Europa · Regierung · Merkel, Ministerinnen und Minister
Nicht kontrovers diskutieren
Im Vorfeld des jüngsten Treffens der Regierungschefs zur Eurorettung hatte der deutsche Vorschlag, den Griechen die Budgethoheit zu entziehen und einen Sparkommissar einzusetzen, für Aufregung gesorgt. Wobei Aufregung noch freundlich formuliert ist, man könnte auch sagen, es gab Kritik und Empörung. Prompt ruderte Merkel zurück und sagte, es gehe darum, wie Europa Griechenland helfen könne. Sie wolle „keine kontroverse Diskussion, sondern eine Diskussion, die erfolgreich ist, erfolgreich für die Menschen in Griechenland“. Das müssen die anderen Europäer erst noch lernen. Wir Deutschen wissen das schon. Frau Merkel schätzt keine „kontroversen“ Diskussionen. Deswegen fühlt sie gerne mal vor, wie eine Idee dann ankommt und wenn sie nicht ankommt, macht sie halt das Gegenteil. Ist zunächst ein wenig verwirrend, aber mit der Zeit gewöhnt man sich daran.
1 Kommentar | 31. Januar 2012 | 11:54 Uhr |
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Verwirrung?
Bei so viel Verwirrung genügt aber ein Kommissar nicht.
Es muss an das Brandherd Griechenland taktvoll heranschleichend die Spuren der Verwirrung erkundet werden.
Die Zeit drängt.