Allgemein
Gottes letzter Ausweg
Wenn es mal gar nicht mehr weitergeht, wenn man aus einer Situation einfach nicht mehr rauskommt, dann bleibt nur eines: sich reumütig zeigen, Besserung geloben und Schuld eingestehen. Das gilt zumindest für uns Menschen. Für Gott gilt das selbstverständlich nicht, denn, da sind sich führende Weltreligionen einig, Gott darf eigentlich keine Fehler machen. Das würde das ganze Konzept in Frage stellen. Und deshalb hat sich Gott für solche Situationen, in denen er aus einer Sache einfach nicht mehr rauskommt, was ganz Besonderes ausgedacht. Nein, nicht die Sintflut, das war früher mal. Heute hat er was viel Eleganteres: Bischof Walter Mixa aus Augsburg. Zum offenbar hundertfachen Mißbrauch von Kindern an katholischen Schulen erklärte Mixa, dass „die sogenannte sexuelle Revolution sicher nicht unschuldig” daran sei. Auch die Sexualisierung des öffentlichen Lebens durch die Medien sei für derlei Dinge verantwortlich. Ist das nicht großartig? Was für eine (der Bischof möge mir das Lehnwort aus einem anderen religiösen Kulturkreis verzeihen) Chuzpe! Mit Mixa kommt man wirklich aus jeder Klemme. Gott sollte sich überlegen, die Finanzprobleme der Kirchen mit Falschgeld zu lösen. Wenn das auffliegt, kann der Mixa ja erklären, die sogenannte Erfindung des Buchdrucks durch einen gewissen Gutenberg sei daran mit Sicherheit nicht unschuldig.
Kommentieren | 21. Februar 2010 | 10:00 Uhr |
|
Letzte Kommentare