Zahlen sind nicht alles…

… aber Zahlen sind selbstverständlich wichtig. Wenn jetzt zum Beispiel diese Reformkommission der Bundesregierung tagt, dann ist die Frage, welche Variante der Gesundheitsreform wie viel kostet ja nicht völlig unerheblich. Wenn beispielsweise der Herr Rösler seine Kopfpauschale durchsetzen will, wäre schon von Interesse, wie hoch der Sozialausgleich sein soll und was das für den Steuerzahler heißt. Der Herr Seehofer hat ja bereits gesagt, die Rösler-Ideen würden 21 Milliarden Euro kosten. Das hat die FDP selbstverständlich umgehend zurückgewiesen, aber auf eine Debatte über Zahlen will sich der Herr Rösler eigentlich auch gar nicht einlassen: „Wenn man sich dann immer nur wieder Zahlen anguckt, über Zahlen diskutiert, über Zahlen debattiert und streitet, läuft man Gefahr, die Menschen, die dahinterstehen, zu vergessen”. Wenn das nicht mal eine neue Devise für Regierungshandeln ist. Herr zu Guttenberg, stimmt es, dass dieses neue Riesenmilitärflugzeug uns Steuerzahler viele Milliarden mehr kosten wird als bislang? „Wenn man immer nur die Kosten anschaut, über Kosten diskutiert und streitet, dann läuft man Gefahr, die Soldaten, die dahinterstehen, zu vergessen.” Frei nach dem Motto, wir fahren das Land ohnehin gegen die Wand, da wollen wir doch wenigstens ein bißchen menschliche Wärme vermitteln.

(ZDF) Werner Martin Doye

(ZDF) Werner Martin Doye - Werner Doyé ist die vordere Hälfte des Satire-Teams von Frontal21. Oder die hintere! Das hängt ganz davon ab, wo man selbst so steht. Unabhängig von Richtungsfragen hingegen steht fest, dass Doyé 1971 geboren wurde und dreißig Jahre später bei Frontal21 anfing. Die Zeit dazwischen war angefüllt mit Abenteuern, Intrigen sowie selbstverständlich auch Sex & Crime. Aber das würde hier zu weit führen. Seit dem 27. März 2001 jedenfalls schreibt Doyé für jeden Tag einen kleinen Kommentar zur Weltlage, zur Wetterlage oder zu dieser oder jener Vorlage aus Politik und Gesellschaft. Wie lange das noch so gehen soll? Nun: Irgendwas ist ja immer!

Kommentieren | 26. Februar 2010 | 11:25 Uhr | Twittern | Facebook

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