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Katholische Wahrheit
Auf dem großen weltkirchlichen Gottesdienst des Katholikentages in Osnabrück hat der Bamberger Erzbischof Ludwig Schick aus gegebenem weltkirchlichen Anlass noch einmal darauf hingewiesen, dass die Globalisierung nun wahrlich keine Erfindung des modernen Kapitalismus sei. “Wir sind seit 2.000 Jahren katholisch und global”, sagte Schick. Die katholische Kirche sei ein “global player”. Der Vorsitzende der Kommission Weltkirche der Deutschen Bischofskonferenz verwies darauf, schon seit jeher bemühe sich die Kirche um einen weltumspannenden Austausch von Spiritualität. Dieses Bekenntnis zur Globalisierung, die ja landauf landab nicht den besten Ruf genießt, mag verwundern, aber wenn man es sich mal so überlegt – die wichtigsten Entscheidungen werden nicht von Politikern oder Herrschern getroffen, sondern von dubiosen, undurchschaubaren und nicht demokratisch legitimierten Organisationen, was aber für den einfachen Menschen genauso wenig wie für die so genannte Dritte Welt einen Unterschied macht, weil sie am Ende sowieso die Gekniffenen sind. So gesehen passt es ja wieder. Kann der Bamberger Erzbischof ja den Kollegen Erzbischof von München und Freising fragen. Der heißt Marx und müsste sich mit dem Thema auskennen.
Kommentieren | 23. Mai 2008 | 18:12 Uhr |
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