Wulff erklärt sich

Es war zweifelsfrei ein großes TV-Interview, das unser Bundespräsident da gestern ARD und ZDF gegeben hat. Und er war so ehrlich. Über seinen Drohanruf bei der BILD sagt er: „Der Anruf war ein schwerer Fehler, der mir leidtut, für den ich mich entschuldige.“ Wann hätte man je erlebt, dass ein Präsident so unumwunden einen Fehler zugibt. Gut, o.K. bei Wulff selbst gab es das vor gut zwei Wochen schon mal. Als er sich für den Fehler entschuldigt hat, dem Parlament in Sachen Hauskauf nicht alles gesagt zu haben. Und wenn jetzt noch etwas rauskommt, kann er sich ja wieder entschuldigen, für einen „ganz schweren Fehler“ vielleicht. Aber er hatte ja auch gute Gründe dafür, dass er versucht hat, Zeitungen in ihrer Berichterstattung zu beeinflussen. „Ich habe mich offenkundig in dem Moment eher als Opfer gesehen“. Daraus hat er aber was gelernt: „Ich muss mein Verhältnis zu den Medien herstellen, neu ordnen, anders mit Medien umgehen.“ Die Öffentlichkeit müsse ja auch verstehen, dass es nicht einfach sei, so schnell und überraschend vom Ministerpräsidenten zum Bundespräsidenten zu werden. Faszinierend! Das heißt also, dass man als Ministerpräsident, wenn man gerade mal das Gefühl hat, nicht richtig behandelt zu werden, bei Zeitungen anrufen darf, um den Chefredakteur dazu zu bringen, einen Bericht nicht zu veröffentlichen? Das wusste ich bislang noch gar nicht.

Am meisten beeindruckt aber hat mich die Antwort auf die Frage, ob Wulff mit seinen Aktionen nicht das Amt des Bundespräsidenten beschädigt habe: „Durch diese Art von Umgang mit den Dingen hat man dem Amt sicher nicht gedient. Aber ich bin fest davon überzeugt, dass ich durch eine ganze Reihe von Aktivitäten in der Amtszeit das Amt des Bundespräsidenten wieder gestärkt habe, dass es eine hohe Anerkennung genießt.“ Das ist genial! „Man“- also nicht Wulff, sondern irgendwer – hat dem Amt nicht gedient, aber „ich“ – also Wulff höchstselbst – hat das Amt „wieder“ gestärkt. Darauf muss man wirklich erst einmal kommen. Stellen Sie sich mal vor, Deutschland kommt ins Finale der Europameisterschaft und spielt da ausgerechnet gegen die Niederlande. Nach fünf Minuten tritt Mesut Özil ohne jeden Grund Arjen Robben an der Mittellinie brutal in die Beine und bekommt zu Recht eine rote Karte. Deutschland spielt das ganze Spiel nur mit zehn Mann und verliert 0:3. Und dann wird Özil gefragt, ob er seiner Mannschaft nicht schwer geschadet hat und sagt: „Man hat mit diesem Umgang mit der Sache der Mannschaft nicht geholfen. Aber ich bin fest davon überzeugt, dass ich in den Anfangsminuten des Spiels durch eine ganze Reihe von Aktionen der Mannschaft entscheidend weiter geholfen habe.“ Sensationell! Große Klasse! Dialektischer geht’s nimmer! Trotzdem gehört er selbstverständlich dauerhaft gesperrt. Also der Wulff, nicht der Özil, auf den können wir wirklich nicht verzichten.

(ZDF) Werner Martin Doye

(ZDF) Werner Martin Doye - Werner Doyé ist die vordere Hälfte des Satire-Teams von Frontal21. Oder die hintere! Das hängt ganz davon ab, wo man selbst so steht. Unabhängig von Richtungsfragen hingegen steht fest, dass Doyé 1971 geboren wurde und dreißig Jahre später bei Frontal21 anfing. Die Zeit dazwischen war angefüllt mit Abenteuern, Intrigen sowie selbstverständlich auch Sex & Crime. Aber das würde hier zu weit führen. Seit dem 27. März 2001 jedenfalls schreibt Doyé für jeden Tag einen kleinen Kommentar zur Weltlage, zur Wetterlage oder zu dieser oder jener Vorlage aus Politik und Gesellschaft. Wie lange das noch so gehen soll? Nun: Irgendwas ist ja immer!

12 Kommentare | 05. Januar 2012 | 09:00 Uhr | Twittern | Facebook

12 Kommentare

  1. Na Hallo
    gerade wollte ich den Text dieses Artikel genau so schreiben und was ist? Ich finde ihn hier vor. JA, war den KT schon wieder schneller. Nur, ich finde, bisher kommt der Boß vom Wulff, die Merkel gar nicht vor. Ist die eigentlich wieder aufgetaucht oder dümmpelt (geht auch ohne “p”) die noch wo rum?

    KT in Spee | 6. Januar 2012 | 15:30 | Antworten
  2. Ich finde es langt!

    Wir Menschen machen Fehler, sei es beim KT, sei es beim Bundespräsidenten.

    Anscheinend hat die Presse nichts Wichtigeres zu tun,als sich darüber den Kopf zu zerbrechen, ob jetzt Herr Wulff paar Euros an Zinsen eingespart hat oder nicht…..und in China übrigens ist ein Sack Reis umgefallen!

    Ich habe das Gefühl, der Springer Verlag will in Deutschland vorgeben,was wir Menschen zu meinen haben und die Bildzeitung will vorschreiben, wer das Recht hat welches Amt auszuüben.

    Pressefreiheit hört da auf wo die Presse versucht die Privatsphäre zu beschneiden und das tut sie beim Bundespräsidenten.

    Er hat sich jetzt 2 x entschuldigt, Fehler zugegeben und gezeigt, das auch ein Bundespräsident nur ein ganz normaler Mensch ist wie DU oder ICH.

    Wir sollten uns jetzt mal den wichtigen Dingen widmen!

    Jochen Behr | 6. Januar 2012 | 16:28 | Antworten
    • Klasse sehe ich genauso, wer Supermenschen haben will wird nur auf noch größere Heuchler reinfallen und es dann wohl nie merken.

      Bernd Bendisch | 6. Januar 2012 | 22:32 | Antworten
      • Hallo – das geht ja gar nicht!!!
        Dieser Präsident steht dafür und soll Werte vertreten. Wenn ihm dies alles zuviel ist, hätte er diesen Posten nicht annehmen müssen. Ich brauch keinen Bussy-Bussy Präsidenten, der seine Storys in der bunten Blätterwelt ablichten lässt. Von diesen Typen – siehe KT – gibt es mittlerweile zu viele. Es langt!!
        Höchste Zeit, dass dieser Präsident zurück tritt. Ich hätte KT in Spee, Bernd Bendisch und Jochen Behr gern eine Sendung vom NDR heute ans Herz gelegt. Lange hat Herr Wulff die Medien für sich genutzt, um seine Karriere voran zu treiben oder nicht zu gefährden. Nun, wo sie zurecht für ihn unangenehm werden, versucht er sich als Opfer darzustellen, wie armselig ist dies.
        Dieser Typ hat kein Format, genau diese Typen zerstören unsere Gesellschaft.

        Agnes | 6. Januar 2012 | 23:54 | Antworten
  3. Also, versuchen wir doch mal, das Ganze objektiv zu betrachten:
    Und bevor jetzt der große Aufschrei kommt: NEIN, Herr Wulff gehört nicht zu meinen Sympathieträgern in der deutschen Politiklandschaft.
    Zunächst wirkt es auf den einen oder anderen Bürger nicht sonderlich unabhängig, wenn lediglich zwei Journalisten der öffentlich-rechtlichen Rundfunkanstalten zusammen mit dem Herrn Bundespräsidenten in einem Fernsehstudio sitzen und ein Interview führen. Böse Zungen könnten nun von Staatsfernsehen sprechen. Gut, Frau Schausten hat auf mich nicht den Eindruck gemacht, als buhle sie bei Herrn Wulff um Sympathie und auch Herr Deppendorf nicht. Umgekehrt schienen alle Freundlichkeiten auch schon lange verspielt worden zu sein. Allerdings stellt sich mir die Frage, warum das Gespräch gegen 17 Uhr aufgezeichnet und erst um 20:15 Uhr gesendet werden konnte. Zeit zum Schneiden war hier nun genug. Es liegt mir fern, Verschwörungstheorien aufzustellen. Doch als Medienunternehmen, die seit Wochen kritisch – ich möchte zeitweilig auch das Wort voyeuristisch gebrauchen – über Taten bzw. das Verhalten eines Menschen des öffentlichen Lebens berichten, hätte man sich vielleicht vor diesem Interview mal Gedanken über die eigene Außenwirkung und die daraus resultierende Glaubwürdigkeit machen müssen.
    Gleiches gilt aber auch für Christian Wulff. Warum lud er nur ARD und ZDF zu diesem Interview ein? Sicher, über die Seriosität mancher kommerzieller Rundfunkanstalten lässt sich streiten und auch darüber, ob die Qualität der Fragen damit zu steigern gewesen wäre. Dennoch wäre es ein Akt der Fairness gewesen. So wird wohl nur ein bestimmter kleiner Teil der Bevölkerung diese Unterredung gesehen haben. Der Rest lässt sich von Drittmedien erzählen, was der Herr Bundespräsident wie gesagt haben soll. Ob es dann noch als individuelle Meinungsbildung zählt, wenn die BILD-Zeitung den RTL-Chefredakteur zitiert, der behauptet, dass Wulff Millionen Menschen der BRD mit seinem Kommunikationsverhalten ausgegrenzt habe, ist zweifelhaft. Jeder in Deutschland lebende Bürger mit einem Fernsehgerät ist in der Lage, die beiden großen öffentlich-rechtlichen Sender als Informationsquelle zu nutzen. Und selbst, wer kein solches Gerät besitzt, dafür aber einen internetfähigen Computer, hätte sich dieses Interview in den Mediatheken oder auf YouTube anschauen können. Von Ausgrenzung kann hier also nicht gesprochen werden. Dennoch hat diese Art des Sich-Erklärens ein – wie der Schwabe zu sagen pflegt – Gschmäckle.
    Trotzdem: Er hat sich erklärt. Ob Wulff so aus seinem Umfragetief wieder hinauskommt, wird die Zeit, in der nicht wieder neue Ungereimtheiten ausgegraben werden, nur weil man ihn einfach nicht leiden kann, zeigen. Er hat in diesem Interview alle Fragen, die im gestellt wurden beantwortet. Dass keine anderen zur Sprache kamen, hat nicht Herr Wulff, sondern Herr Deppendorf und Frau Schausten, sowie die dazugehörigen Redaktionen zu verantworten. Darüber, dass Frau Schausten spätestens am Punkt der Zahlung von 150 Euro an Freunde über’s Ziel hinausgeschossen ist, will ich hier gar nicht weiter referieren. Diese so genannte „Wulff-Debatte“ sollte endlich ein Ende haben. Und das sage ich nicht, weil ich ihn so wahnsinnig nett finde. Nein, ich sage das, weil es wichtigere Dinge in unserem Land gibt, als ein Kredit unter Freunden und Einladungen bei Freunden. Und hier sehe ich ganz klar auch die Medien in der Pflicht, einmal zu überlegen, was wirklich wichtig ist. Damit meine ich nicht, dass er sich seiner Körpersprache nach unwohl gefühlt haben muss. Als ob das eine Sensation wäre. Wer würde sich in einer solchen Situation nicht unwohl fühlen? Nehmen wir einmal an, der Bundespräsident meint, was er sagte, so finde ich, hat er sich ausreichend erklärt, auch wenn die Äußerung, er sei ins kalte Wasser geworfen worden, eher unklug gewählt waren. Glaubwürdigkeit beweist man wohl anders.

    Doch kommen wir einmal auf den Begriff, der nun seit einigen Wochen in den Medien kursiert. „Kredit- und Medienaffäre?“
    Dass ein Politiker einen Journalisten – gleich welchen Blattes oder Sender – beschimpft, gehört eindeutig auf die „No-Go-Liste“. Aber dies betrifft nicht nur einen Bundespräsidenten sondern gilt für jedermann. Ob es ein Drohanruf war oder nicht – in dem Punkt steht noch Aussage gegen Aussage. Eine Möglichkeit der Aufklärung dieses Sachverhaltes wäre es durchaus, den Mitschnitt als Beweisstück einzubringen. Aber in aller Deutlichkeit: Er hat keine Straftat begangen. Aus diesem Grund ist es verständlich, dass sich Wulff gegen eine Veröffentlichung ausgesprochen hat.
    Meiner persönlichen Meinung nach, haben Geldgeschäfte in Freundschaften nichts zu suchen, doch das muss jeder mit sich und seinem Freundeskreis ausmachen. Wenn das, was Wulff sagt und durch seine Anwälte sagen lässt, stimmt, dann sehe ich an dieser ganzen „Affäre“ überhaupt kein Problem.
    Ein Man leiht sich mehr als zehn Euro von der Frau eines Freundes, der erstens nicht plötzlich vom Himmel fiel, sondern schon seit Jahren an Christian Wulffs Seite stand, ihn sogar auf diversen Auslandsreisen begleitet hat, und der zweitens der Gattung der Unternehmer angehört. Dass es sich bei dem Mann um unseren jetzigen Bundespräsidenten handelt ist doch eigentlich nebensächlich. Wenn wir ehrlich sind, würden wir jeden Menschen, der im öffentlichen Leben steht, genauso auseinander nehmen und uns über jedes noch so kleine (Fehl-)Verhalten freuen. Warum? Weil es uns von den wirklich wichtigen Problemen ablenkt und sie uns wiederholt vor Augen führen, dass die Damen und Herren an der Staatsspitze auch fehlbare Menschen sind – genau wie jeder andere Ottonormalbürger. Nur mit einem Unterschied: Dieser Ottonormalbürger muss sich mit seinen Taten allein, oder im engsten Kreis auseinandersetzen und nicht in aller Öffentlichkeit Rechenschaft über persönliche Beziehungen ablegen.
    Solange nicht belegt ist, dass der Herr Bundespräsident gegen das niedersächsische Ministergesetz verstoßen, sich also strafbar gemacht hat, muss er sein Amt auch nicht niederlegen. Keine Frage: sein Umgang mit dieser Situation war schlecht, da brauchen wir nach keinem diplomatischen Begriff suchen. Doch solange wir in einem System leben, in dem es Politikern gestattet ist, in Unternehmensvorständen zu agieren, was irgendwie nur einen sehr verschwindend geringen Anteil der Bevölkerung zu interessieren scheint, solange sollten wir zuerst einmal vor unserer eigenen Haustür kehren, bevor wir Erklärungen für Details der Privatleben anderer Menschen fordern.

    Scarlett Diamonde | 6. Januar 2012 | 16:54 | Antworten
    • Meine Skepsis gegenüber Menschen, die für sich in Anspruch nehmen, etwas “objektiv zu betrachten”, erscheint mir auch nach der Lektüre Ihres Beitrags als sehr begründet.

      Christine Korte | 6. Januar 2012 | 17:27 | Antworten
  4. Privates und Geschäftliches sollte man als Ministerpräsident und gerade als Bundespräsident trennen. Christian Wulff selbst hat zugegeben, dass er dies nicht getan hat!

    “Herr Geerkens war auf eigene Kosten Mitglied von Wirtschaftsdelegationen, die Herrn Wulff
    auf Reisen in seiner Eigenschaft als niedersächsischer Ministerpräsident begleiteten.” (Quelle: http://www.bild.de/media/vw-popup-pdf-21916456/Download/4.bild.pdf)

    Sein väterlicher Freund Herr Geerkens war also nicht nur privat sondern auch beruflich / geschäftlich mit Herrn Wulff unterwegs ! Eine Hand wäscht also doch früher oder später die Andere. Egal ob Herr Geerkens zum Zeitpunkt der Kreditvergabe bereits nicht mehr selbst aktiv geschäftlich tätig war !

    Ich erwarte vom höchsten Mann im Staat: 1. Das er weiß was der tut und sich unter Kontrolle hat und sich nicht wie Rambo aufführt 2. Dass wenn es Unklarheiten gibt diese sofort beseitigt werden und nicht nach der Salamitaktik. 3. Das er ein Vorbild ist und keine Lachnummer.

    Zur Erinnerung hier nochmal das Grundgesetz:

    Der Bundespräsident steht als eigentliches Staatsoberhaupt an der Spitze des Staates.

    “Er repräsentiert die Bundesrepublik Deutschland nach innen und nach außen. Er repräsentiert den Staat indem er durch sein Handeln und öffentliches Auftreten seine Existenz, Legitimität, Legalität und Einheit sichtbar macht.”

    “Der Bundespräsident ist “lebendiges Symbol” des Staates. über den Parteien stehend, wirkt er in Reden, Ansprachen, Gesprächen, durch Schirmherrschaften und anderen Initiativen integrierend, moderierend und motivierend.”

    Prägung des Amtes durch die Person

    “Die Persönlichkeit des Amtsinhabers ist besonders für die Amtsführung wichtig, da dieses Verfassungsorgan, das einzige ist das nur aus einer Person besteht.

    Die ihm auferlegte parteipolitische Neutralität und Distanz zur Parteipolitik des Alltags geben ihm die Möglichkeit, klärende Kraft zu sein, Vorurteile abzubauen, Bürgerinteressen zu artikulieren, die öffentliche Diskussion zu beeinflussen, Kritik zu üben, Anregungen und Vorschläge zu machen.”

    Für mich ist Herr Wulff keine neutrale Person sondern weiterhin ein von der CDU beeinflusster Politiker. Ich erinnere mich nicht, dass er bis jetzt die Bundeskanzlerin bzw. die momentane Regierungspolitik mal öffentlich kritisiert hat.

    Hier der Grund warum Wulffs Anwälte Ihm warscheinlich geraten haben, den Anruf nicht veröffentlichen zu lassen:

    Grundgesetz Artikel 5:

    (1) Jeder hat das Recht, seine Meinung in Wort, Schrift und Bild frei zu äußern und zu verbreiten und sich aus allgemein zugänglichen Quellen ungehindert zu unterrichten. Die Pressefreiheit und die Freiheit der Berichterstattung durch Rundfunk und Film werden gewährleistet. Eine Zensur findet nicht statt.

    Weil das Grundgesetz auch aussagt: Der Bundespräsident kann auf Antrag des Bundestages oder des Bundesrates, wenn festgestellt wird, dass der Präsident bewusst gegen das Grundgesetz oder ein anderes Bundesgesetz verstößt, auch seines Amtes enthoben werden.

    Wenn Herr Wulff versucht hat mit dem Anruf eine Zensur der Pressefreiheit vorzunehmen, hat er bewusst gegen das Grundgesetz verstossen und wäre ein Fall für die Abwahl vor dem Bundestag !

    Herrn Wulff sollte bewusst sein, dass in diesem Zeitalter früher oder später dieser Telefonmitschnitt veröffentlicht wird ! Er sollte sich stellen und seiner Aufgabe gerecht werden und nicht die Politikverdrossenheit in Deutschland fördern !

    theblackone | 6. Januar 2012 | 17:38 | Antworten
  5. Gut hingehört hat “Man” sofort auch bei Twitter :)
    https://twitter.com/#!/carnationberlin/status/154634657399439362

    Ein guter Vergleich wäre auch die schlitzohrige Rechtfertigung eines Bnkräubers: “MAN hat zwar die Bank ausgeraubt, aber ICH habe die Wirtschaft gefördert, beim Ausgeben des geraubten Geldes..” ;)

    Wolf | 6. Januar 2012 | 18:44 | Antworten
  6. Ich sehe das so: Wulff tritt sofort zurück.

    Es ist unter anderem Deine Aufgabe, Deutschland und sein Volk im Lande aber auch erst recht im Ausland würdig zu vertreten.

    Das hast Du nicht erfüllt, schlimmer, stellst Dich selbst als einen aggressiven, inkompetenten, selbstgefälligen, verlogenen Repräsentanten da.

    Ich finde, wir müssen uns schämen für so einen Bundespräsidenten, und das vor allem, wegen den Anrufen bei den Führungsmitabeitern der Bild

    Stephan | 8. Januar 2012 | 10:37 | Antworten
  7. hmm, ich verstehe dass man auf die Medien rumhackt, weil sie gewöhnlich auch nur einfach mitmachen, bei der Welle. Selten bringen sie eine Diskussion auf, ohne dass eine Person im Fokus stehen muss!
    Das sollte schon mal refelektiert werden, aber in einem grösseren Umfang als es bislang passiert und Ergebnisoffen. Es darf zB nicht sein, dass die Welt der Politik zum Schutz der Person sich abschottet. Ich finde, da stimmt auch grundsäzlich etwas nicht, wenn es so sehr um PERSONEN und deren Eindruck auf uns geht.

    Was Wulff angeht, ist er was er ist, jeder mag das für sich entscheiden. Ich komme zu dem Schluß, dass der Mann einfach untragbar ist an dieser Stelle.
    Das kann ich nicht anders sehen, nicht mehr. Nach der Weihnachtsansprache dachte ich, ja gut, lass ihn doch.
    Aber da kommt so vieles auf, das ist nur eine Geschichte, diese Manieren…. muss man sich das gefallen lassen? Als Bürger komme ich mir verachtet vor, während meine hartz Vier Erfahrung irgendetwas zu hören bekam von einer Verpflichtung der Allgemeinheit gegenüber.
    Auch Moralisch finde ich das nicht ok. Der Existenzkampf des Herrn Wulff in allen Ehren. Wir bezahlen da als Steuerzahler eine gewisse Kaltschnäuzigkeit.

    HierUnten | 8. Januar 2012 | 22:24 | Antworten
  8. Ausserdem steht da irgendwas von Freiheitsentzug, wenn man jemanden behindert und nötigt, eine Information nicht herauszurücken.

    Da er die Drohung im Namen des Bundespräsidialamtes ausgesprochen hat , ist das Amt direkt betroffen , geschädigt , darüberhinaus
    Das war so in etwa zu lesen: werde er (Wulff) nach seiner Rückkehr zwischen Bundespräsidialamt und Springerverlag…. einen Krieg führen oder so ähnlich.

    Er hat das Amt missbraucht. Das sind einfach Tatsachen.
    Man kann sich bei minderen Vergehen entschuldigen, aber nicht wenn man so vorgeht. Er hätte zumindest zugeben müssen, dass er die Presse behindern wollte.

    Aber genauso wie das Recht auf Freiheit der Berufswahl bei Hartz Vier im Namen des Allgemeinwohls überschritten werden kann, kann man auch diese Tatsachen übergehen und anderes. Es passiert tagtäglich, selbst mit Zeugen (siehe AWD: Anlegerbetrug ohne Gerichtsprozess).

    HierUnten | 8. Januar 2012 | 22:29 | Antworten
  9. NA ENDLICH

    Gut das der weg ist, der war schlimmer als der OB von Duisburg,

    Sauerland und Wulff, zwei bedenkliche Politiker weniger

    Stephan | 17. Februar 2012 | 15:35 | Antworten

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