dürfen sie ins Ausland und dort das gleiche tun.
Doch ich spreche jeder Religion überhaupt das Recht auf eine Missionierung ab! Sicher, in fast jeder großen findet sich in ihren "heiligen" Texten auch eine Botschaft, dass man den Glauben verbreiten soll. Aber wir wollen doch nicht blind solchen alten Texten folgen? Falls jedoch Glaubensfreiheit garantiert ist, dann kann man Missionieren legal nur durch Argumente. Doch genau dies geht hier nicht, denn es handelt sich ja um Glauben. Es gibt keine Religion, die in einem objektiveren Umfang als für sich selbst ihre Richtigkeit beweisen oder auch nur eine ihre ureigenen Kernaussagen belegen kann. Was soll dann das Missionieren? Glaube mir, glaube mir, mein Glauben ist besser?
Obwohl - meist geht es wohl kaum um Glauben, als vielmehr um eine Weltvorstellung, eine Werteordnung oder gar eine Kultur, die verbreitet werden soll. Missionars sind die bigottesten Wesen dieser Welt. Und Anachronismen nicht nur in einer säkularisierten, sondern bereits unter der Idee eines vernünftigen Menschen, der anderen ihre Freiheiten lässt. Der Unterschied zwischen "orthodoxen" Juden, Islamisten und den christlichen Eiferern im Westen ist praktisch nur Ergebnis eines Egozentrismus.
Laut Homepage der Bibelschule Brake waren die beiden Studentinnen "Praktikantinnen der niederländischen Hilfsorganisation 'Worldwide Services' im humanitären Bereich". Wer sich so darstellt, für den sollte jegliche Missionierung tabu sein.
Welche Konflikte sich gerade in muslimischen Ländern ergeben können, wenn humanitäre Hilfe mit Missionierung gekoppelt wird, konnte man vor Jahren in Afghanistan erleben. Dort mussten die Helfer schließlich eingestehen, dass sie nicht nur ganz im Stillen ihren Glauben bekannt und gelebt, sondern auch Bibeln in arabischer Sprache verteilt hatten.
Wer andere Menschen von seinem Glauben überzeugen möchte, soll das tun dürfen, aber nur dann, wenn er sich auch oder gerade im Ausland offen dazu bekennt und sich nicht hinter "Services im humanitären Bereich" versteckt.
Hallo Alle,
die Kommentare werden zunehmend gereitzter.
Der Blog von Herrn Thevessen sagt doch lediglich, dass es sich bei dem schrecklichen Verbrechen um eine Auseinandersetzung unter radikalen Fundamentalisten handeln könnte.
Um klarzustellen, was ich meine: "radikale Fundamentalisten" stellen den Absolutheitsanspruch ihres jeweiligen religiösen (Miss-)Verstaendnisses über die Aufklärung mit ihrem kategorischen Imperativ. Für sie sind alle Ungläubige, die Toleranz über solchen religiösen Absolutheitsanspruch stellen.
zur WASSER - QUELLE,
- eine Sache DES Glaubens -
FREI - WISSEN
So traurig wie die ganze Geschichte ist, so wundert es mich doch, dass es noch Menschen gibt, solche die "glauben" mit Verstand geboren zu sein, die an die Geschichte der Bibel und deren Inhalt vertrauen. AUFWACHEN, ist alles nur Ideologie. Das gilt auch für alle anderen Glaubensrichtungen, die "Übernatürliches", Himmel/Hölle etc. propagieren.
Ich denke doch eher, dass die Natur das höchste Gremium darstellt (und nicht Gott oder anderer Schnickschnack) und alles davon abgeleitete und von den Erdenbürgern beeinflusste gilt als Kultur, dazu gehören auch die Religionen. In diesem Umfeld gilt es sich zu arrangieren ohne den Religionen politischen Spielraum zu geben. Eigentlich gehören Religionen abgeschafft und wünschenswert wäre eine neue Epoche der Aufklärung! Aber die Menschen sind einfach blind!
Sehr geehrter Herr Theveßen und alle, die sich an dieser Diskussion beteiligen,
in Deutschland wird Toleranz groß geschrieben und ermöglicht ein friedfertiges Zusammenleben der unterschiedlichsten Religionen und ihrer Glaubensrichtungen. So dürfen in unserem christlichen Deutschland Muslime ihren Glauben frei ausleben. Warum dürfen dann Christen ihren Glauben im muslimischen Jemen nicht ausleben?
Den Menschenrechten zufolge ist dies ein Grundrecht, welches jeder Mensch hat. Dennoch werden diese Grundrechte von den muslimischen Staaten nicht akzeptiert. Sie haben ihre eigene Menschrechtserklärung (Kairoer Erklärung der Menschenrechte), die aber nur von einem Teil der Muslime anerkannt wird.
Zur Unterscheidung von Ungläubigen und Gläubigen: Wer ist mit den Ungläubigen im Koran gemeint? Es können nur Christen bzw. Juden sein, denn diese haben - nach muslimischer Sicht - die Offenbarung Gottes verfälscht. Der Koran ist die letztgültige Offenbarung Gottes, die die Verirrungen der Christen und Juden revidiert. Es kann für Muslime kein friedfertiges Zusammenleben mit diesen Ungläubigen geben - was der Fall im Jemen deutlich zeigt.
Mission ist ein Grundbestandteil des christlichen Glaubens. Ich möchte das Ding nicht weiter Mission nennen - denn mit diesem Begriff wurde schon viel Unheil angerichtet (sowohl von christlicher als auch besonders von antichristlicher Seite), sondern lieber von Nachfolge sprechen. Ein Mensch, der Jesus Christus nachfolgt, wird zum einen Gott lieben und zum anderen seine Mitmenschen. Zu der Nächstenliebe zählt u.a. die humanitäre Hilfe - wie sie im Jemen von den Opfern geleistet wurde. Aber zur Nachfolge gehört auch das Bekenntnis zu Jesus Christus. Wer Jesus Christus nachfolgt, wird immer auch die anderen Menschen zu diesem Glauben einladen. Wo diese Einladung in menschenverachtender, brutaler Weise und mit psychischem, physischen und finanziellen Druck geschieht, ist dies zu verneinen. Aber jeder Mensch hat das Recht zu seinem Glauben zu stehen und von diesem anderen Menschen zu erzählen. Wie erklären Sie sich nun, dass zwar in den christlichen Ländern andere Religionen ihren Glauben frei und unbedrängt ausleben dürfen, aber in muslimischen Ländern Christen mit dem Leben für ihren Einsatz dort bezahlen müssen? Um es mit dem Wort Mission doch noch zu sagen: Wo immer es Christen gibt, wird es auch Mission geben.
Mit freundlichem Gruß,
Ihr Anders Denkend
Dem Himmel oder dem dort residierenden Summum Ens sei Dank für Fried Fertigs Beitrag. Endlich eine Zuschrift, die auf Fakten und Logik basiert. Der Rest kommt mir vor, wie ein Albtraum aus dem frühen Mittelalter.
"Marketing und PR für die eigene Weltanschauung und das persönliche Wertesystem?"
Holla die Waldfee! Die von Herrn Theveßen aufgeworfenen Fragen berühren sehr direkt auch die persönliche Weltanschauung und das damit verbundene Wertesystem.
Und da wird es ganz schnell emotional. Die bisherigen Beiträge sprechen da eine sehr deutlich Sprache.
Vielen Dank, Herr Theveßen, das ist eine tolle Nutzung der Stärke des 2.0-Mediums blog. So stelle ich mir einen Blogbeitrag vor. Darum lese ich einen blog.
Für mich ist aber die Gretchenfrage nicht nur die Frage "Wie halten wir es mit der Religion?", das schränkt das Thema meines Erachtens zu sehr ein.
Der Begriff Wort "Mission" erscheint mir für die Diskussion des Themas daher auch eher wenig geeignet, da es heutzutage im deutschen Sprachgebrauch bereits per se eher negativ vorbesetzt ist.
Ich denke es geht um:
Individuelles Marketing und PR für die eigene Weltanschauung und das persönliche Wertesystem?
Und das einmal im Inland innerhalb der eigenen Gesellschaft aber auch insbesondere in anderen Ländern oder Gesellschaften.
Jeder Bürger hat eine individuelle Meinung, auch zu weltanschaulichen und religiösen Fragen, die er eventuell öffentlich vertritt und versucht diese seinen Mitbürgern nahe zu bringen.
Für mich wirft der Beitrag von Herrn Theveßen dabei die drei folgenden Kernfragen auf, die sich - neben der Diskussion von Einzelaussagen aus dem evangelikalen protestantischen Umfeld - separat und entkoppelt vom konkreten - vielleicht tragischen - Anlaß deutlich einfacher durchdenken und diskutieren lassen.
1. Welche öffentlich geäußerten Aussagen, Gedanken, Thesen und Prämissen zu Fragen des Welt und zu Wertevorstellungen sind in unserer demokratischen, pluralistischen und vielleich auch mulitikultirellen Gesellschaft in Deutschland prinzipiell zulässig? Und welche sind auch "politisch korrekt"?
Dazu haben wir in unserer Gesellschaft als Richtschnur dankbarerweise das weithin akzeptierte Grundgesetz.
Detailfragen und Meinungen lassen sich im Rahmen unserer Gesellschaft natürlich immer diskutieren und müssen auch diskutiert werden. Und jeder Bürger hat dabei das Recht sich eine Meinung zu bilden und entsprechend Stellung zu beziehen.
Das ist die Grundlage unserer Gesellschaft.
Und ich bin sehr dankbar dafür, in einer entsprechend geprägten "westlichen" Gesellschaft zu leben.
Und ich werde alles tun, damit dies so bleibt. Und ich vermute, dass das den meisten Lesern ebenfalls so geht.
Selbstverständlich ist das übrigens auf diesem Planeten nicht!
2. Welche individuellen Marketing- und PR-Methoden kann, darf und sollte jeder einzelne Bürger in unserer Gesellschaft nutzen, um seine eigene weltanschauliche Meinung zu vertreten?
Auch da haben wir dankbarerweise in unserer Gesellschaft mit dem Grundgesetz eine sehr geeignete Richtschnur.
Prägend sind die Grundrechte des Menschen, Meinungsfreiheit, Pressefreiheit, Versammlungsfreiheit, Demonstrationsfreiheit und - nicht zu vergessen - den Schutz von Minderheiten und das Diskriminierungsverbot.
Die von Herrn Theveßen insbesondere angerissene Frage aber lautet:
3. Welche Marketing- und PR-Methoden kann, darf und sollte jeder einzelne Bürger im Ausland in anderen
Gesellschaften nutzen, um seine persönliche weltanschauliche Meinung und sein Wertesystem adäquat zu vertreten?
Und gemeint ist dabei tatsächlich der individuelle Mensch, nicht die gesamte Gesellschaft. Das wäre dann eher eine Frage der Außen- und vielleicht Wirtschafts- oder "Entwicklungshilfe"-Politik eines Staates.
Was bedeuten die bei uns gültigen Rechte und Pflichten des Bürgers in einem anderen Land, in einer anderen Gesellschaft?
Darf ich diese auch dort für mich in Anspruch nehmen oder zumindest öffentlich darauf pochen, dass diese auch dort für mich gültig sind? Oder darf (oder sollte) ich das nicht tun?
Und wenn man dann vielleicht zu der Aussage kommt, das jeder Bürger seine innerhalb der eigenen Gesellschaft gültigen Rechte und Pflichten auch in anderen Gesellschaften vertreten und - je nach Gesetzeslage - sogar ausüben sollte, wie geht man dann damit um, dass kontroverse weltanschauliche Standpunkte auch ausserhalb der eigenen Gesellschaft auftreten und Auswirkungen haben.
Meine These zur Gretchenfrage:
Ein deutscher Bürger darf seine in unserer Gesellschaft gültigen Rechte und Pflichten auch im Ausland öffentlich einfordern und sich - wenn nach den Gesetzen des jeweiligen Staates oder der Gesellschaft zulässig - diese auch ausüben.
Die deutsche Allgemeinheit darf auch im Ausland keine Zensur seiner Bürger ausüben, selbst wenn diese aus Sicht der Mehrheit vielleicht sogar wünschenswert wäre. Es sind nur die auch im Land zur Verfügung stehenden Möglichkeiten - zum Beispiel der öffentliche Widerspruch - anwendbar, auch wenn das sehr mühsam und aufwändig sein sollte. Die Diplomatie kann dabei aber zusätzlich als Mittel der Mehrheit der Gesellschaft im Ausland eingesetzt werden.
Sollten dadurch innergesellschaftliche Meinungsverschiedenheiten - z.B. in weltanschaulichen Fragen - auch im Ausland auftreten und Auswirkungen haben, die wiederum
alle Bürger Deutschlands betreffen, so ist das vor dem Hintergrund der Grundrechte des Menschen zu akzeptieren.
Sollte ein deutscher Bürger sich im Ausland nicht an die in Deutschland gültigen Rechte und Pflichten halten, so hat der Staat in bestimmten Fälle - zum Beispiel bei Verletzung der
Menschenrechte im Ausland - auch das Recht dies wie im Inland strafrechtlich zu verfolgen.
Ausblick:
Aktuelle weltanschauliche Fragen - nicht nur religiösen Art - gibt es auf unserem Planeten derzeit und auch in Zukunft viele. Ein Beispiel wäre auch die berechtigte Forderung der allermeisten Bürger der westlichen Welt nach Meinungsfreiheit - und "sogar" Demokratie - in China - was sich die chinesische Regierung als Einmischung in innere Angelegenheiten verbittet. Oder: Darf/Sollte ein westlicher Bürger in China - vielleicht gesetzlich verbotenerweise - mit einem "Free Tibet"-Plakat demonstrieren?
Gerade die Auseinandersetzung mit dem aktuell sehr starken Islamismus aber auch die mit totalitären Regimen oder faschistischen Ideologien fordert uns als Gesellschaft auf, diese Frage genau zu analysieren, zu diskutieren, zu klären und unsere Sichtweise nach innen und außen transparent zu machen.
sehr geehrter Herr Thevesen,
ich bin sehr enttäuscht darüber, dass ein von mir bislang geschätzter Mitarbeiter vom ZDF eine solche Meinung vertritt.
Danke für das Kompliment mich als Heiden zu bezeichnen. Sicherlich werden wir aber unterschiedliche Definitionen des "Heidentums" haben. Denn da sie damit automatisch meinen Glauben an das Göttliche in Frage stellen, wirkt der Anwurf von Ihnen recht sektiererisch lieber bibeltreurer Christ. Macht aber nichts, sehe ich Ihnen gerne nach.
Einigermaßen nahe, wenn auch unvollständig, kommt der wohl folgende Definitionsversuch:
"Der Ausdruck Heidentum und der Begriff Heide werden in verschiedenen kultur- und religionsgeschichtlichen Zusammenhängen verwendet. Ursprünglich wurde er, in der Regel abwertend, für Menschen verwendet, die weder Juden, Christen noch Muslime waren.
Heute wird er verwendet für:
eine (religiöse) Person, die kein Anhänger einer monotheistischen Religion ist, einen Anhänger des Polytheismus, z. B. antiker Religionen wie der Römischen Religion oder in der Moderne im Neuheidentum, Anhänger von indigenen Religionen. "
Nunja, ich kann in allen Religionen Funken des Göttlichen erkennen, aber in keiner die ganze Wahrheit. Deshalb engagiere ich mich für einen interreligiösen Dialog, für das Zusammenführen aller Philosophien. Und manche Religionen sind mehr Philosophie als Religion. Man darf sich auch fragen warum jene Religionen, die heute die Hauptprobleme miteinander haben, auf den gleichen Stammvater zurückgehen. Die abrahamitischen Religionen haben dies leider nicht verinnerlicht und deren aufrechter Dialog ist daher entscheidend für künftige Weltkriege oder Weltfrieden.
Wer mich nun für lauwarm oder eiskalt hält weil ich mich nicht entscheide, dem sei das gegönnt. Ich lebe gut damit und finde Gott in allem was da ist, vor allem in der Natur in der ich mich beim Betrachten jedes Blattes, jeder Blüte und jedes Insekts Gott näher fühle als in einer ummauerten, vom Licht ferngehaltenen und kalten Kathedrale/Synagoge/Moschee. Dennoch gehe ich gelegentlich auch dort hinein, aber empfinde den wohligen Schauer eher im Freien.
Ist aber nur (m)eine Ansicht die niemand teilen muss. Ich verstehe jeden der seinen Glauben mitteilen möchte, weil er bestenfalls aus einem tiefen Bedürfnis der inneren Befriedigung heraus resultiert die man anderen ebenfalls zuteil werden lassen möchte. Gut so und erstmal neutral zu bewerten. Doch nichts darf mit Zwang geschehen oder Angstmache. Und da hat sich die Kirche wahrlich nicht mit Ruhm bekleckert. An einen strafenden Gott kann ich jedoch nicht glauben, wenn er der Gott der Liebe ist und uns diesen wunderschönen Planeten schenkt. Wir strafen uns schon selbst gut genug. Durch Tun und Unterlassen.
Es war nicht meine Absicht irgendeine Religion, schon gar nicht das Christentum, in dem ich auch meine Wurzeln habe, zu diskreditieren. Mea culpa an jene die das so missverstanden haben.
Das Paradies liegt nicht jenseits, sondern abseits!
Und jetzt gehe ich ne Runde meditieren/beten/in mich :-)
Liebe Kiki,
zugegeben, die Formulierung "glaubhaft zu unterwerfen" stammt von mir, geht aber auf die derzeit nicht mehr vollständig abrufbaren Bewerbungsvoraussetzungen der Bibelschule zurück und ist insoweit auch korrekt. Dazu gehört natürlich besagtes Bekenntnis (Missionierungswillen einschließend), aber auch anderes:
Voraussetzungen
Wer sich bei uns bewerben will, soll
* mindestens 18 Jahre alt sein,
* einen Haupt- oder Realschulabschluss mit Berufsausbildung oder Abitur haben
* wiedergeboren sein
* gemeindeintegriert leben
* unserer Glaubensgrundlage und den Leitlinien zur Ausbildung zustimmen
Natürlich eine, wenn auch begründete aber dennoch subjektive Bewertung von mir. Objektiv müssen jedoch die Praktika im Rahmen der Ausbildung von der Schule genehmigt werden. Und hier ist mehr als nur Fahrlässigkeit im Spiel, für die sich die Verantwortlichen jedoch sicherlich selbst genug Vorwürfe machen werden. Zumal wenn es stimmt, dass die Behörden die Mitarbeiter des Krankenhauses 5 Tage zuvor gewarnt hatten die Stadt ohne Begleitschutz zu verlassen. Ich will natürlich auch Opfer nicht zu Tätern machen, kein Mord ist wie auch immer zu rechtfertigen, aber hier wahr von allen Seiten viel Leichtsinn im Spiel. Leider.
Ich bin kein Fachmann auf dem Gebiet der Religion, nur im christlichen Kulturbereich aufgewachsen und bekenne mich dazu. Zufällig stoße ich auf den Artikel von Elmar Theweßen und die interessante Diskussion danach. Der ungewisse Ausgang der Tragödie verbietet mit weitere Mutmasungen über die Tätigkeit der Deutschen im Yemen hinzuzufügen.
Erschreckt hat mich aber die Tatsache mit welcher Überheblichkeit manche Komentatoren glauben den Rest der Welt misionieren zu müssen. Es ist da von der inneren Verpflichtung die Rede (als Christ), den anderen überzeugen zu wollen, daß er völlig falsch liegt mit seinem Glauben. Toleranz ist doch nicht, dass ich dem Anderen das gleiche Recht einräume, wie ich es für mich in Anspruch nehme. Toleranz ist für mich den Anderen in seiner eigenen Art zu verstehen suchen und zu akzeptieren. Jede Wertung ob falsch oder richtig ist da völlig unangebracht. Mein Glaube wird für mich doch nicht weniger richtig wenn Millionen Menschen in einer anderen Kultur ihr Heil auf einem anderen Weg suchen. Der Anspruch, daß die eigene Religion die einzige Wahrheit darstellt ist ausschließend und absolut intolerant, egal ob das nur gedacht wird oder sich in Taten ausdrückt.
In der Kolonialzeit war die Antwort auf einen solchen Vorfall eine Strafexpedition, wodurch die Ordung im eigenen Sinne wiederhergestellt wurde, in deren Schatten die Misionierungsarbeit im gegenseitigen Nutzen geziehlt weiterging. Das ist Gott sei Dank vorbei. Waren sich diese Deutschen bewußt, daß sie nur Gäste in einem souveränen Staat waren? Haben sie einem heiklen Thema gegenüber wie es die Religion dort darstellt, die nötige Zurückhaltung bewahrt? Wenn sie aus dem Glaubenkreis kamen, der sich hier so vehement für die Glaubensfreiheit und damit auch Misionsfreiheit einsetzt, sicherlich nicht. Auf welche Religion ich mich auch berufe, ich allein bleibe für mein Tun verantwortlich. Eine Glaubensgemeinschaft muß sich ihrer Verantwortung bewußt sein, wenn sie ihre Mitglieder in einem armen Land mit traditioneller Struktur, wie es der Yemen ist, missionieren läßt. Mit Sicherlich trägt ein solches Verhalten nicht zur Entschärfung der Konflikte Islam - Westliche Welt bei, um die sich der Amerikanische Präsident Obama jetzt bemüht.
Ich kenne Missionare die in anderen (auch islamischen) Ländern arbeiten, jedoch zwingen oder überreden sie niemanden den christlichen Glauben anzunehmen. So eine Annahme muss laut Bibel immer freiwillig geschehen. Die erwähnten Missionare die die armen Leute mit Geld bestechen um sie zu konvertieren sind schwarze Schafe in der Christenheit. Schwarze Schafe gibt es aber überall (Politik, Marketing, Verkäufer, Berater, Wirtschaft...).
Jesus hat Nächsten- und Feindesliebe gepredigt, und das haben diese Menschen die in den Jemen gegangen sind auch praktiziert. Auf der ganzen Welt engagieren sich Christen für die ärmsten der Armen. Ist das verkehrt? In irgendeinem Kommentar stand, das man den Jemen sich selbst überlassen sollte. Ist das unsere Vorstellung von Nächstenliebe?
Wer jetzt meint das Religion an sich viel Elend über die Menschen gebracht hat, sollte eines bedenken: das Christentum bzw. die Botschaft von Jesus Christus hat die Welt mehr verändert als irgendeine andere Theorie oder Anschauung. Gäbe es ohne Christen Schulen, Krankenhäuser und andere soziale Einrichtungen?
Ja, ich bin Christ, aber ich habe mich auch intensiv mit anderen Religionen beschäftigt. Nirgends habe ich eine größe Liebe für Menschen entdecken können als im Christentum - ein Gott der sich selbst für seine Geschöpfe hergibt. Ich denke das es diese Liebe war, die die beiden Frauen nach Jemen geführt hat, und die dafür gesorgt hat das sie anderen helfen wollten. Natürlich geht das auch in Europa und Deutschland. Aber hier gibt es doch schon so viele "Christen", die sich gefälligst aufmachen könnten um zu helfen.
Jesus hat mein Leben mehr verändert als es irgendeine Sache oder Person sonst tun könnte.
E = m * c - Quadrat ,
--------------------------
d.h. nichts ist ewig ,
nichts ist von Ewigkeit zu Ewigkeit
Sehr geehrter Herr Fried Fertig
die Bibel wurde nicht nach Constantins Belieben zusammengestellt, sondern ob die Bücher des NT von Aposteln oder Apostelschülern geschrieben wurden.
Und wie sie schon schreiben Origenes und die Reinkarnationslehre sind Leeren ohne h und nicht biblisch, außer einiges von Origenes.
Lieber Fried,
es war ja erstaunlich das die üblichen Totschlagargumente aus der Vergangenheit bisher spärlich gebraucht wurden, nun sind sie also da.
Ja es ist richtig, Missionare haben als Kinder ihrer Zeit mit ihrem damaligem unzureichendem Wissensstand (über die Kulturen, wie über Krankheitserreger -durch die Millionen ungewollt dahingerafft wurden) auch viel Schaden angerichtet. Man vergisst leider dabei folgendes und hier muß ich wieder mahnen Dinge gründlich zu recherchieren und zu differenzieren:
Missionare sind meistens die ersten gewesen, d.h. der Schwarze Peter wurde ihnen zugeschoben wenn es um Kulturzerstörung oder Krankheitsverbreitung ging. Man vergisst das sie oft geschickt wurden, auch von den Regierungen die sie bewusst benutzt haben um später das Land kolonisieren und ausbeuten zu können. Viele Missionare haben sich aufopferungsvoll vor ihre Schafe gestellt und für sie gekämpft um sie vor der Ausnutzung und VErschleppung zu bewahren. Viele Missionare sind auch gegangen um die ersten zu sein und die sog. unentdeckten Völker vorzubereiten auf Alkohol, Geld, Krankheiten und vieles mehr. Die Menschen sind nicht wegen der Missionare gestorben sondern wegen derjenigen die nach ihnen gekommen sind und diese sind es auch gewesen die mit dem westlichen Lebensstil nachhaltig die Kultur zerstört haben!
Stattdessen sind die Missionare reihenweise gestorben -ohne das sie selber davon profitiert hätten!!! Erzählen sie mir doch nicht Mission wäre der Versuch Unheil über andere Menschen zu bringen, soll ich dafür für nichts und wieder nichts mein Leben lassen?
Herzlichen Glückwunsch zu dieser Definition ihch habe mich sehr gefreut:
Wahre und die einzig erlaubte Missionierung sind das rechte Vorleben, dem dann automatisch Interesse entgegengebracht wird und welches Nachahmer findet. Wirkliche Nächstenliebe finde ich bei vielen Menschen, teils sogar bei Atheisten.
Sie haben eine Menge von meiner Arbeit verstanden, das ist übrigens mehrheitlich die Arbeitsweise früherer Missionare gewesen.
Ob sie die einzig erlaubte Art und Weise ist wage ich aber zu bezweifeln, es ist gibt auch noch andere gute Möglichkeiten aber die Beste geht über das Vorleben da haben sie recht! Interessant das sie genau wissen was zu erlauben ist und was nicht, hinter ihrem Pseudonym befindet sich doch nicht etwa G.Bush, der Papst oder Ayatollah Chamenei?
Warum sollte ein Atheist keine Nächstenliebe üben oder jemandem vergeben? Ich verstehe ihre Gedanken nicht, das wäre ja äußerst naiv etwas anderes zu denken, Christen sind übrigens Nachfolger Christi, d.h. sie sind nicht perfekt und manchmal hapert es auch mit dem Willen, kein Wunder das sie sich über den ein oder anderen aufregen, das tue ich auch!
Liebe Grüße,
Sonne Blume
Lieber Frank36,
Ich bin der festen Überzeugung, dass alle, die in einem kommunistischen Land verfolgt, gefoltert und ermordet werden ganz mit ihrer Ansicht übereinstimmen werden. Bitte wandern Sie doch in eines dieser Länder aus, Nordkorea hat noch Plätze frei.
Ich bin nicht religiös, nie getauft und auch nicht besonders bibelfest.
Ich habe heute meine monatlichen Spenden an eine Christliche Hilfsorganisation gekündigt, da ich Missionierung nie unterstützen wollte und will, sondern nur humanitäre Hilfe!
Ich bin entsetzt wie die Missionierung von Christen heutzutage noch praktiziert wird. Das erinnert mich an die Zeiten von Cortes.
Bei vielen Befürwortern -hier im Bloc- der Missionierung generell bekomme ich (da ich hier nicht ausfallend werden möchte) "Krämpfe".
Ich persönlich verurteile Gewalt generell, und verurteile auch die Entführungen und Morde! Falls die Missionierung wie oben beschrieben angewendet wurde und wie ich es persönlich auch selbst schon erfahren habe, bin ich allerdings nicht sonderlich überrascht über die RE-Aktionen.
Auch an mir selbst wurde schon einmal versucht, mich zum christlichen Glauben zu überreden.
Eine Schülerin einer Bibelschule ist dabei so psychologisch und unterbewußt angsteinflößend vorgegangen, daß ich die nächste Nacht Albträume hatte, in der Hölle zu landen. Ich bin aber nun einmal nicht religiös und das wird so bleiben, da ich mir alles wissenschaftlich erklären kann und ein übernatürliches Wesen keinen Platz in meiner Weltanschauung hat.
Ich akzeptiere aber jedes anderen Meinung, so lange sie mir nicht aufoktruiert werden will.
"Jeder soll nach seiner Facon selig werden!"
(Übrigens glaube ich daran, daß die Menschheit nochmal die Kurve kriegen wird.)
Ich möchte das Vorgehen wie ich es erfahren mußte, schon mit Scientology vergleichen.
Hier sollte der deutsche Staat sogenannte Bibelschulen besser überwachen, damit keine unterschwellige angeteinflößende Psychologe gelehrt wird.
Diese Form von Missionierung unter Zwang, unterschwelligem Zwang und Ausnutzung der Lage der jeweiligen Menschen, ist eine Gefahr und Schande für unsere freie Welt und auch für die Religionsfreiheit ("Freiheit ist immer die Freiheit des Andersdenkenden", denn bei Freiheit kann ich selbst bestimmen OB und WAS ich glauben möchte) und es hilft nur der Ausbreitung von radikalen Meinungen.
Mensche die diese Form von Missonierung durchführen sind christliche Fundamentalisten und damit absolut gleichzustellen mit islamischen Fundamentalisten.
Ich persönlich meine auch, dass Missionierung nicht mehr in unser heutiges aufgeklärtes 21. Jahrhundert paßt.
Auch habe ich, auch ohne an ein übermenschliches Wesen zu glauben, nicht die Angst in der Hölle zu landen, da ich -falls es "ihn" doch geben sollte- nach meinem Handeln und nicht meinem vorgelebten Glauben beurteilt werden möchte. Diese Einschüchterung von Christen ist hier sehr negativ zu bewerten.
Auch ohne Glauben ist es für mich selbstverständlich bestimmte Umgangsformen im Zusammenleben von Menschen einzuhalten und z.B. nicht zu töten, etc.
Dafür war der Glaube vielleicht vor Urzeiten sinnvoll, um das Zusammenleben zu regeln, wenn es auch teilweise nicht viel gebracht hat.
Dafür benötige ich allerdings keinen Glauben, eher im Gegenteil (siehe Kreuzzüge, Holocaust), wie viele Christen auf der Welt haben schon gemordet, und wie viele Christen auf der Welt, haben Morden tatenlos zu gesehen (siehe Holocaust)...
Bei der beschriebenen Missonierung und Missionierung generell fehlt mir der Respekt vor der Meinung des Anderen.
"Freiheit ist immer die Freiheit des Andersdenkenden"
Hallo,- anonym,unbekannt,
.......danke , - ich denke auch so.
Kommentar voll auf dem Punkt. Da ist nix mehr hinzuzufügen.
Vielleicht hätten wir ein bischen mehr Frieden in dieser Welt, wenn die Menschen mal darüber nachdenken würden, was die Religionen schon alles angerichtet haben.
Gisela L.
Dürfen "Atheisten" missionieren?
Sie tun es! Siehe www.buskampagne.de
Gleiches Recht für alle. Aufhören damit.
Es gibt viele "Atheisten", die tolerant sind, die zu hören können, die sich sich objektiv mit dem auseinandersetzen, was andere glauben. Danke an Euch!
Allerdings gibt es auch massiv, manchmal bösartige, intolerante "Atheisten", die mit ihrer Polemik gegen Leute hetzen, die ihren Glauben ernst nehmen (man klicke sich mal durch die Links auf der Seite buskampagne.de).
Intolerant ist es, zu behaupten, Hilfe für die Ärmsten der Armen sei ein Druckmittel, um sie zum Religionswechsel zu bewegen. Also die Menschen besser dahin vegetieren oder sterben lassen, oder was?
Wenn jemand Christ ist und Armen hilft, tut er das aus Liebe und Überzeugung, weil Jesus das Vorbild dafür ist. Christen kriegen wenigstens ihren Arsch bewegt und gehen dahin, wo sonst keiner hin will (es gibt auch Nichtchristen, die das tun - und das ist gut so). Wenn dann jemand fragt: Warum kommt ihr ausgerechnet zu uns, wo uns die ganze Welt vergessen hat?, und man antwortet: "Weil Jesus das so möchte", ist das dann Missionierung?
Jeder, der das kritisiert, sollte sich erstmal fragen, wann er/sie zum letzten Mal was für Arme und Vernachlässigte getan hat. Wetten, das ist viel länger her als das neue Auto, die neuen Klamotten und der letzte Urlaub ...
Liebe "Atheisten", wovor habt ihr eigentlich Angst?
Es ist schon bezeichnend, wenn ein selbsternannter Terrorismusexperte (wer hat Ihnen den Titel eigentlich verliehen, Herr Thevesen?) in einem öffentlich-rechtlichen Sendern solche Gedanken äußern darf.
Wer den Begriff "evangelikal" in eine Reihe mit "Al-Quaida" setzt, muss sich fragen lassen, ob er seiner journalistischen Sorgfaltspflicht Genüge trägt, wenn er das (verzerrte) Bild einer politisch-religiös motivierten US-amerikanischen Minderheit auf unbescholtene Bürger, die durch ihre ehrenamtliche Arbeit in vielen Kirchen und Freikirchen einen wertvollen Beitrag zur Stabilität unserer Gesellschaft leisten, überträgt. Vorsicht vor solcher fundamentalistischer Stimmungmache. Das ist antichristliche Missionierung auf subtile Art und Weise, bezahlt mit unseren Steuergeldern.
Ich weiß, das will keiner hören, aber ihr "Atheisten", die sich so gerne auf den Humanismus und den Rationalismus berufen, seid menschlich zu euren christlichen Mitmenschen und denkt erst mal nach, durch wessen Ansichten eure aktuelle Meinung geprägt ist.
Ich empfehle eine wissenschaftliche Vorgehensweise, ein Quellenstudium: Einen überzeugten Christen (Christin) suchen, kennen lernen, sein Leben beobachten, seine Beweggründe erforschen und dann ein Urteil abgeben.
mfg, Dirk
Wenn sie alles wissenschaftlich erklären können, haben sie den besten Wissenschaftlern Einiges voraus und sollten unbedingt ein Buch schreiben. Ich hätte da auch gleich eine Bitte: Können Sie mir bitte wissenschaftlich beweisen, dass es Gott nicht gibt. Christen sagen, dass sie nicht beweisen können, dass es Gott gibt, deswegen handele es sich ja um Glauben.
Bin gespannt auf Ihre Antwort.
Gruß, Dirk
"und wie viele Christen auf der Welt, haben Morden tatenlos zu gesehen (siehe Holocaust)..."
Ach, und die Atheisten haben ihn verhindert?
(Übrigens: Dietrich Bonhoeffer, Sophie Scholl... das waren solche überzeugte Christen, wie sie heutzutage von "aufgeklärten" Atheisten gern aufs Schärfste angegriffen werden - nämlich solche, die ihren Glauben nicht als Privatsache betrachten, sondern Jesu Gebot der Nächstenliebe als verpflichtend für ihr Handeln sehen, auch wenn dies im Extremfall den Verlust des eigenen Lebens bedeuten könnte!)
Lieber Klaus M.,
Dein Bild von Toleranz ist doch sehr brüchig.
"Toleranz ist doch nicht, dass ich dem Anderen das gleiche Recht einräume, wie ich es für mich in Anspruch nehme."
- Nun, auf jeden Fall gehört das schon mal dazu.
"Toleranz ist für mich den Anderen in seiner eigenen Art zu verstehen suchen und zu akzeptieren."
- Richtig, es bedeutet, den Menschen und seine Art zu akzeptieren (d.h., ihn als Person und in der Ausübung seiner Art nicht einzuschränken bzw. zu benachteiligen). Wenn man dies von der persönlich-emotionalen Ebene auf die gesellschaftlich-rechtliche Ebene überträgt, heißt das nun mal genau das eine, nicht mehr und nicht weniger: ihm die gleichen Rechte einräumen wie sich selbst.
"Jede Wertung ob falsch oder richtig ist da völlig unangebracht."
- Unsinn. Es gibt zwei Möglichkeiten: Entweder ich befasse mich mit der Meinung Andersdenkender: dann werde ich aber (sofern ich eine klare eigene Meinung habe) ihre Meinung nun mal in manchen Punkten klipp und klar für falsch halten. Oder aber ich befasse mich einfach gar nicht mit anderen Meinungen. Das nennt man auf deutsch aber nicht Tolerant, sondern Ignorant.
Nach Deiner Toleranzdefinition kann also kein Mensch der Welt tolerant sein. Oder aber strebst du eine Welt an, wo alle Menschen nur noch dasselbe denken dürfen (z.B. alle müssten sich der schwammigen multi-kulti es-gibt-kein-wahr-oder-falsch Lehre anschließen) - dann wäre eine solche Toleranz natürlich möglich.
"Mein Glaube wird für mich doch nicht weniger richtig wenn Millionen Menschen in einer anderen Kultur ihr Heil auf einem anderen Weg suchen."
Stimmt! Wer hat etwas gegenteiliges behauptet?
Wieso sollte es jedoch verboten sein, etwas was man für gut hält auch anderen Menschen zu wünschen? Und sich dafür einzusetzen, dass sie es erfahren?
Wer selbst eine haltbare Meinung zu etwas hat, braucht sich vor dem Austausch mit Menschen anderer Meinungen nicht zu fürchten.
Wieso nur münden hier die Argumente all zu vieler Atheisten in die Forderung, weltanschauliche und religiöße/wertebezogene Meinungen zwanghaft auf individuelle unausgesprochene Ansichten zu beschränken und einen unverkrampften Austausch zwischen unterschiedlich denkenden/glaubenden Menschen zu unterbinden? Was haben sie zu befürchten?
Abschließend zwei gegensätzliche Zitate aus dem Wikipedia-Artikel "Toleranz":
„du musst mir recht geben, sonst bist du intolerant“
„Ich mag verdammen, was du sagst, aber ich werde mein Leben dafür einsetzen, dass du es sagen darfst.“
Welcher dieser beiden Sichtweisen sollte man sich als aufgeklärter Bürger eines freiheitlich-demokratischen Rechtsstaates wohl anschließen?
Danke für den Anstoß, Herr Thevesen!
Ich bin für Mission: "Gehet hin in alle Welt..." (O-Ton Heilige Schrift). Der Jemen ist nicht als Ausnahme in diesem O-Ton genannt!
Ich bin gegen "Furcht", "Zwang" und Missbrauch durch Abhängigkeit - wie Pater Polykarp.
Die Arbeit, die zu leisten ist: Wie muss Mission gestaltet werden, damit sie einerseits Jesus Christus mit seinem Missionsauftrag ernst nimmt und andererseits die Menschen (auch im Jemen) ganz ernst nimmt. Wie verhalten sich "Verkündigung" und "Diakonie" zueinander? Die Theologie hat dafür extra ein Spezialgebiet: "Missiologie".
Ich wünsche mir eine Diskussion ohne Vorverurteilungen. Eine Diskussion ohne Halbwissen. Und eine Diskussion, die am Ende das Selbstverständnis unseres "christlichen Abendlandes" berührt...
die All - Gemeine Glaubensfrage ist eine (Grat) - Wanderung.
Es gibt es auch solche - für DIESE entscheidet die 2.- erwachsenen - Taufe,
über Himmel und HÖLLE - über nicht HEIDE - oder HEIDE.
Somit ist es für die Mutter - (noch mal BEWUST getauft) auch zulässig,
den eigenen Sohn (ev HEIDE?) 3 Jahre nach dem Tot meines Vaters - heimlich -
um seine geschriebenen (Vertrag u. gem. Testament k. Pflichtteil ) Erbrechte zu bringen.
( Schenkung an meine Schwester - getauft wegen Kirchlicher Hochzeit -)
Da Schenkungen (u. Ansprüche daraus) nach 10 Jahren verjähren.
Deshalb mit dem GLAUBEN - BITTE nicht übertreiben,
auch wenn es noch so SCHÖN sein könnte.
DANKE !
( spalte und herrsche - geht immer noch )
Jetzt kann natürlich jeder beginnen, die Fehler von Christen, die er in seinem Leben erfahren hat, aufzuzählen. Damit könnte man genauso gut bei Atheisten auf eine beträchtliche Liste kommen!
Was meiner Meinung bis jetzt ganz außer acht gelassen wurde: Anstatt sich gegenseitig als mittelalterlich, intolerant etc. zu bezeichnen, könnte man sich auch Gedanken darüber machen, warum diese Menschen enführt wurden. Und dass im Jemen auch für die Einheimischen Todesgefahr herrscht, wenn sie in der Bibel lesen oder sich für einen anderen Glauben als den islamischen entscheiden (eingeschlossen Atheist). Wir Frauen im Jemen leben (müssen), ist ein Thema für sich. Also: man wird dort nicht bedroht, wenn man mit Angst missioniert (was hier meiner Meinung nicht der Fall war, sonst wären schon längst alle tot), sondern wenn man einfach mit anderen darüber redet, woran man glaubt. Und dass sie sich dafür Einheimische interessieren, ihnen medizinische Hilfe leisten, die sie sonst nicht bekommen, berechtigt doch die Einheimischen nach der Frage, warum sie so etwas tun. Vielleicht sollte man sich also mehr für Religionsfreiheit in solchen Ländern einsetzen, also auch die Freiheit, an keinen Gott zu glauben. So wäre etwas für die Christen, die Atheisten, die Muslime etc. getan und vor allem den Menschen im Jemen geholfen, was hier immer noch an oberster Stelle stehen sollte.
Lieber GOTT im HIMMEL,
dürfen so viele Menschen schlau christliches Religionsüberlegen äußern ohne sich deiner Unterstützung wirklich sicher sein...
ich hoffe Du strafst sie dann all die Gottesdeuter oder Religionsgelehrtenaussagen/-regelnnichthinterfrager...wenn sie sinnlos ohne Begründung durch die Gegend sappeln..
Gleich welcher Religionscoluer...
gez
godmodule
Grand master of desaster
Der stellv. ZDF-chefredakteur SPEKULIERT ("Mit welchen Methoden, wissen wir noch nicht.") Und disclaimert ("Damit wir uns aber nicht falsch verstehen: Diese Mission kann und darf keine Rechtfertigung für abscheuliche Verbrechen wie Kidnapping und Mord sein!!!")
Doch, lieber Herr Theveßen, ich verstehe Sie miss: als öffentlich-rechtlicher, unabhängiger Journallist sind Sie bei Ihrer Berufsehre verpflichtet, NICHT zu spekulieren.
Warum kümmern Sie sich spekulativ um dieses Randthema? Ist im Vergleich zu anderen Themen journalistisch herzlich irrelevant. Haben Sie ein privates Sendungsbewusstsein (der katholische stellv. ZDF-Chefredakteur gegen evangelikale Gruppierungen)?
In Deutschland wird mit Steuerzahlergeld/durch die Bundesregierung der Übertritt zum Islam freudig beschrieben (und es darf intolerant publiziert werden: "Ein Christ kommt für sie als Mann nicht mehr in Frage") http://www.schule-ohne-rassismus.org/fileadmin/pdf/q-rage-ausgabe-04-web-komplett.pdf (Seite 3), während selbst in "aufgeklärten" islamischen Staaten (Türkei, Ägypten) Christen weder Kirchen bauen, noch besitzen, noch Kirchenglocken läuten dürfen und bei MissionsVERDACHT (Thevesen "kennt keine Details") ins Gefängnis kommen oder ermordet werden.
Ist schon eine gewisse Asymmetrie, oder? Aber das ist vermutlich nicht political correct obwohl ohne Spekulation der Recherche zugänglich.
Zitat:...Ein Land kann nur OHNE Religion in Frieden leben....
Sie haben diese Behauptung mit keinem konkretem Beispiel untermauern können.
In der ehenmaligen UDSSR gab es keine Religionsfreiheit, aber das atheistische System führte Krieg gegen Afghanistan und ihre eigene Bevölkerung (Andersdenkende). Bedarf es weitere Beweise?
Zitat:...Streicht endlich die Religionfreiheit aus denm GG, damit der Friede gefördert wird.
Durch Ihre Forderung allein säen Sie Zwietracht und Unfrieden. Auf diese Art Friede kann ich gerne verzichten. Sie sind auf jeden Fall kein Garant für einen Frieden in einer zwischenmenschlichen Beziehung. Sie sind ein Vertreter der Intoleranz. Ich kann mir kaum vorstellen, dass intolerante Menschen friedlich miteinander auskommen können.
Ich würde mir wünschen das Vorwürfe wie: missionieren mit Furcht und Zwang oder Geld. Und behauptungen wie: ein besonders radikaler Evangelikaler auch mal belastbar belegt werden würden.
Hier werden Gerüchte und Anschuldigungen transportiert ohne sie zu belegen und so unterschwellig die Schuld den Opfern gegeben.
Einen Muslim mit Furcht und Zwang zu Missionieren, zumal in einem muslimischen Land, ist nahezu ausgeschlossen. Diese haben nämlich berechtigten Anlaß sich vor den Konsequenzen einer solchen Kovertierung zu fürchten und nicht umgekehrt. Und das wird , sehr geehrter Herr Tevesen, auch gerne medial totgeschwiegen.
Außerdem muß doch jeder die Freiheit haben seinen Glauben zu leben und das heißt für Christen auch von ihm zu erzählen. Das fordern Muslime zu recht in Deutschland ein und ebenso können wir das in Muslimischen Länder einfordern.
Das hat wenig mit selbst Schuld zu tun sondern mit Grundrechten.
Also, jetzt muss ich doch noch mal schreiben. Hier wird von Christen geschrieben, wie intolerant der Islam sei. Dies mag stimmen, weil Religionen nach meiner Ansicht immer intolerant sind, dass kann man hier an teilweise sehr verachtenden Äußerungen Nichtgläubigen gegenüber erkennen. Aber wenn ich sehe, welche Gesetze plötzlich eingeführt werden, wenn Kirchen dass Sagen haben, wie z.B. in Polen, Irland oder den Philipinen, wird mir übel, weil es unmenschlicher kaum noch geht. Das nicht offensichtlich, wie z.B. bei der Scharia, sondern subtil, wie z.B. ein Abtreibungsverbot bei kranken Frauen, weil das Leben des Kindes auf jeden Fall wichtiger ist oder das Verbot von Kondomen, obwohl Aids eine tödliche Krankheit ist. Wenn es Parteien gibt, die einen Staat in Deutschland wollen, der nach den 10 Geboten regiert wird. So was will ich alles nicht mehr. Ich will eine Welt mit Menschlichkeit, die weit weg von Religionen ist, damit Menschen ihr Leben selbst bestimmen können. Und dann gab es Kommentare zu den Atheistenbus, dass der doch verboten gehört. Ich habe gestern einen Bus mit christlichen Werbebotschaften gesehen. Darf man die dann auch verbieten?
@Geli
Sie schreiben:...Ich will eine Welt mit Menschlichkeit, die weit weg von Religionen ist, damit Menschen ihr Leben selbst bestimmen können....
Menschlichkeit garantiert doch das GG, genauso wie die Religionsfreiheit. Das GG verpflichtet Sie doch gar nicht religiös zu sein. Sie brauchen sich doch gar nicht auf religöse Menschen einlassen - dazu bedarf es doch kein Gesetz. Leben Sie doch Ihr Leben - daran hindert Sie doch keiner - oder? Was ist Ihr wirkliches Problem?
Wollen Sie alle religiöse Menschen einsperren bzw. ausschalten, nur damit Sie in absoluter Freiheit(?) leben können? Gehen Sie mit andersdenkender Menschen immer so um? Alles entsorgen, was einem unangenehm werden könnte. Menschen sind kein Abfall. Oder wollen Sie eine staatlich verordnete Gehirnwäsche, nur damit Sie Ihren Frieden haben? Es gibt Leute, die schon eine seltsame Vorstellung von Freiheit haben. Ehrlich gesagt, fühle ich mich in deren Nähe nie wohl.
Also ganz ehrlich, dieser Blogeintrag ist einfach nur geschmacklos. Nach dem Motto "sind diese armen Christen doch selbst schuld", oder "warum missionieren die auch dort, die wissen doch, dass es Moslems gibt, die die Todesstrafe auf solches "Vergehen" verhängen... Die Schuldfrage zu stellen, wo die Frauen noch nicht einmal beerdigt wurde, ist einfach nur das Allerletzte und zeigt den minderwertigen Charkter des Autors!
Mit keiner Silbe hat er erwähnt, dass es ein universelles Menschenrecht eines JEDEN Menschen, gleich welcher Rasse oder Religion, sein sollte, für seinen persönlichen Glauben zu werben - natürlich ohne Zwang,DRuck etc...
Dank der Missionarbeit vieler ORganisationen, wurde schon sehr vielen Menschen geholfen. VORALLEM humanitär. Hier diese Arbeit so zu verurteilen, grenzt schon an Gehässigkeit und Sorglosigkeit. NIcht zuletzt zeigt, wie wenig Ahnung der Autor von diesem Thema hat!
@ Geli
Ich wüsste da noch ein paar Länder, in denen Sie ohne Religion leben können . Ob "gut" , und vorallem ob da das Menschliche im Vordergrund steht, wage ich zu bezweifeln.
Sie müssten sich allerdings etwas beeilen, es könnte sein, daß es dort auch, irgendwann, demokratisch zugehen wird, und man der Religion wieder mehr Spielraum einräumt.
Eigentlich kann ich es überhaupt nicht verstehen, wenn Menschen so reden, wie Sie. Sie haben hier " ALLES " !!!
Ich möchte gar nicht aufzählen was ALLES. Es könnte Ihnen schwindlig werden.
Mir wird es immer ganz kalt, wenn ich Leute, wie Sie ,so reden höre.
Gisela L.
Ich bin Überzeugt, dass die Mission die Aufgabe eines jeden Christen ist!
Und mit Sicherheit ist die Art der Bibelschule Brake den Glauben anderen Menschen weiter zu bringen keine aggressive Mission, sondern eine liebevolle Weitergabe des christlichen Glaubens an andere Menschen!
Wenn ich wirklich an Jesus glaube, und glaube, dass er der einzige Weg zum Leben ist. Ist es dann nicht falsch, wenn ich Meschen von dieser tollen Nachricht ausschließe.
Es soll doch keiner zum Glauben gezwungen werden, es soll den Menschen von Jesu Liebe erzählt werden. Dann kann jeder frei entscheiden, ob er mit Jesus leben möchte oder nicht!
Warum sollte diese Nachricht von Jesus einer Gruppe von Menschen (z.B. der im Jemen) vorenthalten werden. Ich denke, dass jeder der von Jesus hören möchte auch das Recht dazu haben sollte. Ich kann mich hier in Deutschland ja auch frei entscheinden, welchem Glauben ich nachfolge.
Herr Theveßen,
Ihr Geschreibe hinterlässt bei mir einen sehr bitteren Nachgeschmack, nicht nur, weil Sie jeden Respekt – geschweige Mitgefühl- gegenüber den drei toten Frauen und ihren Angehörigen vermissen lassen.
Die drei haben meines Wissens nach humanitär in einem Krankenhaus gearbeitet – ob sie nebenbei auch von ihrem Glauben erzählt haben, sei dahingestellt.
Haben Sie mal überlegt, wie rabenschwarz die Welt aussehen würde, wenn alle Christen dieser Welt auf einen Schlag ihre humanitären Aktivitäten und Hilfsdienste einstellen würden ? Machen Sie sich doch mal die Mühe zu recherchieren, wie viel Wohltätigkeit auf dieser Welt aus einem christlichen Motiv heraus geschieht? Sie werden sich wundern! Das ist die andere Seite der Münze „Missionsbefehl“ – Jesus hat gelehrt, den Menschen Gutes zu tun und sie zu lieben.
Das werden selbst Kritiker nicht in Frage stellen.
Die Frauen haben im Jemen einen selbstlosen und hilfreichen Dienst an kranken Menschen geleistet – dass von ihnen irgendeine Gefahr ausging, kann ich beim besten Willen nicht erkennen!
Aggression und Gewalt sehe ich auf ganz anderer Seite.
Welchen Wert ein Menschenleben in islamischen Staaten hat, wird uns tagtäglich und derzeit auf besonders schreckliche Weise auf Bildern aus dem Iran vor Augen geführt.
Na, wie es manche Evangelikale, von denen hier die Rede ist, mit Andersdenkenden und nicht in ihr christliches Weltbild lebende Menschen (wie etwa Homosexuelle) halten, ist nicht weit entfernt von dem, was Sie islamischen Gesellschaften in pauschalisierender Weise vorwerfen. Da werden gerne mal Hetzjagden veranstaltet, Rufmord betrieben usw. Da ist es mit dem Respekt vor dem Menschenleben auch nicht weit her. Insofern sollten jene sich nicht zu weit aus dem Fenster lehnen.
Wenn ein Deutscher lügt heißt das nicht das alle Deutschen Lügner sind. Man sollte nicht so verallgemeinern. Evangelikale wie auch andere Christen nehmen Jesus als Vorbild. Nun wäre es demnach sehr gut Jesus in der Bibel zu studieren, bevor pauschalurteile gefällt werden.
Mal genau lesen mat, wie ich es formuliert habe. Schließlich habe ich nicht den gleichen Fehler wie MiK gemacht. Ich sprach von manchen...also mal schön Ball flach halten. Und dass es manche radikale Evangelikale gibt, werden Sie ja wohl nicht abstreiten. Und von den Hasstiraden und Hetzpredigten gibt es genug Material, das öffentlich zugänglich ist. Zudem mal schön im Zusammenhang lesen zum Kommentar auf den ich verwies.
Die Mühe die ganzen Kommentare in diesem Block zu lesen habe ich mir ehrlich gesagt nicht gemacht. Ich finde es immer sehr interessant, dass wenn Christen Opfer sind, die Leute Christen für alles möglich böses kritisieren. So als würde man meinen, dass die Christen selber schuld seien, wenn sie Opfer sind. Ich weiß nicht was diese Leute über Christen denken die in Muslimischen Ländern leben. Was fällt ihnen überhaupt ein in einem muslimischen Land Christ zu sein und dann noch einen anderen Mitbürger zu raten die Argumente für und gegen die Bibel neutral zu überprüfen. Was ist eigentlich daran falsch.
Ich meine nur wenn schon Anklage gegen Christen erhoben wird und sicherlich haben Christen sich oft falsch verhalten, dann sollte zumindest die wichtigste Person der Christen und sein Leben untersucht werden. Dies nicht aus Zwang sondern um sich einen besseren Urteil zu bilden. Immerhin ist dieser Jesus ja der Ursprung, des christlichen Glaubens. (Gut ich missioniere grade. Ich gebe es ja zu. Was ist aber daran falsch.)
ja genau, nur so am Rande,
Jesus rechnet ab
Matthäus 23,13
Weh euch Gesetzeslehrern und Pharisäern! Ihr
Scheinheiligen! Ihr reist um die halbe Welt, um
auch nur einen einzigen Anhänger zu gewinnen,
und wenn ihr einen gefunden habt, dann macht ihr
ihn zu einem Anwärter der Hölle, der doppelt so
schlimm ist wie ihr.
Noch Fragen ? Dann weiterlesen - ....
Jeder mag seine Religion haben und manche brauchen sie vielleicht als Richtschnur. Ich persönlich muss nicht die Bibel kennen, um zu wissen, was richtig und falsch ist. Und eine Denkweise, die mitunter auf Aufschluss von Menschengruppen basiert, ist für mich nicht tragbar. Mag sein, dass Jesus Christus das gepredigt hat, aber das Handeln der kirchlichen Institutionen steht bzw. stand dem bisweilen in krassem Gegensatz gegenüber. Luther war ein Antisemit, der Papst schließt Frauen aus manchen Funktionen aus und die Einstellung zum Thema Homosexualität ist bekannt.
Diese Institutionen brauche ich nicht, da sie mitunter gegen den Menschen gerichtet ist. Deshalb will ich nicht von irgendwem missioniert werden, weil ich es als Anmaßung empfinde, wenn andere mir erzählen wollen, was richtig und falsch ist. Dafür reicht der reine Menschenverstand und eine gehörige Portion Empathie. Auf diesen beiden Säulen stützt sich auch die Menschenrechtscharta. Mir ist es dabei herzlich egal, ob Christen, Islam-Gläubige, Juden, Atheisten oder sonst wer Menschen aus welchen Gründen auch immer ausschließt, diskriminiert oder tötet, es ist inakzeptabel.
Ok ich war faul gewesen und habe eigentlich nur die ersten Kommentare gelesen und dann die letzten zwei. Dafür sorry.;) Zum Thema Evangelikale. Ich selbst teile die Auffassung der Evangelikalen. Ich sagen dass ich zwar vieles für Sünde halte was andere Menschen tun ich aber nicht die Menschen hasse und mich nicht als was besseres ansehe. Weiß du Jesus hat das vorgelebt. Z.B. Thema Zöllner. Die waren damals sehr unbeliebt, weil sie anderen das Geld abzockten. Doch Jesus ließ sich sogar von so einem Sünde zu sich einladen. Die Prostitutierte, die in Israel als große Sünder galten liebte er so wie ein Vater seine Kinder. Deswegen bekam er aber auch immer ärger mit scheinbar frommen Menschen. Wie konnte Jesus nur Sünder lieben, da diese doch eine große Schuld haben. Klar Jeus lehnt die Sünde ab der Mensch muss Buße (d.h. echte Reue, Umkehr) tun um Vergebung zu erhalten und geretter zu werden. Aber das heißt doch lange nicht das Jesus die Sünder nicht lieben würde.
Ich komme grade mit den Antworten auf die Kommentare grade nicht hinterher. ;)
Ich glaube Stefan dass es wichtig ist jemanden in ruhe zu lassen, wenn er nichts mehr von Jesus hören möchte. Aber seinem Nachbarn dürfte ich eventuel doch von Jesus erzählen.
Berichtigung, Matthäus 23,15
Solange er es möchte und es ihn interessiert, ja. ;)
Stimmt steht in Matthäus 23,15.
Die Stelle zeigt mir dass wir nicht Scheinheillig leben dürfen. Ich darf also kein Heuchler sein. Mich als Superchrist aufführen aber doch ander Menschen ausbeuten. (Was die Christen vielfach leider gemacht haben.) Schon das Alte Testament geht auf das Thema Scheinheilligkeit sehr stark ein. Ich glaube du wills eher Bezug nehmen auf sein Angriff auf die damaligen Theologen und frommen Laien. Jesus hat das Handeln einiger kritisiert. Dies heißt für mich lange nicht das er sie hasste. Es zeigt sich durch das ganze Evangelium das Jesus oft harte Worte hatte, aber die Menschen trotzdem innerlich liebte. Deswegen weinter er zum Beispiel auch um Jerusalem (Um die Menschen). Seine Liebe zu den Menschen sehe ich besonders an seinem Tod am Kreuz. Hier hat er die Schuld aller Menschen gebüßt, damit jeder Vergebung erhalten kann der von seinen Wegen umkehrt und ihm nachfolgt.
:)
"Ich will eine Welt mit Menschlichkeit, die weit weg von Religionen ist, damit Menschen ihr Leben selbst bestimmen können."
Schauen sie nach China, was unter Mao alles geschehen ist, oder in Russland unter Stalin. Das sind/waren Staaten ohne Religion. Und waren sie besser als, sagen wir mal, Deutschland heute? Diese Länder waren/sind weit weg von Religion, können die Menschen dort ihr Leben selbst bestimmen?
Um nur mal ein Beispiel aus dem ehemals kommunistischen Russland zu nennen: als Christ durfte man nicht studieren um z.B. Arzt zu werden. Solche und ähnliche Geschichten kann mir meine Mutter zur Genüge erzählen (wir kommen ursprünglich aus Russland). Im wissenschaftlichen Bereich (aber nicht nur dort) sehe ich ähnliche Tendenzen. Wenn man als Biologe die Schöpfungslehre vertritt, kommt man auch nicht immer weit. Die wissenschaftliche Welt ist ziemlich intolerant gegenüber "andersdenkenden".
(Ich sehe das ich vielleicht doch etwas weit ausgeholt habe... sei es drum.)
Ich wünsche mir ein Land in dem ich meine Meinung sagen (nicht aufzwängen!) kann, ohne gleich als "intolerant" ,oder dergleichen, beschimpft zu werden. Wer im Missionsauftrag Jesu Zwang sieht, hat irgendetwas nicht richtig verstanden. Aus biblischer Sicht bewirkt Gott eine Umkehr eines Nicht-Gläubigen, nicht ein Mensch.
"homo homini lupus est" (Der Mensch ist dem Menschen ein Wolf) gilt auch heute noch. Ach wie schön wär doch die Welt wenn ... [hier Gruppe/Tätigkeit der Wahl einsetzen] nicht bzw. verboten wäre. Und dabei merken wir nicht wie intolerant und grausam wir selber werden.
"Freiheit ist immer die Freiheit des Andersdenkenden" - Ja, wie schon gesagt wurde, das gilt für alle! Ich als Christ habe die Freiheit jemandem von Jesus weiterzuerzählen, ein Atheist hat die Freiheit so ein Angebot abzulehnen und dann evtl. ein Gegenangebot zu machen (mir seine Position schmackhaft zu machen).
Wenn eine Kirche ihre Macht ausnutzt, hat sie die Botschaft Jesu nicht verstanden, und handelt falsch. Das liegt aber daran das auch Christen nur Menschen sind, und damit anfällig für Korruption und dergleichen.
Wie sagte mal jemand zu mir: "In der Hölle wird es nur Freiwillige geben."
Und aus meiner Sichtweise stimmt es auch, denn niemand wird gezwungen den Glauben an Jesus Christus anzunehmen. Ich akzeptiere es wenn jemand den Glauben ablehnt, aber es macht mich auch traurig, denn aus meiner Sicht gehen diese Menschen ins Verderben.
Mission ist aber, wie schon gesagt, eigentlich nicht aggressiv, ich darf den anderen nicht zwingen, sondern er muss den Glauben freiwillig annehmen.
Wenn man als Biologe die Schöpfungslehre vertritt, kommt man auch nicht immer weit. Die wissenschaftliche Welt ist ziemlich intolerant gegenüber "andersdenkenden".
_________
Es geht in den Naturwissenschaften nicht um Meinung, sondern darum, dass überprüfbare Theorien verifiziert werden können. Mit Intoleranz hat das also nichts zu tun. Die Schöpfungslehre wurde nicht verifiziert und ist somit als ernstzunehmende "Theorie" aus dem wissenschaftlichen Diskurs verbannt worden. Sehen Sie Darwin an, wie sehr er damals zu kämpfen hatte gegen die theologisch-wissenschaftlichen Ressentiments, die ihm auch als Christen selbst zu schaffen machten.
Was die Beispiele Russland und China angeht. Es ist ziemlich egal, ob die Religion auf kirchlichem Fundament gründet oder auf politischem. Der Maoismus kann auch als Religion betrachtet werden, weil sie ein Weltbild absolut setzt und als wahr erachtet. Daher würde ich nicht von einer Ferne des Religiösen in diesen Beispielen reden.
Die Diskussionen hier sind sehr interessant, aber man darf auch den vielen Kritikern von Herrn Theveßen (und mir und anderen) doch auch den fragenden, nicht wertenden, Eingangssatz in Erinnerung rufen:
"Es gibt ein Thema, das viele deutsche Medien nicht offensiv thematisieren wollen, noch nicht - aus Respekt vor den Geiseln im Jemen und den drei getöteten Krankenschwestern. Aber es sind Beteiligte, die sich zum Ende der Woche mit harschen Worten angehen, weil sich - überschattet und verdeckt von einem schrecklichen Verbrechen - hinter den schlimmen Nachrichten aus einem muslimischen Land fundamentale Differenzen über die berühmte Gretchenfrage verbergen: Wie halten wir es mit der Religion?"
So komme ich auch zurück auf meine Aussage, man kann über Religion nicht diskutieren, man kann aber das rechte Maß an Mission thematisieren. Nichts anders sollte hier Thema sein. Weil ich aber schon lange weiß, dass dies immer Ansichtssache bleiben wird, belasse ich es dabei und gebe zum Abschluss nur ein kurzes Gedicht zum besten, was letztlich vom Inhalt und auch in diesem Kontext immer Bestand haben wird :-)
Vom Standpunkt
Auf einer Insel weit im Meer,
wirkt alles drumherum so leer.
Nur ewige Weite, ohne Ende,
nur Horizont und kein Gelände.
Trostlos, auf den ersten Blick,
wirft es uns zunächst zurück.
Bis wir beginnen zu verstehen,
und anders es uns anzusehen.
Zum Gebirge wird dann jede Welle,
ständig im Wandel, ganz auf die Schnelle,
formiert sich neu, entsteht und schwindet,
dank der Gezeiten, und wenn es windet.
Leise und langsam rollt sie heran,
bis am Strand sie nicht mehr kann.
Bricht sich, schäumt, zieht sich zurück,
gönnt der nächsten auch ihr Glück.
Ein natürliches Schauspiel, ewig anhaltend,
und jedesmal anders, neu sich gestaltend.
Wie Sonnenauf- und -untergang,
je nach Zeit und Wolkendrang.
Ist das was uns ständig dazwischenfunkt,
nicht einzig und allein des Standes Punkt ?
Fried Fertig 2/1998
ja,
des Standes Punkt (Punkte) zur WAHRHEIT
wenn man ihn - sie noch FINDEN
und ERKENNEN kann.
Zitat:Na, wie es manche Evangelikale, von denen hier die Rede ist, mit Andersdenkenden und nicht in ihr christliches Weltbild lebende Menschen (wie etwa Homosexuelle) halten, ist nicht weit entfernt von dem, was Sie islamischen Gesellschaften in pauschalisierender Weise vorwerfen. Da werden gerne mal Hetzjagden veranstaltet, Rufmord betrieben usw.....
Hallo,
ich kenne zwar wenige Christen, aber so wie sie zum Teil in diesem Blog dargestellt werden ist einfach nicht ganz richtig. Christen, denen ich begegnet bin, waren immer tolerant. Mag sein, dass sie die Homosexualität und andere Neigungen verurteilen, aber ich habe es nie erlebt, dass sie diese Menschen verurteilt oder diskrimminiert haben. Ich glaube, darin liegt der Unterschied, lehne ich etwas ab, was meinem Glauben nicht entspricht oder verurteile ich den Menschen, der abnormale(?) Neigungen auslebt.
Andererseits kann ich einige Beispiele nennen, wo Homosexuelle Andersdenkenden diskriminiert haben. Z.B. : ein homosexueller Chef hat eine behinderte Frau gekündigt, weil sei nicht in sein Konzept (äußeres Erscheinungsbild) passte.
Ein noch bekannteres Beispiel: Bei der letzten Misswahl in Kalifornien war ein Homosexueller in der Jury. Als die gekürte Miss California, sich nicht positiv zu der Homoehe äußerte war das Entsetzen groß, mit den entsprechenden Konsequenzen.
Was hiermit sagen möchte, den Christen unterstellt man unfairerweise Intoleranz, und Homosexuelle fordern sie lautstark ein, aber sind selbst die größten intoleranten Menschen.
Das wir Christen z.B. Homosexualität oder Abtreibung ablehnen heißt ja nicht dass wir die Menschen ablehnen. Toleranz heißt ja dass man den anderen Menschen achtet, auch wenn er Sachen macht, die man selber für falsch hält. Jesus verlangt Nächstenliebe. Dazu gehört auch das man den Menschen warnt und auf das Evangelium hinweist. Wenn ein Mensch dieses nun ablehnt, wird er trotzdem respektiert. Wenn er ganz bewusst sagt ich will von Jesus nichts mehr höre, so wird auch das respektiert.
Korrektur zu folgendem Kommentar:...den Christen unterstellt man unfairerweise Intoleranz, und Homosexuelle fordern sie lautstark ein, aber sind selbst die größten intoleranten Menschen.
Richtig:...den Christen unterstellt man unfairerweise Intoleranz, und Homosexuelle fordern Toleranz lautstark ein, aber sind slbst die intolerantesten Menschen.
Sorry, aber ich habe in Deutschland gelernt, alles so präzise wie möglich auszudrücken, um Mißverständnisse zu vermeiden. Sonst landet man irgendwann beim Psychater.....:)))
@Würmchen
Zitat....Um nur mal ein Beispiel aus dem ehemals kommunistischen Russland zu nennen: als Christ durfte man nicht studieren um z.B. Arzt zu werden. Solche und ähnliche Geschichten kann mir meine Mutter zur Genüge erzählen....
Ich kann das bestätigen: Ich habe vor einigen Jahren eine Biographie eines ehemaligen KGB-Agenten gelesen, der speziell darauf angesetzt war, vor allem Christen zu verfolgen. Es waren nicht wenige, die seinetwegen an den Folgen schwerer Mißhandlungen gestorben sind. Er flüchtete in den Westen (Kanada), und hat über die Verfolgung von Andersdenkender und Christen berichtet.
Für mich ist das ein Indiz dafür, dass es in einem atheistischen System nie die erhoffte Freiheit geben kann, die einige glauben, anstreben zu müssen.
Es ist doch interessant, dass ein Herr Theveßen, hier - vom journalistischen Anspruch - äußert fragwürdigen und sehr schlecht recherchierten Eintrag macht, sich jedoch scheinbar zu fein ist, Stellung gegenüber kritischen Kommentaren zu beziehen!
Das sagt doch alles aus!
Den Mut und die Courage, den diese 3 Frauen bewiesen haben, hätte ein Theveßen in 100 Jahren nicht. Aus einem gemütlichen Bürosessel ist es natürlich viel leichter sowas zu schreiben.
Wo ist er denn... Mir fällt es ein, er sitzt gemütlich in seiner Berliner Altbauwohnung, verhöhnt die Toten und denkt sich schon wieder eine neue geschmacklose Geschichte aus - bezahlt von wem wohl? Stimmt, von uns allen hier. Eine Frechheit ist das!
Das ist eben der Punkt. Die Christen verbinden mit Homosexualität immer nur Sex Sex Sex. Sie verstehen es einfach nicht, dass es dabei um Liebe geht. Ständig reden sie von "abnormalen Neigungen" (die es aus rein biologischer Sicht übrigens gar nicht sind). Und es gibt z. B. im Internet genügend Beispiele wo eben von der sog. Toleranz wenig zu spüren ist. Schauen Sie bei kath.net einige Artikel an dazu (und vor allem die Kommentare). Da ist es mit Respekt nicht wirklich weit her. Bei youtube gibt es einige schlimme Szenen aus den USA über die Evangelikalen. Und wie ich bereits sagte, es sind längst nicht alle so, aber sie benutzen ihren Glauben als Vorwand für Diskriminierung, Ächtung und ihre Hasstiraden.
Und natürlich gibt es intolerante Homosexuelle. Das ist natürlich auch nicht in Ordnung, aber das hängt dann wahrscheinlich auch damit zusammen, dass sie ständig von der Gesellschaft eben nicht toleriert werden. Gerade gestern habe ich bei einem alten Artikel von der "Welt" über das Coming Out von Dunja Hayali online die Kommentare gesehen. Es ist wirklich erschreckend wie boshaft manche drauf sind, die anscheinend große Probleme haben, wenn zwei Menschen sich lieben. Es ist schon eine seltsame Welt. Im TV darf gezeigt werden, wie man sich gegenseitig abknallt, viel Gewalt wird geradezu gefördert, aber wenn es um Liebe geht, da hat man echt ein Problem. DAS ist für mich abnormal.
Schon möglich, daß Ihnen die Worte, im Kommentar des Herrn Theveßen, nicht sakral genug erscheinen.
Aber was hat er gemacht :
Er hat " FAKTEN " aufgezählt. Nicht mehr und nicht weniger.
Diesen Mann deshalb soo anzugehen, finde ich
eine geschmacklose Frechheit.
Gisela L.
Nachdem ich fast alle Kommentare gelesen habe (als alter Mann habe ich Zeit dazu), finde ich es doch erschreckend, wieviel Schreiber sich hier in einer Weise äußern, die ich als ziemlich intolerant empfinde. Wobei leider die sich christlich gebenden wohl in der Überzahl sind.
Ich glaube:
1) Toleranz lernt man nur als Kind zu Hause. Danach kaum noch. Später ist es nur ein Sich-dem-Zwang-beugen.
2) Alle Menschen haben das gleiche Recht, so zu leben und zu glauben, wie sie es möchten. D.h. Missionieren (über seinen Glauben reden) nur, wenn der Andere bereit ist, zuzuhören.
3) Nächstenliebe, sozialer u. ehrenamtlicher Einsatz, Unterstützung Bedürftiger, etc. etc. gibt es nicht nur bei gläubigen Christen. Dort wird nur mehr darüber geredet. Ich kenne auch viele andere Helfer.
4) Als Agnostiker (mit Tendenz zum Atheisten) glaube ich zunächst nur mal das, was Karlheinz Deschner, der bekannte Kirchenkritiker gesagt hat:
Zitat:
"Glaube, das ist
der Triumph der Angst über die Redlichkeit, des Wunsches über den Verstand,
ist der teuerste Trost, den sich zumal die Armen leisten,
der häufigste Fall somit partieller Unzurechnungsfähigkeit und die einzige Haltung, die noch dem ärgsten Trottel auf Dauer das Gefühl einer gewissen Größe verleiht".
Zitat Ende.
Durch Zitierung dieses Textes will ich nicht für den Atheismus werben, aber nachdem in der Menschlichen Geschichte fast alle Kriege um Glaubensunterschiede gingen, bzw. als Vorwand dafür genommen wurden, wäre es doch erlösend, wenn mehr und mehr Menschen sich in ihrer Glaubensemotionalität mehr zurücknehmen würden. Weniger Mission und mehr Erziehung zur Toleranz gegenüber Andersdenkenden (angefangen im Kindergarten) wäre da wohl besser.
@Stefan
Ich weiss, dass in Deutschalnd Freundschaft zwischen Männern immer eindimensonal gesehen wird und deshalb mit Vorsicht zu genießen ist. Ich kenne Kulturen, wo Männerfreundschaften viel unbefangener gelebt werden, ohne dass sie in eine bestimmte Schublade gestecken werden.
Aber eine Männerfreundschaft hat ja nichts mit Homosexualität zu tun.
Unter Homosexualität ist doch eindeutig eine sexuelle Beziehung zwischen zwei gleichgeschlechtliche Personen zu verstehen - oder etwa nicht? Wie definieren Sie denn Homosexualität?
Sie sehen also bei Heterosexuellen also auch immer ausschließlich nur die sexuelle Ebene? Sie schließen also aus, dass homosexuelle Männer und Frauen eben jene Männer und Frauen auch lieben, mit denen sie verkehren? Schließen Sie etwa aus, dass Sie ihre Freundin/Frau lieben, weil sie sexuellen Kontakt haben? Eine interessante Sichtweise, denn das ist die Quintessenz aus Ihrem Kommentar.
@Stefan
Also, mich würde mal interessieren, warum Sie sich immer angegriffen fühlen und falsche Rückschlüsse ziehen?
Ich habe lediglich Sie um eine Definition gebeten und selbst eine eindeutige Aussage gemacht. Und den Rest unterstellen Sie mir.
Was wollen Sie eigentlich hören?
Das musste ja unweigerlich dazu kommen :
Von der " heiligen " Religion zur Homosexualität!!
Nun sind wir wieder bei einem Thema, wo sich die Geister scheiden werden.
Allerdings ist der Spagat gar nicht so groß.
Alles was mit Sexualität zu tun hat, ist der Kirche sowieso ein Dorn im Auge.
Siehe das Zölibat in der röm.-kath. Kirche, so fängt es schon mal an.
Und dann geht's weiter:
Sex vor der Ehe, - kommt nicht in Frage.
Kinder - bitte nur bei Verheirateten.
Kondome zur Verhütung, - das bitte auch nicht.
Gleichgeschlechtliche Beziehungen, lieber Himmel, - wo kommen wir denn da hin.
Da möchte ich aber kein Mäus'chen im
" Petersdom " sein !
Sei's drum :... jeder sollte nach seiner eigenen Fasson selig werden, und seine
Sexualität ausleben, wie er es für richtig hält.
Gleichgeschlechtliche Ehen werden bei den VIP'S, - mit einen : " Ahahhhh, schau an - vielleicht auch noch mit toll, - auch von den Medien, - beurteilt. Und bei den NORMALOS ? Mein Gott, - skandalös !!! Warum ??
In meinem Freundeskreis sind ein paar HOMO'S,
und das, sind die nettesten MÄNNER, - zu den Frauen, - die ich kenne. (Eben !)
(Ich weiss schon was jetzt gesagt wird.)
In den südlichen Ländern Europas, wie in anderen Kulturen im Osten, geht man mit Männerfreundschaften total locker um.
Bei Begrüssungen,- zwischen Mann wie Frau,- Kü'chen rechts, Küß'chen links, - völlig normal.
In den Beziehungen ist Deutschland noch beim " Neandertaler "!
Wer geht mit mir konform ?
Gisela L.
Sehr seltsame Vorstellung haben Sie von Fakten... nicht 1 könnten Sie belegen! Und nicht eine hat Herr Theveßen belegt...das sind Fakten!
stimmt in den Kulturen im Osten geht man mit Männerfreundschaften total locker um, deshalb wird Homosexualität ja auch in der Türkei, ALLEN arabischen Ländern, Usbekistan, Turkmenistan etc wollen Sie noch mehr Bsp.?... mit dem TOD bestraft... stimmt da geht man sehr locker mit um.
Manchen Menschen halten sich wirklich für klüger als sie sind...
Entschuldigung, dass ich lediglich auf einen Zwiespalt in Ihrer Argumentation angemerkt habe. Ich wusste nicht, dass Sie das gleich so auffassen, dass ich mich angegriffen fühle. Es ist einfach von Ihnen wieder mal dargelegt worden, dass Unterschiede in der strukturellen Argumentation zwischen Hetero- und Homosexualität eröffnet werden, obwohl der Sachverhalt ein und derselbe ist in der Beziehung zwischen Menschen. Es wird in diesem Punkt häufig mit zweierlei Maß gemessen. Aber das sehen Sie offensichtlich nicht so und dabei wollen wir es belassen.
Liebe Kommentatoren,
ich habe viel gelernt durch das Lesen all dieser Kommentare. Allem voran eines: Der wörtliche Text, den man schreibt, zählt wenig, wenn Emotionen und nicht Verstand allein die meisten Reaktionen leiten. Vieles hier war sachlich, kritisch und auf hohem Niveau. Sehr vieles aber aggressiv, unfair, herabsetzend und wenig an einer sachlichen Auseinandersetzung orientiert. Ein wenig davon auch persönlich beleidigend. Was mich als Christen dabei bewegt, dass ich so etwas in einem Blogthread lese, das offenbar vor allem von anderen Christen gefüllt wurde.
Es scheint, als seien zumindest einige in dem festen Glauben, ganz allein die ganze Wahrheit zu allen Fragen für sich gepachtet zu haben. Eine Haltung, die ich bei den Recherchen zu Fundamentalisten in verschiedenen Religionen immer und immer wieder erlebt habe. Deshalb hier drei Feststellungen:
1. Nicht, nichts, aber auch gar nichts rechtfertigt die Ermordung anderer Menschen. Das habe ich übrigens in meinem ersten Eintrag geschrieben (mit vier Ausrufezeichen), allein es wurde offenbar mit voller Absicht übersehen.
2. Unter den Missionierenden gibt es offenbar sehr unterschiedliche Auffassungen über die richtigen "Methoden". In den Antworten wurden einige aus persönlichem Erleben aufgezählt, die wohl nichts mit verantwortungsvollem Handeln von überzeugten Christenmenschen zu tun haben. Ich habe - in den USA, in Deutschland und in Israel - mit christlichen Fundamentalisten gesprochen, die auf einen "zweiten Holocaust" für Juden und für den aktiven Kampf gegen den Islam eintraten. Und die so an der Sammlung von Seelen interessiert waren, dass Ihnen die Konsequenzen für die "Geretteten", ihre Familien und ihre gesellschaftliche Umgebung recht egal waren. Sie sind in der Minderzahl, und genau das habe ich ebenfalls in meinem Originalbeitrag geschrieben. Natürlich wurde es mit voller Absicht übersehen. Vor diesem Hintergrund kann von schlechter Recherche keine Rede sein. Jeder Satz im meinem Blog ist nicht einfach aus der Luft gegriffen, sondern ermittelt, erlebt und erarbeitet.
3. Christliche Mission ist möglich und findet - auch in vielen islamischen Ländern dieser Welt statt - erfolgreich und mit Respekt vor dem Anderdenkenen und Andersgläubigen. Dies gelingt evangelikalen Gruppen genauso wie denen anderer christlicher Strömungen. Auch die Steyler Missionare sind ein sehr, sehr gutes Beispiel dafür, u.a. in Indonesien, dem größten islamischen Land der Erde, in dem Pater Polykarp missioniert hat.
Erlauben Sie mir, mit einem Wort des katholischen Theologen Prof. Rainer Bucher zu schließen: "Wo Gott zur Waffe in der Hand der Gläubigen wird, wo er gewusst wird und geheimnislos, wo er Menschenopfer fordert, ist es nicht der Gott des Jesus von Nazareth, sondern ein Macht-Götze des Menschen, um den es geht – und sei es in der Kirche selbst."
Mir scheint, viele von uns - und da schließe ich mich ausdrücklich ein - neigen dazu, uns selbst in Besitz der Wahrheit zu sehen, die in Wirklichkeit nur einer kennt.
Elmar Theveßen
Sehr geehrter Herr Theveßen,
danke für ihre erneute Stellungnahme als zusammenfassende Antwort auf die Fülle der abgegebenen Kommentare. Ihre darin implizit enthaltene jegliche Selbstkritik vermissende Rechtfertigung des ursprünglichen Blog-Eintrages ist meiner Meinung jedoch nicht haltbar.
Ihr Blog-Eintrag ist im Groben wie folgt strukturiert:
1) Nennung des Mordes an den evangelikalen Christinnen im Jemen.
2) Vage Inverbindungbringung mit religiösen Grundsatzfragen.
3) Allgemeine, scharfe Diskreditierung des Missionsverständnisses "von evangelikalen Gruppierungen" (keine Einschränkung auf einzelne Ausnahmen innerhalb der Evangelikalen).
4) Erwähnung (und recht dreiste Hinterfragung) des Missionsverzichtes der Ermordeten im Jemen nach Aussage der Eltern
5) Nennung der Existenz von Belegen für untragbare Missionsmethoden bei evangelikalen Gruppierungen (Einschränkung auf "einige - wohlgemerkt nicht alle")
6) Aufzählung ungeheuerlich anmutender Aussagen/Methoden evangelikaler Prediger (Einschränkung auf "einige")
7) Gleichstellung mit anderen fundamentalistischen Glaubensgemeinschaften (u.a. Islamisten) (Einschränkung: Nennung der Distanz "großer Teile" zu "einigen Gruppen" innerhalb der evangelikalen Bewegung).
8) Nennung des aktiven Missionstreibens des Vaters der entführten Familie im Jemen (explizites Nicht-Ausschliessen der zuvor genannten absurden Missionsmethoden)
9) Distanzierung vom verübten Gewaltverbrechen
10) Erklärung des Gewaltverbrechens zum zwingenden Anlass für die Beschäftigung mit toleranz-/religionspolitischen Fragen in Deutschland
In der Schule hat man mir beigebracht, dass auch die selektive Auswahl und Anordnung von einzelnen, für sich selbst genommen unangreifbaren Fakten, eine aggressive Wertung darstellen kann. Als erfahrener Journalist sollte Ihnen dies vermutlich ebenfalls bewusst sein.
In diesem konkreten Fall werfe ich Ihnen vor, sich einzelne negative Fakten über extreme (ohne Frage sehr bedauerliche und nicht zu duldende) Einzelfälle evangelikaler Missionsbestrebungen herausgesucht zu haben, um diese ohne gerechtfertigten inhaltlichen Zusammenhang semantisch und strukturell in eine Abhandlung über die jüngsten Morde an Christinnen im Jemen derart einzuflechten, dass implizite Assoziationen hervorgerufen werden, die nicht nur nicht konkret belegt wären, sondern ganz und gar unredlich (und in der Tat sehr respektlos) sind.
Was hat die ganze Abhandlung über missionarische Zwangsanwendungen im Zusammenhang mit zwei jungen Frauen zu suchen, die selbst im (unwahrscheinlichen) Falle unredlicher Motivationen mit an Sicherheit grenzender Wahrscheinlichkeit auch nicht die geringste Möglichkeit gehabt hätten, in diesem fremden Land irgendjemandem irgendetwas aufzuzwingen? Deren größtes “Vergehen” lediglich darin bestanden haben könnte, möglicherweise in gebrochenem arabisch im persönlichen Gespräch die christlichen Hintergründe ihres humanitären Einsatzes erwähnt zu haben? Oder einem persönlich Bekannten eine christliche Broschüre angeboten zu haben?
Zusätzlich werfe ich ihnen vor, in dieser Verflechtung von nicht zusammengehörenden Fakten und Vermutungen die Objektivität sowie die Verhältnismäßigkeit bezüglich der Agressivität ihrer Aussagen nicht immer gewahrt zu haben. Besonders das Eingangszitat von Pater Polykarp ist in der hier wiedergegebenen Form (ich weiß ja nicht, in welchem Zusammenhang und mit welchen Hintergedanken er dies ursprünglich äußerte) ein stark überzogener Angriff auf die evangelikale Christenheit und hier völlig unangemessen.
Sie wollten sich über Missstände in einzelnen evangelikalen Gruppierungen auslassen.
Die Möglichkeit, dabei die evangelikalen Christen als Gesamtheit ein bisschen zu diskreditieren, erschien ihnen durchaus auch nicht als unangenehm.
Sie haben sich eine aktuelle Story als Aufhänger ausgesucht.
Sie haben sich in der Konstruktion des Zusammenhangs zwischen den beiden Themen, verbunden mit der unterschwelligen Agressivität ihrer Argumentation, einen Fehlgriff geleistet.
Dies führte dazu, dass viele Leser (vermutlich ohne dass sie das gewollt hätten) den Beitrag als moralische und persönliche Verletzung bzw. Angriff empfanden.
Können Sie dies nicht einfach zugeben?
Wär' dann doch auch gar nicht weiter schlimm.
Es sagt doch auch gar niemand was gegen ihre einzelnen (unzusammenhängenden) Funde über extreme Missbräuche des christlichen Missionsauftrages.
Mit freundlichen Grüßen,
sascha
Bravo für Ihren abschließenden Kommentar, Herr Thevensen. Aber irgendwie haben es einige immer noch nicht kapiert. Sascha: aber mal eine eigene Meinung zulassen ist nicht drin, oder? Oder ist nur ein guter Journalismus, wenn christlicher Journalismus? Ist schon interessant, wie Christen auf Kritik reagieren. Eigentlich kenne ich so ein Verhalten nur, wenn man sich selbst in dieser Frage unsicher ist..
Sehr geehrter Theveßen!
Auf das Feedback von Ihnen haben sehr wahrscheinlich viele gewartet. Es stimmt auch, dass sehr wahrscheinlich die meisten - einschließlich ich - Ihren Beitrag selektiv gelesen haben. Aber ist es nicht so, dass in jeder Diskussion eine selektive Wahrnehmung erfolgt. Das kann man auch in den Talkrunden des ZDF feststellen.
Sie schreiben, dass Sie Christ sind. War Ihnen nicht bewusst, dass ein so heikles Thema eine so hitzige Diskussion auch unter Christen nach sich ziehen wird? Sie haben die Plattform dazu angeboten. Warum jetzt die Entrüstung?
Ich bin kein Mitglied einer Kirche, aber was mir aufgefallen ist, dass Sie sich immer wieder auf einen gewissen Pater Polykarp von den Steyler Missionaren berufen. Des weiteren zitieren Sie einen katholischen Theologen Prof. Rainer Bucher mit folgenden Worten: "Wo Gott zur Waffe in der Hand der Gläubigen wird, wo er gewusst wird und geheimnislos, wo er Menschenopfer fordert, ist es nicht der Gott des Jesus von Nazareth, sondern ein Macht-Götze des Menschen, um den es geht – und sei es in der Kirche selbst."
Das hinterlässt bei mir den Eindruck, als ob Vertreter der katholischen Kirche die einzige Legitimation dazu haben, zu beurteilen, was wirkliche Christen sind und welche als gefährlich einzustufen sind.
Des weiteren möchte ich daruf aufmerksam machen, dass der jetzige Papst das Karfreitagsgebet abgeändert hat und wieder zur alten Formulierung zurückgekehrt ist. Wie Sie wissen, geht es darum dass die Juden Jesus als ihren Erlöser doch erkennen sollen. Sie wissen auch, welche Reaktion das in der jüdischen Gemeinschaft ausgelöst hat. Viele Juden wurden zwangsgetauft - im Namen der katholischen Kirche. Mit diesem Gebet hat doch die katholische Kirche indirekt (durch ein Gebetsformulierung) zur Judenmission aufgerufen. Der Papst hat damit den christlich-jüdischen Dialog nicht gerade positiv beeinflusst.
Worin unterscheidet sich die katholische Kirche von den Evangelikalen?
In einem Gebet kann doch das Wort auch zu einer Waffe werden (katholischen Theologen Prof. Rainer Bucher)Oder etwa nicht?
Mit diesem Beitrag möchte ich keinen Streit unter Christen und säkulären Menschen auslösen, aber ich hoffe, dass eine faire Auseinandersetzung
stattfindet.
Dylan
@ Ute,
.....wass soll ich denn noch von Herrn Theveßen's Kommentar belegen ?
Sie sollten , zum besseren Verständnis, vielleicht noch mal seinen Kommentar lesen.
Aber er hat ja nun selber geantwortet.
Ich denke, damit sind Ihre Bedenken
ausgeräumt.
Gisela L.
Geli: Klar darf jeder seine eigene Meinung haben, wo bestreite ich das denn?
Es geht mir in meinem Kommentar darum, die spezielle und problematische Form der Zusammenstellung von Fakten, Auffordreungen und unausgesprochenen Meinungen anzusprechen, durch die doch geradezu zwangsläufig auf beiden Seiten der Debatte die von Herrn Theveßen beglagten von "Emotionen und nicht Verstand allein" geleiteten Reaktionen hervorgerufen werden.
Die Meinungen selbst (egal welcher Art) möge der Autor gerne weiter pflegen. Es wäre nur schön, wenn er sie etwas offener dargestellt hätte, anstatt sich auf das strukturelle und semantische Hervorrufen vager Assoziationen zu verlassen. Dann wäre denke ich auch die anschließende Diskussion sachlicher verlaufen.
@ Angela,
..... kann schon sein, daß ich mich für klüger einschätze , als Sie es sind. Sorry!
Ich jedenfalls interpretiere Kommentare nicht "total" falsch. Ich denke erstmal nach. Nur für die heftigsten Angriffe habe ich kein Verständnis.
Ich kann nur hoffen, daß in den Ländern, die Sie aufgezählt haben, nicht eines Tages
" Männermangel " herrscht.
Hoffentlich bleiben uns die Männer in : Frankreich,Spanien,Italien, Ungarn, Polen usw. erhalten !!!
Das hier ist ein richtiger:
" Kopfschüttelblog " geworden " !!
Hier wird aber auch Niemanden seine eigene Meinung zugebilligt. Jeder meint die Wahrheit, ausschliesslich alleine, mit dem großen Löffel gefressen zu haben. (Ich schließe mich da nicht aus ! Denn ich weiß die Wahrheit auch nicht immer! Aber da lege ich mich nicht zu weit aus dem Fenster !)
Mich würde es allerdings nicht wundern, wenn die Journalisten, eines Tages, hier nicht mehr "einen" Kommentar für uns schreiben würden.
Mein Verständnis hätten sie.
Warum müssen wir hier um des Kaisers Bart streiten ?
Warum jedes Wort auf die Goldwaage legen ? Dieses in den " Krümelnwühlen " der einzelnen Worte?
Wenn man schreibt :
......" das in den östlichen Kulturen "Männerfreundschaften" lockerer gesehen werden.... "
wohl gemerkt: " Männerfreundschaften" ,!!!!!
von "Homosexuellen" war da nicht die Rede,-- na, wie das bewertet wurde, s.o. ......
Ein echtes " Verständnis " für
" Männerfreundschaften " , scheint es für manche Leute überhaupt nicht zu geben.
Schade.
Gisela L.
Die gläubigen Christen die hier geantwortet haben müssen einem nicht so Gläubigen Angst machen.Vielleicht sollten alle, die sich mit dem Thema Missionierung befassen das Magazin Zapp auf NDR3 ansehen.Da können sie erkennen wie weit die Missionierung der Evangelikalen in Deutschland geht.Wenn die Redakteure und Lehrer einer Schülerzeitung bedroht werden.Heute Nacht wird das Magazin in der Zeit von 01.30 bis 02.00 Uhr wiederholt.Ich kann nur sagen das die Missionierung heute nur Unfrieden bringt, aber mit Geld ist halt viel zu bewegen. In Mexiko ist bereits ein ganzer Bundesstaat vom Katholizismus zu den Evangelikalen konvertiert.Ich hoffe, das unser Rechtsstaat sich den christlichen Attacken erwehren kann. Ein Gottesstaat ist nicht lebenswert. Im Zweifel ist es wie im Iran. Die Antwort des Ajatollah auf die Wahlfälschungen war: Dann ist es Gottes Wille. So einfach können es sich nur echte Gläubige machen.Leute mit eigenem Willen nicht. Ungläubige sind für ihre Taten selber verantwortlich, bei Gläubigen ist es halt Gottes Wille.So einfach machen sie es sich.
@Peterman
Tut mir leid Ihnen sagen zu müssen, dass Ihre Argumentation keine wirklich sachliche Auseinandersetzung ist, sondern nur billige Polemik.
Hier gibt es fast nur Papageien, die alles wiederholen, was schon einmal geschrieben wurde.
Gegen die Religions-Kriege gibt es nur ein einziges Mittel :
die Wahrheit : alle Religionen sind seit Einstein / Hiroshima gelogen :
es kann überhaupt nichts ewig sein , kein Himmel , keine Hölle:
[...]*
* Anmerkung der Redaktion: Der Forenbeitrag enthält Behauptungen, die für die ZDF-Moderatoren nicht nachprüfbar sind. Die entsprechenden Stellen wurden editiert.
@Dylan Ich gehe davon aus, das Sie den Bericht in Zapp nicht gesehen haben.Den Betroffenen Redakteuren die bedroht werden können Sie ja dann sagen, alles nur " billige Polemik". Ich denke die werden das anders sehen.
Hallo, Dylon,
....deswegen gibt es sowenig Papageien !
Hier zu Lande werden die gefressen !!!
Gruss
Gisela L.
@Peterman
Es ging mit gar nicht um die Sendung "Zapp".
Ich habe sie gar nicht gesehen. Ich werde auch wegen diesem Beitrag heute mich nicht bis um 01:30 wachhalten.
Ich wollte nur sagen, dass es hier anscheinend nur noch darum geht, das jeder für sich die Wahrheit beansprucht. Was ist die Wahrheit? Die Wahrheit ist relativ!
Wie Sie ja sicherlich wissen, sind Reportagen auch mit Vorsicht zu genießen. Oft werden Sachverhalte in einen ganz anderen Zusammenhang dargestellt, wodurch beim Zuschauer ein verzerrtes Bild entsteht.
Ich bin prinzipiell immer kritisch gegenüber Reportagen, weil ich das schon erlebt habe, dass über Ereingisse berichtet wurde, die überhaupt nicht der Realität entsprachen. Das kann ich so behaupten, weil ich zur Tatzeit in der betreffenden Region (Naher Osten) war.
Hier geht es doch nur noch darum, soviel (scheinbares) Beweismaterial zusammen zustellen, um die Gegenseite in die Pfanne zu hauen und somit zum Schweigen zu bringen. Und bei den meisten habe ich den Eindruck, dass die Vorkommnisse in Jemen ein Anlass sind, um endlich mit dem Feind abrechnen zu können.
Und da geht es nicht mehr um eine sachliche Auseinandersetzung. Das vermisse ich hier sehr.
Aus eigener Erfahrung kann ich nur sagen, dass ich mit Christen, die ich kenne, nicht diese Erfahrungen gemacht habe, wie sie hier vielfach geschildert werden. Und glauben Sie mir, es gibt überall schwarze Schafe, aber deshalb alle unter Generalverdacht zu stellen, ist schon anmaßend.
Im übrigen würde mich mal interssieren, was überhaupt unter Evangelikalen zu verstehen ist? Das hört sich ja so an, als ob das christliche Monster (sorry für die Ausdruck) sind.
Ich finde es schade, dass viele Menschen (ob sie nun etwas mit Gott zu tun haben, oder nicht), "Mission" so falsch verstehen.
Ich war selbst mit einem christlichen Hilfswerk im Ausland und habe dort in meinem Beruf in einem Kinderheim geholfen. Für mich hat das ganz konkret bedeutet Gottes Liebe praktisch weiterzugeben. Aber das schloss natürlich nicht aus, dass ich den Kindern und auch den Menschen, denen ich dort begegnet bin und mit denen ich dort zusammengearbeitet habe, erzählt habe, an was ich glaube. Und leider verstehen viele die Botschaft von Jesus Christus so falsch. Für mich geht es nicht darum Menschen zu bekehren, sondern ihnen zu erzählen, warum ich in einer Zeit, in der Jesus völlig aus der Mode gekommen ist, noch mit Jesus Christus lebe und warum ich es wichtig, sogar sehr wichtig, finde, sich für ein Leben mit Jesus zu entscheiden.
Traurig ist, dass die zwei jungen Frauen, die dort gestorben sind, verurteilt werden, wo ich ihre Absicht Gottes Liebe praktisch zu machen, so wertvoll finde.
Meiner Meinung nach ist Religion weder pervers noch im engeren Sinne "sexuell" angeregt.
Jeder Mensch entwickelt im Laufe seines Lebens, je nach dem wie wichtig ihm die Religion ist, ein individuelles Bild von sozialem Bewußtsein. Leider läuft vieles unterbewußt ab. So erklärt sich auch der "Neid" oder Haß zwischen Staaten, Bundesstaaten, oder Religionen. Jeder richtet sich automatisch nach den Gesetzmäßigkeiten des Höhergestellten aus. Einsicht hat da nicht einmal ein Psychiater oder Soziologe. Und hätte er es könnte er sicher nicht gleichzeitig seine eigenen Extremisten wie auch die der anderen Seite in Schach halten.
Und leider gilt auch: "Idioten" sind auch "nützliche Idioten". Wer im Endeffekt am Ende der Fresskette sitzt bleibt offen
Guten Tag Herr L.,
wenn das für sie Fundamentalismus ist, dann betrifft das auch jede Landeskirche. Egal ob ev. oder kath.
Die Landeskirchen haben zwar gewisse Feinheiten anders,
z.B. Punkt 7 - in der Landeskirche geschieht es nicht mit der Wiedergeburt, sondern schon zum einen Teil wenn man die 3 Tropfen Wasser als Baby abbekommt und den Teil 2 bei der Kommion/ Firmung oder Konfirmation.
Viele christlichen Gemeinden sehen es einfach so, dass sich der Mensch bewusst dazu bekennen soll, dass er getauft werden möchte. Ein Baby kann das noch nicht.
Aus diesem Grund lassen sich viele Menschen die zu Jesus gefunden haben erneut taufen.
Ich verstehe Sie nicht, was z.B. daran schlimm sein soll.
(So werden Babys in vielen christlichen Gemeinden gesegnet und später wenn die Person es will, lässt sie sich wie gesagt taufen)
Fast nichts anderes, was eine Landeskirche auch macht - nur eben anders herum. Sprich bei der Landeskirche kommt erst die Taufe und dann der Segen .... könnte man so sagen.) ;o)
Oder denken sie mal an die Sakramente der kath. Kirche, z.B. letzte Ölung.
Und alles andere ist nichts anderes, was eine Landeskirche auch schreibt - nur eben etwas ausführlicher geschrieben.
Wenn Sie sich mal die Glaubensbekenntnisse der ev. und kath. Kirche durchlesen, steht das auch drin, bzw. noch ne Kleinigkeit mehr.
Was dort nicht steht, finden Sie in den Sakramenten wieder.
Ich glaube an Gott, den Vater, den Allmächtigen,
den Schöpfer des Himmels und der Erde.
Und an Jesus Christus,
seinen eingeborenen Sohn, unsern Herrn,
empfangen durch den Heiligen Geist,
geboren von der Jungfrau Maria,
gelitten unter Pontius Pilatus,
gekreuzigt, gestorben und begraben,
hinabgestiegen in das Reich des Todes,
am dritten Tage auferstanden von den Toten,
aufgefahren in den Himmel;
er sitzt zur Rechten Gottes, des allmächtigen Vaters;
von dort wird er kommen,
zu richten die Lebenden und die Toten.
Ich glaube an den Heiligen Geist,
die heilige katholische (evangelisch: christliche[1]) Kirche,
Gemeinschaft der Heiligen,
Vergebung der Sünden,
Auferstehung der Toten
und das ewige Leben. Amen.
Jesus ist Heilig - nicht eine Kirche (Meine Meinung)
Was diese Bibelschule da schreibt entspricht der Wahrheit wie es in der Bibel auch steht.
Sie werden diese Aussage anhand der Bibel auch nicht als Fundamentalismus widerlegen können.
Sehr geehrte Autoren,
vielen Danke, dass dieser Artikel auf Tatsachen beruht, ich wusste noch gar nicht dass Evangelikale so böse Verbrecher sind...
Sollte man nicht die Evangelikalen verfolgen, einsperren oder anders zum schweigen bringen?
Nicht wahr, anstatt sich für die Entführten einzusetzen sollte man diese verachten und hassen, die Angehörigen der toten sollte man nicht bemitleiden, denn wer so ein Verbrechen, wie die Evangelikale begeht sollte...
Ja, wir wollen gegen die Evangelikalen aufstehen und Sie vertreiben. Wir wollen doch damit anfangen und in den Medien gegen diese Verbrecher hetzen und diesen gewaltbereiten Fundamentalisten endliche ausmerzen...
Wäre es nicht schöne wenn wir dies schaffen?
Mit freundlichen Grüßen
Johannes
Hinweis: Ironie könnte enthalten sein...
[quote]...
Aber die Folgen sind dramatisch, es sprengt ganze Nachbarschaften, oder teilt auch, wie ich weiß einige Dörfer in der Türkei auseinander. Es bringt erhebliche Unruhe in der Bevölkerung....
[/quote]
Dasselbe gilt übrigens (ebenso wie staatliche Verbote) auch für das Eintreten von Menschenrechten (Frauen-, Kinder-, Presse-, Wahl-, ... -rechte, rechtsstaatliche Prinzipien, ...) - es schafft immer "Unruhe", wenn man den Status Quo verändern möchte.
... sollen wir also um jeden Preis diejenigen unterstützen, die den Status Quo erhalten wollen?
Oder sollen wir nicht lieber darüber reden, WAS und WIE wir in einer globalisierten Welt (in der internationale, -kulturelle und -religiöse Kontakte die Normalität sind) voneinander lernen und miteinander umgehen können?
Mit freundlichen Grüßen,
PM.
Man merkt, dass Sie den Text nicht wirklich gelesen, noch verstanden haben. Insofern ist die von Ihnen hervorgebrachte Polemik wirkungslos.
Als Mitglied der Evangelikalen sollten Sie sich über die Morde nicht lustig machen. Ein Mord ist durch nichts zu rechtfertigen. Aber man muß schon die Frage stellen warum man ein Praktikum mit Missionierung gerade in so einem Lande verbindet.Nach verschieden Berichten über die Evangelikalen in den unterschiedlichsten Medien und Ländern kann man nur sagen: Wehret den Anfängen. Vor allem da viel Geld im Spiel ist. Ein Gläubiger Georg W. Bush hat gezeigt wozu Religion fähig ist.
Ist ja alles schön und gut und aus jeweiliger Sicht auch richtig, aber wo sind nur nun die restlichen Entführten? Warum wird darüber nicht mehr berichtet? Klar, die Karawane zieht weiter, zu Michael Jackson, Flugzeugabstürzen, Mexiko-Krippe, die mit Schweinen nichts zu tun hat, oder anderen Mainstream-Themen.
Ich wage (k)eine Vorausschau. Aber es sieht keineswegs gut aus für die Opfer. Und auch wenn ich klar gegen jede Missionierung außerhalb des Heimatlands bin, es ist sehr schade das hier auch von den Lei(d)tmedien nicht wenigstens gelegentlich nachgefragt wird, auch wenn man keine wirklich neuen Infos zu bieten hat.