Bayerische Krankheit

Bevor Sie weiterlesen, lassen Sie mich gleich eine kleine Einschränkung machen: Ich kann nicht garantieren, dass die politische Position, die ich gleich wiedergeben werde, wirklich noch von dem Politiker, den ich gleich zitieren werde, geteilt wird. Es handelt sich nämlich um einen Politiker der CSU und die wechseln mittlerweile ja im Stundentakt ihre politischen Ansichten. Aber gestern konnte man in der Süddeutschen Zeitung jedenfalls lesen, dass der Herr Söder, bayerischer  Gesundheitsminister und CSU-Beauftragter für niederen Blödsinn, nun erklärt, dass die Gesundheitsreform, die von der CSU maßgeblich mit entwickelt und verabschiedet wurde, totaler Humbug sei. Dass die CSU das alles mitentschieden hat, ficht Söder selbstverständlich nicht an: “Wir als CSU brauchen eine eigene Linie in der Gesundheitspolitik. Das sind wir den bayerischen Ärzten und Patienten schuldig.” Genau, vielleicht sollte die CSU ein Gesundheitssystem entwickeln, in dem auch nur bayerische Krankheiten behandelt werden. Vielleicht findet sich dann auch endlich eine Lösung für diese heftigen Schwindelanfälle, die, je näher die Europawahl rückt, immer häufiger auftreten und die mit unkoordiniertem Hin- und Herschwanken einher gehen.

(ZDF) Werner Martin Doye

(ZDF) Werner Martin Doye - Werner Doyé ist die vordere Hälfte des Satire-Teams von Frontal21. Oder die hintere! Das hängt ganz davon ab, wo man selbst so steht. Unabhängig von Richtungsfragen hingegen steht fest, dass Doyé 1971 geboren wurde und dreißig Jahre später bei Frontal21 anfing. Die Zeit dazwischen war angefüllt mit Abenteuern, Intrigen sowie selbstverständlich auch Sex & Crime. Aber das würde hier zu weit führen. Seit dem 27. März 2001 jedenfalls schreibt Doyé für jeden Tag einen kleinen Kommentar zur Weltlage, zur Wetterlage oder zu dieser oder jener Vorlage aus Politik und Gesellschaft. Wie lange das noch so gehen soll? Nun: Irgendwas ist ja immer!

1 Kommentar | 28. März 2009 | 18:47 Uhr | Twittern | Facebook

Ein Kommentar

  1. Es ist letzten Endes eh immer eine Fehlinterpretation seitens der Medien, das war nämlich nicht so gemeint und auch nicht so gesagt worden. Die Presse verdreht halt immer alles… Und Sie können’s ja auch nicht lassen, Herr Doyé!

    rdb | 1. Januar 1970 | 00:00 | Antworten

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