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War ja klar
Entschuldigung, Entschuldigung, Entschuldigung! Wortspiele sind eigentlich nicht meine Sache und Namenswitze soll man ohnehin nicht machen, aber ich konnte nicht widerstehen. Denn es war ja klar, dass die Ankündigung der Justiz, man werde den ehemaligen RAF-Terroristen Christian Klar freilassen, diese Reaktionen hervorrufen würde. „Die juristische Mathematik, wonach eine fünfmal lebenslange Freiheitsstrafe für Christian Klar nach 26 Jahren abgegolten ist, versteht der Normalbürger nicht”, sagte Bayerns Innenminister Joachim Herrmann. Hamburgs Innensenator Christoph Ahlhaus findet es unerträglich, „dass sich ein solch gewissenloser Gewaltverbrecher, der vielen Menschen unermessliches Leid zugefügt und sich bis heute nicht von seinen schweren Straftaten distanziert hat, bald wieder in Freiheit befindet”. Dazu nur so viel: Die gleichen christlichen Demokraten, die immer darauf gepocht haben, Klar und die anderen RAFler seien keine politischen Gefangenen, auch wenn diese das behaupten würden, sie seien ganz gewöhnliche Verbrecher und Mörder, die christlichen Demokraten stellen sich nun hin und wollen, dass für Klar ein anderes Recht gilt als für gewöhnliche Mörder und Verbrecher. Und was wäre er dann? Genau, dann wäre er definitiv ein politischer Gefangener und könnte zufrieden ein q.e.d. in seine Zellenwand ritzen.
Kommentieren | 24. November 2008 | 17:32 Uhr |
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