Nahles in Demut

Der SPD-Generalsekretärin Andrea Nahles sagt man ja nach, sie sei eigentlich der Überzeugung, dass sie selbst ein viel bessere Parteichefin wäre als der Sigmar Gabriel. Das ist selbstverständlich Quatsch, denn die bekennende Katholikin Andrea Nahles arbeitet in Demut immer an dem Platz, an den der Schöpfer sie gestellt hat. Die Frankfurter Allgemeine Sonntagszeitung wollte vielleicht auch aus diesem Grund noch mal wissen, ob Nahles das mit der Religion denn wirklich so wichtig sei und stellte die modernisierte Fassung der Gretchenfrage: „Nehmen Sie den Papst ernst?" Antwort Nahles: „Aber selbstverständlich. Er ist der Chef vom Ganzen." Und das ist nun wieder nicht ganz richtig, denn laut Jobprofil ist der Papst nur der Stellvertreter des Chefs, also eigentlich eher soetwas wie ein Generalsekretär, der für den Chef sprechen muss. Den Kollegen von der FAS ist das selbstverständlich auch aufgefallen und deshalb fragten sie nach: „Wir dachten, er sei nur der Stellvertreter Gottes und Sigmar Gabriel Ihr Chef." Darauf Nahles: „O weh, jetzt bringen Sie mich in Schwierigkeiten. Der Papst ist der "Chef" der Weltkirche. Das ist etwas Besonderes. Zudem haben wir mit Benedikt XVI. einen klugen Papst, der schon vor der Finanzkrise gesagt hat, der demokratische Sozialismus sei ein heilsames Gegengewicht gegen die radikalliberalen Positionen." Was übersetzt soviel heißt wie: seien wir doch ehrlich, eigentlich hat der Chef doch nix zu sagen. So gesehen ist es mit der Demut dann vielleicht doch nicht soweit her.


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