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Prioritäten setzen
Haben Sie sich auch schon mal gefragt, warum es eigentlich „Prioritäten setzen” heißt? Man könnte die Prioritäten doch auch „stellen” oder „legen”. Aber nein, sie werden gesetzt. Zum Beispiel von einem der Angeklagten im Düsseldorfer Terrorismus-Prozess, Adem Yilmaz. Als er aufgefordert wurde, für die Vereidigung der Dolmetscher aufzustehen, antwortete er: „Ich stehe nur für Allah auf.” Sie sehen, da hat einer seine Priorität gesetzt. Nicht so wankelmütig, wie einst Fritz Teufel, der sich mit dem Ausspruch „Wenn es der Wahrheitsfindung dient” schließlich doch erhob. Vermutlich hat der dann noch versucht, zu seinen Prioritäten wenigstens zu stehen, was aber irgendwie nicht klar wurde.
Kommentieren | 23. April 2009 | 09:09 Uhr |
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