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Unerwartete Leere
Als Muammar al-Gaddafi vor kurzer Zeit turnusgemäß den Vorsitz der Arabischen Liga vom Emir von Katar übernahm, erklärte der lybische Staatschef in Anspielung auf die Leibesfülle des Emirs: „In der Zeit zwischen den Gipfeltreffen herrscht immer eine gewisse Leere, da wird es mir ergehen wie dir, wenn ich versuche, diese Leere aufzufüllen, wobei du es wohl besser kannst”. Körperwitze sind ja so eine Sache für sich, da will ich jetzt nicht groß urteilen. Was mich aber wirklich wundert ist, dass Gaddafi die Zeit zwischen den Treffen als große Leere empfindet. Ich hätte wirklich gedacht, mit der diktatorischen Kontrolle eines Landes, dem Unterstützen dubioser Gruppierungen, dem Heiligen Krieg gegen die Schweiz und der Sorge um die eigenen Söhne, die eine Spur der Verwüstung durch Europas Jetset-Metropolen ziehen, sei man ausgelastet. Aber gut, der Mann ist nun mal ein umtriebiges Kerlchen.
Kommentieren | 29. März 2010 | 18:27 Uhr |
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