Lernbedarf
Himmelherrgottnochmal, liebe „hedonistische Internationale“, so geht das doch nicht. Dem EU-Berater in Sachen Internetfreiheit, Karl-Theodor zu Guttenberg, in einer Kneipe eine Torte ins Gesicht zu klatschen … ist ja an und für sich eine sehr gute Idee. Aber, liebe „hedonistische Internationale“, die Du Dich zu diesem Akt bekannt hast, kannst Du mir mal verraten, warum Ihr das Geschehen dann mit einer miesen Handykamera, der Webcam eines Netbooks oder etwas Vergleichbarem dreht? Und dann auch noch schräg von hinten, so als hätte der Tortenwerfer mit der anderen Hand noch selbst gedreht. Wenn ich als Vertreter der klassischen Medien mal gerade meckern darf: Da stellt man gefälligst eine handelsübliche kleine Digitalkamera auf ein Stativ, um die gesamte Szene zu drehen und hat jemanden, der mit einer weiteren Kamera die Nahaufnahmen macht. Sicherlich, heutzutage versteht man hedonistisch meist als eine eher egoistische, nur auf den eigenen Genuss ausgerichtete Grundhaltung. Aber eine hedonistische Internationale könnte im Sinne des antiken Hedonismus nun wirklich auch Lust als Prinzip des gelingenden Lebens verstehen und dafür sorgen, dass alle dauerhaft ihren Spaß an diesem Ereignis haben. Wenn bei so einer schönen Idee nur ein schlechtes Homevideo herauskommt, dann ist das doch glatte Torten-Verschwendung.
2 Kommentare | 03. Februar 2012 | 14:26 Uhr |
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Die Ernennung zu Guttenbergs als EU-Berater für Internetfreiheit ist eine Provokation denn hier wurde der Bock zum Gärnter gemacht.
Guttenberg ist zusätzlich Berater am Center for Strategic and International Studies (CSIS) in Washington D.C., USA und hat somit Interessenkonflikte, die es ihm unmöglich machen, die europäischen Interessen zu vertreten.
Petition: zu Guttenberg muss die Europäische Kommission verlassen
Vielleicht kann man den Mann eine Chance geben.
Tortenberater zu sein und es zu akzeptieren.
Restaurantberater gibt es aber Tortenberater noch nicht.
Echte Chance für KTG.