Die einen nicht, die anderen auch nicht

Philipp Mißfelder, erinnern Sie sich? Der Vorsitzende der Jungen Union, der mal überlegt hatte, ob man alten Menschen wirklich noch künstliche Hüftgelenke einsetzen lassen sollte. Was der wohl macht? Kann ich Ihnen sagen, der sitzt beispielsweise bei N24 rum und äußert sich zur Wirtschaftskompetenz der Links-Partei: „Wenn ich mir vorstelle, dass Oskar Lafontaine und Sahra Wagenknecht gemeinsam BMW managen, dann gibt’s bald keinen 1er oder 7er mehr, dann wird in Zukunft wieder mit dem Trabi gefahren.” Linke können nur Trabis, höhö, wie originell. Aber inhaltlich will ich dem jungen Herrn Mißfelder gar nicht unbedingt widersprechen, nur was anfügen. Herr Mißfelder, wenn ich mir vorstelle, dass traiditionelle CDU- oder FDP-Wähler Banken und Großunternehmen wie Siemens oder VW leiten und wenn ich mir ferner vorstelle, dass Unions-Politiker in den Aufsichtsräten von Landesbanken etc. sitzen, dann gibt’s einen Haufen Korruptions- und Steuerhinterziehungsskandale und einige Millionen Euro Steuergeld, die einfach mal so versenkt werden. Aber Trabi fahren ist natürlich viel schlimmer.

(ZDF) Werner Martin Doye

(ZDF) Werner Martin Doye - Werner Doyé ist die vordere Hälfte des Satire-Teams von Frontal21. Oder die hintere! Das hängt ganz davon ab, wo man selbst so steht. Unabhängig von Richtungsfragen hingegen steht fest, dass Doyé 1971 geboren wurde und dreißig Jahre später bei Frontal21 anfing. Die Zeit dazwischen war angefüllt mit Abenteuern, Intrigen sowie selbstverständlich auch Sex & Crime. Aber das würde hier zu weit führen. Seit dem 27. März 2001 jedenfalls schreibt Doyé für jeden Tag einen kleinen Kommentar zur Weltlage, zur Wetterlage oder zu dieser oder jener Vorlage aus Politik und Gesellschaft. Wie lange das noch so gehen soll? Nun: Irgendwas ist ja immer!

Kommentieren | 23. September 2008 | 17:40 Uhr | Twittern | Facebook

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