Allgemein
Deutsche Satire am Ende
Jetzt rasten die Berliner Christdemokraten ja wohl völlig aus. Was sollen wir denn bitte mit diesem Joachim Zeller? Das können die doch nicht machen! Einen Zeller auf Platz eins der Liste für die Europawahl setzen und Friedbert Pflüger scheitern lassen. Den Mann, der die Berliner CDU zu 21,3 Prozent geführt hat und der dennoch der Ansicht war, die CDU sei „wieder da in Berlin.” Den Mann, der bei dem Versuch 25 Prozent der Berliner dazu zu bewegen, für den Erhalt des Flughafens Tempelhof zu stimmen, mit 21,7 Prozent so knapp scheiterte, dass er hinterher erklärte: „Wir haben das Ding heute gewonnen.” Den Mann, der bei dem Versuch Landesvorsitzender der Berliner CDU zu werden, schließlich von der Fraktion ganz knapp als Fraktionsvorsitzender abgewählt wurde (27 Prozent votierten für ihn), so dass er hinterher erklären konnte, „eine Niederlage ist es nicht.” Und nun nimmt uns die Berliner CDU die Hoffnung, dass Pflüger über den Özdemir-Weg (Strafzeit bei der EU absitzen und dann Parteivorsitzender werden) zurückkehrt? Das geht doch nicht! Da tröstet es auch nicht, dass immerhin 38,7 Prozent für ihn stimmten. Sicherlich 21,3 Prozent, 21,7 Prozenz, 27 Prozent, 38,7 Prozent, das ist ein beachtlicher Aufwärtstrend, aber nun ist er trotzdem weg. Wir hatten schon Stoibers Abgang, George Bush geht auch, Kurt Beck ist schon weg, all das war zu verkraften, nun aber müssen wir uns fragen: Ist Satire nach Pflüger möglich?
Kommentieren | 23. November 2008 | 17:29 Uhr |
|
Letzte Kommentare