Experten-Stimmen zur Debatte (2)
Vor der Debatte haben wir einige Experten um kurze Statements zur Debatte gebeten, nach Eingang dieser Live-Kommentare platzieren wir sie im Blog. Claus Leggewie ist Leiter des Kulturwissenschaftlichen Instituts in Essen, zuletzt hat er gemeinsam mit Harald Welzer das Buch "Das Ende der Welt wie wir sie kennen" veröffentlicht:
"Als rigoroser „Ein-Thema-Wähler", der seine Wahlentscheidung ganz darauf konzentriert, was ihm die Kanzlerkandidaten zur Eindämmung gefährlichen Klimawandels und zum Einstieg in eine nachhaltige Gesellschaft in Aussicht stellen (vgl. hier) habe ich in dem Duell/Duett wenig abgewinnen können.
Der Begriff „nachhaltig" kam nach elf Minuten von der Kanzlerin mit Blick auf die Finanzkrise, ohne dass sie den Begriff ausführte, dann verteidigte das Duett über viele Minuten länger die absolut nicht nachhaltige „Opel-Rettung". Merkel stimmte das hohe Lied auf die „Erneuerbaren" an, musste da aber nicht konkret werden, weil das Moderatoren-Quartett die Kombattanten auf das Thema Managergehälter und Boni lenkte und eine absolut platte „Wachstum schafft Arbeit"-Suada auslöste. Da der weitere Verlauf des Duells das Klimathema nicht mehr aufbrachte, das Duett insgesamt aber ein Bewerbungsgespräch für die Fortsetzung der schwarz-roten Koalition war, weiß ich, was ich als Regierungsberater in Sachen Globale Umweltveränderungen die nächsten vier Jahren vor mir habe."








Steinmeier entwickelt sich immer mehr zum gleichen Blender wie Schröder. Vom Realismus weit entfernt. Frau Merkel zwar auch nicht immer überzeugend aber weitaus bodenständiger und glaubhafter
Schade, dass es keiner der Kandidaten vermochte wenigstens einen konkreten Plan zur Lösung einer der angesprochenen Themen zu skizzieren.