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Höhere Dialektik
Gestern im Bundestag: Abstimmung über die Pendlerpauschale. Der Antrag lautet, die Kürzung selbiger Pauschale, die CDU, SPD und CSU zum 1.1.2007 beschlossen hatten, rückgängig zu machen. Die Pauschale, deren Wiedereinführung die CSU im bayerischen Wahlkampf seit Monaten ganz energisch fordert. Da ist es ja logisch, dass sie vor der Wahl schnell noch den Antrag stellt, die Pauschale, die sie mit abgeschafft hatte, wieder einzuführen. Das hätte die CSU auch bestimmt getan, wenn dieser Antrag nicht hinterlistigerweise schnell noch von der Linkspartei gestellt worden wäre. Und was macht man dann, wenn die Linkspartei so einen Antrag stellt, der genau das fordert, was die eigene Hauptwahlkampfforderung ist? Genau, man stimmt dagegen. Der Stand ist also: Die CSU kürzt, ist dann gegen die Kürzung, stimmt wieder gegen die Kürzung und ist aber eigentlich noch dafür. Linke und CSU sind sich nicht nur bei der Pauschale im Grundsatz einig, nein, sie stehen offensichtlich auch beide auf dialektisches Denken. Obwohl ich nicht ganz sicher bin, ob das noch Dialektik ist oder einfach nur Blödsinn.
Kommentieren | 26. September 2008 | 14:45 Uhr |
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