Tanken tut weh in Amerika. Aber dieses Land ist in harten Zeiten erfinderisch: Autofahrer treten behutsam auf das Gaspedal, um Sprit zu sparen, und das Walking auf dem kurzen Weg zum Supermarkt findet immer mehr Fans. Die neuste Bewegung gegen die hohen Benzinpreise ist himmlischer Natur und verlangt nur einen guten Draht zu Gott. „Betet für niedrige Benzinpreise!", so lautet die Aktion einer Kirchengemeinde, die sich aus Maryland auf dem Weg gemacht hat, um Linderung für Autofahrer an amerikanischen Tankstellen zu bringen. Das muss ein Scherz sein, dachten wir, und wurden neugierig.

 

An einer Tankstelle in Washington treffen wir den Wortführer der Gruppe, Rocky Twyman, der sich gerade für seinen Gebetsgesang warm macht - und stellen fest: Seine Aktion ist wirklich ernst gemeint. Mehr noch: Rocky ist überzeugt, dass durch sein Gebetmarathon die Benzinpreise in den letzen Tagen gesunken sind. Von über 4 Dollar auf 3,77 pro Gallone. Die Autofahrer freut es, nur an die Gebetsaktion wollen sie noch nicht so recht glauben. Rocky tut es und betet weiter. Für Frieden in Georgien, damit die Benzinpreise auch weiterhin niedrig bleiben.


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