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Verkalkuliert
Liebe Lesenden, erinnern Sie sich noch an „das kalte Herz”, dieses Märchen von Wilhelm Hauff? Die Geschichte vom Kohlenmunk-Peter? Dieser hatte genug von der schweren Arbeit als Köhler und ließ sich vom Schatzhauser, einem kleinen Männchen im Wald, Wünsche erfüllen. So wünschte sich Peter beispielsweise, immer so viel Geld in der Tasche zu haben wie der stinkreiche Ezechiel. Der Wunsch wurde erfüllt und das ließ sich auch ganz praktisch an. Aber dann spielte Peter gegen Ezechiel Karten und gewann. Doch je mehr er gewann, desto leerer wurde Ezechiels Taschen und damit letztlich auch seine eigenen. Bis er am Ende nichts mehr hatte, was ihm selbstverständlich keiner glaubte, weshalb er schweren Ärger bekam. Jetzt sind wir an dem Punkt, an dem Sie sich vermutlich fragen, warum erzählt er uns das? Ganz einfach: Um darauf hinzuweisen, wie wichtig es ist, seine Wünsche klar zu formulieren. Ein weiteres Beispiel gefällig? Vor Beginn der aktuellen Bundesligasaison habe ich mir in einem Anfall kölnuntypischer Bescheidenheit gesagt, na gut, Meister muss der 1. FC Köln mit Podolski ja nicht gleich werden. Also habe ich den Fußballgott nur gebeten, der 1. FC möge immer einen Punkt weniger haben, als der FC Bayern München. Tja, nach dem 1:2 gegen Mainz gestern hat Bayern jetzt zwei Punkte. Und Köln? Genau! Ich hätte das anders formulieren sollen.
Kommentieren | 23. August 2009 | 18:50 Uhr |
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