Friedbert, ich und die 530.231


pflueger.jpgEin fiktives Drama:

 

Friedbert Pflüger (begeistert): 530.231!

Ich (zögernd): Ja…

Friedbert Pflüger (begeisterter): Menschmenschmensch! Fünfhundertdreißig-tausendundzweihunderteinundreißig

Ich (verunsichert): Ja sicher, aber….

Friedbert Pflüger (total begeistert): Berlin will Tempelhof!

Ich: Ja doch, bzw. nein, eigentlich….

Friedbert Pflüger: 530.231! Da kommt der Wowereit nich dran vorbei.

Ich (altklug): Naja, doch, irgendwie schon, weil 530.231 Ja-Stimmen sind doch immer noch 79.278 Stimmen zu wenig…

Friedbert Pflüger (väterlich): 530.231, grooooßartiger Erfolg!

Ich (hilflos): Ja, aber es reicht nun mal nicht!

Friedbert Pflüger: 530.231! Das sind mehr als der Wowereit bei der letzten Wahl bekommen hat.

Ich: Gut, aber zu wenig um den Volksentscheid zu gewinnen.

Friedbert Pflüger: Mannmannmann, 530.231! Mehr als Wowi! Ich bin Regierender Bürgermeister….

Ich (entsetzt): Nein, Herr Pflüger, entschuldigen Sie, das war nur ein Volksentscheid und nicht mal den haben sie gewonnen.

Friedbert Pflüger (abwesend): 530.231! Wow! Grooooßartiger Erfolgt!

Ich: …..

 

 

 

(ZDF) Werner Martin Doye

(ZDF) Werner Martin Doye - Werner Doyé ist die vordere Hälfte des Satire-Teams von Frontal21. Oder die hintere! Das hängt ganz davon ab, wo man selbst so steht. Unabhängig von Richtungsfragen hingegen steht fest, dass Doyé 1971 geboren wurde und dreißig Jahre später bei Frontal21 anfing. Die Zeit dazwischen war angefüllt mit Abenteuern, Intrigen sowie selbstverständlich auch Sex & Crime. Aber das würde hier zu weit führen. Seit dem 27. März 2001 jedenfalls schreibt Doyé für jeden Tag einen kleinen Kommentar zur Weltlage, zur Wetterlage oder zu dieser oder jener Vorlage aus Politik und Gesellschaft. Wie lange das noch so gehen soll? Nun: Irgendwas ist ja immer!

2 Kommentare | 28. April 2008 | 22:13 Uhr | Twittern | Facebook

2 Kommentare

  1. Einem Ochsen, den ich mit meinem Steinwurf verfehle, füge ich rein mathematisch betrachtet die gleiche Menge an Schmerz zu, wie wenn ich mit meinem Hinterteil die Weide nie betreten, sondern zu Hause aufm Sofa gesessen hätte.
    Psychologisch betrachtet, würde ich mir auf dem Sofa sitzend allerdings nicht den Vorwurf machen müssen, ein so verdammt schlechter Werfer zu sein. Und die anderen Kinder würden nicht so bitterlich lachen.
    (vgl. Ypsilanti; wirft wie ein Mädchen)
    Aus ethischer Sicht ist das natürlich sowieso alles höchst verwerflich. Nicht der Volksentscheid, klar. Steinewerfen.

    bomp | 29. April 2008 | 14:32 | Antworten
  2. Toll-
    Warum musste ich nur während des Beitrags immerzu an RP Büssow (Bezirksregierung Düsseldorf) denken?
    Der kann sich genauso gut in die eigene Tasche lügen.
    Schlimm nur, dass hier ggf. Menschenleben auf dem Spiel stehen!

    Ulla | 29. April 2008 | 21:54 | Antworten

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