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Schlossbau
Kurz bevor der brandenburgische Kurfürst sich in Preußen einen Königstitel ergaunerte, hatten die Hohenzollern beim Haus- und Hofarchitekten Schlüter bereits einen schickes Stadtschloss in Berlins bester Lage in Auftrag gegeben. Selbiges Schloss wurde dann 1950 auf Anweisung der preußischsten Deutschen, die unser Land nach 1945 noch zu bieten hatte, der DDR-Führung, gesprengt und durch den Palast der Republik ersetzt. Dieser Palast wurde nun wieder abgetragen und an seine Stelle wird wieder das Schloss gebaut. Bauen darf, wenn es nach der Jury geht, die den Architektenwettbewerb zu entscheiden hatte, ein Italiener namens Stella (Nachname nicht Vorname). Da beide Platzhalter der vergangenen Jahrhunderte nicht gerade die Reinform der Demokratie symbolisieren, kann es einem eigentlich auch egal sein. Ich freue mich jedenfalls schon sehr darauf, dass im Jahre 2087 oder 2088 das Schloss wieder abgetragen und ein französischer Architekt beauftragt wird, den Palast der Republik möglichst detailgetreu, aber auch den Anforderungen einer modernen Nutzung gehorchend, wieder aufzubauen. Ist ja schließlich auch ein Konjunkturprogramm.
Kommentieren | 28. November 2008 | 17:39 Uhr |
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