Sarah Palin war nur der letzte Coup. Der republikanische Präsidentschaftskandidat John McCain hat sie heute zu seiner Stellvertreterin ernannt. Seit die Nachricht durchgesickert ist, haben die großen Sender weggeschwenkt von der Bühne der Demokraten. Kein Bild mehr von Barack Obama im Stadion, keine Kommentare mehr zu seinem großen Auftritt gestern Abend.
Sarah Palin verdient einen eigenen Blogeintrag. Den wird sie hier auch bekommen. Die Bekanntgabe Ihrer Kandidatur ist der Höhepunkt einer ganzen Reihe von Angriffen der Republikaner gegen die Politshow der Demokraten. Ausgeheckt von einer Gruppe von ca. 30 Mitarbeitern der republikanischen Partei und John McCains Wahlkampfteam in einem Hinterhof in Denver, ein paar hundert Meter vom Parteitagsgelände entfernt. „Warroom" nennen die Anhänger das. Rund um die Uhr sitzen hier mehrere junge Männer, deren Hemd, Krawatte und Khakihose erwachsener aussehen als ihr Gesicht. Dahinter mehrere Großbildschirme mit den Dauerbildern aus dem Convention Center. Der Job des Republikanernachwuchses: das Image von John McCain gegen die Schmähreden der Demokraten verteidigen, mit E-Mails, Pressemitteilungen oder eben: mit eigenen sensationellen Nachrichten. Ab heute gehört das Rampenlicht den Republikanern, am Montag beginnt ihr Parteitag. Bühne frei für den Gegenfeldzug der Demokraten.
Seit heute stehen sie
offen, die Tore des Pepsi-Centers in Denver: für den Parteitag der Demokraten,
für die Wahl von Barack Obama zum demokratischen Präsidentschaftskandidaten der
USA. Doch in der riesigen Arena und den vielen Medienzelten rund um die
Kongresshalle sieht man nur wenige von denen, die Barack Obama förmlich zum
Spitzenkandidat geschrieben haben: den Bloggern. Tausende von ihnen wollten
beim Parteitag dabei sein. Doch die meisten Presseausweise gingen an Berichterstatter,
die für die „traditionellen" Medien, also fürs Fernsehen, Radio oder für Zeitungen
arbeiten.
So sitzt Fred Govern, einer von 500 Bloggern, jetzt im Big Tent,
einige hundert Meter entfernt von der Parteitagshalle. Das Zelt macht zwar
seinem Namen alle Ehre, platzt aber dennoch aus allen Nähten vor lauter
Bloggern, Laptops, Sofas und Fernsehbildschirmen. Govern ist trotzdem zufrieden.
„Für 100 Dollar kann ich hier eine Woche essen, im Internet surfen und meine
Texte absetzen." Ein guter Deal, findet er. Nur den Flug hat er bezahlt, übernachtet
wird kostenlos auf der Luftmatratze bei Verwandten. Dass er nicht in die Halle
kam, hat er inzwischen fast vergessen. „Die Stimmung hier ist viel lockerer.
Und wirklich interessant sind doch die Dinge, die hinter den Kulissen
passieren. Dafür braucht man nicht aufs Kongressgelände. Die dort drüben sind die
alte Machtzentrale, wir sind die Zukunft." Sagt er, und macht gleich ein Foto
von unserem Team. Für sein Blog über die ausländischen Medien in Denver.
Amerikaner stehen auf "big". Groß muss alles sein, rekordverdächtig - dann ist es erst richtig wichtig und toll. Egal ob es um Autos, um Burger oder Olympische Rekorde geht. So gesehen ist die "convention", der Parteitag der Demokraten in Denver zweifellos wichtig. Sehr wichtig. 50.000 Teilnehmer, über 4000 davon stimmberechtigte Delegierte, 15.000 Journalisten aus aller Welt. Rekord über Rekord. Sie werden 4 Tage lang im Pepsi-Center von Denver den Reden lauschen, eine perfekt inszenierte Polit-Show erleben. Sie werden Michelle Obama, Hillary und Bill Clinton sprechen hören, Caroline und Ted Kennedy, Joe Biden und viele andere.
Der eigentliche Star der Veranstaltung aber erscheint leibhaftig erst am Donnerstag in Denver: Barack Obama. Sein Auftritt, in dem er die Präsidentschaftskandidatur offiziell annehmen will, sprengt alle Dimensionen. Ein Football Stadion muss her, um die 75.000 Fans zu fassen, die ihn, den ersten schwarzen Präsidentschaftskandidaten der US-Geschichte, feiern wollen. Ausgerechnet am 28. August, dem 45. Jahrestag der berühmten Rede von Martin Luther King. "I had a dream" - den Traum von einem Amerika ohne Rassenschranken beschrieb King damals. Nichts symbolisiert den Erfolg auf dem Weg zur Verwirklichung dieses Traumes so offensichtlich, wie die Kandidatur Obamas. "Historisch" kann man das wohl nennen.
Das ZDF ist mit Kameraleuten, Cuttern, Producern und den Korrespondenten Klaus-Peter Siegloch und Matthias Fornoff vor Ort.
Wir werden in Filmberichten und Live-Schaltungen die Nachrichten transportieren. Wir werden versuchen, die Atmosphäre einzufangen, den "Geist von Denver" - sofern es ihn denn gibt.
Die Demokraten, das Wahlkampfteam Obama insbesondere, wünschen sich einen Aufbruch. Es soll eine große, emotionale Versöhnung mit den Clintons und ihren Anhängern werden. Ob das gelingt?
Wie wirkt die Polit-Show von Denver auf Sie? Kann Deutschland sich da was abgucken?
(Fotos: Uwe Dörgeloh, Peter Schloemer, ZDF)
Durch eine einfache
SMS-Benachrichtigung wussten es Millionen Menschen gleichzeitig: Joseph Biden
soll der Vizepräsidentschaftskandidat der Demokraten werden. Je näher der
Parteitag der Demokraten rückte, desto stärker wurde in den vergangenen Tagen
spekuliert. Nicht nur die Frage: "Wer wird Obamas Vizekandidat?",
sondern auch die Frage: "Wann und wie wird Barack Obama seine
Entscheidung bekannt geben?", füllte ganze Sendezeiten in den USA.
Barack Obama ist einfach nur
anders.
Er führt Wahlkampf ganz im
Sinne der technologischen Möglichkeiten des 21. Jahrhunderts: Mobil und
interaktiv, vor allem im World Wide Web. Besonders junge Wähler nutzen das
Internet, um mehr über Obama zu erfahren. Durch seine Onlineseite wurden
Tausende dazu bewegt für seinen Wahlkampf zu spenden.
Nach Schätzungen des Obama Wahlkampfteams wurden heute drei Millionen Menschen
per SMS darüber informiert, mit wem der Senator aus Illinois in das Weiße Haus
einziehen würde. Sie alle haben sich für diesen Informations-service online
oder per Telefon registriert und erhielten die Textnachricht: "Barack hat
Senator Joe Biden als unseren Vizepräsidentschaftskandidaten ausgewählt."
Dass die Entscheidung auf
Joseph Biden fällt, ist keine große Überraschung. Er wurde seit Tagen als
Favorit gehandelt. Schließlich hat der 65-Jährige Biden, als Vorsitzender des
außenpolitischen Ausschusses, die notwendige Kompetenz in Verteidigungsfragen,
die Obama angeblich fehlt.
Obama verfügt aber, zweifellos, über das Know-how wie man im Medienzeitalter
Wähler erreicht. Durch die SMS-Aktion wurden Millionen von Telefonnummern
gespeichert. Sie alle werden wahrscheinlich am 4. November dazu aufgefordert
für Obama wählen zu gehen.
„Der amerikanische Traum beginnt in Martinsville", sagt Barack Obama und die Einwohner der Stadt würden ihm das gerne glauben. Wir sind in Virginia. Ein umkämpfter Staat in diesem Wahlkampf. Martinsville ist fast leergefegt. Die Globalisierung hat die Kleinstadt im Süden von Virginia ausgezehrt. Die Industrie liegt brach. Die Arbeitslosigkeit ist fast doppelt so hoch wie der nationale Durchschnitt.
Eine allzu amerikanische Kleinstadt und ein Zustand, der genauso auf den Süden von Illinois, auf Ortschaften in Michigan oder auf Ohio zutrifft. All diese Regionen erinnern an eine vergangene Zeit in den USA, als die Industrie noch ein treibender Wirtschaftszweig war. „Wir können aber die Globalisierung nicht aufhalten", sagt Obama vor 300 Menschen in einer Autowerkstatt in Martinsville.
Kein Massenpublikum diesmal, das ihm zujubelt, sondern eine überschaubare Menschengruppe, die genau wissen will, wie Obama die Wirtschaft ankurbeln will. Was will Obama tun, damit die Arbeitsplätze nicht abwandern? Wie können marode Städte neu aufleben? Die Präsidentschaftswahl wird in erster Linie nach lokalen Sorgen entschieden. Obama verspricht Steuererleichterungen für Unternehmen, die in den USA bleiben. Und Start-Up Unternehmen sollten in den „ersten Jahren gar keine Steuern zahlen, bis das Geschäft gut läuft", sagt Obama. Einige Gäste klatschen begeistert. Andere sind noch skeptisch.
Es war eine Premiere im Präsidentschaftswahlkampf: zum ersten Mal standen Barack Obama und John McCain auf einer Bühne! Sie diskutierten in der Saddleback Church südöstlich von Los Angeles über Glauben, Vorbild und praktische Politik. Zwar nicht miteinander sondern nacheinander und die Fragen stellte Amerikas zur Zeit wohl einflußreichster Pastor: Rick Warren. Obama war erster- durch Münzentscheid, während McCain in einer schalldichten Kabine eine Stunde auf seinen Auftritt wartete.
Ein ungewöhnliches und auch für uns Journalisten lehrreiches Format: nicht die üblichen Zuspitzungen, um Gegensätze besonders zu betonen. Jeder bekam die gleichen Fragen und hatte Zeit für lange Antworten. Die vielen tausend Besucher dieser Mega-Kirche waren nach meinem Eindruck begeistert. Viele haben den Sil bisheriger TV Debatten offenbar satt. Ob das ein Vorbild für sachliche Diskussionen im Deutschen Wahlkampf sein könnte- auch wenn wir keinen Präsidenten wählen?
Lehrreich waren die 2 Stunden aber auch, um mehr über den Debattenstil der beiden Kandidaten zu erfahren. Obama argumentierte sehr differenziert, fast akademisch. Er hatte allerdings auch die schwierigere Position. Ob beim Thema Abtreibung oder Homosexuellen-Ehe- zwei der wichtigsten Prüfsteine für christliche Wähler in den USA, liegen die Positionen von Obama und den Kirchen über Kreuz. McCain hatte es da viel einfacher- er stimmt mit dem christlichen Mainstream überein.
Dennoch: auf seltsame Weise wirkte der bald 72 jährige frischer, klarer und schlagfertiger in seinen Antworten als der junge Demokrat. Selbst Obama Fans unter den Journalisten vor Ort hielten McCain in dieser Debatte für den klaren Punktsieger. Vielleicht auch, weil er wie einer auftritt, der weiß, wohin er will- ein Commander in Chief eben. Auch wenn er das zum Teil mit populistischen Ankündigungen erreicht. Bis ans Tor der Hölle will er zum Beispiel gehen, um Osama Bin Laden zu fangen und ihm seiner gerechten Strafe zuzuführen. Heißt das auch mit US Truppen in Pakistan- auch gegen deren Willen? Und: ändert ein gefangener oder toter Bin Laden etwas an der terroristischen Bedrohung der USA? Wohl kaum!
Doch wer diese Debatte gesehen hat, kann eher verstehen, warum Obama trotz allem Gegenwind für die Republikaner in den Umfragen immer noch praktisch gleichauf liegt mit McCain. Auch die Blitztour durch Nahost und Europa hat bei vielen Amerikanern die Zweifel nicht beseitigt, ob er wirklich die Entschlossenheit und Führungskraft für das Weiße Haus hat- von Erfahrung gar nicht zu reden!
Wenn Saddleback ein Vorgeschmack auf die kommenden drei Präsidentschaftsdebatten war, dann wird Obama noch einiges tun müssen. Unterschätzen darf er den erfahrenen Debattier-Profi McCain jedenfalls nicht!
Was meinen Sie? Wie wichtig ist es, nicht nur gute Reden zu halten, sondern auch hart zu debattieren?
Im Kaukasus ist Krieg. Und wie bei allem, was bis zum 4. November, dem Wahltag in den USA, in der Welt geschieht, kann man auch hier fragen: wem nutzt es. Obama oder McCain? Beide haben sehr schnell reagiert. Mit der Forderung nach Waffenruhe und Verhandlungen. McCain noch detaillierter. Russland müsse "sofort und bedingungslos" seine Truppen abziehen vom "souveränen Territorium" Georgiens.
McCains klare Positionierung für die georgische Seite des Konflikts hat eine Vorgeschichte. Sein außenpolitischer Top-Berater Randy Scheunemann ist ein Lobbyist, der in Washington die Interessen von Staaten der Ex-Sowjetunion vertritt, die in die NATO wollen. Die Beratungsdienste hat sich Scheunemanns Firma mit über 2 Millionen Dollar seit 2004 bezahlen lassen. Auch Senator McCain wurde und wird von ihm beraten. Vorteil: Da gibt es viel Sachwissen über die Region. Man kennt die handelnden Personen (mit Georgiens Präsident Saakaschwili ist John McCain schon Wasserski auf dem Schwarzen Meer gefahren, weiß das Wall Street Journal). Nachteil: Es ist ein einseitiges, interessengesteuertes Bild, das da vermittelt wird.
Wie auch immer man das bewertet: tendenziell nutzt dieser Konflikt eher McCain als Obama. Die Welt ist kompliziert und gefährlich. Der Krieg im Kaukasus zeigt das. In solchen Zeiten braucht ein US-Präsident Erfahrung, das denken viele Wähler. Wasser auf die Mühlen McCains. Außerdem warnt der seit langem vor Russland, fordert, dass das Land von G8 Gipfeln ausgeschlossen wird. Jetzt, so wird es in den nächsten Tagen heißen, sieht man Russlands wahres, hässliches Gesicht. Und McCain hat es schon immer gewusst.
Barack Obama verbringt derweil eine Woche Urlaub zuhause auf Hawaii. Zu sehen war er auf dem Weg zum Golf spielen. Das kommt nicht gut in harten Zeiten. McCain punktet.
Der Paris Hilton Spot ist längst versendet, aber er sorgt weiterhin für Gesprächsstoff:
In den Nachrichtenprogrammen und auf anerkannten Blogseiten, wie zum Beispiel auf csmonitor.com (Christian Science Monitor). Dort wird plötzlich Paris' Energiepolitik als ernstzunehmende Alternative zu den Plänen der Kandidaten präsentiert und analysiert!
Dabei sollte der Spot eigentlich nur ein kleiner Gegenangriff auf McCains Wahlkampfvideo werden. In diesem hat McCain, Barack Obamas 'Stargehabe' mit Paris Hilton (und Britney Spears) verglichen. Paris fühlte sich „benutzt" und prompt folgte ihr Gegenspot.
Darin macht sie sich aber nicht nur über McCains Alter lustig, sondern verkauft sich als die dritte Kandidatin, die ihre Energiepolitik anpreist. Weniger politikbegeisterte Amerikaner wissen jetzt immerhin, dank Popkultur, wofür die Kandidaten stehen: Barack Obama ist grundsätzlich gegen Ölbohrungen vor der US-Küste, McCain ist dafür. Paris schlägt vor, Ölbohrung ist okay, so lange die Umwelt nicht beschädigt wird. McCains Team findet diese Idee angeblich „toll" und antwortet:„Paris Hilton ist vielleicht nicht so berühmt wie Barack Obama, aber offensichtlich hat sie einen besseren Energieplan."
Dabei kommt die Idee gar nicht von Paris, sondern von den Machern der Videoseite Funnyordie.com, die alles parodieren, insbesondere Politik. McCain selbst, findet das Ganze lustig, sagt er. Man müsse doch „Spaß haben bei solchen Wahlkämpfen". Vielleicht wurde ihm die politische Popkultur in diesem Wahlkampf, die er ausgelöst hat, dann doch ein bisschen zu bunt. In seinem neuesten Fernsehspot stellt er nur sich selbst ins Rampenlicht. Diesmal ganz traditionell, als Retter Amerikas, und ohne Popkultur.
Man möchte meinen, es gäbe einige Orte, die sogar der selbstbewußte Barack Obama kampflos seinem Rivalen überlassen würde. Norfolk ist ein solcher Ort. Eine große Marinebasis gibt es hier, die Streitkräfte sind der größte Arbeitgeber in der Region - sicheres Territorium für einen Veteranen vom Kaliber eines John McCain. Besonders, wenn es in Virginia liegt, einem Staat, der zuletzt im Jahr 1964 für einen Demokraten als Präsident gestimmt hat.
Doch das Wort "kampflos" kommt in Obmas Wörterbuch nicht vor; sein Ziel ist auch in Staaten zu siegen, in denen Demokraten traditionell nicht einmal Wahlkampf machen, weil sie als fest in republikanischen Händen gelten. Dazu gehören Indiana, Georgia, Alaska und eben auch Virginia.
So kam es, daß gestern seine Frau Michelle in einer Halle in Norfolk saß, umrundet von Veteranen und den Ehefrauen von Soldaten. Sie hörte vom schwierigen Leben der Militärs, der mangelnden Gesundheitsversorgung und der fehlenden Unterstützung was die Ausbildung ihrer Kinder anbelangt. Sie nickte verständnisvoll, schaute besorgt und klang auch so, als meinte sie es, wenn sie versicherte, daß sich eine Obama Regierung selbstverständlich mit besonderer Hingabe um aktive Militärs und Veteranen sowie ihre Familien kümmern werde.
Bezeichnend war die Veranstaltung aber weniger für ihren Inhalt, als für ihre symbolische Bedeutung. Zusammen mit einem hochkarätig besetzten Dinner für Parteispender im pompösen Opernhaus von Norfolk, an dem auch der potentielle Vizepräsidentschaftskandidat und Gouverneur Virginias, Tim Kaine, teilnahm, sendete sie ein Signal, daß Virginia noch viel Aufmerksamkeit im Wahlkampf erfahren wird.
20 Wahlkampfbüros sollen über den ganzen Staat verteilt eröffnet werden um von dort aus die Basis zu mobilisieren (McCain hat nur sechs). Freiwillige sind schon jetzt auf jedem Volksfest, jedem Rockkonzert und jeder Sportveranstaltung unterwegs um neue Wähler für ihren Kandidaten zu gewinnen. Und Michelle hat wahrscheinlich auch nicht ihre letzte Militärbasis in Virginia besucht.
Auf vielfachem Wunsch unserer Blog-Leser: Jetzt mal ein Blick auf andere Polit-Blogs. Zum Beispiel: JibJab.com. Dort sieht die Wirklichkeit so aus:
Er weiß schließlich: "Wir hinterlassen Krieg, Rezession und die Hypothekenkrise". Wer soll seinen Job weiter machen? Das kleinste Übel für Bush: McCain! "Ignoriert, dass er ein Esel ist und liberal noch dazu", singt er hämisch. So beginnt der Clip auf JibJab.com, einer erfolgreichen Videoseite, die mit satirischen Politikvideos für Furore in allen führenden US-Sendern sorgt.
Die kreativen Köpfe hinter JibJab lassen Obama in einer kitschigen Märchenlandschaft auf einem Einhorn reiten, während er von seiner „Wechselpolitik" schwärmt. McCain würde den Rivalen mit seinem Panzer nur zu gerne platt fahren, damit das „liberale Weichei" Obama den Siegerkelch nicht gewinnt.
Und Hillary, gewohnt selbstsicher, weiß heute schon, dass sie ab 2012 Amerika regieren wird.
Es ist wieder Wahlkampfzirkus und die Videoblogseiten im Internet gehören längst dazu. Das weiß natürlich auch jeder Kandidat. Im Internet zählen Image, einprägsame Darstellung und politisches Fastfood. McCain scheint diese Kampagnenart zu beherrschen und erhält mehr Aufmerksamkeit für seine Werbespots, als für seine Wahlkampfreden. Innerhalb einer Woche schafft es der Republikaner in seinen Spots, Obama zuerst mit der Substanzlosigkeit einer Britney Spears gleichzustellen, um ihn jetzt als Erlöser Moses zu verunken. „Das ist eine sehr respektvoll geführte Kampagne", behauptet McCain. Die Blogseite der Huffington Post, 236.com, hat da ihre Zweifel und stellt die aggressiven Spots von McCain zur Diskussion. „Schaut euch Faktcheck.org an", antwortet Obama. Denn, dort werden die „falschen Werbespots von McCain" entlarvt. Der Wahlkampf hat gerade erst begonnen ... .






