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Seltsamer Preis
Der französisch-amerikanische Schriftsteller Jonathan Littell hat für seinen Roman „Die Wohlgesinnten” eine weitere literarische Auszeichnung gewonnen: Die fiktive Beichte eines SS-Manns erhielt 2009 den Preis für „den schlechtesten Sex in einer Erzählung” des Londoner Magazins „Literary Review”. Zwar bescheinigten die Juroren des Literaturmagazins Littells Roman, in Teilen „das Werk eines Genies” zu sein. Doch seine Sex-Szenen, in denen Gefühle unter anderem mit dem Auslöffeln von Eis verglichen werden, bezeichneten sie als ziemlich misslungen. Ein Preis für den schlechtesten Sex in einer Erzählung? Was ist das denn für ein Preis? Zumal wenn man das Werk als solches gelungen findet. Vermutlich ist es ein Preis, der nur dazu dient, dass der Preisstifter in die Presse kommt, was ja auch funktioniert. Was kommt als nächstes? Ein Preis für die Hauptdarsteller eines Films, die am häßlichsten wären, wenn sie nackt wären, was sie aber nicht waren?
Kommentieren | 28. Dezember 2009 | 11:29 Uhr |
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