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Gute Frage – gute Antwort
Gestern erklärte Franz-Josef Jung im Bundestag ganz genau, wie er wann und warum von wem leider nicht über die Bombenabwürfe auf zwei Tanklaster in Kunduz und die zivilen Opfer informiert wurde. Abschließend sagte er: „Ich denke, dass aus diesem gesamten Sachverhalt eindeutig hervorgeht, dass ich sowohl die Öffentlichkeit als auch das Parlament korrekt über meinen Kenntnisstand hinsichtlich dieser Vorgänge informiert habe.” War er natürlich fein raus, der Herr Jung, denn was er nicht gewusst hat, konnte er ja auch dem Parlament nicht sagen. Eine Argumentation die leider ein winzig kleines Problem hat: Kann ein Mann, der sich für das seit Jahrzehnten vermutlich wichtigste Ereignis in seinem Verantwortungsbereich nicht einmal soweit interessiert, dass er sich alle Berichte vorlegen lässt und sie liest, kann so einer Minister sein? Gute Frage! Natürlich ist der Minister um die Antwort auf diese Frage nicht verlegen: „Meine sehr geehrten Damen und und Herren, nach reiflicher Überlegung und angesichts des Grundsatzes, dass man wichtige Entscheidungen erst eine Nacht überschläft, habe ich heute morgen die Bundeskanzlerin davon unterrichtet, dass ich mein Amt des Bundesministers für Arbeit und Soziales zur Verfügung stelle.” Gute Antwort!
Kommentieren | 27. November 2009 | 13:23 Uhr |
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