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Gar nicht so unpassend
Es war schon ein bißchen eigenartig, dass nach dem ersten Wahlgang zur Bundespräsidentenwahl bereits die Blumen gebracht wurden und die Musiker Platz nahmen, bevor das Ergebnis verkündet war, so dass jeder bereits wusste, dass Köhler wiedergewählt worden war, bevor der sich verspätende Präsident auch nur im Saal angekommen war. Der Parlamentarische Geschäftsführer der SPD-Bundestagsfraktion, Christian Lange, war ob dieses Sachverhalts recht ungehalten: „Es ist unangemessen und unwürdig, wenn Musikanten und Saaldiener das Ergebnis der Bundespräsidentenwahl vorwegnehmen.” Das mag der Mann so empfinden, andererseits sind die Saaldiener und Musikanten unter all den Politikern und Prominenten ja die einzigen „einfachen Bürger”, deren höchster Repräsentant der Präsident dann sein soll. Und so gesehen könnte man auch sagen: Wenn die Bürger den Präsident schon nicht wählen dürfen, können sie doch wenigstens das Wahlergebnis bekannt geben. Oder ist das auch schon zuviel Einfluss?
Kommentieren | 29. Mai 2009 | 11:35 Uhr |
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