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Elegantes Dementi
Die Telekom überprüft die Telefonverbindungen ihrer Mitarbeiter, um festzustellen, wer eventuell mit Journalisten Kontakt hat. Angeblich sind der ehemalige Vorstandschef der Deutschen Telekom, Kai-Uwe Ricke, sowie der Ex-Aufsichtsratsvorsitzende Klaus Zumwinkel tiefer in die Spitzelaffäre des Konzerns verstrickt als bislang bekannt. Behauptet zumindest der frühere Personalvorstand der Deutschen Telekom und Ex-Leiter der Abteilung für Konzernsicherheit, Heinz Klinkhammer. “Dieser Auftrag, die Lücken für die Indiskretionen zu finden und zu schließen, ist an mir sowie am Chef der Konzernsicherheit vorbei aus dem Umfeld Ricke und Zumwinkel erteilt worden.” Ricke weist diese Behauptungen selbstverständlich zurück und Klaus Zumwinkel lässt
über einen Sprecher erklären: “Herr Zumwinkel hat keinen persönlichen Auftrag erteilt.” Das ist doch mal elegant und auch knapp daneben dementiert, denn der Herr Klinkhammer hat ja nur gesagt, die Anweisung stamme aus dem Umfeld der Herren Ricke und Zumwinkel. Wenn also der Herr Zumwinkel mal mit seinem Umfeld gesprochen hat, ob man nicht die eigenen Mitarbeiter bespitzeln sollte und das Umfeld dann den Auftrag erteilt hat, dann hat der Herr Zumwinkel den Auftrag ja nicht persönlich erteilt. Wie gesagt, schon irgendwie ein elegantes Dementi.
Kommentieren | 26. Mai 2008 | 17:20 Uhr |
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