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Mein Präsident
Mensch, wer hätte gedacht, dass ich so kurz vor der Wahl des Bundespräsidenten, den ich ja gar nicht wählen darf, doch noch so überzeugt von einem der Kandidaten sein könnte. Horst Köhler muss Bundespräsident bleiben, weil er etwas ganz, ganz Beachtliches gesagt hat. Beim Staatsakt, welcher aus Anlass des sechzigsten Geburtstages unseres Grundgesetzes veranstaltet wurde, sagte Köhler: „Wir dürfen nicht hinnehmen, dass die Teilung unseres Landes in der Arbeitslosenstatistik fortbesteht.” Dass ein Politiker das mal so schön formulieren würde, dass die Grenzen zwischen Arm und Reich, zwischen Oben und Unten endlich überwunden gehören, hätte ich nicht gedacht. Bitte? Köhler meinte die Grenze zwischen Ost und West? Ach so! Ja, da hat er dann auch irgendwie Recht. Aber dafür würde ich ihn jetzt nicht unbedingt wählen.
Kommentieren | 23. Mai 2009 | 11:29 Uhr |
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