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Kein Platz in der Herberge?
Angesichts des erwarteten Besucherandrangs bei den heutigen Heiligabend-Messen hat der baden-württembergische CDU-Politiker Thomas Volk Vorrechte für Kirchensteuerzahler gefordert. „Messen sollten am 24. Dezember nur für Kirchensteuerzahler offen sein”, sagte Volk, Mitglied des CDU-Landesvorstands. „Wer jeden Sonntag ordentlich in die Kirche geht, sollte auch das Recht auf einen privilegierten Platz bekommen.” Was ja dann wohl auch den Herrn Volk betreffen dürfte, denn allzu viele Lesungen aus der Bibel kann der gute Mann noch nicht gehört haben. Das Gleichnis vom verlorenen Sohn? Die Freude im Himmel über den reuigen Sünder vor der Freude über die 99 Gerechten? Und, weil es ja um die Heiligabend-Messe geht, die Geschichte von dem Paar mit dem Esel, die Frau war schwanger und sie fanden nirgends Einlass, mussten schließlich im Stall übernachten? Schon mal gehört, Herr Volk? Und wie steht es mit Matthäus 9, Verse 10ff.? Jesus sitzt zu Tische mit Zöllnern und Sündern. Und wissen Sie, Herr Volk, wer sich darüber aufregt? Die Pharisäer! Schlagen Sie mal nach, wofür der Pharisäer heute redensartlich steht.
Kommentieren | 24. Dezember 2008 | 10:52 Uhr |
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