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Dauer-Redner
Vor der Uno-Vollversammlung gab es ja schon manchen denkwürdigen Auftritt, aber der Kollege Gaddafi hat jetzt noch einmal einen oben drauf gesetzt. Eigentlich hatte der Revolutionsführer geplant, seine Rede von seinem eigenen Übersetzer übersetzen zu lassen. Er hatte nämlich geplant, einen seltenen Dialekt zu sprechen, den nur seine eigenen Leute verstünden. Schließlich ließ er sich aber doch dazu herab, in hocharabisch zu parlieren. Und zu parlieren und zu parlieren und… 94 Minuten insgesamt, gut sechsmal so lang wie eigentlich gestattet. Nach 75 Minuten, Gaddafi sprach gerade über den zu gründenden, vereinigten Staat Isratina, brach der Uno-Dolmetscher mit dem Auruf „Ich kann nicht mehr” zusammen. Also, wenn Sie mich fragen, ist das allemal wirkungsvoller als mit einem Schuh aufs Pult zu trommeln.
Kommentieren | 26. September 2009 | 18:09 Uhr |
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