Restverwertung

Jetzt habe ich 17 Tage lang Olympia-Dauerberieselung hinter mir, Satiren produziert, Blog geschrieben, Kolumne für Olympia-Online produziert und trotzdem gibt es noch Reste, die ich auf diese Weise mal gerade elegant und zusammenhangslos verwerten möchte:

“Es ist nicht alles Gold, was glänzt, aber auch nicht alles, was glänzt, ist Gold!”  - Klingt nach Konfuzius, ist aber von Katrin Müller-Hohenstein. Denken Sie mal drüber nach.

Einer der beiden deutschen Segler, die aussichtsreich liegend nicht nur sprichwörtlich untergingen, weil ihnen ein Stück Treibholz in die Quere kam, hieß wie? Richtig: Spalteholz! Das hat der Weltgeist doch ganz fein eingerichtet.

Nach ihrem enttäuschenden Abschneiden bei Olympia erklärte Ariane Friedrich: „Der Po-Muskel hat zugemacht. Er war hart wie ein Stein.” Da fragt man sich doch, ob man wirklich immer wissen will, warum etwas klappt oder nicht. ´

ARD-Schwimmexpertin Franziska van Almsick forderte Verständnis für die schlechte Leistung eines deutschen Schwimmers bei Olympia: Schon mit dem Reinspringen konnte er sich warhscheinlich nicht mehr bewegen.” Wir wussten ja, dass die Deutschen schlecht schwimmen, aber dass sie bewegungslos ertrinken hätten wir doch nicht gedacht.

Nochmal van Almsick zu einem deutschen Schwimmer, dem man jetzt helfen müsse: „Da darf man jetzt nicht noch draufhauen: Ich meine, er hats total vergeigt, da kann man nichts Positives dran finden.” Total vergeigt, nichts Gutes, da würden wir gerne mal hören, wie es klingt, wenn Frau van Almsick mal auf jemanden draufhaut.

Der Kollege Tom Bartels von der ARD wusste über eine australische Schwimmerin zu berichten: „Sie gibt auch das Model für Unterwäsche in Australien, da können sie sich ja vorstellen, wie die Kollegen sich auf sie stürzen. Auch eine, die ihr Innerstes nach außen trägt. “ Tja, liebe Lesende, da müssen Sie mir jetzt helfen, ich habe nicht den leisesten Schimmer, was das bedeutet. Ich muss zum Flieger und melde mich dann aus Berlin wieder.

(ZDF) Werner Martin Doye

(ZDF) Werner Martin Doye - Werner Doyé ist die vordere Hälfte des Satire-Teams von Frontal21. Oder die hintere! Das hängt ganz davon ab, wo man selbst so steht. Unabhängig von Richtungsfragen hingegen steht fest, dass Doyé 1971 geboren wurde und dreißig Jahre später bei Frontal21 anfing. Die Zeit dazwischen war angefüllt mit Abenteuern, Intrigen sowie selbstverständlich auch Sex & Crime. Aber das würde hier zu weit führen. Seit dem 27. März 2001 jedenfalls schreibt Doyé für jeden Tag einen kleinen Kommentar zur Weltlage, zur Wetterlage oder zu dieser oder jener Vorlage aus Politik und Gesellschaft. Wie lange das noch so gehen soll? Nun: Irgendwas ist ja immer!

3 Kommentare | 25. August 2008 | 03:26 Uhr | Twittern | Facebook

3 Kommentare

  1. Na das heißt, dass Schönheit von Innen kommt!!!
    Aber jetzt mal etwas anderes: Es ist schon über eine Woche seit dem letzten Artikel vorbei und ich frage mich, ob ihr Flugzeug sich verflogen hat oder ob es einen anderen Grund gibt, dass Sie sich noch nicht wieder aus Berlin gemeldet haben!
    Viele Grüße
    und bitte weiterschreiben! ;-)

    Katharina | 2. September 2008 | 17:44 | Antworten
  2. Ja, die Schönheit kommt von Innen. Deshalb sind ja Goldmedaillen innen auch silber, also nur vergoldet. Katrin Müller-Hohenstein hat das neulich in der Show von Herrn Pilawa nicht gewußt und sich gegen alle in ihrem Team durchgesetzt, die es besser wußten. Total vergeigt, um noch etwas van-Amlsick’sche Hilfe zu leisten. Tja, Reden ist Schweigen und Silber ist …!

    Über den Verbleib unseres Autors mach ich mir langsam Sorgen. Hat das IOC am Flughafen doch noch zugeschlagen? Oder hat der “Innenschäuble” am Zielflughafen gewartet? Nur so, weil ich neugierig bin: wie lange würde es dauern, bis in Mainz einer merkt, dass in Berlin einer fehlt? Hoffentlich ist nur ein wohlverdienter Urlaub der Grund…

    bdr | 6. September 2008 | 17:51 | Antworten
  3. Dönn-dönn-dönn-döööönn!

    Dramatik! | 7. September 2008 | 00:46 | Antworten

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