Allgemein
Nochmal Tempelhof
Jetzt wird es allmählich aber wirklich Zeit, dass die Sache mit dem Flughafen Tempelhof entschieden wird. Bild-Kolumnist Reimer Claussens (laut Kolumnen-Unterzeile “Modemacher und Stilexperte”) verkündete vor zwei Tagen:
“Wer Tempelhof schließt, der würde auch das Stadtschloss noch einmal sprengen.” Spätestens damit hat die Auseinandersetzung ein Niveau erreicht, welches derart bedenklich ist, dass ich mich guten Gewissens einmischen kann: Wer für die Bild-Zeitung schreibt, klaut auch kleinen Kindern den Lolli.

(ZDF) Werner Martin Doye - Werner Doyé ist die vordere Hälfte des Satire-Teams von Frontal21. Oder die hintere! Das hängt ganz davon ab, wo man selbst so steht. Unabhängig von Richtungsfragen hingegen steht fest, dass Doyé 1971 geboren wurde und dreißig Jahre später bei Frontal21 anfing. Die Zeit dazwischen war angefüllt mit Abenteuern, Intrigen sowie selbstverständlich auch Sex & Crime. Aber das würde hier zu weit führen. Seit dem 27. März 2001 jedenfalls schreibt Doyé für jeden Tag einen kleinen Kommentar zur Weltlage, zur Wetterlage oder zu dieser oder jener Vorlage aus Politik und Gesellschaft. Wie lange das noch so gehen soll? Nun: Irgendwas ist ja immer!
| 27. April 2008 | 18:49 Uhr |

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Tempelhof an der Herz-Lungen-Maschine. Un nu?Stecker ziehen oder künstlich am Leben erhalten? Mich würde mal brennend interessieren, was den Springer-Verlag zu einem so nahen Verwandten von Tempelhof macht. Mein erstes Verdachtsmoment wäre immer wirtschaftliches Interesse. Aber wie oder warum? Hmmm. Zumindest demonstriert das Käseblatt uneingeschränkte innere Geschlossenheit und Unnachgiebigkeit, die verfahrenstechnisch zumindest kongruent zu Erster-Güte-Lobbyismus zu sein scheint. Im besten Falle ist die Kampagne vielleicht ausgezogen, um auszuprobieren, wieviel Macht die Feder als Königsmacher noch besitzt. Im schlechtesten Fall hat man vielleicht einfach vergessen, das Wörtchen “Anzeige” über die Artikel zu setzten. Alles sehr spannend. Und auch wieder nicht.