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Hilflosigkeit?
In seiner Berliner Rede hat unser aller Bundespräsident noch einmal betont, dass harte Zeiten auf uns zukommen: „Wir werden Ohnmacht empfinden und Hilflosigkeit und Zorn.” Das scheinen die Arbeiter und Angestellten in Frankreich irgendwie anders zu sehen. Die empfinden eine ganze Menge Zorn, aber in Sachen Ohnmacht und Hilflosigkeit scheinen sie erste Auswege gefunden zu haben. Damit meine ich jetzt nicht das in Frankreich schon rituelle Autoabbrennen, sondern so lustige Ideen wie das Kidnappen des Frankreich-Chefs von Sony, der über Nacht von entlassenen Arbeitern in seiner Fabrik eingesperrt wurde. Oder die Continental-Arbeiter, die sich erst Puppen ihrer Manager bastelten und diese mit Füßen traten und aufhängten, ehe sie dazu übergingen, die Unternehmensvertreter selbst mit Eiern und auch Flaschen zu bewerfen. Zeitgleich besetzten Mitarbeiter des Senfherstellers Amora-Maille Werke, nachdem die Konzernmutter Unilever die Schließung von zwei Standorten angekündigt hatte. Ob das etwas helfen wird, ist noch nicht klar, aber wenn die Arbeiter auf diesem Weg voranschreiten, fühlen sie sich wenigstens nicht ohnmächtig und hilflos. Das macht doch wirklich mal Mut!
Kommentieren | 27. März 2009 | 14:45 Uhr |
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