Schwarz-Gelb wirkt (offenbar)

Werte Lesende, ich bin überrascht und überglücklich. Laut unserem Agenturprogramm Sphinx gibt es eine vollkommene Trendwende auf dem Arbeitsmmarkt. Zum Verständnis: Die Sphinx ist ein Computerprogramm, mit dem wir hier beim ZDF unter anderem die Agenturmeldungen aus aller Welt anschauen können. Im Gegensatz zum antiken Original ist unsere Sphinx nicht rätselhaft, sondern im Regelfall sehr präzise. Außerdem hat sie eine tolle Funktion, die dabei hilft, dass man in der Flut der Meldungen nicht aus Versehen die besonders wichtigen übersieht: Immer wenn irgendetwas von herausragender Bedeutung geschieht, gibt es am unteren Bildrand eine Laufschrift, die einem die jeweilige Eilmeldung verkündet: Also beispielsweise „Eilmeldung vom soundsovielten soundsoviel Uhr, Nobelpreis für Herta Müller. Seit mehr als einer Stunde lese ich nun schon die sensationellste Sensationsmeldung seit Einführung der Sphinx: „Eilmeldung vom 29.10.2009 09:55, von DPA, Arbeitsmarkt/, (Eil), Arbeitslosenzahl zwei”. ZWEI!!!! Wahnsinn! Einen Tag erst ist das neue Kabinett im Amt und schon sinkt die Arbeitslosigkeit auf zwei? Für die beiden finden wir doch bestimmt auch noch… Jaja, ist ja gut, ich weiß auch, dass das nicht stimmt und die für die Sphinx-Meldungen verantwortlichen einfach eine lustig verkürzte Meldung in die Laufschrift gesetzt haben. Aber man wird doch mal für einen kleinen Moment träumen dürfen.

(ZDF) Werner Martin Doye

(ZDF) Werner Martin Doye - Werner Doyé ist die vordere Hälfte des Satire-Teams von Frontal21. Oder die hintere! Das hängt ganz davon ab, wo man selbst so steht. Unabhängig von Richtungsfragen hingegen steht fest, dass Doyé 1971 geboren wurde und dreißig Jahre später bei Frontal21 anfing. Die Zeit dazwischen war angefüllt mit Abenteuern, Intrigen sowie selbstverständlich auch Sex & Crime. Aber das würde hier zu weit führen. Seit dem 27. März 2001 jedenfalls schreibt Doyé für jeden Tag einen kleinen Kommentar zur Weltlage, zur Wetterlage oder zu dieser oder jener Vorlage aus Politik und Gesellschaft. Wie lange das noch so gehen soll? Nun: Irgendwas ist ja immer!

Kommentieren | 29. Oktober 2009 | 18:50 Uhr | Twittern | Facebook

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